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Gletscher-Abschmelzung

gletscherspalter schrieb:
Der Bericht ist aber "seltsam":
Tendenz positiv

Nachdem im Vorjahr erstmals wieder vorstoßende Gletscher verzeichnet wurden, hat auch das aktuelle Jahr 2014 den Eisriesen gut getan. Von den 86 beobachteten Gletschern sind 86 % zurückgeschmolzen, 9 % stationär geblieben und 5 % (vier Gletscher) vorgestoßen.
Was ist daran positiv, wenn 86 Prozent weiter schmelzen? Diese Artikel drücken das etwas anders aus:
Österreichs Gletscher insgesamt weiter auf dem Rückzug
Gletscher: Vereinzelt Vorstöße, aber insgesamt weiter auf Rückzug
 
Schon traurig. Dabei war ja eigentlich der Sommer recht zahm. Besonders der August war ja sehr kühl.
Aber vielleicht sind die Gletscher einfach noch zu tief im Tal für die aktuellen Temperaturen. Und durch die letzten 10 heißen Jahre fehlt eventuell auch der Nachschub von oben. Da wird ja irgendwo Masse fehlen die nachkommen müssten, wenn die Gletscher die Jahre zuvor immer komplett ausgeappert sind im Sommer.
 
Von einer Trendumkehr kann eigentlich keine Rede sein, zumindest aber haben einige Gletscher eine Atempause erhalten.
Beim Gurgler Ferner wundere ich mich schon seit Jahren. Schon in den letzten Berichten ist von Wintermoränen die Rede. Ist es nicht so, das vor der Zunge ein großer Einsturztrichter liegt? Wo stößt denn der Gletscher dort vor? Oder misst man nun dahinter? Eigentlich hatte ich gerade beim Gurgler Ferner den Eindruck, dass hier die Massenbilanz deutlich negativer ist, als auf den benachbarten Gletschern.
 
Der letzjährige Sommer war gut für die Gletscher und viele hatten erstmals seit vielen Jahren wieder eine positive Massenbilanz. Auf Grund der vielen schlechten Jahre führt eine einmalige Massenzunahme bei mittleren und großen Gletschern nicht dazu, dass der Rückgang der Gletscherfläche verhindert wird. Die Gletscherzungen verhungern einfach.
 
Walliser Gletschern «schwitzen»

«Wenn die jetzigen Temperaturen weiterhin auf diesem Level verharren, erwarten wir für die kommende Woche Schmelzraten der Gletscher wie im Hitzesommer 2003», sagt der Walliser David Volken, Hochwasser- und Gletscherexperte beim Bundesamt für Umwelt. Jenes Sommer also, der alle vorangegangenen Rekord-Daten in den Schatten stellte.
Quelle: http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/gletscherschmelze/
 
Etwas verfrüht, den Vergleich zu 2003 anzustellen... Dort dauerte die Hitzeperiode drei Monate mit Peaks im Juni und vor allem August! Jetzt haben wir noch nicht mal eine Woche...
 
Es soll laut Meteorologen schon einige parallelen zum Sommer 2003 geben, bisher. Mal schauen was wirklich kommt.
 
ski-chrigel schrieb:
Etwas verfrüht, den Vergleich zu 2003 anzustellen... Dort dauerte die Hitzeperiode drei Monate mit Peaks im Juni und vor allem August! Jetzt haben wir noch nicht mal eine Woche...

Das sehe ich genauso. Vergleichen wir die Schneehöhen Anfang Juli 2003 und 2015 auf der Zugspitze und am Sonnblick:

Zugspitze 2003: unter 50 cm ; Zugspitze 2015: deutlich über 2 Meter
Sonnblick 2003: unter 1,50 Meter ; Sonnblick 2015; deutlich über 4 Meter
 
Whistlercarver schrieb:
Es soll laut Meteorologen schon einige parallelen zum Sommer 2003 geben, bisher. Mal schauen was wirklich kommt.
Es gibt da schon 3 wesentlich Unterschiede zum Jahr 2003. Erstens hatten wir da die Ersten Hitzetage Ende Mai. Dann hatten wir eine Hitzeperiode von von einem Monat und nicht nur 1 Woche. Und drittens hatten wir dieses Jahr im Juni 2 mal Schnee bis auf 2000m.
Deshalb habe ich mit so einer Aussage mühe. Entweder wird da schlecht recherchiert, oder da leidet jemand an Alzheimer. :gruebel: :nixweiss:
 
Ausaperung beginnt am Theodulgletscher in Z - so früh wie seit einigen Jahren nicht mehr.
 
Schneehöhe vergleichbar mit 2005 (abgesehen vom damals höheren Gletscherstand) :

07020051_G.jpg

^ 2.7.2005
 
Bin eher überrascht wie wenig der Gletscher ausgeapert war.
 
Fab schrieb:
Bin eher überrascht wie wenig der Gletscher ausgeapert war.

Das täuscht. Winterschnee ist dort kaum mehr zu sehen, viel mehr die Firnschichten der vergangenen Jahre.
 
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