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Gletscher-Abschmelzung

L&S schrieb:
Durch die Steilheit des Geländes wundert es mich nicht, dass man am Südostende kaum was sieht, was aber meiner Meinung nach an Rutschen und Muren liegen könnte.
Gerade dort müsste eine entsprechend große Seitenmoräne geben, so es dort zum Höhepunkt der Kleinen Eiszeit Eis gegeben hätte - was ich ausschließe.

L&S schrieb:
Der Schuttkegel in den See kann durchaus 'neu' sein!
Sehr unwahrscheinlich. Am bergseitigen Ende des oberen Sees findet sich eine große und vermoorte Verlandungszone. Diese kann sich unmöglich innerhalb der letzten 150 Jahre gebildet haben. Wäre komplett von einer Gletscherzunge überfahren worden, hätte diese das Material ausgeräumt.

L&S schrieb:
Wenn ich mir dort die kleine Eiszeit vorstelle, dann halte ich es für möglich, dass der Gletscher von oben und unten zur Mitte hin entstehen könnte.
Oben vom Kar und unten von immer größer werdenden Lawinenresten und abbrechnenden Gletscherteilen....
Für eine so große Gletscherzunge fehlt einfach das Einzugsgebiet. Damit eine Gletscherzunge den See erreicht, müsste eine imaginäre Gleichgewichtslinie um 2.200m liegen. Das ist für die Kleine Eiszeit auszuschließen, denn selbst oberhalb der Steilstufe finden sich noch späteiszeitliche Endmoränen. Der auf der alten Zeichnnung abgebildete Gletscherstand, dürfte dem maximalen sehr nahe kommen.

GE.png
Nacheiszeitliche Moränenstaffeln vor dem Rotgüldenkees. Zwischen frischen 1980er Moräne und der 1850er liegen gerade ein mal 250m.


Franzisko-josephinische-LA.png
Rotgüldenkees in der Franzisco-Josephinische Landesaufnahme (1870-1880). Keine Gletscherzunge am Obersee. Ein derart mächtiger Eiskörper, wäre nicht in 20-30 Jahren abgeschmolzen.
 
War im Urlaub und hab 2 Wochen nicht geschaut, das ich hier eine Diskussion um das Rotgüldenkees anzettle, das wohl 0.01 Personen kennen wenn man 100 Leute auf der Straße fragt find ich grandios.
Ich liebe dieses Forum. :D Vielen lieben Dank für die weiteren Fotos.

Und ich kanns jedem nur Empfehlen, ein sehr schönes Platzerl zwischen der Steiermark/Kärnten.
 
L&S schrieb:
Genau so schlimm ergings dem westlich vom Gipfel gelegenen Wastlkarkees, das ist quasi auch schon Geschichte. Von der Scharte aus aufgenommen.
Leider wurde der Weg durch das Geröll um 2h Stunden länger als angeschrieben, die Kärntner sind selbst dem Gletscher 30 Jahre hinterher.
IMG-20220811-120813.jpg

DAS ist der pure Wahnsinn, wir mussten bei Nebel durchqueren und haben dann umgedreht weil mein Kollege umgeknickt ist.
Das is über eine Stunde Kletterei bei Felsen so groß wie Autos, und wir waren grad mal 2/3 durch das Wastlkar, komplett irre. In den Wandertouren von vor 10-15 Jahren steht 30min Fußmarsch über Eis/Schneefelder.
 
Max.St.anton schrieb:
Hier Habe ich 2 bilder vom Ehemaligen Pitztaler Jöchl Lift neben dem Rettenbachferner in Sölden. Das untere Bild ist von 2009. Das obere aus den 70ern.
Heute unvorstellbar dass hier mal ein Lift stand.

Bild
Bild

Bilder durch Links ersetzt. Bitte die Medienregeln beachten!

Solche Vergleichsbilder machen m.E. nur dann Sinn wenn sie zur selben Jahreszeit aufgenommen wurden.
 
Ahornbühl schrieb:
Max.St.anton schrieb:
Hier Habe ich 2 bilder vom Ehemaligen Pitztaler Jöchl Lift neben dem Rettenbachferner in Sölden. Das untere Bild ist von 2009. Das obere aus den 70ern.
Heute unvorstellbar dass hier mal ein Lift stand.

Bild
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Bilder durch Links ersetzt. Bitte die Medienregeln beachten!

