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Gondelabsturz in Saas Grund

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Feldberg (1493m)
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Heute in der Zeitung gelesen:

Glücklicherweise war die Gondelbahn leer

Nicht alle Zwischenfälle bei Bergbahnen enden so tragisch wie derjenige auf der Kleinen Scheidegg. Am Wochenende wurde bekannt, dass es am Donnerstag nicht nur am Fusse der Eigernordwand, sondern auch ob Saas Grund einen Absturz gab. Um 14 Uhr fiel eine 8er-Kabine der Gondelbahn Kreuzboden-Hohsaas hinunter. "Das Ereignis wurde vermutlich durch eine starke Windböe ausgelöst", schrieb der "Walliser Bote". Glücklicherweise war der Betrieb der Anlage wegen des starken Windes bereits um 12 Uhr eingestellt worden. Deshalb kamen auch keine Personen zu Schaden.

Da heisst es "Glück gehabt". Wer die Bahn kennt, weiss, dass sie wirklich sehr windexponiert liegt. Ist auch (meines Wissens) zusammen mit der Schaufeljochbahn am Stubaier Gletscher die höchstgelegene Gondelbahn Europas. Der Vorfall zeigt, dass auch neue Bahnen (Baujahr 2005) nicht vor solchen Einzelereignissen restlos sicher sind.
Was kann man daraus lernen: Wenn das nächste Mal ein Lift wegen zuviel Wind nicht läuft, nicht verärgert sein, dass man damit nicht fahren kann. Zum Glück haben die Leute in Saas Grund rechtzeitig reagiert. Wobei ich mich frage, warum die Gondeln nicht langsam garagiert wurden.
 
Der Vorfall zeigt, dass auch neue Bahnen (Baujahr 2005) nicht vor solchen Einzelereignissen restlos sicher sind.

Was hat das mIt Baujahr zu tun? Eine Totale Sicherheit wird es NIE geben, schon garnicht wenn Kräfte im Spiel sind, die man selbst nicht steuern kann ...
 
Oscar schrieb:
Was hat das mIt Baujahr zu tun? Eine Totale Sicherheit wird es NIE geben, schon garnicht wenn Kräfte im Spiel sind, die man selbst nicht steuern kann ...

Natürlich hat es nichts zu tun. Ein Restrisiko gibt es bekanntlich immer, auch wenn dieses durch Erneuerungen verkleinert werden kann. Nur wird dies oft bei neuen Sachen (nicht nur Seilbahnen) vergessen.
 
Ich glaube der WB hat sich da ein bischen zu weit aus dem Fenster gelehnt mit seinem Artikel, darum habe ich es auch nicht gepostet.

Bei der Stütze wo das Seil um ca. 2° agelenkt wird ist was pasiert, was weis genau weis oder sagt man noch nicht.
Am Schluss waren 2 Kabinen auf der Strecke aufeinander aufgefahren, wohl weil die obere Kabine wegen einer offenen klemme auf die untere rutschte.

Es ist jedoch keine Kabine zu Boden gestürtzt.

Offenbar weis man sehr genau warum es passiert ist, sonst wäre die Bahn nicht bereits wieder am nächsten Tag mit dem segen des BAV in Betrieb gewesen.
 
Die Ereignisse zeigen aber auch, das bestimmte Seilbahnsysteme in exponierten Lagen weniger geeignet sind.

Als die 1. Sektion der Corvatschbahn erneuert werden sollte, hat man sich u. a. wegen der Windprobleme wieder für eine Pendelbahn entschieden. Dabei hat es massive Kritik gegeben. In der Festschrift steht, es gab gut gemeinte Ratschläge, man müsse mit der Zeit gehen und eine EUB bauen...

Gerade bei Wind ist eine PB mit Balast und Begleitung immer sicherer. Man wird wohl künftig bei exponierten Anlagen schon früher den Betrieb einstellen.
Die Eibsee-Zugspitzseilbahn muss, obwohl eine Doppeltragseilbahn, schon bei Windgeschwindigkeiten von 60 km/h den Betrieb einstellen. Das geht dann sehr spontan, sie muss nicht lange leergefahren werden, wie eine Umlaufbahn.
 
Thomas CH schrieb:
Warum ist auf der Seite der UUS http://www.uus.admin.ch/de/themen_laufende_untersuchungen.htm
nichts darüber zu lesen?

zum einen:
Ich vermute mal, weil die Seilbahn zu dem Zeitpunkt schon längt geschlossen war.
Somit war die seilbahn als "offiziell" nicht im Betrieb - und wenn nun ein Orkan eine ausser betrieb befindliche Seilbahn beschädigt, ergibt sich hier wohl kein Grund für eine untersuchung.

Ausserdem:

http://www.uus.admin.ch/de/uus_verfahren.htm
Verfahren

Meldepflichtige Ereignisse wie Unfälle mit Personenschäden oder gr&oumlsserem Sachschaden (mehr als CHF 100'000) sind unverzüglich der Meldestelle bei der REGA zu melden. Aufgrund der ersten telefonischen Abklärungen entscheiden die Untersuchungsleiter der UUS, ob eine Untersuchung eingeleitet und ein entsprechender Untersuchungs- und Schlussbericht erstellt wird.


Ich weiß nun nicht, wie teuer eine Gondel ist - aber ich denke mal, das wird unter diesem Betrag sind und ist somit gar nicht meldepflichtig.
 
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