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Geschwindigkeit Sessellifte

neige2

Massada (5m)
Registriert
04. Nov. 2022
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Frage in die Runde:
in Folgaria und Isola 2000 hatte ich (Leitner) Sessellifte die ab gegangen sind wie die Sau, was ja gerade bekanntlich in Österreich nicht der Fall ist.
Dort sind es ja meist Lifte mit Bubble.
Kann sein dass diese von haus aus nicht so schnell fahren können, wie die ohne?
Oder spielt dies keine Rolle und es ist nur nicht gewollt?
 
Spielt keine Rolle.
Neue Sesselbahnen haben meist 5-6m/s egal ob mit oder ohne Bubble.
Achtung persönliches empfinden:
Ich sag immer irgendwo in der Mitte der Schweiz ist eine Grenzstrich. Alles was westlich der Grenze liegt fährt schneller (Westschweiz, Italien, Frankreich) und was östlich davon ist (Zentralschweiz, Bündnerland und Österreich) fährt langsamer.

Ist natürlich nicht so, aber scheint ein Phänomen zu sein.
 
Die schnellsten kuppelbaren Sessellifte von denen ich gehört habe schaffen 6 m/s, aber ob die jetzt Bubbels haben oder nicht spielt keine Rolle. Das wären umgerechnet knappe 22 km/h, das schafft man auch locker mit dem Fahrrad ohne am Fahrtwind zu ersticken. Heutzutage erlebt man sowieso immer öfter dass die Betreiber aus Energieersparnisgründen die Maximalgeschwindigkeit gar nicht oder nur bei großem Andrang ausreizen.
 
Je schneller desto mehr kostet es den Betreiber.

Ist einfach gesagt wie auf der Autobahn, je schneller, desto schneller ist auch der Tank leer und es wird dich mehr kosten, als wenn du langsamer gefahren wärst.

Bin auch nicht der Fan davon...
 
bei dem angesprochen Sessellift Plaut in Folgaria heisst es 5 Meter pro Sekunde, das nutzen die auch voll aus, sowas in Austria wirklich noch nie erlebt, nicht ansatzweise!
 
neige2 schrieb:
bei dem angesprochen Sessellift Plaut in Folgaria heisst es 5 Meter pro Sekunde, das nutzen die auch voll aus, sowas in Austria wirklich noch nie erlebt, nicht ansatzweise!


Gibt es durchaus schon mal, dann eher in Urlaubszeiten an Fasching und selbst da dann nur wenn es wirklich erforderlich ist. Selbst fix geklammte Anlagen fahren fast nie ihre Höchstgeschwindigkeit, ist aber wenn Förderbänder verbaut sind manchmal auch sinnvoller.
 
phifue schrieb:
neige2 schrieb:
bei dem angesprochen Sessellift Plaut in Folgaria heisst es 5 Meter pro Sekunde, das nutzen die auch voll aus, sowas in Austria wirklich noch nie erlebt, nicht ansatzweise!


Gibt es durchaus schon mal, dann eher in Urlaubszeiten an Fasching und selbst da dann nur wenn es wirklich erforderlich ist. Selbst fix geklammte Anlagen fahren fast nie ihre Höchstgeschwindigkeit, ist aber wenn Förderbänder verbaut sind manchmal auch sinnvoller.

Das liegt auch an den Fähigkeiten der Fahrgäste, mein 4-CLF kann 2,6 m/s fahren, mit Fahrgästen drin fahre ich aber net schneller als 2,2 m/s, weil man sonst nur noch steht. Auch bei kuppelbaren Anlagen liegt es daran, gerade bei sehr kurzen Sesselabständen schaffen es viele Fahrgäste nicht, sich schnell genug von der Schranke zum Einstiegspunkt zu bewegen, sodass sie vom Sessel noch in der Kurve eingeholt werden und dann entweder stürzen oder auf dem falschen Platz sitzen.
Bei Anlagen mit größeren Abständen wird dementsprechend schneller gefahren.
 
Hiro schrieb:
phifue schrieb:
neige2 schrieb:
bei dem angesprochen Sessellift Plaut in Folgaria heisst es 5 Meter pro Sekunde, das nutzen die auch voll aus, sowas in Austria wirklich noch nie erlebt, nicht ansatzweise!