Solche Vergleichsbilder machen m.E. nur dann Sinn wenn sie zur selben Jahreszeit aufgenommen wurden.
Das neuere ist vom 26.09.2009.
Vielleicht ist das ältere auch aus dem Herbst?

Edit: Zitat korrigiert.
 
Das 1. Bild ist aus dem Herbst oder Sommer, da vor der Verbindung durch Seilbahnen vom Winterskigebiet zum Gletscher hinüber der Gletscher im Winter geschlossen war.
 
Das hatte ich vergessen. Aber dann passt es doch?
 
Bergfan schrieb:
Schusti schrieb:
Laut Erzählung ist man von der Standseilbahn mehr oder weniger am Eis ausgestiegen, wir mussten cirka 90min Fußweg einplanen.
Heutzutage ist es gar nicht mehr vorstellbar, das Familien einfach am Eis rumspazieren, so schnell können sich die Zeiten ändern.


Siehe auch hier:

https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=187&t=473&p=5331408#p5331408

Und, ja, vor mehreren Jahrzehnten sind mit der Standseilbahn runter, kurzer Abstieg und wir standen auf dem Gletscher.

Ich war 1987 als Kind/Jugendlicher auf der Pasterze. Auch damals mussten wir höchstens 3-4 Minuten von der Standseilbahn laufen, um aufs Eis zu kommen. 2016 war ich zuletzt mit meiner Frau oben und habe mich echt erschreckt, wie wenig übrig ist. Mit der Standseilbahn runter haben wir uns deshalb auch erspart....
 
Max.St.anton schrieb:
Das 1. Bild ist aus dem Herbst oder Sommer, da vor der Verbindung durch Seilbahnen vom Winterskigebiet zum Gletscher hinüber der Gletscher im Winter geschlossen war.

Das stimmt m.A.n. so pauschal nicht, da die Gletscherstraße auch in schneearmen Wintermonaten offengehalten wurde - die Gletscher wurden ja gerade als Schneereserve für das nicht gerade niederschlagsreiche Innerötztal erschlossen (in der Prä-Beschneiungs-Ära).
Aber klar: Vergleichsbilder sollten im Idealfall zur gleichen Saison aufgenommen werden. Bei älteren Bildern fehlt jedoch leider häufig eine genaue Datierung.
 
ATV schrieb:
Es geht wohl eher darum, dass man den Abfall nicht entsorgt.
Ja genau, darum geht es. Und der Punkt ist ja auch völlig legitim.
Aber es hört sich so an wie immer bei den Umweltschützern: Es wird nur gemotzt. Wird nichts gemacht wird gemotzt, wird etwas gemacht wird auch gemotzt...
 
Eine Eisgrotte auf 2300m ist bei einem nach Süden ausgerichteten Gletscher und in der heutigen Zeit aber auch wirklich ambitioniert ... :wink:

Und zum Thema Mikroplastik im Genfersee: dann sollten alle Bewohner oberhalb der Rhone-Mündung und an den Ufern auch das Benutzen von Shampoos beim Haarewaschen einstellen. Wäre aber auch nur eine der Ursachen für Mikroplastik in unseren Gewässern und den Meeren!
 
Mt. Cervino schrieb:
ATV schrieb:
Es geht wohl eher darum, dass man den Abfall nicht entsorgt.
Ja genau, darum geht es. Und der Punkt ist ja auch völlig legitim.
Aber es hört sich so an wie immer bei den Umweltschützern: Es wird nur gemotzt. Wird nichts gemacht wird gemotzt, wird etwas gemacht wird auch gemotzt...

was wäre denn die Alternative? Jubeln, dass es nur wenige Folienbahnen sind? Schweigen?
Motzen würde ich es nicht unbedingt nennen, eher aufzeigen der Probleme.
 
Wenn man nicht will dass Vermattung allgemein mehr und mehr angegriffen werden muss man schon darauf schauen dass altes Zeug möglichst komplett entfernt wird und diesbezüglich ist man dort jetzt schon mehrere Jahre in der Kritik.
Kann sein dass das manchmal ein bisschen schwierig wird weil das das Zeug im Wasser wohl ziemlich schwer ist, da hätte man wohl früher reagieren sollen.
 
Könnte man nicht anstatt eines Polyestervlies aus Kunststoff eines aus Glasfaser benutzen?
 
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