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Geschichte von Meran 2000

Ich meinerseits - keiner muss meiner Meinung sein - finde aus ökologischer Sicht ein grosses Gebäude, wie es auf Meran 2000 geplant wurde, sinnvoller als viele kleinere Hotels. 10 Hotels à 100 Betten pro Gebäude verursachen wesentlich mehr Einschnitte in die Natur als 1 grosses Hotel mit 1000 Betten.

Auch wenn es sich bei Meran 2000 um ein kleines Skigebiet handelt, so sind 1000 Betten nichts gewaltiges. Wenn man berücksichtigt, dass es auf Meran 2000 kaum grössere Hotels gibt, so wäre die Auslastung des Hotels garantiert gewesen. Besonders deshalb, da das Hotel von grossen Reisegesellschaften versorgt worden wäre (schliesslich wollten sie für die Errichtung des Hotels sorgen). Auch der Tourismus in Südtirol hat eigene Charakterzüge, die wohl einmalig sind...


@Starli: wenn wir von Meran 2000 reden, sprechen wir primär von einem Skigebiet, das in Südtriol liegt und erst sekundär von Italien. Südtirol mit dem Rest von Italien gleichzusetzten ist ein gravierender Fehler, den jemand aus Nordtirol (ich nehme mal an du kommst aus Nordtirol) eigentlich nicht machen sollte. Wir sind ja praktisch Landsleute. :wink:

...aber um alle Skeptiker des Hochhauses zu beruhigen: die Pläne dieses Gebäude zu verwirklichen wurden nicht genehmigt und werden es auch nie mehr werden....
 
... wie so vieles in Meran2000, aber das Thema hatten wir ja schon, und wie ich Dich einschätze Hannes, braucht man Dir darüber nichts zu erzählen...

PS: ich persönlich fände einen kleinen "Superlativ" (eigentlich ein Widerspruch in sich) in den Ostalpen gar nicht so schlecht, sowas gibts sonst "bei uns" eigentlich nicht, so ein Hochhaus im Skigebiet...
 
Starli: wenn wir von Meran 2000 reden, sprechen wir primär von einem Skigebiet, das in Südtriol liegt und erst sekundär von Italien. Südtirol mit dem Rest von Italien gleichzusetzten ist ein gravierender Fehler

Ich komm zwar aus Deutschland (und seh die Südtiroler trotzdem nicht als Italiener, genausowenig wie ich die Franken als Bayern sehe), trotzdem möchte ich dich bitten, mal einen Blick auf den Brenner zu werfen. Verfallene italienische Gebäude, seit 10 Jahren stillgelegte und halbverfallene Lifte (ok, letztes Jahr ist der Zirog-ESL ja glaub ich abgebaut worden) -- so ein bißchen ist der italienische Einfluß in Südtirol schon zu spüren ... ;-)
 
Na ja, jetzt wirds OT... also in Südtirol leben ja auch nicht wenige Italiener, wobei man natürlich hier wieder die Frage stellen könnte, inwiefern sie das Recht haben dort zu leben, was wiederum die Frage aufwirft, ob die ganze Diskussion nicht ohnehin im Rahmen der EU müßig ist. Ich persönlich begrüße grundsätzlich einen lokal-patriotismus in einem gewissen Rahmen, nämlich dem, wenn er dem Erhalt von Traditionen und BRäuchen und dne besonderen regionalen Eigenarten dient und der Gleichmacherei der modernen Konsumgesellschaft entgegenwirkt. Auf der anderen Seite tendieren bestimmte Volksgruppen in Deutschland dazu, die "Rivalitäten" etwas zu übertreiben, dazu gehören in meinen Augen beispielsweise die drei fränkischen Regionen und Bayern, oder aber auch - wenn ich recht informiert bin - bestimmte Teile Unterfrankens und ihre Nachbarn in Hessen, und mitunter auch gerne Schwaben und Badener (I sag jetzt net Badnenser :D ). Manchmal kann das lustig sein, manchmal ist aber auch echt schon an der Grenze nach meiner Meinung.

