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Glungezer | 25.02.2012 | ...wegen ihm

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Da ich Chauffeur von München nach Innsbruck spielen musste, wollte ich jenen Samstag Ende Februar gleich dazu nutzen, in der Umgebung Schi zu fahren. Leider hatte es kurz zuvor für den Nachmittag Regen vorhergesagt und ich wollte mir schon ein höher gelegenes Ziel aussuchen. Doch vor Ort schien schließlich die Sonne und so beschloss ich, das Glungezer-Gebiet zu besuchen. Schließlich handelt es sie hierbei ja um ein Nostalschigebiet fernab der Massenareale, das natürlich genau nach meinem Geschmack ist. Insbesondere wollte ich nochmals mit dem wahnsinnig steilen Kalte-Kuchl-Lift fahren.

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Glück und Unglück wechselten sich an jenem Samstagvormittag ab. Ich hatte Glück, während der Fahrt durch München noch im Radio zu erfahren, dass die Strecke zwischen Mittenwald und Innsbruck wg. Lawinengefahr gesperrt war. Ursprünglich wollte ich genau diese Route nehmen, um mir den Kauf einer Vignette zu ersparen. Doch so entschied ich mich, über die A8 und Kufstein nach Innsbruck zu fahren. Leider gab es beim Kreuz München-Süd einen Unfall und schon war Stau angesagt. Doch nach gefühlten 10 Stunden ;) ging es irgendwann endlich weiter.

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Dann verfuhr ich mich auch noch in der Innsbrucker Innenstadt – aber im Gegenzug schien die Sonne und so beeilte ich mich dann, nach Tulfes zu kommen.

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Sonnige Auffahrt in der DSB – leider war der Parkplatz an der Talstation dermaßen überfüllt, so dass ich recht weit entfernt im Ort unten mein Auto abstellen musste.

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Trotz der vielen Autos musste ich an der DSB nicht anstehen. Im Gebiet oben staute es sich lediglich an der 2. Sektion und ein kleines bisserl an der DSB. Am Halsmarterlift oder gar dem Kalte-Kuchl-Lift musste man nie anstehen.

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Blick auf den Halsmarterlift, der direkt neben der DSB endet.

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Die erste Abfahrt ging zum flachen, 1.200 m langen Halsmarterlift hinunter. Noch schien die Sonne und es war frühlingshaft warm. Der Schnee wurde zwar weich, aber es ging eigentlich ganz gut mit dem Fahren. Der Lift erinnerte mich gleich an den Holzerlift an der Reiteralm, der ja nun leider auch nicht mehr ist.

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Die Piste ist wirklich recht flach. Die Abfahrt weiter runter ins Tal war offiziell gesperrt, aber es fuhren trotzdem sehr viele Leute runter. Ich ließ es aber sein. Ich kannte die Piste ja schon von meinem 2009er Ausflug hier her und hatte am Ende des Tages derart schwere Beine, dass ich lieber in der DSB runter schwebte.

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Zoom auf die Trasse des Glungezerlifts – bekanntlich im Sommer ein ESL und im Winter ein SL.

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Bergstation Halsmarterlift und DSB Glungezer.

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Nach etwas Anstehen ging es dann dorthin – 2,1 km Schleppliftfahrt lagen vor mir.

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Ab der Mitte zog es leider zu.

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Wolkenbänke fuhren auf und das Blau des Himmels verschwand immer mehr.

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Neben mir mühten sich die Tourengeher ab.

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Oben war die Sonne weg – aber der Regen sollte ausbleiben.

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Anhand der Stützenschilder sieht man, dass hier auch ESL-Betrieb durchgeführt wird.

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An der DSB Schartenkogel vorbei ging es vorbei zu meinem Hauptziel – dem Schlepper Kalte-Kuchl.

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Die Piste ab der Talstation der DSB gefiel mir 2009 schon sehr gut. Wegen des steilen Schleppers fuhr fast niemand hier herunter und man konnte es gescheit krachen lassen. Wenigstens war hier oben der Schnee noch ziemlich gut.

