• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Gleitschirm legt Seilbahn im Allgäu lahm

Bergung immer noch nicht abgeschlossen. Kann nicht jemand vom Forum von der Rettung berichten? Fotos,...
 
Hing der Gleitschirmflieger da auch die ganze Nacht, oder konnte der schon vorher geborgen werden?
 
Jetzt warten ich mal gemütlich auf Bilder vom Gleitschirm in den Seilen und dann scheuen ich dann mal weiter wie und ob ich dazu noch was schreiben werde.
 
Und hier gibt es ein Video von der Bergung:
http://www.tagesschau.de/inland/seilbahn106.html

Aber gehört es nicht zu dem Betriebskonzept einer Seilbahnanlage, dass die Passagiere innerhalb von X Stunden geborgen werden können ?
Denn 18 Stunden finde ich schon extrem lange. Da bin ich wirklich gespannt auf einen Abschlussbericht.
 
Warum hat man die Wanderer am Berg zuerst gerettet? Unnötig. Da gibts sicherlich eine Gaststätte da oben.
 
Wegen des starken Windes ging wohl die Bergung aus der oberen Gondel nicht. Vielleicht war die Windlage an der bergstation besser, keine Ahnung. Allerdings kann man von da oben auch gut runterlaufen, so wild ist das nicht. Sollte für Wanderer machbar sein! Andererseits hat so ein Heliflug auf Kosten der Bergbahn natürlich auch was :-)

Hing der Gleitschirmflieger da auch die ganze Nacht, oder konnte der schon vorher geborgen werden?

Wurde recht schnell geborgen, ebenso die Leute aus der 2. Gondel.

Muss es da nicht eigentlich ne Bergebahn oder sowas geben um die Leute auch bei Wind aus der Gondel zu bekommen? 18 Stunden können ja vorallem im Winter bei kälteren Tempereaturen und Sturm ungemütlich werden...
 
TPD schrieb:
Aber gehört es nicht zu dem Betriebskonzept einer Seilbahnanlage, dass die Passagiere innerhalb von X Stunden geborgen werden können ?
Ich habe bislang auch gedacht, dass jede Seilbahn über ein Rettungskonzept verfügt, dass eine Bergung der Fahrgäste innerhalb weiniger Stunden ermöglicht, auch ohne Hubschrauber (z. B. Rettungsbahn). Das der Einsatz vom Heli wetterabhängig ist, kann jawohl keine neue Erkennnis sein.
Es erstaunt mich ohnehin, wie locker mit dem Thema inzwischen umgegangen wird. Vor 30 Jahren wäre so manche Umlaufbahn in exponiertem Gelände, die heutzutage errichtet wird, nicht genehmigungsfähig gewesen, weil eine Bergung in angemessener Zeit ohne Helieinsatz nicht nachweisbar war. Da nützen auch neue Konzepte wie bei den 3S-Bahnen nichts, wenn sich etwas in der Seilschleife verfängt, was dort nicht hingehört.
Jetzt war "nur" eine Pendelbahn mit zwei Kabinen betroffen, die auch noch personell besetzt sind. Was wäre gewesen, wenn die beiden Kabinen mit je 40 Personen voll besetzt gewesen wären? Hätten die stehend übernachten müssen? Da bleiben doch einige Fragen offen. 8O
 
Wegen des starken Windes ging wohl die Bergung aus der oberen Gondel nicht.
Denke das Wetter muss im Bergungskonzept berücksichtigt werden. Und selbst mir als Laie ist es bekannt, dass ein Hubschrauber nicht bei allen Wetterlagen fliegen kann. Somit müsste es als Alternative noch eine Bergungsvariante (z.B Abseilen, Bergungsbahn etc.) ohne Hubschrauber geben.
 
Christoph Lütz schrieb:
Ich habe bislang auch gedacht, dass jede Seilbahn über ein Rettungskonzept verfügt, dass eine Bergung der Fahrgäste innerhalb weiniger Stunden ermöglicht
Als meine Frau heute morgen zur Arbeit ist fragte sie ob ich was von einen Bergung in einer Seilbahn gehört habe. Es wäre gerade im Radio was von ca. 18 Stunden gesagt worden. Kurze Antwort von mir: Nee. Aber das war dann sicher in Deutschland.

