Seilbahn-Unglück: Sabotage vermutet
HAHNENKLEE. Nach wie vor ungeklärt ist die Ursache für den Absturz einer Gondel der Bocksberg-Seilbahn am vergangenen Samstag. Ein unabhängiger Gutachter aus Süddeutschland soll zur Aufklärung beitragen.
Hahnenklees Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus, der als besonnen gilt, geht davon aus, dass „jemand dem Ort massiv schaden will. Für mich ist das Sabotage.“ Er befürchtet für den Fremdenverkehrsort erhebliche Nachteile. „Der Imageschaden für die Seilbahn und für Hahnenklee ist groß“, fügte er an.
Die letzte turnusmäßige Revision der rund 2.800 Meter langen Bocksberg-Seilbahn, die einen Höhenunterschied von 164 Metern überwindet, datiert vom 24. April. Und die habe, so Ingo Gerling, Regionalleiter der TÜV Nord Systems GmbH, keine Beanstandungen ergeben.
Vermutungen, der Absturz der unbesetzten Gondel sei auf Sabotage zurückzuführen, wollte Polizeisprecher Michael Ahrens am Montag nicht bestätigen: „Unsere Ermittlungen gehen nach wie vor in alle Richtungen.“ Man warte jetzt das technische Gutachten ab, mit dem am Mittwoch oder Donnerstag gerechnet wird.
GZ-Informationen zufolge wurden kurz nach dem Unglück an der Absturzstelle zwei Schrauben gefunden. Ob sie sich gelöst haben oder gelöst wurden, darüber gibt es derzeit nur Mutmaßungen.-tge