Gibt es durchaus schon mal, dann eher in Urlaubszeiten an Fasching und selbst da dann nur wenn es wirklich erforderlich ist. Selbst fix geklammte Anlagen fahren fast nie ihre Höchstgeschwindigkeit, ist aber wenn Förderbänder verbaut sind manchmal auch sinnvoller.

Das liegt auch an den Fähigkeiten der Fahrgäste, mein 4-CLF kann 2,6 m/s fahren, mit Fahrgästen drin fahre ich aber net schneller als 2,2 m/s, weil man sonst nur noch steht. Auch bei kuppelbaren Anlagen liegt es daran, gerade bei sehr kurzen Sesselabständen schaffen es viele Fahrgäste nicht, sich schnell genug von der Schranke zum Einstiegspunkt zu bewegen, sodass sie vom Sessel noch in der Kurve eingeholt werden und dann entweder stürzen oder auf dem falschen Platz sitzen.
Bei Anlagen mit größeren Abständen wird dementsprechend schneller gefahren.

Die Sonnenbahn in der Silvretta Montafon ist so nen Ding, man muss sich alleine bis zum Einstieg vorbewegen über diese Kunststoff Schienen die dafür da sind das man nicht wegrutscht. Für die die ganz außen Sitzen ist das ganz entspannt, die ganz rechts werden regelmäßig umgeschmissen wenn sie nicht schnell genug sind. Hier könnte man meiner nach aber das Problem im Vergleich zu einem CLF einfach lösen. Man müsste die Schanken etwas anheben und einfach die Schwerkraft den Rest erledigen lassen.
 
Greithner schrieb:
Je schneller desto mehr kostet es den Betreiber.

Ist einfach gesagt wie auf der Autobahn, je schneller, desto schneller ist auch der Tank leer und es wird dich mehr kosten, als wenn du langsamer gefahren wärst.

Bin auch nicht der Fan davon...
Der verbrauchte Strom ist dabei noch der kleinere Teil, das meiste geht auf den höheren Verschleiß zurück.
Die Reifenbeschleuniger werden viel stärker beansprucht.
 
Greithner schrieb:
Je schneller desto mehr kostet es den Betreiber.

Ist einfach gesagt wie auf der Autobahn, je schneller, desto schneller ist auch der Tank leer und es wird dich mehr kosten, als wenn du langsamer gefahren wärst.

Bin auch nicht der Fan davon...
Naja schon nicht ganz das Gleiche. Beim Auto kommt bei höherer Fahrgeschwindigkeit der Luftwiderstand ins Spiel der einen Einfluss auf den Verbrauch hat.
Das wird erst ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h einen entscheidenden Faktor, weil dann der Luftwiderstand den Rollwiderstand übersteigt. Das wären über 16m/s. Davon ist bis jetzt jede Sesselbahn weit entfernt.
 
ATV schrieb:
Naja schon nicht ganz das Gleiche. Beim Auto kommt bei höherer Fahrgeschwindigkeit der Luftwiderstand ins Spiel der einen Einfluss auf den Verbrauch hat.

Da sollte man bei Seilbahnen aber die innere Seilreibung nicht außer Acht lassen die bei jeglichem Biegevorgang aufgebracht werden muss und bei höheren Seilgeschwindigkeiten dementsprechend auch ansteigt. Das ist der Hauptverlustfaktor schlechthin bei Seilbahnen. Allerdings eher linear und nicht quadratisch wie beim Luftwiderstand. Aber immerhin doppelt so viel mit doppelter Geschwindigkeit.
 
Ich vermute Du hast diesen Eindruck beim Beschleunigen in der Station gehabt?
Wenn ja war das wahrscheinlich eine recht kurze Station, eventuell eine SA 4 Compact? Die können maximal 4,5 m/s fahren und müssen diese Seilgeschwindigkeit in extrem kurzer Zeit in der Station erreichen. Daher das Gefühl.
Das gibts aber auch bei alten DM Bahnen. Z.B. steht da in Maria Alm irgendwo so eine wo man meint man wird in den Sessel gedrückt. Also einsteigen und los gehts wie am Volksfest.
Eventuell hast Du das gemeint?
 