Sicher sollte man erst mal abwarten wie alles genau abgelaufen ist. Da wird es das eine oder andere "Statement" der Verantwortlichen geben müssen.
Aber mal ganz ehrlich sehr vertauenserweckend klingt das bisher nicht.

Da muß ich aber sofort an den Startplatz der Flieger am Schönjoch in Fiss denken! 8O
Hätte ich dort was zu sagen, würde ich die Kollegen nie und nimmer dort starten lassen.
Bis zur Trasse der Bahn sind es nur ein paar wenige Meter. Und meiner bescheidenen Meinung viel zu nah.
Hier und auch in der Galerie ganz gut zu sehen:
http://www.tandemfliegen-tirol.com/
 
Ich als Laie kann das ja nicht beurteilen. Aber folgende Gedanken habe ich so:

Die Gleitschirmflieger wurden per Helikopter befreit.

Kann man nicht per Helikopter die Überreste vom Gleitschirm aus den Seilen entfernen?
Wäre dann die Bahn nicht wieder fahrbereit oder kann so ein Gleitschirm eine Seilbahn dermaßen beschädigen, das diese nicht mehr fahren kann?
 
Ich habe zwar nie Rettungs-und Bergeübungen aus Gondeln gamacht aber doch einiges an Erfahrung aus Höhen- und Tiefenrettung bei der Feuerwehr.
Als erstes hoffe ich mal, daß man den Gleitschirmflieger gerettet und nicht geborgen hat. ;) weil wenn man ihn hätte Bergen müssen häte man sich besser um die noch lebenden kümmern sollen. Steht aber irgenwo, dass er unverletzt ist und der Tandempassagier nur leicht verletzt ist. Eher so als Randbemerkung.

Zu den ganzen Fragen ging es schnell genug und hätte, und wenn und und aber, bei den Rettungen, die nach jedem Einsatz durch die Zuschauer aufgebracht werden, kann ich nur sagen, auch die besten Rettungskonzepte stoßen irgendwo immer an die Grenzen, es kann und wird nie und nirgends die totale Sicherheit geben!

Ich weiss nicht was hier die Gründe waren, aber sobald der Eigenschutz der Retter gefährdet wird durch irgendwelche Einflüsse muss man nach Altenativen Konzepten schaun, die weniger Risiko beinhalten und manchmal gibt es eben keine oder nur unzureichende, dann beschränkt man sich auf die absolut notwendigsten Massnahmen und das was vertretbar ist wird später nachgeholt. Dann ist es eben recht unkommod für die Leute in der Gondel, aber es besteht für die weniger Gefahr wie für die, die sie hätten rausholen müssen.

Diese Dinge müssenalle vom Einsatzleiter verantwortet und in recht kurzen Zeitspannen erfasst und entschieden werden.

Daher denke ich erstmal nichts sagen abwarten und nachdenken bevor man gross (hier hab ich es noch nicht gelesen erfreulicherweise) anprangert oder ähnliches.

Vielleicht dient das mal als Denkanstoss. Bin oft als Einsatzleiter eingesetzt und kenne die Fagen der "Zuschauer" und anders unbeteiligten! ;-)

Ansonsten ist Seilbahnjunkie nach nicht so sehr guten Recherchen da ja immer schnell dabei zu reklamieren (z.B.: Tunnelbrand Simplon), was die Feuerwehren und Rettungsdiesnte alles für Fehler machen vielleicht hat er ja was erkannt ... ich stehe da mit 19 Jahren Einsatzerfahrung natürlich gerne zurück! ;-)

@Ram: ichbin auch nicht der Helixperte, aber ich habe bereits zweimal an der longline gehangen um Rettungsmasßnahmen durchzuführen, ich kann mir nur schwer vorstellen wie man die Teile aus dem Seil bekommt:
1. du kannst ja kaum Kräfte aufbringen da das seil keinen gegehalt für dich bietet
2. ist es für den Helipiloten enorm schwer den Heli so ruhig zu halten, dass du immer nah am seil bist und da arbeiten kannst.
3. Kannst du nicht grosse ruckartige Bewegungen machen, weil die alle der Pilot direkt ausgleichen muss das ist eine recht gefährlich Aktion mit der Longline

