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Gerutscht, nicht geschnitten - Carving ist out...

Kapi

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"Reines" Carven ist eh selten zu sehen, die Folgen kann man hier im Knie-Meniskus- Thread bewundern.

Ich fahr auch eine Mischung, Carven im mittleren Gelände, Kurzschwung im Steilen, bisschen Rutschen ist oft dabei.
Aber immer etwas breitbeinig, gerne auch auf dem Innenski :wink:

Auch die Sportler fahren wohl mehr gerutschte Schwünge in der letzten Zeit, ist aber nur eine Beobachtung von mir.
 
Rüganer schrieb:
"Reines" Carven ist eh selten zu sehen, die Folgen kann man hier im Knie-Meniskus- Thread bewundern.

:?: :?: :?:

Ich z. B. fahr schon immer so wie in dem Artikel, kann gar nicht carven :wink: Außerdem hab ich mir das Knie beim Bowling verletzt...
 
einer der aktivsten User nennt sich "extremcarver".....

Klar geht reines Carven auf die Knie, merkt man ja selbst.
Das Knie muss ein mehrfaches des Körpergewichtes abfangen, bein Rutschen ja weniger, da werden die Kräfte abgeleitet.
 
Ah, dann meinst du eher den Kreuzbandriss-Thread, nicht den Knie-Thread.
 
jedenfalls sieht man an der Anzahl der Knie-Threads, dass da was dran ist.... :wink:
 
Kapi schrieb:
Carving ist out, in Zukunft fährt man möglichst natürlich durch den Schnee, ohne extreme Drehungen. Dieser neue Skistil ist in zwei Jahren an Österreichs Skischulen verpflichtend. Im Tiroler Pitztal wird die neue Ästhetik des Skifahrens jetzt schon gelehrt – mit mäßigem Erfolg:

Mehr: http://www.welt.de/print/wams/reise/article152209230/Gerutscht-nicht-geschnitten.html

K.

Wenn sich das durchsetzen würde, fände ich es schön. Finde es schon immer albern, wer alles von sich sagt, er carve.... Außerdem ist dann der Stil meines Mannes und von mir topmodern ;-)...
 
Skihase schrieb:
Außerdem ist dann der Stil meines Mannes und von mir topmodern ;-)...
Fein, dann sind wir ja schon zu dritt :biggrin: .

K.
 
Servus!

Back to the roots. Eine sehr vernünftige Entwicklung würde ich sagen.

Sind wir mal ehrlich:
Die meisten Skifahren in den Skischulen haben noch nicht mal ein Gefühl dafür, was Carving überhaupt ist. Und denen wurde dann beigebracht, wie man den Ski auf die Kante stellt damit er schön selber durch die Kurve fährt - aber wie man das ganze im Zweifel abbremst wurde leider vergessen... Und dann wundert man sich über die zunehmende Zahl von Zusammenstößen auf der Piste...

Ganz ehrlich: Carving ist was für bessere Fahrer, die es auch beherrschen. Dazu brauchts die Basics - und die wurden meiner Meinung nach massiv vernachlässigt in den letzten Jahren.
Das ist in etwa so, als würdest du einem Autofahranfänger als erstes beibringen, 200 links auf der Autobahn zu fahren aber ne Kurvenreiche Landstraße sicher zu fahren lernt er nicht mehr.

Diese Entwicklung ist äußerst gut, absolut der richtige Weg. Carving kommt dann später eh dazu, wenn man genug fährt und besser ist.

Schöne Grüße,
Jan
 
Fakt ist die meisten Leute können gar nicht Carven und Anfängern das beizubringen bringt mal gleich gar nix, weil das lernt man nur mit viel Skifahren und Erfahrung sammeln und da meist von selber. Zudem würden die Gelegenheitsfahrer die Belastungen auf den Knien gar nicht aushalten! Allerdings find ich den Trend das alle Breite getippte Ski selbst auf den Pisten fahren für mich selber Strange, dass macht mir keinen Spaß denn mit denen geht Carven nicht wirklich gut. Für den Anfänger ist es sicher einfacher und kraftschonender, allerdings versaut er sich damit auch ein wenig die Technik falls er später mal richtig Carven will. Aber viele bekommen es eh nicht hin den Außenski vernünftig zu belasten und ohne dies geht Carven nicht. All Mountain Ski sind halt viel fehlerverzeihender.
 
