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Glacier 3000 2022/23

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Nachdem ich gestern lieber die Sonne bei 15°C im Flachland genossen habe, erschien mir Glacier 3000 bei den anhaltend milden Temperaturen ein gutes Ziel. Mit der 9h-Gondel ging es hoch, anfangs war es noch bewölkt mit Aufhellungen auf der Walliser Seite. Pistensicht war aber immer gut. Am Anfang habe ich zwei Runden auf dem lahmen Sessel an Scex Rouge gemacht, die rote Piste war morgens ziemlich perfekt. Morgens fahren auch noch keine Fussgänger, d.h. der Lift läuft etwas schneller. Danach habe ich das Schlepper-Programm bis Quille gemacht, Pisten waren auch hier alle top. Offpiste war hart, war heute nicht der Tag dafür. Danach habe ich kurz nach 10h die erste Runde der Oldenpiste gemacht. Am Sunkid-Lift sieht man einen krassen Absatz vom Gletscherstand vom letzten Jahr. Der Lift ist aber immer noch gut anfahrbar, man hat eine Art Brücke aufgeschaufelt. Früher oder später muss man die Talstation aber wohl nach unten verschieben. Auf der anderen Seite war der einfachere Einstieg gesperrt und es gab oben ein paar Steine, aber keine wilden Sachen. Auf der erste Runde fand ich die Piste noch überraschend pulvrig, aber morgens schon noch sehr schattig. Beim 2. Durchlauf war die Beleuchtung besser, aber die Piste hat sich dann etwas härter angefühlt, punktuell war sie dann etwas abgekratzt. 13h war dann Schluss wegen Lawinengefahr, wurde aber auch schon so am Morgen angekündigt. Der Red Run und Martisberg-Piste waren auch ziemlich gut heute, nur der Endhang vor Martisberg war wie üblich etwas unruhig und später dann abgerutscht. Bei der Cabane wird die Piste wie letzte Saison auch wieder aussenherum geführt, hier muss man am Red Run genügend Schwung holen, wenn man dort ohne Schieben den Gegenanstieg hochkommen will. Laut meinem GPS-Tracker reichen 70km/h 😉 Ab Mittag war die Piste von der Mittelstation zur Cabane sulzig, die restliche Piste hat sich aber schön frisch gehalten, weil sie lange im Schatten liegt. Oben am Einstieg vom Red Run sollte man auch genügend Schwung mitnehmen, geht aber noch ohne Probleme, genauso wie die Verbindung zu den Schleppliften. Nur der Rückbringer oben geht nicht ohne Langlauf, das ist aber schon länger so. Der Tunnel zur neuen Piste "Black Wall" war zu, sie haben aber schon auf der anderen Seite die Piste präpariert und gesichert, allerdings hat es dort aktuell noch zu wenig Schnee. Die Route nach Reusch war auch zu, dort war der Einsteig oben schon ausgeapert. Die rechte Seite vom Martisberg-Sessel war auch schon am ausapern, dort waren ein paar Gämsen am grasen, sei ihnen gegönnt. Hat mir heute gut gefallen, mein Favorit war der Red Run. Wirklich viel Andrang war auch nicht.
 

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Ist jemand mal dort gewesen seit Öffnungsankündigung der neuen Piste?
War die überhaupt offen? Heute ist wetterbedingt alles geschlossen.
 
Ja, ab 20. März für ein paar Tage war sie offen und präpariert.

Leider hat man offenbar beim Bau vergessen, eine Beschneiungsanlage zu installieren.

Dass am Glacier 3000 alles "wetterbedingt" geschlossen ist, kommt da sehr oft vor. Inzwischen genügen schon Wettervorhersagen von Wind, bspw. wurde bereits am Dienstag beschlossen, dass man "wegen Windes" seit einschließlich Mittwoch bis mindestens heute alles schließt. Meine Vermutung ist eher, dass die ihre Mitarbeiter nicht bezahlen müssen wenn sie alles schließen und daher das als Geldeinsparungsmaßnahme machen.

Dazu passt auch, dass die Reusch-PB seit nunmehr mehr als 3 Jahren außer Betrieb ist, obwohl sie weder technisch noch rechtlich daran gehindert sind, die in Betrieb zu setzen. Die Talabfahrt dorthin wurde dann auch von der präparierten schwarzen Piste zur unpräparierten Route herabgestuft.