Da ich mir nicht zu zutraue die Situation in den Gebieten, die nachdem Krieg an Italien fielen, sachgerecht zu beurteilen und vermute, dass es sowohl im Aostatal wie auch in Südtirol in den Jahrzehnten nachdem Krieg harte Zeiten gewesen müssen, mag ich mir hier kein Urteil erlauben. Auf der anderen Seite hoffe ich dennoch, dass die Zeit gewisse Gräben schließt. Für mich stellen jedenfalls Schlesien und das Sudetenland oder aber Preußen keine Gebiete mit besonderer Bedutung gegenüber anderen dar (meine Familie wurde zwar nach dem 2. WK aus Schlesien vertrieben und musste ihren gesamten Besitz dort zurücklassen, aber das betrifft meine Generation nur noch in Form der Kenntnis der eigenen Wurzeln).

Was mich noch mal interessieren würde: warum wird im Trentino eigentolich kein Detusch gespreochen (oder nur wenig)? Das war doch ursprünglich auch Österreich...
 
:offtopic: Wir kommen tatsächlich etwas vom Thema ab, aber was solls... :-)

Starli, hab nur fälschlicherweise angenommen, dass du Tiroler bist, weil du deinen Wohnsitz in Innsbruck angegeben hast. (habe inzwischen deine HP besucht und rausgefunden, dass du nur Wahltiroler bist :wink: )

Dass in Südtirol ein gewisser italienischer Einfluss herrscht kann nicht abgestritten werden. Dass der Brenner sowie zahlreiche verfallene Militärareale in Südtirol das Landschaftsbild nicht positiv bereichern will ich ebenfalls nicht abstreiten. Aber ansonsten habe ich wirklich in Südtirol keine grösseren Bausünden oder Verfallserscheinungen beobachtet, die es nicht auch nördlich des Brenners gibt. Aber hacken wir doch dieses Thema damit ab...

@Trincerone: auch Ungarn, viele Balkangebiete sowie viele weitere Regionen in Italien gehörten zur österreichischen Krone und dennoch spricht man dort kaum deutsch. Allerdings gibt es im Trentino tatsächlich kleinere deutsche Sprachinseln, die jedoch immer mehr ihre Eigenart verlieren (es handelte sich hierbei um frühere deutsche/tiroler Siedler, die sich im Trentino nierderliessen).
 
Wobei die Trentiner sich meines Wissens ja selbst auch lieber zu den Südtirolern als zu den Italienern zählen ;)
 
Toller Topic und wirklich sehr interessantes, komisches Skigebiet.
Ich wusste es bis heute nicht, wieso das Skigebiet Meran 2000 heißt. Dachte immer es hat was mit der Jahreszahl zu tun, aber jetzt bin ich schlauer. ;-)
Das Hochhaus wäre tatsächlich rekordverdächtig gewesen und sieht - auch wenn ich Hochhäuser nicht mag - auf der Fotomontage saugeil aus!

Ich hab noch 2 alte Bilder von einem Prospekt vom Kesselberg:



 
Da hängen ja 3 verschiedene Gondel/Korbtypen am Seil - wie kam das denn?
 
Ganz einfach:
Offene Gitterkörbe waren die Originalbestückung; einige davon wurden dann in Eigenarbeit von Trojer aus Blech zu geschlossenen umgebaut (deswegen gewichtsbedingt der zweite Gehängearm mit Klemme - abgesehen davon sieht man denen das Gebastel auch an - Modell "Darth Vader"...:wink:...über diese meine Kabinennamensgebung war Trojer jun. übrigens nicht very amused...:mrgreen:..) bevor man die dann sukzessive durch die wesentlich ansprechenderen zugekauften von Fibercar Piacenza ersetzte.
 
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