• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Gletscher-Abschmelzung

Fab schrieb:
So - jetzt hast du die Forumsgemeinde durch größere wissenschaftliche Genauigkeit verwirrt :lach:
Bei Massenzuwächsen sind bei Alpengletschern (richtige Gletscher :D ) die genannten 15 Jahre ein guter Durchschnittswert für einsetzendes Längenwachstum.

Ob man das wirklich so pauschalisieren kann? Aufgrund der vergangenen, extrem gletscherunfreundlichen Jahre bzw. Jahrzehnte ist der Eisfluss doch nahezu zum erliegen gekommen. Vor allem bei den Zungen der größeren Talgletscher (So sie denn noch eine Zunge besitzen). Ob dort die 15 Jahre ausreichen würden? Eher nicht.

Das ganze kommt ganz sicher auf den einzelnen Gletscher und die lokalen Gegenbenheiten an. Einzelne Gletscher, durchaus auch größere könnten da schon vergleichsweise schnell reagieren, andere langsam und wiederum andere überhaupt nicht.
In jedem Fall ein spannendes Thema, auch wenn wir davon noch weit entfernt sind.
 
Ich hab nicht pauschalisiert, sondern "guter Durchschnittswert" geschrieben.
Selbstverständlich kann man alles argumentativ so ausdifferenzieren das am Ende alles möglich ist und kein Leser was davon hat.
 
Fab schrieb:
Ich hab nicht pauschalisiert, sondern "guter Durchschnittswert" geschrieben.
Selbstverständlich kann man alles argumentativ so ausdifferenzieren das am Ende alles möglich ist und kein Leser was davon hat.

Stimmt natürlich in gewisser Weise. Es ist aber wichtig zu wissen woher wir kommen. Ein Gletscher mit einem ausgeglichenen Haushalt kann natürlich sofort auf eine positive Bilanz reagieren.
Die Frage eines Längenwachstums stellt sich derzeit auch gar nicht.
 
«Die Gletscher weinen»

Der Alt-Revierförster von Kandersteg Ueli Fuhrer vermisst mit seinem Nachfolger Ueli Burgener zum 40.Mal Kanderfirn-Alpetli (–25 Meter) und Blüemlialpgletscher (–100 Meter). Dazu zitiert ein nachdenklicher Ueli Fuhrer: «Die Gletscher weinen.» Der Wildstrubelgletscher schwindet um 12 Meter. Der Schwarzgletscher, der sich vom Balmhorn herunterzieht, hat sich um rund einen Kilometer zurückgezogen, da der untere Teil vom Nährgebiet abgetrennt wurde und vielerorts in sich einstürzt. Überall müssen neue Basispunkte gesetzt werden, um auch künftig genaue Messungen durchzuführen
Quelle: http://www.bernerzeitung.ch/region/thun/Dem-Gamchigletscher-geht-es-schlecht/story/14823534

Saas-Fee

Das Gebiet Triftgletscher wurden vorsorglich gesperrt, weil die Gefahr von Gletscherabbrüchen und Eislawinen zurzeit zu hoch sind.

Quelle: http://www.1815.ch/wallis/aktuell/gebiet-triftgletscher-gesperrt-156945.html
 
Massenverluste der Gletscher heuer etwas geringer

Trotzdem verlieren große Gletscher wie die Pasterze deutlich an Eisdicke - und da ist jetzt der warme Herbst gar nicht mit drin.

Hätte generell meine Hand ins Feuer gelegt, dass es dieses Jahr nimmer so schlimm aussieht, wie es derzeit ist...
 
Arlbergfan schrieb:
Massenverluste der Gletscher heuer etwas geringer

Trotzdem verlieren große Gletscher wie die Pasterze deutlich an Eisdicke - und da ist jetzt der warme Herbst gar nicht mit drin.

Hätte generell meine Hand ins Feuer gelegt, dass es dieses Jahr nimmer so schlimm aussieht, wie es derzeit ist...

Naja ist ja logisch, dass die großen Talgletscher und generell die großen Gletscher trotzdem Massenverluste verzeichnen, denn sie reagieren wesentlich langsamer (mit Verzögerungen von bis zu 30 Jahren) auf das Klima, und Talgletscher befinden sich zudem heutzutage in Höhenverhältnissen, die nicht für Gletscher gemacht sind bei den herrschenden Klimaverhältnissen. Der Rückzug aus diesen Höhenlagen ist deshalb nur logisch..
 
Das Schweizer Radio SRF1 meldete heute, dass die Gletscher der Alpensüdseite (inkl. Südwallis) dieses Jahr aufgrund des schneereichen Winters auf der Alpensüdseite erstmals seit vielen Jahren wieder an Dicke gewonnen hätten: 10-50cm.
 
In den letzten 3 Sommern (12-14) sind in Z am nordorientierten Theodulgletscher maximal ein paar % am Gletscherende ausgeapert. Alles andere blieb bis zur neuerlichen Enschneiung schneebedeckt.
 
ZMT_2013.png

So wie auf dieser (LANDSAT) Aufnahme aus dem Jahr 2013, die wahrscheinlich nichtmals die maximale Ausaperung zeigt?
 
Auf diesem Bild gut zu erkennen was ich vom Augenschein her schon vor Jahren befürchtet habe.
Am Gornergletscher verliert der Namensgeber den Kontakt zum Talgletscher.(der Gletscher am rechten Bildrand oberhalb des Sees)
 
Das hatte ich vor 10 Jahren als ich noch über Stockhorn Süd über den Gornergletscher auch schon bemerkt. Generell hat der gesamte Eistrom einfach den Anschluss an die ganzen anderen Gletscher verloren (Theodul, Triftjigletscher, Breithorngletscher)...
Es wird wohl in ein paar Jahren ziemlich schnell gehen...
 
Gleicher Ausschnitt, Aufnahme aus dem Jahre 1984
ZMT_1984.png


Wie man sieht ist der Gornergletscher da leider nur das letzte Glied in der Kette :(
 
Hier sind zwei Fotos vom Sommer.

19967940ql.jpg


19967962fg.jpg


Allzu lange wird es nicht mehr dauern, dann hat der Gornergletscher keinen Kontakt mehr zum Eisstrom im Tal.
 
Die Schäbige Zeitung muss man auch nicht gelesen haben...
 
Wombat schrieb:
Da die Bilder die gleiche Auflösung haben, sind sie sehr aussage kräftigt. :abgelehnt:

Arte hat da eine 4.Teilige Dokumentation von diesem Jahr, die schon öfter Wiederholt wurde. Unter anderem heute ab 14.55

Planet Gletscher
http://www.arte.tv/guide/de/046376-001/planet-gletscher

Durchaus gut gemacht und nicht schlecht recherchiert. Teils bietet die Doku-Reihe sehr eindrückliche Aufnahmen und auch interessante Fakten.

Wie bei Arte üblich muss man sich aber bewusst sein, dass es Produktionen gibt die in Frankreich produziert wurden und solche, die aus Deutschland kommen.

IMHO ist Arte ein sehr eindrückliches Beispiel wie länderübergreifendes Zusammenarbeiten funktionieren kann und zeitgleich verdeutlicht, wie unterschiedlich die Mentalitäten/Kulturen/Herangehensweisen sind.

Es handelt sich bei dieser Reihe um eine Arte-France-Produktion mit all ihren Eigenschaften (diese Aussage ist neutral zu verstehen).
 
Zurück
Oben