Insgesamt ist das sehr schade, weil mitsamt Reusch-Abfahrt und beschneiter, also verlässlich geöffneter Black Wall-Abfahrt wäre das ein wirklich gutes Skigebiet...

Aber die Bergbahnen Destination Gstaad AG, welche auch Glacier 3000 betreiben, hielten es ja bspw. auch für gute Ideen, die EUB Eggli neu zu bauen, die zugehörige Abfahrt aber unbeschneit zu lassen, wodurch diese nahezu immer zu ist, und die Sesselbahn nach St. Stephan samt Piste ersatzlos zu streichen.
 
Dass am Glacier 3000 alles "wetterbedingt" geschlossen ist, kommt da sehr oft vor.

Ja, das ist so.
Deswegen war das Projekt einer unterirdische Standseilbahn doch nicht so abwegig. War dann wohl zu teuer und man hat die jetzigen PB's gebaut.

Aber laut einem Postautochauffeur wird der Betrieb schon bei "geringeren" Windstärken eingestellt, da sonst die Passagiere die Kabinen vollkotzen.

Und ja es kann auch sehr kurzfristige Schliessungen geben. Habe es erlebt, da hat sich eine Person in Villars an der Kasse erkundigt und dann auch den Skipass inklusive Glacier gekauft. Als sie dann in Les Diablerets eintraf war der Gletscher geschlossen...

Inzwischen genügen schon Wettervorhersagen von Wind, bspw. wurde bereits am Dienstag beschlossen, dass man "wegen Windes" seit einschließlich Mittwoch bis mindestens heute alles schließt.

Wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass man beim heutigen Wetter eher schlecht fahren kann und die Sturmwarnung berechtigt ist.


Leider hat man offenbar beim Bau vergessen, eine Beschneiungsanlage zu installieren.

Vergessen wohl kaum.
Aber vermutlich würde es dann die Piste immer noch nicht geben, da die Umweltverbände auf die Barrikaden gegangen wären.
 
Dass heute zu ist, kann ich absolut nachvollziehen. Mich hat es im Mittelland auch schon fast von der Strasse geblasen. Letzte Woche hatte ich nur mal den Status "In Vorbereitung" gesehen, ich war aber im Engadin. @Wursti hatte auf einen Bericht von dir gehofft ;-)
 
Leider hat man offenbar beim Bau vergessen, eine Beschneiungsanlage zu installieren.

Eine Beschneiungsanlage auf dieser Route wäre meiner Meinung nach völlig überdimensioniert. Man kann froh sein, dass die Piste überhaupt
wieder erschlossen ist. Die Route wurde ja auch in den letzten Jahren regelmässig befahren. Einfach mit einem Einstieg,
der nur für sehr gute Skifahrer machbar ist. Mit dem neuen Tunnel können nun auch mittelmässige Skifahrer dort runter.
Leider bin ich die Route selber auch noch nie gefahren. Ist aber auf meiner Liste.
Ich habe noch 2 Bilder aus einem alten Snowboard Guide dazu gefunden:
 

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Meine Vermutung ist eher, dass die ihre Mitarbeiter nicht bezahlen müssen wenn sie alles schließen und daher das als Geldeinsparungsmaßnahme machen.

Schon noch blöd, dass auch in der Schweiz die Arbeitnehmer Rechte haben...

Bei der unechten Arbeit auf Abruf kann der Arbeitnehmer bei jedem Aufgebot freiwillig entscheiden ob er es annimmt oder nicht.
Ist dann auch für den Arbeitgeber ein Risiko, dass er bei einem kurzfristigen Aufgebot plötzlich keine Leute findet, weil die keinen Bock haben oder schon anderweitig beschäftigt sind.

Bei der echten Arbeit auf Abruf muss der Arbeitnehmer das Aufgebot des Arbeitgebers annehmen. Aber im Gegenzug ist der Arbeitnehmer auch für den Bereitschaftsdienst zu entschädigen. Zudem muss im Vertrag eine Mindestarbeitszeit festgelegt werden, die auch entlöhnt werden muss, falls der Arbeitgeber zu wenig Arbeit hat.
 
Laut dem interaktiven Plan ist die Luftseilbahn Reusch-Oldenegg wieder geschlossen... Technisches Problem? Oder falsche Informationen auf dem interaktiven Plan? ...
 
Ich hatte letztens den Hinweis gesehen, dass die Piste nicht frisch präpariert war.

Mit "sterbende Sportart" hat sich die SRF-Journalistin sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
 
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