:)
markus schrieb:
Ich vermute Du hast diesen Eindruck beim Beschleunigen in der Station gehabt?
Wenn ja war das wahrscheinlich eine recht kurze Station, eventuell eine SA 4 Compact? Die können maximal 4,5 m/s fahren und müssen diese Seilgeschwindigkeit in extrem kurzer Zeit in der Station erreichen. Daher das Gefühl.
Das gibts aber auch bei alten DM Bahnen. Z.B. steht da in Maria Alm irgendwo so eine wo man meint man wird in den Sessel gedrückt. Also einsteigen und los gehts wie am Volksfest.
Eventuell hast Du das gemeint?
So eine war die Aualmbahn in der Skiwelt auch.
Gerade hat der Po die Sitzfläche berührt da ging's schon los.
Bügel hat man erst bei Stütze 1 geschlossen.
😁
 
ATV schrieb:
Greithner schrieb:
Je schneller desto mehr kostet es den Betreiber.

Ist einfach gesagt wie auf der Autobahn, je schneller, desto schneller ist auch der Tank leer und es wird dich mehr kosten, als wenn du langsamer gefahren wärst.

Bin auch nicht der Fan davon...
Naja schon nicht ganz das Gleiche. Beim Auto kommt bei höherer Fahrgeschwindigkeit der Luftwiderstand ins Spiel der einen Einfluss auf den Verbrauch hat.
Das wird erst ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h einen entscheidenden Faktor, weil dann der Luftwiderstand den Rollwiderstand übersteigt. Das wären über 16m/s. Davon ist bis jetzt jede Sesselbahn weit entfernt.


Genau so ist es. Der Luftwiderstand spielt bei Seilbahnen fast keine Rolle, da der erst ab 60 km/h relevant wird.

Was den Verschleiß anbetrifft, ist der zwar höher, wenn man mit der EUB 7 m/s fährt, aber man spart sich auch Gondeln ein, um dieselbe Beförderungsleistung zu erbringen.

Abgesehen davon könnte man immer noch das Förderseil Performa verwenden, wenn es um die Reduktion des Verschleißes geht.

Ich denke, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis ein kuppelbarer Sessellift mit 7 m/s unterwegs ist.
 
Hiro schrieb:
phifue schrieb:
neige2 schrieb:
bei dem angesprochen Sessellift Plaut in Folgaria heisst es 5 Meter pro Sekunde, das nutzen die auch voll aus, sowas in Austria wirklich noch nie erlebt, nicht ansatzweise!


Gibt es durchaus schon mal, dann eher in Urlaubszeiten an Fasching und selbst da dann nur wenn es wirklich erforderlich ist. Selbst fix geklammte Anlagen fahren fast nie ihre Höchstgeschwindigkeit, ist aber wenn Förderbänder verbaut sind manchmal auch sinnvoller.

Das liegt auch an den Fähigkeiten der Fahrgäste, mein 4-CLF kann 2,6 m/s fahren, mit Fahrgästen drin fahre ich aber net schneller als 2,2 m/s, weil man sonst nur noch steht. Auch bei kuppelbaren Anlagen liegt es daran, gerade bei sehr kurzen Sesselabständen schaffen es viele Fahrgäste nicht, sich schnell genug von der Schranke zum Einstiegspunkt zu bewegen, sodass sie vom Sessel noch in der Kurve eingeholt werden und dann entweder stürzen oder auf dem falschen Platz sitzen.
Bei Anlagen mit größeren Abständen wird dementsprechend schneller gefahren.

Wobei ich das bei kuppelbaren Anlagen aus eigener Erfahrung etwas einschränken möchte.

Wenn man zu langsam fährt / respektive mit zu großer Folgezeit wird es erst recht unangenehm. Bei "meiner ehemaligen" Anlage war es z.B. so, dass ich mit 4,2-4,5 m/s die höchsten Förderleistungen bei wenigen Stillständen erreicht habe, während ich in der Nebensaison bei ca. 3,9 m/s (sinnloserweise von oben vorgeschrieben) wesentlich öfter Pro x Durchgänge gestanden bin.

Der Grund ist recht einfach - Gib den Leuten nicht zuviel Zeit zu spielen, Platz zu tauschen, sondern sorge dafür, dass sie aufmerksam sein müssen.
 
