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Gletscher-Abschmelzung

Ich denke die Querspalten entstehen so:

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Der Gletscher fließt mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auf ein Hindernis zu. Das Hindernis staut das Eis, die Fließgeschwindigkeit nimmt ab. Hinter dem Hindernis wird der Untergrund steiler, die Fließgeschwindigkeit nimmt zu. Durch die Differenz in der Fließgeschwindigkeit öffnen sich die Spalten. Unterhalb des Hindernisses wird der Untergrund wieder flacher, die Fließgeschwindigkeit nimmt wieder ab - die Spalten werden vom Gletscher wieder zugeschoben.
 
Und das passiert so extrem in nur einem Sommer? Dann müsste der Gletscher ja gute 100m mindestens sich verschoben haben.
 
Wann kommt den der alljährliche Gletscherbericht aus Österreich wieder heraus?
 
gletscherspalter schrieb:
Wann kommt den der alljährliche Gletscherbericht aus Österreich wieder heraus?
Im April
 
Ok, danke! (erst so spät :gruebel:)
 
gletscherspalter schrieb:
Ok, danke! (erst so spät :gruebel:)

Der Gletscherbericht erscheint in und mit der 2. Jahresausgabe des ÖAV Mitgliedermagazins, Bergauf - zumindest bislang war das so.
 
gletscherspalter schrieb:

Ein Interessanter "paradoxer" Aspekt der mir so noch nicht bewusst war:
Ein Früher Winterbeginn mit Schneefall und bleibender Kälte "packt" die in den warmen Monaten gespeicherte Energie unter eine Isolationsschicht (=Schneedecke), die das winterliche Abkühlen bzw. Abstrahlen in den für den Permafrostbereich relevanten Tiefen markant abschwächt!:

"Schlecht bestellt war es letzten Winter aber um den Permafrost. Der frühe und massive Schneefall im Hochgebirge hielt die hohen Herbsttemperaturen im Boden gefangen, und der Untergrund konnte wie schon in den Wintern zuvor nur wenig abkühlen. Deshalb kam es wie schon in den letzten vier Jahren zu grossen maximale Auftautiefen.

An vielen Standorten was das Tauen letztes Jahr sogar deutlich grösser als in den zehn vorherigen Jahren. Am Schilthorn erreichte das Auftauen 2013 einen Rekordwert, der sogar den Jahrhundertsommer von 2003 übertraf. Wenn der Permafrost schmilzt, können Berghänge destabilisiert werden und ins Rutschen kommen."
 
In der Tat ein sehr interessanter Punkt!

Für die Schönheit der Gletscher wohl kaum von Bedeutung (zum Glück), für die Sicherheit von Bergwanderern aufgrund von zunehmenden Steinschlägen natürlich schon....
 
Die von der ZAMG vermessenen Gletscher gehen mit überdurchschnittlich viel Schnee in das Sommerhalbjahr. Eine erste Auswertung der umfangreichen Messungen der letzten Tage zeigt, dass am Goldbergkees und am Kleinfleißkees in der Sonnblickregion um 10 bis 25 Prozent mehr Wassermasse in der Schneedecke enthalten ist als im Mittel der letzten fünfzehn Jahre.
Die Schneemenge im Winter beeinflusst die Entwicklung der Gletscher aber nicht so stark wie die Witterung im Sommer. Der Trend des ungewöhnlich starken Schmelzens ist somit also nicht beendet.
Im Rahmen der halbjährlichen Gletschermessungen der ZAMG wurde an mehr als 400 Punkten die Schneehöhe bestimmt und an elf Punkten Schneeschächte bis zum Gletschereis gegraben.
Winterbilanz der Gletscher
 
Na gut - da die beiden untersuchten Gletscher ja im Bereich vom Südstau liegen, ist das wenig verwunderlich. Ich würde behaupten, dass eine Untersuchung vom Kaunertaler Gletscher oder Dachstein ein anderes Fazit ergeben würde.
 
Ich glaube, dass der Klimawandel hochgelegene Gletscher schützen wird beziehungsweise wieder wachsen lässt. Liegt daran: die Temperaturen steigen zwar an, aber die Niederschläge im Frühjahr wrden extrem zunehmen, daher wird es oben oft viel schneien. Zum Beispiel: für den dachsteingletscher sind bis nächsten Samstag 1,50meter Neuschnee angekündigt. Das ist so viel, wie es den ganzen Winter wahrscheinlich nicht geschneit hat da oben. Und wenn der Gletscher dann Ende Juni seine größte Schneehöhe erreicht hat, wird er einen heißen, trockenen Sommer locker überstehen. Früher hat es im Sommer oft und viel auf den Gletschern geregnet und wir alle wissen, dass Regen wie Gift für Schnee und Eis wirkt. Insofern kann der Gletscher mit einem heißen, trockenen Sommer gut zurechtkommen. Und im Herbst beginnt dann die Schneedecke doch gleich wieder zu wachsen.
Drum sehe ich für viele Gletscher durchaus eine Zukunft in Zeiten des Klimawandels.
 
Anscheinend hast Du das Wetter in den letzten Jahren nicht beobachtet. Der Herbste waren mild und trocken. Da hat es zum Teil erst ab mitte Oktober ein paar Flocken bis auf 3000m oder darunter gegeben.
 
Auch hält der Frühjahrsschnee nicht so lange wie der Schnee vom Winter der sich setzen kann und zusammen gefrieren.
 
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