Der Bericht ist doch nichts anderes als eine weitere Werbekampagne.

Kenne zwar einen Skikurs nur vom Hörensagen, aber auf den Pisten habe ich persönlich noch NIE eine Skilehrer gesehen, welcher seinen Schülern die Carving-Technik beibringt.
 
Rüganer schrieb:
"Reines" Carven ist eh selten zu sehen die Folgen kann man hier im Knie-Meniskus- Thread bewundern.

"Der Carving-Skistil, der seit Jahren gelehrt wurde und dem die Masse der Skifahrer folgt, ist dann Schnee von gestern."

Wenn's so wäre wie im Artikel geschrieben wird, müssten alle, die seit 2001 ne Skischule besucht haben, carven...!

@Rüganer: Auch ich habe mir mein Knie NICHT beim Skifahren verletzt, sondern beim Fussball :wink:
Knieprobleme in Verbindung mit Skifahren hatte ich noch nicht....

Gruß Nils
 
Viel Wahres was hier gesagt wird...Ich stand vor mittlerweile neun Jahren im Alter von ebenfalls neun Jahren das erste Mal auf Skiern, damals in einer Skihalle (Neuss), da mein Stiefvater schon vorher Skifahren konnte und wir (Mutter, Sohn, Tochter) es dann mal ausprobieren wollten. Wir hatten zu dritt einen Privatlehrer und es hat uns allen Spaß gemacht, sodass wir ein Jahr später erstmals richtig in den Skiurlaub gefahren sind. Letztlich war das meine einzige komplette Woche im Skikurs, denn danach war ich nur noch einmal zwei Tage in einem Skikurs und sonst immer mit Jugendreisen unterwegs, die in den ersten Jahren teilweise noch qualifizierte Skilehrer dabei hatten. Selbst die sagten aber schon, dass es die mit Abstand effektivste Form des Lernens sei, einfach nur so viel es geht zu Fahren.
Die Carving-Technik beigebracht bekommen habe ich also nie, das kam alles von selber. Ist ja auch eigentlich ganz logisch erklärbar, denn eigentlich braucht es nur ein nicht zu langsames Tempo und die richtige Belastung auf dem Außenski, und schon rutscht man den Schwung nicht mehr sondern zieht ihn in einer Linie durch. Dass es trotzdem relativ viele nicht beherrschen (und das wie Skihase, Kapi, ... nicht beabsichtigt tun), liegt meiner Einschätzung nach am fehlenden Wissen in Sachen richtiger Belastung der Skier in Verbindung mit einer zu "unrunden" Linie UND fehlender Kraft/Ausdauer! Carven ist nun mal um einiges anstrengender aber für mich persönlich auch um einiges attraktiver. Ich hab es vor einem Jahr erlebt, als ich nach zwei Tagen Magen-Darm versucht habe noch einen Tag Ski zu fahren. Kraft und Ausdauer waren nach zwei Tagen praktisch ohne Essen natürlich vollkommen weg, sodass auch ich dann nur noch rutschen konnte und mich echt wie ein Anfänger gefühlt habe.
 
Eine "Entwicklung" hin zu einem neuen Ziel gibt es immer; ich vermute jedoch noch etwas andere Beweggründe hinter dieser Ausrichtung auf das natürliche Skifahren:

1) Die Schneebänder werden, wenn überhaupt noch vorhanden, immer schmaler. Ausladende Carvingturns sind immer seltener möglich und auch die Frequentierung macht dem nun veralteten Carvingstil zu schaffen.

