Goldeck? Miki und Goldeck? Was soll den das? Die miesten Forumuser die meine Berichte kennen, werden sich das wohl denken. Nun, auch ich mag Abwechslung. Und ich freue mich riesig, dass dieses Skigebiet in den kommenden Jahren massiv ausgebaut wird. Und ja, eigentlich hatte ich es gar nicht vor, den Berg vor der Modernisierung zu besuchen - was soll ich denn mit dem alten Schrott
? Aber dann dachte ich mir, dass ich die Neuerungen nicht richtig bewerten kann, wenn ich den momentanen Zustand nicht wenigstens einmal gesehen habe. Und - schlimmer noch - da wird in 2 Jahren irgendjemand kommen und jammern, wie toll es doch 'vorher' war und wie man mit den neuen Liften 'das einzigartige Flair von Goldeck zerstört hat' und dass es 'schade um die alten kultigen Lifte ist' oder irgedein Quatsch in der Richtung. Und wenn ich 'vorher' nicht wenigstens einmal oben gewesen bin, kann ich nichtmal dagegen argumentieren.
Also begaben wir uns am letzten Tag unserer Kurzurlaubes zur Talstation der alten PB, gerade mal 1 km von unserer FeWo.
Pistenplan. Das Skigebiet hat generell 3 Teile: den Nordhang mit der PB, Abfahrt zur Mittelstation (dort steht auch ein Tellerschlepper) und der neuen schwarzen Talabfahrt, dann die Ostseite mit der DSB Seetal und den Westhang mit 3 Schleppern. Zwei weiss übermalte Linien zeugen von abgebauten Liften (ein Schlepper und ein ESL).

Bei der Ankunft zur Talstation sah ich die Warteschlange an der PB, die mir aber nicht schlimm erschien. Falsch! Die Warteschlange war wirklich nicht sehr lang, aber sie bewegte sich auch kaum: 37 Personen pro Fahrt, und Abfahrt alle 8 - 9 Minuten. Und dann noch der separate Eingang für Skischulen, wenn da 3 Skilehrer mit ihren Gruppen ankamen war die Kabine schon voll - weitere 9 Miniten abwarten und hoffen, dass keine weitere Gruppe kommt
. Ganze 55 Minuten dauerte es, bis wir endlich bergauf fuhren - so schlimm habe ich es seit Jahren nicht mehr erlebt (genauer gesagt, so schlimm war es zuletzt in Stubai zu Allerheiligen ... ).
Von der ersten Sektion habe ich nicht einmal Fotos machen wollen, so schlecht gelaunt war ich. Und arschkalt war es auch, es hatte in Spittal an diesem Morgen etwa -12 Grad und anstehen tut man im Freien. Die Kabinen der 2. Sektion fassen je 25 Personen, da aber diese sektion deutlich kürzer ist, ist die effektive Förderleistung sogar etwas görsser als unten, so dass wir wenigstens dort nicht noch einmal warten mussten. Oben machte ich dann sogar ein Foto Richtung Norden :

Blick zu den westseitigen Schleppern - aber die sind am Nachmittag dran:

Die ersten Fahrten machten wir an der DSB Seetal, das ist die interessante Konstruktion mit den zwei Kurven. Die einzige Piste ist eher uninteressant, oben laaanger Ziehweg, unten dann ein netter, aber kurzer Hang. Aber das Panorama ist toll, es war in der sonnseitigen Mulde sogar relativ mild und einige off - piste Varianten haben wir auch ausprobiert:


Also wenn das nicht Stütze 8 der geplanten 8EUB sein soll, dann weiss ich auch nichts mehr:

Um halb eins dann der lange erwartete Augenblick - die 'längste schwarze Talabfahrt der Alpen' (so steht es auf der HP, überprüft habe ich es nicht, bin aber bei solchen Superlativen immer etwas skeptisch ... ). Die Piste wird erst um 12:30 freigegeben, damit die Wiederholungsfahrer die Wartezeiten an der PB nicht noch unerträglicher machen:

Die nordseitige Abfahrt ist interessant, relativ schmal, ziewegartige Abschnitte wechseln mit Steilstücken, die aber auch nicht extrem breit sind, alles in allem hat es uns an die Petzen erinnert. Sonne gibt es hier im Dezember an keinem Quadratmeter. Die Abfahrt ist vorbildlich beschneit, mit vielen Lanzen und ein paar Propellerkanonen, und war nicht im geringsten eisig und nur an einer Stelle gab es einige kleine Stein(chen):