Aber es gibt bestimmt Experten, die das sehr viel besser und fundierter erklären können das war auch nur Laienhaft was ich dazu beitragen konnte
 
So was ich mitbekommen habe gibt es eine Bergungsbahn. Natürlich versucht man an Anfang immer mit der bequemsten Methode das Problem zu lösen. D.H mit dem Helikopter.
[Spekulation an]
Nach dem Sie gemerkt haben, dass sie die 2te Gondel nicht mit dem Hubschrauber evakuieren können, wollten sie auf die Bergungsbahn zurück greifen. Dabei haben sie dann festgestellt, dass es wegen dem Gleitschirm nicht geht.
[Spekulation aus]
 
Ganz klar, ich war nicht dabei, aber folgende Dinge gehen mit durch den Kopf:
Die Tegelbergbahn hat eine Zugseilschleife und je Fahrbahn ein Tragseil. Da es keine Seilreiter gibt, ist der Abstand zwischen Trag- und Zugseil außer an den Kabinen, Stationen und der Stütze sehr groß.
Hat sich der Gleitschirmflieger im Trag- oder im Zugseil verfangen? In beiden gleichzeitig halte ich für ausgeschlossen. Wenn es das Tragseil war, wie in der Presse berichtet, dann hätte die Bahn nach Rettung des Gleitschirmfliegern wieder in die Stationen fahren können. Wenn es dagegen das Zugseil war, dann nicht. Unbeweglich ist die Zugseilschleife in diesem Fall nicht, man hätte also zumindest die Kabine an eine günstigere Stelle fahren können. Möglicherweise wurde das Zugseil beschädigt und man hat die Tragseilbremse betätigt, oder sie ist durch Seilschwingung von selbst eingefallen. Man befürtete vieleicht einen Zugseilschaden. Das wäre eine Erklärung, warum die Bahn nicht bewegt werden konnte. Aber alles Spekulation von mir.

Bin gespannt auf einen Bericht, befürchte aber, dass das wie immer in solchen Fällen dürftig ausfallen wird für die Öffentlichkeit.
 
ich nur sagen, auch die besten Rettungskonzepte stoßen irgendwo immer an die Grenzen, es kann und wird nie und nirgends die totale Sicherheit geben!
Unbestritten. Es kann schon sein, dass trotz den ausgeklügelsten Rettungskonzepten Murphy's Law zugeschlagen hat.
z.B. die Teile vom Gleitschirm haben, sofern vorhanden, auch die Rettungsbahn blockiert und der Hubschrauber konnte wegen dem Wind nicht fliegen.

Aber in diesem Fall wäre es auch nicht zu viel verlangt gewesen, wenn z.B. der Polizeisprecher folgende Meldung weiter gegeben hätte.
Da Variante 1 nicht eingesetzt werden konnte und Variante 2 versagte, hat die Bergung länger als üblich gedauert.

Aber im jetzigen Fall wo es einfach heisst: "Wegen starkem Wind konnte der Hubschrauber die Leute erst nach 18 Stunden retten", wirft bei mir sehr grosse Fragezeichen und Spekulationen auf.
 
Warst du dabei? Ich kann dir nicht sagen wie die Leute und ob oder ob nicht informiert worden, irgendwer glaub mic hat einen Bericht verlinkt in dem von einem ständigen Funkkontakt gesprochen wird!

Zwei Beschreibungen welche is jetzt richtig? Worauf beruht die Unterstellung, die Leute hätten von nichts gewusst? Ich kann das nicht beurteilen, kann nur vermuten und da kommt mir die Variante mit dem Funkkontakt wesentlich glaubwürdiger vor zumal man ja auch Getränke, Spielzeug usw gebracht hat, glaubst du da ist nicht geredet worden?