2) Skifahren und Snowboarden soll Spaß machen und für viele evtl. auch eine gewisse Bestätigung mit sich bringen. Das Ziel "Carven" war/ist wohl etwas hoch gegriffen. Die Analogie zum Snowboarden sehe ich schon: In all den Kursen, die ich für Snowboarder gegeben habe, kam die Aussage: "Whow ist DAS geil! Die Schräglage und der Speed sind der Hammer......aber es ist mir zu kompliziert. Bis ich das richtig gut kann vergehen Jahre.... da rutsch ich lieber weiter..."
Auch dies ist ein Grund für das nahezu ausgestorbene Raceboarden.
Es ist wie beim Abi in D: Wenn die Ansprüche herabgesetzt werden sind alle schneller und mit minimalstem Aufwand glücklich / erfolgreich.
 
Rüganer schrieb:
Klar geht reines Carven auf die Knie, merkt man ja selbst.
Das Knie muss ein mehrfaches des Körpergewichtes abfangen, bein Rutschen ja weniger, da werden die Kräfte abgeleitet.
Naja, da sind mein Kniearzt und ich aber deutlich anderer Meinung. Das Carving, ohne ins Extreme zu gehen, erzeugt axiale, zentrale Kräfte, die zumindest mein Knie viel besser erträgt, als die Rutscherei, die Querkräfte erzeugt. Wenn ich zB. aufgrund der Pistenbedingungen rutschen muss, dann spüre ich mein(e) Knie viel mehr, als wenn ich carven kann. Ab einer gewissen Steilheit in Relation zur Pistenbreite muss ich natürlich auch rutschen, aber eben, dann spüre ich es relativ schnell. 8h carven (natürlich die meiste Zeit auf den Liften) auf roten und blauen Pisten ertrage ich aber problemlos.
Mein Knieschaden kommt übrigens auch nicht vom Skifahren und mein Kreuzbandriss vor über 20 Jahren war noch mit Pommes-Frites-Ski.
Natürlich kann der Skifahrer, der nur wenige Tage im Jahr fährt, nicht richtig carven, dennoch erleichtert ihm die Taillierung das Skifahren enorm und auf flachen Pisten wird auch er schnell mal etwas carven erlicken. Das merken sogar die Kinder von alleine, dass das geht. So schnell wird das nicht verschwinden. Schon gar nicht auf leeren Pisten :wink:
 
Ich habe es nur überflogen. Ist das Fazit des Artikels, dass die "Lehre" jetzt dem koordinativen Vermögen der 90% Gelegenheits-Urlaubsskifahrer angepasst wird, also aufrecht stehen und mit wenig Kantendruck den Bogen rutschen?

Wenn ja: Tolle Entwicklung...! :twisted:
 
schmidti schrieb:
Dass es trotzdem relativ viele nicht beherrschen (und das wie Skihase, Kapi, ... nicht beabsichtigt tun), liegt meiner Einschätzung nach am fehlenden Wissen in Sachen richtiger Belastung der Skier in Verbindung mit einer zu "unrunden" Linie UND fehlender Kraft/Ausdauer!

Den Satz hab ich jetzt nicht verstanden, möchte nur noch sagen, dass ich z. B. noch nie carven wollte, sondern seit über 30 Jahren in einem (angeblich) eleganten sehr zentrierten Stil im Genusstempo durch die Landschaft cruise, egal ob Nebel oder Schnee oder Sonne, egal ob blau oder schwarz. Ich denke aber, der "neue Stil" würde vielen helfen, nachmittags nicht immer total ausgepumpt zu sein.

@thun: Aufrecht stehen und kein Druck muss ja nun auch nicht gleich sein :wink: ...
 
