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Gletscher Durchbruch des Perito Moreno

andyman1609

Vogelsberg (520m)
Einer der wenigen noch vorstoßenden Gletscher auf dieser Erde, der Perito Moreno in Argentinien, versperrt bei seinen Vorstößen regelmäßig einen vorbeifließenden Fluss. Die Wassermassen graben sich jedoch solange durch den Gletscher, bis dieser in spektakulärer Art und Weise über dem Wasser in sich zusammenbricht. Vor zwei Tagen war es wieder einmal soweit. Interessant ist auch, dass dieser Durchbruch nun zum ersten mal im Winterhalbjahr stattfindet.

Weiter Infos darüber gibts hier: http://afp.google.com/article/ALeqM5gZDVCxmD_3rvorllf4zEsPRYEvHw
oder hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gletscher
Bilder gibts hier: http://derstandard.at/?id=3405687&_diaIndex=1&_seite=1
und und ein Video allerdings vom letzten Einsturz 2006 hier:


mfg Andi
 
Ich verstehe irgendwie nicht wieso der Gletscher ständig als vorstoßend bezeichnet wird. Klar regeneriert sich der Eisdamm nach einem Bruch innerhalb weniger Jahre, aber eben ohne diesen Damm und die regelmäßig erfolgenden Dammbrüche wäre das Eis stabiler und der Gletscher vermutlich auch deutlich länger! Es wird ja schließlich auch nicht jeder andere kalbende Gletscher als vorstoßend bezeichnet. Nur weil Eis nachfließt heisst das noch lange nicht das der Gletscher wächst.
Die anderen Auslassgletscher des südlichen Patagonischen Eisfeldes schmilzen im übrigen rasant ab.
 
Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um kein Gletscherkalben. Wenn du den Wikipedia Artikel gelesen hast, dann weißt du, dass der Gletscher vorstößt, der Vorstoß jedoch von einem Gegenhang aufgehalten wird. Der dadurch gebildete Eisdamm staut den Fluss auf. Der Einsturz erfolgt allein durch die Fließbewegung der Wassermassen, die sich über Jahre hinweg einen Weg durch das Eis bahnen und es so immer instabiler machen.

mfg Andi
 
Angeblich passierte der Durchbruch dieses Mal erstmals seitdem er beobachtet wird, im Winter.
Natürlich gibt es wieder verschiedene Meinungen, warum.
Die Einen machen die Klimaerwärmung, die Anderen die Instabilität des Gletschers dafür verantwortlich.
Darüber, dass er noch wächst, scheinen sich ja die Meisten einig zu sein.
Warum auch nicht, solange noch genug Nachschub von oben kommt ist das ja grundsätzlich möglich? Nur schon sehr unwahrscheinlich dass er wüchse, wenn da nicht diese Sondersituation an seinem Ende wäre.
Wirklich herauszufinden, ob er faktisch wüchse scheint mit aber extrem schwierig sein, da er ja immer wieder abbricht.
Wenn er in ein Tal ausliefe, dürfte er auch kleiner werden, da die Zunge in der Vergangenheit extrem weit herunter gereicht hätte, schätze ich mal.

Wenn man sich mal vorstellt, dass das Vallée Blanchée auf einer Höhe von sagen wir mal 2500m an einem Gegenhang endete, durch das ein Fluss fließt, würde ein solcher Gletscher auch immer wieder brechen. Ma könnte sagen, dass er wüchse, da es ja nie so zum Abtauen einer Zunge käme, wie jetzt; die würde vorher immer gebrochen.
Jetzt kann man sagen, dass er schrumpft.

Soll heißen: Die Betrchtung müsste wesentlich komplexer sein um tatsächlich zu differenzieren zwischen wachsenden und schmelzenden Gletschern.

Wie dem auch sein, ein faszinierendes Naturschauspiel ist es allemal.
 
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