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Gletscher-Abschmelzung

Kann es sein, daß man an der Zugspitze/Schneeferner zum ganzjährigen "Snow Harvesting" übergegangen ist? Unterhalb der ehemaligen Neuen Welt wird der Neuschnee mit Pistenraupen eingesammelt. Aufgrund der Steilheit rutscht noch ein vielfaches von oben nach. Das ganze wird auf den Schneeferner verschoben.
Das wird auch Anfang Juli so gemacht, wenn es geschneit hat. Siehe auf
http://zugspitze.panomax.de/
Z.B. das Bild vom 03.07., ca. 06:30h. Vergleiche mit Bildern an den Tagen zuvor.
Scheint in dieser topografischen Lage (Steilhang) ergiebiger als Vermattung zu sein, die aufgegeben wurde.
 
Webcam Bild vom Stelvio von heute Mittag: Krass, wie man wiedereinmal den Saharastaub auf der Schneeoberfläche erkennen kann. Das wird auch heuer wieder nicht gerade von Vorteil sein für den Gletschererhalt...

8103_2014-07-31_1245_e6cbd5f3b2ecc0ae.jpg
 
OK, aber da ist nach den winterlichen Schneemassen noch kein Blankeis zu sehen und wir haben Ende Juli. Wenn der August jetzt nicht zu heiß und/oder regnerisch wird, sieht es ganz gut aus diese Saison auf der Alpensüdseite.
 
gletscherspalter schrieb:
Webcam Bild vom Stelvio von heute Mittag: Krass, wie man wiedereinmal den Saharastaub auf der Schneeoberfläche erkennen kann. Das wird auch heuer wieder nicht gerade von Vorteil sein für den Gletschererhalt...
Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass es sowohl für die Skifahrer (weniger bremsig) wie auch für die Skibetriebsbetreiber (weniger Abschmelzung) sinnvoller wäre, den Sandschnee großflächig von der Piste bzw. dem gesamten Gebiet abzuschieben ..
 
starli schrieb:
Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass es sowohl für die Skifahrer (weniger bremsig) wie auch für die Skibetriebsbetreiber (weniger Abschmelzung) sinnvoller wäre, den Sandschnee großflächig von der Piste bzw. dem gesamten Gebiet abzuschieben ..

Gute Idee eigentlich! Und mit dem verschobenen Sand dann Depots an kritischen Stellen anhäufen, und diese dann abdecken...

Wessen italienisch ist gut genug, um diesen Vorschlag per e-Mail an die Liftbetreiber zu vermitteln? :biggrin:
 
Dummerweise sind da mehrere Schichten Sand drunter, da es ja auch im Winter einige Saharasandereignisse gab ^^

So gesehen müsstens fast den Großteil des Schnees abtragen und das kann auch ned zielführend sein...
Außerdem wirst außerhalb der Skigebietsgrenzen Probleme bekommen, wennst da mit ner Pistenwalze Schnee verschiebst oder seh ich das zu kritisch?
 
Naja, Probleme werden die mit den Pistenbullys bei dem "gepressten Sommerschnee" nicht bekommen. Ich glaube nur, dass es zu viel Aufwand ist, den Sand auf der Schneeoberfläche in so einem großen Areal "abzukratzen". Zudem wird der Betreiber auch nicht mitspielen (Vermutung :)).
 
Wird wohl auch ne gute Menge Sprit fressen das rumgeschiebe. Da wird sich der Betreiber bei den derzeitigen Dieselpreisen und der vorhandenen schneemenge 3 mal überlegen ob er da wegen so einer Aktion Geld ausgibt.
 
Ausserhalb der Skigebietsgrenzen haben die Bullys nix verloren, schon gar nicht schneeschiebender Weise! Und das ist auch das was AF meint - nona wäre es technisch möglich, es geht ums rechtliche!
 
Sinn macht es m.E. ja nicht - aber was soll das Recht gegen sowas haben?
 
joe-72 schrieb:
Sinn macht es m.E. ja nicht - aber was soll das Recht gegen sowas haben?

Wieso sollte es keinen Sinn machen? - Sobald der Schnee abgetaut ist, bleibt der Sand auf der Gletscheroberfläche liegen und verdunkelt die Gletscheroberfläche, was die Absorption des Sonnenlichts deutlich verstärkt...

Rechtlich kann ich nicht viel dazu sagen, da ich mich in diesem Gebiet kaum auskenne.
 
In dieser Hinsicht würde es schon Sinn machen, nur dass dies der Betreiber auch so sieht, zweifle ich dran. Das Recht kann gegen das Verschieben von Schnee außerhalb der Skigebietsgrenze nichts machen, so sehe ich das, da meines ermessens nach Skigebiete keine (rechtliche) Grenze haben.

Allgemein wäre mir ein zu großer Kosteaufwand um ein so großes Areal vom Sand zu befreien.
 
Tobikwt schrieb:
I... so sehe ich das, da meines ermessens nach Skigebiete keine (rechtliche) Grenze haben..
Skigebiete haben in der Regel ziemlich genau definierte Grenzen.
Der Betreiber ist ebenso in der Regel an eine Fülle von (rechtlichen) Vorgaben gebunden und kann keinesfalls einfach überall machen, was er will.
Man muss immer den jeweiligen Fall kennen, um beurteilen zu können, wer was wo machen darf und was nicht.
Da ich die genauen Vorgaben am Stelvio nicht kenne, kann ich zB nicht beurteilen, was die Betreiber hier dürften.
 
Nuja, die Skigebietsgrenzen sind wohl größer als das, was derzeit präpariert wird. Und die präparierten Pisten werden sowieso abgefahren, da dürfte sich der Kostenaufwand auch in Grenzen halten. Insbesondere wenn man vergleicht, was sonst zur Gletschererhaltung gemacht wird (monatelanges Depot-Fahren am Pitztaler, großflächige Vermattungen am Stubaier und Hintertuxer, monatelange Beschneiung am Mölltaler und Hintertuxer - da ist so ein Tag Pistenraupenfahren zum Sandabschieben ein Klacks.)
 
«Regen ist fast noch schlimmer als Hitze», sagt Peter Reinle von den Titlis-Bahnen. Wegen der vielen Niederschläge ist es «kein guter Sommer» für den Gletscher. «Es gibt mehr offene Spalten als letztes Jahr.» Auch auf 3000 Metern Höhe fällt meistens Regen statt Schnee. «Das macht dem Gletscher zu schaffen.» Das Wasser spüle den schützenden Schnee weg.

«Die 1 bis 2 Grad, die es durchschnittlich in den letzten 20 bis 30 Jahren wärmer geworden ist, machen den Unterschied aus.» Früher habe es im Sommer regelmässig geschneit. Aber auch im Winter wächst der Gletscher nicht mehr so stark wie früher.
Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/ze...etzt-muss-der-berg-pariser-her-id3031617.html
 
Rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser hatten sich in den letzte Wochen im Faverge-Gletschersee auf dem Plateu-Gletscher Plaine-Morte an der Grenze des Kantons Bern zum Kanton Wallis angesammelt.

Gestern nun haben sich Wassermassen durch das Eis gefressen und ins Tal ergossen!

Innerhalb weniger Stunden entleerte sich der See um fast die Hälfte. Zu Spitzenzeiten flossen über 28 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch die Simme und ihre Nebenflüsse in die Lenk hinunter, wie Daten des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) zeigen.

Quellen: http://www.blick.ch/news/schweiz/sp...nnert-ein-gletschersee-ins-tal-id3039355.html
http://www.bernerzeitung.ch/region/thun/Und-ploetzlich-kam-das-Gletscherwasser/story/18856962
 
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