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Gegeneinandermatt

Ich muss ehrlich sagen, mir kommt das Projekt auch immer dubioser vor. Die Befürchtung, Andermatt könne am Ende mit leeren Händen dastehen weil die Gewinne aus der Anlage konsequent privatisiert werden und weil statt wie versprochen Einheimische dann doch "billigere" Ausländer angestellt werden, ist durchaus gegeben!
 
Ich denke man muss hier zwischen der Gemeinde und der Bevölkerung unterscheiden.
Für die Gemeinde mag das Projekt durchaus positive Auswirkungen haben, sofern nicht eine Investitionsruine entsteht.
Jedoch für die jetzige Bevölkerung könnte es effektiv problematisch werden und zu einer Vertreibung führen.

Andererseits muss man sich auch die Frage stellen ob die lokale Bevölkerung wirklich bereit und fähig ist, die Arbeiten der "billigen Ausländer" zu übernehmen ?
 
Sonderlich aufschlussreich fand ich den Artikel jetzt nicht gerade.
Dass es immer Bedenkenträger oder - wie man ja neuerdings sagt - Wutbürger gibt, ist ja nichts besonderes, vor allem bei einem Projekt dieses Ausmaßes. Allerdings hatten die Andermatter Bürger ja - und hier liegt der erfreuliche schweizer Unterschied zu vielen Großprojekten in Deutschland oder Österreich - die Möglichkeit, selbst über dieses Projekt abzustimmen, und diese Abstimmung ging so eindeutig aus, dass sich nun wirklich niemand beklagen kann.
 
Allerdings hatten die Andermatter Bürger ja - und hier liegt der erfreuliche schweizer Unterschied zu vielen Großprojekten in Deutschland oder Österreich - die Möglichkeit,
Unbestritten, das Projekt wurde durch eine Volksabstimmung legitimiert.
Aber auch in der Schweiz wird natürlich im Abstimmungskampf das Blaue vom Himmel versprochen und relevante Nachteile gerne verschwiegen.
Von dem her schon möglich dass das dumme Stimmvolk den Haken an der Geschichte nicht durchschaute und in der Euphorie des Geldrausches nicht auf die Kritiker hören wollte.
 
Naja, dann ist man aber selber schuld... ;)

Naja, vermutlich wäre Andermatt ohne Sawiris schon ziemlich am Ende, die Bergbahnen stehen finanziell ja auch nicht gerade toll da.

Fragt sich eher, ob man noch einen Wintersportort von diesem Kaliber in den Schweizer Alpen benötigt oder ob man Andermatt einfach hätte zu Grunde gehen lassen sollen... Man hat sich entschieden Andermatt neues Leben einzuhauchen, also muss man etwas ändern. Von nichts kommt nun mal nichts.
Das Resort überzeugt mich aber nicht so. Das hätte man toller lösen können. Das Dorf bleibt weiterhin verunstaltet durch die grossen Eisenbahnanlage und die Kaserne.
Verstehe ehrlichgesagt nicht, wer da eine Million und mehr für eine kleine Wohnung hinblättert...
 
Weiss nicht. Glaub eher weniger. Man kann die Wohnungen ja nicht mal exklusiv nutzen. Dass die schnell viel mehr Wert sind, ist sehr unwahrscheindlich. In Laax bekommt man wohl etwas vergleichbares im Rockresort, aber für ein paar hundert tausend Franken weniger. Und das Skigebiet gibts dort schon.

Spekulieren kann man anderstwo eindeutig besser.
 
Ist auch mein Gefühl. Für Spekulanten ist hier noch zu viel Risiko/Unkalkulierbares. Da gibt es etabliertere Gebiete wie Engadin etc - ich glaube immer noch dass man im Engadin mit Wohnungen/Anlagen mehr Chance mit weniger Risiko hat.

Oder ich sehe einfach die Chance nicht und bin deshalb selber kein guter Spekulant :)
 
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