Die Entwicklung ist nicht neu und überrascht auch nicht, dass die Lehrpläne angepasst werden. Schon vor vielen Jahren hat die Skiindustrie erkannt, dass Carven nicht durchsetzbar ist. Dann wurde der Allmountainski "erfunden" und gepuscht, ebenso die Rockertechnik. Der "reine" Carvingski wird doch immer mehr als "Spezialski" für eine bestimmte Klientel beworben. Warum? Für reines Carven fehlt i.d.R. der Platz auf der Piste sowie die Kraft und die Technik des Fahrers.
Ich habe Ende der 60er den ersten Skikurs besucht und bin lange Jahre durch die (damals) strenge Schweizer Skischullehre gegangen. Das ist jetzt geschätzt die 4. Anpassung der Lehrpläne, die ich erlebe. Im Gegensatz zum letzten Mal (Einführung Carvingtechnik beginnend schon bei den Anfängern) ist sie iterativ, d.h. es werden Elemente der letzten Lehrpläne zusammengeführt und weitergeschrieben. So werden - wenn ich es richtig verstehe - sehr wohl Elemente aus der Carvingtechnik bei der Schwungauslösung übernommen und mit verschnittenen Schwungabschlüssen kombiniert. Ich finde es ehrlich und für den "normalen" Skifahrer besser, diesen Weg zu gehen. Für die Spezialisten bleibt ja auch weiterhin die Möglichkeit zu carven, wenn der Platz da ist und wenn man es kann (und mag). Ich mische gerne die Stile durch, je nach Piste. Und am Liebsten mag ich Pisten, die nicht durchmodelliert sind, wo man dies auch praktizieren kann.
Übrigens: ich gönne mir alle paar Jahre ein paar Privatstunden (allerdings staatl. geprüft, sonst macht es auf meinem Niveau keinen Sinn), um Details zu verbessern. Ich kann's nur empfehlen..... :ja:
 
thun schrieb:
Ich habe es nur überflogen. Ist das Fazit des Artikels, dass die "Lehre" jetzt dem koordinativen Vermögen der 90% Gelegenheits-Urlaubsskifahrer angepasst wird, also aufrecht stehen und mit wenig Kantendruck den Bogen rutschen?

Wenn ja: Tolle Entwicklung...! :twisted:
TBFilms schrieb:
Es ist wie beim Abi in D: Wenn die Ansprüche herabgesetzt werden sind alle schneller und mit minimalstem Aufwand glücklich / erfolgreich.
Ich glaube, diese beiden Statements trefen's ganz gut...


ski-chrigel schrieb:
Natürlich kann der Skifahrer, der nur wenige Tage im Jahr fährt, nicht richtig carven, dennoch erleichtert ihm die Taillierung das Skifahren enorm und auf flachen Pisten wird auch er schnell mal etwas carven erlicken. Das merken sogar die Kinder von alleine, dass das geht. So schnell wird das nicht verschwinden. Schon gar nicht auf leeren Pisten :wink:
Und ebenso dieses Statement...

Was mich mal interessieren würde:
Gibt's außer diesem natürlich nicht sehr versierten Welt-Artikel eine Veröffentlichung zu diesem neuen Lehrplan?
- Wird dann "das Carven" vollständig aus dem Lehrplan gestrichen?
- oder geht es "nur" in die Richtung, daß die Leute zu Begin (was auch mal in die Köpfe vieler Gelegenheitsskifahrer ankommen muss, daß dieser "Begin" bei einer Woche pro Jahr halt Jahre dauert und nicht nur ein paar Tage...) einfach mal wieder korrekt Skifahren lernen, ohne aus einem halb gewurschtelten Schwung direkt in's "carven" zu wechseln, und anstelle dessen halt einfach "carven" vergessen, dafür wieder korrekten Parallelschwung lernen?
 
@Skihase

Das Ziel vieler Skifahrer ist - wie auch im Artikel dargestellt - Carven zu können.

Der Grund, wieso es den meisten nicht gelingt, ist meiner Meinung nach, dass sie in Sachen Technik gar nicht wissen, wie sie die Ski eigentlich belasten müssten und dass dazu die Kombination aus Tempo und Linienwahl (Schwünge zu eng oder "abgestochen") nicht stimmt, wodurch es ihnen nicht möglich ist den Schwung auf der Kante durchzuziehen.
Dazu kommt die subjektiv gesehen fehlende Kraft/Ausdauer vieler Skifahrer, was dazu führt, dass es trotz guter Technik einigen nicht gelingt die Carving-Technik umzusetzen.
Tom76 hat das alles auch nochmal sehr treffend beschrieben.

Leute wie Du, Dein Mann oder Kapi gehören natürlich nicht zu diesem Typ Skifahrer, da Ihr euch ja ganz bewusst gegen das Carven entschieden habt.
 
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