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Gletscher-Abschmelzung

Am Mölltaler ist es wirklich nicht mehr viel, die müssen vlt bald mal ihr Skigebiet umbenennen :roll:

Die von euch geposteten Webcam-Bilder werden aber wohl nicht mehr lang zu sehen sein, verletzen sie doch die Medienregeln...
 
Ich habe eine Frage an die Forenexperten hier. Letzte Woche war ich in Norwegen unterwegs u.a. auch am Jostedalsbreen (Gletscher). Lt. Aussage der Einwohner vor Ort, wäre dies der einzige europäische Festlandgletscher der seit Mitte der Neunziger beständig wachsen und sich ausdehnen würde. Meine Recherchen im Inet ergaben wie nicht anders erwartend widersprüchliche Informationen zu den vor Ort getätigten Aussagen. Ist es wirklich möglich, dass bei den aktuell klimatischen Bedingungen ein Gletscher überhaupt noch wachsen und sich ausdehnen kann? Vielen Dank schon mal im Voraus.
 
Ist das nicht der Gletscher, der sich zwar ausdehnt (flächenmäßig größer wird), vom Eisvolumen jedoch Einbußen macht?
 
Auch wenn insgesamt die Gletschermasse weltweit teilweise dramatisch abnimmt, gibt es weiterhin auch Gletscher, die auch volumenmäßig wachsen. Selbst in den Alpen, bspw. der Mont Blanc: https://newsv1.orf.at/071013-17609/
Ob der genannte Gletscher in Norwegen ebenfalls dazu gehört, ist mir nicht bekannt.
Zum Thema Rekordsommer schadet den Gletschern, es ist bekannt und auch in einigen Beiträgen hier genannt, dass für die Gletscher die Sommer entscheidender sind, als die Winter. Allerdings habe ich im Zusammenhang mit der Suche nach dem Industriellen Haub in Zermatt jetzt gelesen, dass nach wie vor nicht nach ihm gesucht werden kann, da aufgrund der Schneemengen des letzten Winters noch zu viel Schnee und auch mehr als in den vergangenen Sommern liegt. Das spricht m. E. dafür, dass zumindest ab einer bestimmten Höhe der starke Schneefall im letzten Winter die Gletscher etwas entlastet.
 
Ulmer schrieb:
Auch wenn insgesamt die Gletschermasse weltweit teilweise dramatisch abnimmt, gibt es weiterhin auch Gletscher, die auch volumenmäßig wachsen. Selbst in den Alpen, bspw. der Mont Blanc: https://newsv1.orf.at/071013-17609/
Ob der genannte Gletscher in Norwegen ebenfalls dazu gehört, ist mir nicht bekannt.
Zum Thema Rekordsommer schadet den Gletschern, es ist bekannt und auch in einigen Beiträgen hier genannt, dass für die Gletscher die Sommer entscheidender sind, als die Winter. Allerdings habe ich im Zusammenhang mit der Suche nach dem Industriellen Haub in Zermatt jetzt gelesen, dass nach wie vor nicht nach ihm gesucht werden kann, da aufgrund der Schneemengen des letzten Winters noch zu viel Schnee und auch mehr als in den vergangenen Sommern liegt. Das spricht m. E. dafür, dass zumindest ab einer bestimmten Höhe der starke Schneefall im letzten Winter die Gletscher etwas entlastet.
Vielen Dank für die Information. Ein interessantes Phänomen, stellt sich die Frage welche Gletscher außer dem Montblanc hiervon profitieren. Werde nochmal recherchieren mit neuen Ansätzen.
 
Das der Jostedalsbreen wächst ist falsch. In den 1990er Jahren stießen einige der norwegischen Gletscherzungen vor (als Nachwirkung erhöhter Niederschlagsmengen). Seit der Jahrtausenwende hat sich dieser Trend umgekehrt, die Gletscher gehen massiv zurück. Gerade auch dieser Sommer wird dort extreme Massenverluste zur Folge haben.
Der Jostedalsbreen ist übrigens der größte Gletscher auf dem europäischen Festland, grundsätzlich nicht mit den Gletschern der Alpen zu vergleichen. Es handelt sich um einen Plateaugletscher mit zahlreichen Auslassgletschern die eigene Namen haben.
Hier ein paar Bilder des Rückgangs an einer der bekanntesten Zungen: https://glacsweb.org/norway/panoramas/
 
Die Berichte über den Zuwachs am Mont Blanc sind auch schon wieder ein paar Jahre alt und wurden hier eh auch schon diskutiert. Ich meine unlängst irgendwo gelesen zu haben, dass dem jetzt auch nicht mehr so ist. Hat wer aktuelle Quellen dazu?
 
Der Mont Blanc wird alle paar Jahre neu vermessen und manchmal wächst er, manchmal schrumpft er. Der ORF Artikel ist m. W. ca. sechs Jahre alt, die Ansicht, dass der Klimawandel hier zu einem Gletscherwachstum führt, wurde auch vor zwei oder drei Jahren in einem Fernsehbericht gebracht. Als Erklärung wurde genannt, dass durch die Erwärmung die Luftfeuchtigkeit steigt, dies führt dazu, dass es über der Nullgradgrenze zu vermehrter Eisbildung kommt. Zusammen mit anderen Faktoren kann dies dann in diesen Höhen offenbar auch zu einem Gletscherwachstum, oder zumindest zu einer Zunahme der Dicke des Gletschers führen.
 
noisi schrieb:
Hier ein paar Bilder des Rückgangs an einer der bekanntesten Zungen: https://glacsweb.org/norway/panoramas/
Der Briksdalsbreen ging bei meinem Urlaub 2009 schon nicht mehr ganz bis zum See runter und wenn man nach aktuellen Bildern googelt, dann hat er sich etwas bis zur Hälfte des Hangs zurückgezogen (eigentlich ein falsches Wort, Eis kann sich nicht zurückziehen, es fließt immer nach unten)
 
GIFWilli59 schrieb:
Am Mölltaler ist es wirklich nicht mehr viel, die müssen vlt bald mal ihr Skigebiet umbenennen :roll:
Wird spannend, wie die verschwundene Piste unterhalb des Felsriegel im Herbst wieder hergestellt wird. Die werden sie zunächst um den Riegel herumführen müssen. Das wird eng.
 
Hab von nem bekannten auf FB Bilder vom Rettenbachsteilhang bekommen.... alter.... 1 Jahr noch, und der Felsriegel geht weitgehend durch und hat den Rest vom Steilhang zum Toteisfeld gemacht....

Sollte auf FB in der Gruppe "Frozen-Backside" im öffentlichen Bereich zu sehen sein... Ist aber schon paar Wochen her... mittlerweile siehts noch schlimmer aus...

Der Rennhang ist eigentlich nur noch Schotter... 8O
 
valdebagnes schrieb:
Wird spannend, wie die verschwundene Piste unterhalb des Felsriegel im Herbst wieder hergestellt wird. Die werden sie zunächst um den Riegel herumführen müssen. Das wird eng.

Wird generell interessant, wie Skipisten nach dem Verschwinden der Vergletscherungen wieder hergestellt werden (werden).

Das wird teils vermutlich zu erheblichen Diskussionen führen, wenn dort im großen Stil Gelände modelliert würde.
 
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