In Folgaria wurde das Skigebiet vor über 10 Jahren kräftig Richtung Vicenza erweitert und da kamen dann Verbindungslifte wie Plaut/Fondo Piccolo und Pioverna etc. dazu, die alle keine Fußstützen haben. Die fahren in Spitzenzeiten wirklich schnell um die Leute zwischen den Skigebietsteilen zu befördern. Erinnerlich meine ich sogar 5,5 m/sec hab ich gelesen und auch selbst schon erlebt. Hab ich aber in den letzten Jahren weniger erlebt. Wenn wenig los ist, fahren die auch langsamer.
Ich meine auch, die Geschwindigkeit ist schon echt schnell. In anderen Skigebieten hab ich das noch nie so gesehen. Gerade mit kleineren Kindern und durchaus größerem Bodenabstand (Pioverna) manchmal gewöhnungsbedürftig. Wenn man es kennt, kein Problem.
Ich oute mich fahr gern mal in Folgaria.
 
Mit adaptiven Bremsphilosophien könnte man bei kuppelbaren Umlaufbahnen Fahrbetriebsmittelabstände reduzieren und somit ggf. wo erforderlich mit Parallelein-/Ausstieg bei gleichbleibender Förderseilgeschwindigkeit die Förderleistung ohne Erhöhung des FBM-Fassungsvermögens steigern.

Eine Erhöhung der Förderseilgeschwindigkeit bedingt überproportionale Nachteile und ausser bei Standseilbahnen und stützenlosen Pendelbahnen gehe ich davon aus, dass der Erhöhungsspielraum bei den Fahrgeschwindigkeiten eher beschränkt ist.
Förderseile stärker pro Laufmeter belasten, bzw. grössere Fahrzeugfassungsvermögen bei Pendelbahnen und Standseilbahnen, sind wesentlich unproblematischer als entsprechend schneller zu fahren.

Mit modernen Bremsphilosophien könnte man auch gewisse Pendelbahnen mit Direktantreiben versehen, für die sowas ansonsten aufgrund der unzureichenden Trägheit problematisch ist. Ferner wären bei neuen grossen Pendelbahnen gesteuerte Fangbremsen sinnvoll (z.B. mit Abstufung der Bremsbackenschliesskraft und Ansteuerug die anforderungsfallabhängig ist, z.B. unter Berücksichtigung der Fahrzeugposition auf der Strecke, effektive Wanderlast, Fahrgeschwindigkeit und -richtung, usw.).

Gewisse Anforderungen der EN des CEN/TC 242 erschweren unnötig den technischen Fortschritt. Man kann zwar von den EN Vorgaben abweichen, nur ist dies oft nur mit einem übertriebenen Sicherheitsnachweisaufwand möglich.

In der Praxis betrachte ich gewisse EN Anforderungen als übertrieben, während andere unzulässig gelockert wurden (z.B. i.Vgl. zu den BAV (CH Bundesamt für Verkehr) Vorschriften für "pre-CEN" Seilbahnen)).

Rein persönlich gehe ich davon aus, dass ein dem Stand der Technik angespasstes BAV-verordnungsbasiertes Seilbahnregelwerk den aktuellen CEN EN überlegen wäre.

(Bzgl. adaptive Bremsphilosophien werden ebenfalls entsprechende mechanische Anpassungen vorausgesetzt, nicht nur reine Softwareanpassungen und zudem sind solche Lösungen eher für grössere Bahnen wie etwa ab 10-MGD, 6/8-CLD, 50+1-ATW, 3S, etc. sinnvoll, da für kleine Bahnen der Mehrkostenaufwand für die erforderlichen Redundanzen unverhältnismässig wird. In anderen Bereichen in denen man nicht den Seilbahn-EN unterstellt ist, kann man solche Bremsansteuerungen einfacher durchsetzen. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass übermässige Verzögerungen mit einer wesentlich höhereren Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden als bei einer klassischen Kombination BB geregelt + SB ungereglt.)
 
Ich kenne den Lift; der fährt aber nur dann ganz schnell, wenn wirklich Andrang herrscht. Sonst fährt er auch langsamer. Unter der Woche ist der oft "gedrosselt" unterwegs.
Ich fahre den Lift regelmäßig, wenn ich in Folgaria bin.
 
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