Eine frische Piste um halb eins, mit bestem trockenen Maschinenschnee, ja, das war toll. Die Piste endet 'im Nirvana' bzw. an einer Bushaltestelle in Baldramsdorf, etwa 2 km von der Talstation. Zurück kommt man mit diesem Oldtimer - Bus, passt genial zum Skigebiet
:

Bis wir wieder in der Kabine der 1. Sektion waren, vergingen weitere 25 Minuten. Da wir wieder halbgefroren waren, gab es dann Pause im SB - Restaurant an der Bergstation der 2. Sektion. Ganz nett, gutes Essen, moderate Preise. Empfehlenswert!
Danach ging es an die Westseite, die den ganzen Nachmittag in der Sonne liegt. Positive Folge der schwachen Förderleistung der PB: keine Wartezeiten an den Schleppern, auch am Nachmittag noch gute Pisten :

Talstation des untersten Schleppers, genannt Bärnbiss. Nette mittelschwere Pisten und vom Gipfel bis hier immerhin 600 m HU, die Hauptabfahrt ist beschneit, die anderen Pisten nicht - es waren aber alle in hevorragendem Zustand. Hier soll heuer eine 6KSB beginnen und bis zum Gipfel fahren *hoff*:

Der rechte Schlepper in diesem Bereich, genannt Eggeralm, erschliesst zwei recht steile rote Pisten und eine Skiroute:

Blick vom Gipfel zur Bergstation der 2. Sektion mit Restaurant:

Und noch das zweite Mal ins Tal, Piste zwar nicht mehr soo toll wie um halb eins, aber immer noch OK. Nur die Bodensicht war schlecht, aber Ende Dezember um vier Uhr ist es auf allen nordseitigen Abfahrten so:

Fazit: was soll ich sagen? Ob ich enntäuscht war? Nein, ich habe ja nichts besonderes erwartet. Ich wusste dass ich ein 'old - school' Skigebiet besuchen werde, mit veralteten Liften. Nur habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet dass die PB so voll sein wird, ich dachte es fahren dort nur ein paar Locals und Nostalgiker. In dieser Saison komme ich höchstwahrscheinlich nicht mehr, einmal war genug. In der Saison 2009/10 vielleicht, aber dann mit dem Auto zur Talstation der Seetalbahn. Wenn aber (2010/11 ?) die 8EUB von Baldramsdorf hinaufgeht, kommen wir ganz bestimmt wieder. Der Berg hat Potential und mit den geplanten neuen Liften wird es sicher ein tolles Eintagsskigebiet mit einer interessanten 1600 - HM Abfahrt, so lange Pisten gibt es in Österreich nur wenige. Im momentanen Zustand kann ich aber das Goldeck keinem empfehlen, schon gar nicht in den Ferien oder an Wochenenden - evtl. an einem Arbetstag?
Also begaben wir uns am letzten Tag unserer Kurzurlaubes zur Talstation der alten PB, gerade mal 1 km von unserer FeWo.
Pistenplan. Das Skigebiet hat generell 3 Teile: den Nordhang mit der PB, Abfahrt zur Mittelstation (dort steht auch ein Tellerschlepper) und der neuen schwarzen Talabfahrt, dann die Ostseite mit der DSB Seetal und den Westhang mit 3 Schleppern. Zwei weiss übermalte Linien zeugen von abgebauten Liften (ein Schlepper und ein ESL).

Bei der Ankunft zur Talstation sah ich die Warteschlange an der PB, die mir aber nicht schlimm erschien. Falsch! Die Warteschlange war wirklich nicht sehr lang, aber sie bewegte sich auch kaum: 37 Personen pro Fahrt, und Abfahrt alle 8 - 9 Minuten. Und dann noch der separate Eingang für Skischulen, wenn da 3 Skilehrer mit ihren Gruppen ankamen war die Kabine schon voll - weitere 9 Miniten abwarten und hoffen, dass keine weitere Gruppe kommt
Von der ersten Sektion habe ich nicht einmal Fotos machen wollen, so schlecht gelaunt war ich. Und arschkalt war es auch, es hatte in Spittal an diesem Morgen etwa -12 Grad und anstehen tut man im Freien. Die Kabinen der 2. Sektion fassen je 25 Personen, da aber diese sektion deutlich kürzer ist, ist die effektive Förderleistung sogar etwas görsser als unten, so dass wir wenigstens dort nicht noch einmal warten mussten. Oben machte ich dann sogar ein Foto Richtung Norden :

