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Geigelsteinbahn vor dem Aus

Sehr schade, habe es gerade auf der Homepage der Bahn gelesen. Hatte im Hinterkopf, dass die eigentlich dieses Jahr den Betrieb wieder aufnehmen wollten (kann aber auch 2012 gewesen sein).
 
Jetzt ein Crowdfunding in Bayern und Allgäu......müsste doch für gerade diese echteste Traditionsbahn was bewegen. Wie seinerzeit in Italien Korblift Biella....oder Polstersessellift in AUT.
 
Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass die Bahn so unwirtschaftlich zu betreiben wäre. Der Sommerbetrieb wird überall immer mehr.
Gut, man hat 1 mal hohe Investitionskosten für die Wiederinbetriebnahme.
Aber die reinen Kosten des Fahrbetriebs müssten doch durch diesen zu finanzieren sein. Mal ganz grob geschätzt was es an Personal bräuchte: 1 Geschäftsführer und zugleich Betriebsleiter. 1 für Kassa und Büro. 4 Maschinisten/Seilbahntechniker/Elektriker. Und evtl. 1 Reserve, der auch sonstige Tätigkeiten übernimmt.

Dazu ne Crowdfunding Kampagne und auch bei den umliegenden Gemeinden mal anklopfen.
 
Mann muss dieses Topic umbenennen in;
Geigelsteinbahn IST LSAP
Und verschieben in das richtige Topic; Historisch und LSAP
damit keine falschen Hoffnungen entstehen.
 
markus schrieb:
Geigelsteinbahn IST LSAP

Exakt. Und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

Die Skipiste nutzen die Tourengeher, im Winter geöffnete Hütten gibt es nicht (mehr) und Schleching setzt als "Bergsteigerdorf" ohnehin auf sanften Tourismus.

Zudem gibt es mit Winklmoosalm und Kössen bessere Alternativen in der Nähe.
 
Nun ja, besser? Anders halt.
War da nicht Ende der 10er/anfang der 2020er ein semigross angekündigtes revival der Bahn? Ist auch sang-und klanglos wieder versickert. Da gibt's ja sogar ne facebookseite.
Auf Nachfrage gab's keinerlei Antwort nimmermehr.
Also die wuhrsteinalm als hütte/veranstaltungsort ist doch klasse gelegen(was ist aus der nun eigentlich geworden? Hab gehört, die hat auch schon wieder dicht gemacht) Sommerbetrieb wäre eh zeitgemäßer.
Und in Bezug schlwching und sanfter tourismus:selbst, wenn wieder der alte skibetrieb mit Sessel und schlepper und dazu sogar beschneiung aufgenommen werden würde, würde das den sanften Tourismus-status kaum vernichten.
Aber eigentlich geht's ja um den Sommer.
 
Man macht sich über die Investitionskosten keine Vorstellung.

Um dafür eine Relation zu bekommen, muss man sich vorstellen, was es kostet auch nur 100m Glasfaserkabel bis zur eigenen Haustüre zu verlegen. Das kostet so viel, dass sich der Anschluß bis zur Rente nicht bezahlt macht.

Seilbahnen wurden ursprünglich (und zu großen Teilen auch heute noch) als "öffentliche Verkehrsmittel" angesehen und entsprechend vom Staat finanziert.

Der (unser) Staat ist sich seiner Aufgaben in weiten Teilen gar nicht mehr bewußt und will ALLES auslagern, privatisieren.
In vielen Teilbereichen klappt das nicht und kann auch nicht klappen. Darum wird alles unerschwinglich teuer.

Vielleicht ist das auch die Absicht dahinter - oder es ist schlichte Dummheit, Inkompetenz der handelnden Personen - immerhin erhalten sie weiterhin fette Diäten und noch fettere Pensionen, obwohl sie unseren Staat kaputt wirtschaften...sorry ich schweife ab.


sorry ich schweife ab

Gut, dass es dir selbst aufgefallen ist. ;-) Ich kann mich den Meldungen zu deinem Beitrag nicht ganz verwehren, dass bei einer privatwirtschaftlich geschaffenen, betriebenen und wieder geschlossenen Bahn mit einem rein touristischen Nutzen ohne ÖPNV-Funktion deine Abhandlung zum Rückzug der öffentlichen Hand aus Bereichen der öffentlichen Daseinsfürsorge ... wenig miteinander zu tun haben. ;-)

Schönen Feiertag,
mod bastian-m

 
markus schrieb:
Mann muss dieses Topic umbenennen in;
Geigelsteinbahn IST LSAP
Und verschieben in das richtige Topic; Historisch und LSAP
damit keine falschen Hoffnungen entstehen.

In der Tat, ich habe deine Anregung mal aufgenommen und es ins LSAP verschoben.
 

Gut, dass es dir selbst aufgefallen ist. ;-) Ich kann mich den Meldungen zu deinem Beitrag nicht ganz verwehren, dass bei einer privatwirtschaftlich geschaffenen, betriebenen und wieder geschlossenen Bahn mit einem rein touristischen Nutzen ohne ÖPNV-Funktion deine Abhandlung zum Rückzug der öffentlichen Hand aus Bereichen der öffentlichen Daseinsfürsorge ... wenig miteinander zu tun haben. ;-)

Schönen Feiertag,
mod bastian-m

Da fehlt dir dann wohl wahlweise der Volkswirtschaftliche, geschichtliche Hintergrund oder die Altersweisheit dazu.

Anders herum wird es vielleicht klarer:
Warum gelten auch für vollkommen privatwirtschaftliche aufgebaute Beförderungsanlagen die "Vertragsrichtlinien", welche vom ÖPV abgeleitet wurden und nicht diejenigen vom privaten Vertragsrecht?

im privaten Vertragsrecht stünde jeder verweigerten Dienstleistung ein Preis- (nicht Gebühren!) Erstattungsrecht, sowie ggf. Schadenersatz zu.
Dies ist aufgrund der anderen "Vertragslage" nur und ausschließlich bei ÖPV anders.

das ist der geschichtliche und auch volkswirtschaftliche Hintergrund und "damals" wurden auch Sesselbahnen als öffentliche Einrichtungen angesehen, weil sie bspw. den Tourismus fördern. Aber OK, ich schweife wieder ab.
 
Es gibt was neues.

Habe gerade gesehen dass die Sesselbahn selbst zum Verkauf steht. Für die Kosten des Abbaus muss der Käufer aufkommen. Gesamtbetrag Bahn:Kaufpreis 250000€ inkl. Sessel neuer Steuerung und antriebseinheit.

Scheint ja als wenn die dortmals noch mal kräftig was hineingesteckt haben..
Aber das man eine Bahn mit diesem Baujahr und diesem Hersteller noch irgendwie irgendwo verkaufen kann wage ich auch zu bezweifeln
 
Ich denke zu dem Thema wurde hier schon alles mehrfach gesagt
Und das was Du dir wünscht gibt es gleich nebenan auf die Hochplatte in Marquartstein
In Ruhpolding auf den Unternberg
In Winklmoos auf das Dürrnbachhorn.
In Berchtesgaden auf das Hirscheck.
 
Und nachdem das Landratsamt tatsächlich mal den Kopf aus dem Sand bekommen hat, hoffentlich auch endlich endlich am Predigtstuhl in Bad Reichenhall.
 
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