Man wird aber nie einen EInsatzfortlauf genau beschreiben können, es kann schonmal sein, das man meint in 20 MInuten ist es geschafft und dann dauert es noch zwei Stunden oder so. Aber nicht weil die Retter das machen wie sie Lustig sind sondern, weil die oft mit Problemen zu kämpfen haben, die andere gar nicht mitbekommen!

Ich will da keinenin Schutz nehmen, aber auch keinen verurteilen, man sollte mit Anschuldigungen erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn man wirklich was weiss und vor allem nachweisen kann.
Aber leider ist es so in Mitteleuropa, daß die die teilweise ihr leben riskieren um den anderen zuhelfen, immer als Sündenbock abgestempelt werden und die dummen sind. Das Spiel ist bekannt und wird dazu führen, dass es niemand mehr macht und dann wird von denselben wieder geschimpft! Villeicht statt schimpfenmal den eigenen Hintern bewegen und mitmachen, dann redet man anders! Glaubs mir! ;-)

Mir ist kein Einsatzleiter bekannt der sich hinstellt und sagt, so jetzt drücken wir den armen Opfern mal einen rein! Jeder der Einsätze leitet versucht sein bestes aber auch da passieren Fehler, leider auch schonmal mit endgültiger Folge! Es sind numal auch Menschen und Menschen machen Fehler!

So das musste mal raus,leider ist diese Mentalität ja auch im privaten verankert siehe Facebookthread. Es ist immer Scheisse mit Teilwissen oder Halbwahrheiten andere schlecht darzustellen.

Ích werde mich aber mal schlau machen welche Variante stimmt! Bin davon überzeugt die zweite!

UNd falls du meintest die Zeitungen und das Alpinforum hätte nicht genug erfahren, dann muss ich dir sagen die geht es auch nur ganz am Rande was an, solange ein Einsatz läuft hat man anderes zu tun als dem Umfeld zu erzählen was wirklich los ist, das tun eh schon die Gaffer, die die Arbeit am Einsatzort stören und nicht wirklich wissen was läuft
 
Christoph Lütz schrieb:
Ganz klar, ich war nicht dabei, aber folgende Dinge gehen mit durch den Kopf:
Die Tegelbergbahn hat eine Zugseilschleife und je Fahrbahn ein Tragseil. Da es keine Seilreiter gibt, ist der Abstand zwischen Trag- und Zugseil außer an den Kabinen, Stationen und der Stütze sehr groß.
Hat sich der Gleitschirmflieger im Trag- oder im Zugseil verfangen? In beiden gleichzeitig halte ich für ausgeschlossen. Wenn es das Tragseil war, wie in der Presse berichtet, dann hätte die Bahn nach Rettung des Gleitschirmfliegern wieder in die Stationen fahren können. Wenn es dagegen das Zugseil war, dann nicht. Unbeweglich ist die Zugseilschleife in diesem Fall nicht, man hätte also zumindest die Kabine an eine günstigere Stelle fahren können. Möglicherweise wurde das Zugseil beschädigt und man hat die Tragseilbremse betätigt, oder sie ist durch Seilschwingung von selbst eingefallen. Man befürtete vieleicht einen Zugseilschaden. Das wäre eine Erklärung, warum die Bahn nicht bewegt werden konnte. Aber alles Spekulation von mir.

Bin gespannt auf einen Bericht, befürchte aber, dass das wie immer in solchen Fällen dürftig ausfallen wird für die Öffentlichkeit.


Hier
http://www.abschweb.de/abschweb.html?tagebuch/index.html
gibts Bilder von dem Schirm, wie er in den Seilen hängt.
Dass so ein Haufen Nylonstoff mit einigen Schnüren die Seile beschädigen kann, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Scheint eine Veranstaltung des Bayerischen Rundfunks gewesen zu sein.

Ciao
Herbert

Nachtrag: aus dem Merkur:
""Die Kevlarseile hätten sich um Trag-, Zug- und Rettungsseil gewunden und durch den Zug umeinandergeschlungen. Franz Bucher: „Es gab einen Seilüberschlag“""
 
Zurück
Oben