Blick zu den westseitigen Schleppern - aber die sind am Nachmittag dran:

Die ersten Fahrten machten wir an der DSB Seetal, das ist die interessante Konstruktion mit den zwei Kurven. Die einzige Piste ist eher uninteressant, oben laaanger Ziehweg, unten dann ein netter, aber kurzer Hang. Aber das Panorama ist toll, es war in der sonnseitigen Mulde sogar relativ mild und einige off - piste Varianten haben wir auch ausprobiert:


Also wenn das nicht Stütze 8 der geplanten 8EUB sein soll, dann weiss ich auch nichts mehr:

Um halb eins dann der lange erwartete Augenblick - die 'längste schwarze Talabfahrt der Alpen' (so steht es auf der HP, überprüft habe ich es nicht, bin aber bei solchen Superlativen immer etwas skeptisch ... ). Die Piste wird erst um 12:30 freigegeben, damit die Wiederholungsfahrer die Wartezeiten an der PB nicht noch unerträglicher machen:

Die nordseitige Abfahrt ist interessant, relativ schmal, ziewegartige Abschnitte wechseln mit Steilstücken, die aber auch nicht extrem breit sind, alles in allem hat es uns an die Petzen erinnert. Sonne gibt es hier im Dezember an keinem Quadratmeter. Die Abfahrt ist vorbildlich beschneit, mit vielen Lanzen und ein paar Propellerkanonen, und war nicht im geringsten eisig und nur an einer Stelle gab es einige kleine Stein(chen):



Eine frische Piste um halb eins, mit bestem trockenen Maschinenschnee, ja, das war toll. Die Piste endet 'im Nirvana' bzw. an einer Bushaltestelle in Baldramsdorf, etwa 2 km von der Talstation. Zurück kommt man mit diesem Oldtimer - Bus, passt genial zum Skigebiet

Bis wir wieder in der Kabine der 1. Sektion waren, vergingen weitere 25 Minuten. Da wir wieder halbgefroren waren, gab es dann Pause im SB - Restaurant an der Bergstation der 2. Sektion. Ganz nett, gutes Essen, moderate Preise. Empfehlenswert!
Danach ging es an die Westseite, die den ganzen Nachmittag in der Sonne liegt. Positive Folge der schwachen Förderleistung der PB: keine Wartezeiten an den Schleppern, auch am Nachmittag noch gute Pisten :

Talstation des untersten Schleppers, genannt Bärnbiss. Nette mittelschwere Pisten und vom Gipfel bis hier immerhin 600 m HU, die Hauptabfahrt ist beschneit, die anderen Pisten nicht - es waren aber alle in hevorragendem Zustand. Hier soll heuer eine 6KSB beginnen und bis zum Gipfel fahren *hoff*:

Der rechte Schlepper in diesem Bereich, genannt Eggeralm, erschliesst zwei recht steile rote Pisten und eine Skiroute:

Blick vom Gipfel zur Bergstation der 2. Sektion mit Restaurant:

Und noch das zweite Mal ins Tal, Piste zwar nicht mehr soo toll wie um halb eins, aber immer noch OK. Nur die Bodensicht war schlecht, aber Ende Dezember um vier Uhr ist es auf allen nordseitigen Abfahrten so:

Fazit: was soll ich sagen? Ob ich enntäuscht war? Nein, ich habe ja nichts besonderes erwartet. Ich wusste dass ich ein 'old - school' Skigebiet besuchen werde, mit veralteten Liften. Nur habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet dass die PB so voll sein wird, ich dachte es fahren dort nur ein paar Locals und Nostalgiker. In dieser Saison komme ich höchstwahrscheinlich nicht mehr, einmal war genug. In der Saison 2009/10 vielleicht, aber dann mit dem Auto zur Talstation der Seetalbahn. Wenn aber (2010/11 ?) die 8EUB von Baldramsdorf hinaufgeht, kommen wir ganz bestimmt wieder. Der Berg hat Potential und mit den geplanten neuen Liften wird es sicher ein tolles Eintagsskigebiet mit einer interessanten 1600 - HM Abfahrt, so lange Pisten gibt es in Österreich nur wenige. Im momentanen Zustand kann ich aber das Goldeck keinem empfehlen, schon gar nicht in den Ferien oder an Wochenenden - evtl. an einem Arbetstag?