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Angekommen – wegen „ihm“ war ich hauptsächlich hier her gekommen. Sofort kamen wieder Erinnerungen an den Reiteralmlift 2 auf, den ich als Kind immer am Liebsten gefahren bin. Aber von der Trasse her ist diese Anlage natürlich noch interessanter.

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„Machst Werkspionage?“, fragte der Liftler grinsend...

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Schon 2009 war ich beeindruckt – Wahnsinn, dass die 1970 da einen Schlepper hochgezogen haben.

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Los geht’s :)

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Blick zurück.

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Der oberste Punkt des Steilhangs ist gleich erreicht.

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Kalte-Kuchl-Lift über Innsbruck. Später sollte die Sonne wieder durchkommen.

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Nachmittagsstimmung an der DSB Schartenkogel.

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Innsbruck-Zoom mit Kalte-Kuchl-Lift. Leider hatte ich die DSLR nicht dabei. In Anbetracht der schlechten Wettermeldungen griff ich lieber auf die regenfeste Kompaktkamera zurück. Aber wehe, ich hätte sie doch mitgenommen! Es hätte geschüttet wie aus Kübeln. (Dann noch lieber so herum.)

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An dieses Schild konnte man sich nicht halten – es gab keine gelben Flaggen mehr.

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Die modernste Anlage hier oben – 1989 von Wopfner erbaut.

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Hier oben blies der Wind und ich unternahm nur eine einzige Fahrt mit der DSB. Lieber fuhr ich die Piste zum Schlepper hinunter oder die schöne, lange Abfahrt am Kombilift. Am Ende des Schitags merkte ich dann die vielen, langen Schlepperfahrten.

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Blick zur nichtöffentlichen Gipfelbahn. Hier oben muss Anfang der 60er Jahre ein Passagierflugzeug beim Versuch, in Innsbruck zu landen, zerschellt sein. Alle Insassen kamen um. Angeblich hatte es einen derartigen Sturm, dass Leute von einer nahen Berghütte nichts vom Absturz mitbekamen.

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Schifahren mit Blick auf Innbruck.

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Kalte-Kuchl-Lift im Kompaktknipsenzoom.

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Nachmittags am Kombilift.

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Zoom zum Halsmartlift, dem flachen Swoboda-Lift neben der DSB.

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SL-Fahrt im Kombilift. Eine ESL-Fahrt ist hier für den kommenden Sommer fest eingeplant.

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Einer musste wieder hin und her fahren.

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Zoom zum Rangger Köpfl.

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Am Ende kam langsam die Sonne zeitweilig wieder hervor. Es folgte eine letzte, stimmungsvolle Auffahrt im Kombilift. Einmal noch wollte ich die lange Abfahrt nehmen.

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Noch einmal genoss ich die Liftfahrt durch die kühle Nachmittagsluft.

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Einsame Tourengeherin am Rande der nun mehr leeren Piste.

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Solche Tagesausklänge mag ich immer besonders. So was fehlt mir dann unter der Woche im Büro am meisten.

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Der Schnee war zwar aufgeweicht, aber es ging noch recht gut.

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Dort unten war ich noch am Vormittag planlos herumgesteuert.

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Die beste Piste hier oben.

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Ein Schlepper ist „Außer Betrieb“, den es überhaupt nicht mehr gibt. Der Kalte-Kuchl-Lift heißt auch Tulfeinalmlift.

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Hier ist er gewesen – unterhalb des Halsmarterlifts. Heute kam man – zumindest im Winter – nichts mehr vom Lift sehen. Ev. gibt es unten noch das Liftlerhäusl. 2009 ist mir da eine Hütte im Wald aufgefallen. Ich werd' im Sommer vielleicht mal nachsehen.

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Da meine Beine nun recht schwer waren, zog ich es vor, mit der DSB hinabzufahren. So Talfahrten finde ich eh immer recht schön – man kann die Beine ausruhen und den Blick schweifen lassen, während man durch den Wald und über Wiesen schwebt.

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Genau an dieser Steller stoppte die DSB kurz – so konnte ich noch einen Knipsenzoom wagen.

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Abendstimmung bei der DSB-Talfahrt.

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Ein letzter Blick auf Innsbruck.

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Tief im Wald...

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Da war die Fahrt leider wieder vorbei und eine lange Heimreise lag vor mir.

Aber es hatte sich gelohnt – der Kalte-Kuchl-Lift war passenderweise in Betrieb, was ja wg. der benachbarten DSB Schartenkogel nicht zu oft vorkommt. Dazu war der Regen entgegen Bergfex-Meldungen (!) ausgeblieben und so kämpfte ich mich über die gut gefüllte Autobahn gut gelaunt nach München zurück.

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Hey saucool dass du gerade jetzt noch den Bericht fertig hast - ich wollte mich grad drüber machen meine Bilder von verg. Samstag hochzuladen, aber deine kann ich nicht toppen drum sparts mir Arbeit :D DANKE!

Edit halt ich kanns doch toppen ich hab ein Weißbierbild von der Tulfeinalm :mrgreen:

Glungezer und ich haben auch sofort Freundschaft geschlossen, hat mir sehr gut gefallen da hinten (um Längen besser als nebenan am Kofel...).

So steil ist mir der SL gar nicht vorgekommen... normal halt :)
Da ich nicht wusste was mich da erwartet (hab nicht mal die HP besucht oder nen Pistenplan angesehen vor meinem Erstbesuch) war ich dennoch recht überrascht von dem coolen SL mit Selbstbedienung am Einstieg, das ist echt witzig.

Verg. Samstag fiel er auch gleich mal aus für ein paar Minuten, just als ich paar Meter im Flachstück unten drin war... der Liftler musste dann in den Maschinenraum und hats dann mit viel Würgen des Dieselmotors wieder anbekommen...

Der Parkplatz füllt sich um 8.30 Uhr rasend schnell, oben gehts aber immer gut!

Die Talabfahrt war auch verg. Samstag geschlossen - ist auch eher ein eisiges Erlebnis mit aperen Stellen drin... aber ich persönlich würde nie den Sessel runter nehmen so lange 1 cm Schnee liegt zum runterfahren ;D

Danke für die tollen Bilder
 
Stäntn schrieb:
Glungezer und ich haben auch sofort Freundschaft geschlossen, hat mir sehr gut gefallen da hinten (um Längen besser als nebenan am Kofel...).
So erging es mir bei meinem Erstbesuch in 2009 auch. Ist halt wie Schi fahren in der Kindheit. Und die Abfahrt von ganz oben bis ins Tal ist wirklich sehr schön, wenn es - wie damals im März '09 - genügend Schnee hat. Der Patscherkofel ist seit der ESL-Stilllegung ja nicht mehr so interessant. Auch wenn natürlich die Abfahrt zum Oly-Express nicht zu verachten ist. Im Januar 2010 bin ich dort ein einziges Mal gewesen.

Stäntn schrieb:
So steil ist mir der SL gar nicht vorgekommen... normal halt :)
Gut, der Wurmkogel II oder auch der Gratlift in Rauris dürften noch steiler sein. Der Fellhornschlepper am Schlussstück fällt mir auch noch ein.
 
Hinterstoder kenne ich leider nicht - außer halt von Forumsberichten her.

2013/14 dürfte am Glungezer dafür ja noch weiterhin alles beim Alten bleiben...
 
Sau geil! Schade, dass man solche langen, steilen Schlepplifte nun suchen muss, bin ich früher (auch wsenn ich erst 15 bin) und auch heute noch unheimlich gern gerfahren, aber die laufen ja immer weniger oder werden ersetzt :rolleyes:
 
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