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Grundsatzdiskussion Skifahren - Snowboarden

Ich denke das mit der Schnelligkeit ist schon so ne Sache... 8)

Aber daß Snowboarder grundsätlich langsamer sind mag ja schon stimmen, das kommt allerdings nicht immer nur von mangelndem Können.

So bin z.B. ich (und ich kenne noch eine Menge weiterer) eher auf der langsameren Seite unterwegs obwohl ich mal behaupte daß ich schnellfahren kann.

Aber mir macht es halt (meistens) kein Spaß. Nur Schnellfahren ist für mich Snowboardtechnisch eine Sackgasse.

Ich bin auch früher leidenschaftlich gerne mit meinem 1,80 Racebrett irgendwo wie wahnsinnig hinuntergestürzt. Irgendwann macht das ganze keinen Spaß mehr, da wird man eher etwas "Soul -iger"

Da fährt man halt mal mal schön (und schnell) einen Hang, dann schaut man sich so etwas um, macht mal einen Trick, wartet auf Kumpels.... Snowboarden ist so viel mehr als nur schell fahren.

Bin vor 2 Jahren mal mit Turm am Spizing fahren gewesen. Er hat auch einen Speed drauf gehabt..... Mir hats nach 4 Abfahrten keinen Spaß mehr gemacht obwohl ich ohne Probleme so schnell fahren kann.

Im übrigen fahre ich auch (wieder) Ski, und im Powder ist das Board einfach besser!
 
Also mein Ziel ist es auch nicht schnell zu fahren...wozu auch? Durch frischen Powder, oder schön carvend ne geile Piste runter ist für mich wesentlich angenehmer, als sich nur runter zu hetzen.

@ Schnell oder Langsam:

Absoluter Quatsch...kenn genug Anfänger, die sich in einem Speed runterstürzen, und sehr viele Könner, die gemütlich fahren, weils einfach weniger Stress ist.

Gut, in der "Jugend" muss alles schnell gehen. Aber ab nem Gewissen alter bist froh, wennst gemütlich die Piste runterfährst, und dich nicht stressen musst.

@ Turm: Jup, der ist meist sehr flott unterwegs. :D Aber er beherscht sein Brett jederzeit bei dem Speed.

@ Snowboarden/Skifahren einfacher: Das kommt auf das Talent an. Ich hatte ne bekannte, die konnte nach den ersten Abfahrten gut Kurven, und ich hab Bekannte, die nach ner Woche noch keine Kurve zam bekommen haben. :D
 
Stimmt schon, dass die meisten Boarder eher langsam fahren. Ich habe sehr wenige getroffen, die wirklich schnell (und absolut kontrolliert) fahren. Bei den Skifahrern sieht man solche Leute sehr viel häufiger, leider auch viele, die ihre Ski nicht immer unter Kontrolle haben und damit saublöde Situationen provozieren. Einen Boarder hab ich noch (fast) nie wegen zu hoher Geschwindigkeit andere gefährden sehen (Dafür halt dadurch, dass sie hinter Kuppen rumsitzen :wink: ), Skifahrer schon häufiger. Vielleicht kann man wirklich von einer anderen Einstellung dazu sprechen. Wer bolzen will fährt wohl eher Ski, wer rumhocken will boardet. :wink:


Ich fahre in der Regel auch als Skifahrer nicht immer Vollgas, warum auch? Ich will ja die Landschaft und die Piste genießen und nicht länger im Lift sitzen als auf der Piste zu sein. Außerdem finde ich es nicht wirklich herausfordernd einfach Schuß zu fahren. (Von meiner miesen Kondition ganz abgesehen :wink: ). Was nicht heißen soll, dass ich auch ganz ordentlich bolzen kann wenn es sein muss... 8)
 
Bin Skifahrer u. habe zwei Gedanken zur Debatte der langsameren Boarder.

1.: junge Sportart. Rein statistisch viel mehr Skif. als Boarder. Da schon viel länger Ski gefahren wird gibts auch mehr gute Skifahrer. Die Boarder müssen von der Menge der Guten einfach erst nachziehen.

2.: Könnte es sein, daß ein Snowboard mehr Reibung hat. Die Vermutung hab ich schon lange weil die Boards ungleich lautere Reibungsgeräusche erzeugen.

Die zwei Faktoren zusammen bewirken u. Umständen das die Boarder in der Regel langsamer sein müssen.
 
.: Könnte es sein, daß ein Snowboard mehr Reibung hat. Die Vermutung hab ich schon lange weil die Boards ungleich lautere Reibungsgeräusche erzeugen.

Physikalisch gesehen, sehe ich keinen Grund, wieso ein Board höhere Reibungswerte haben sollte als die Ski's. Die lauteren "Reibungsgeräusche" kommen daher, dass wenn ein Board quer zur Fahtrichtung stark aufgekantet wird, die breite freistehende Fläche in Resonanz versetzt wird und dieses laute Geräusch erzeugt. Auch der Ski schwingt und rattert in dieser Fahrsituation, kommt aber wegen seiner geringeren Breite in eine viel höhere Eigenresonanz, welche nicht so gut gehört werden kann. Fahren Bord und Ski auf ebener Piste gerade aus, also nicht auf der Kannte, wird man bei beiden kaum "Reibungsgeräusche" hören. Im Tiefschnee dürfte der Fahrwiderstand (nicht der Reibungswiderstand) beim Board gegenüber einem normalem Pistenski, wegen seiner grösseren Breite und damit seinem grösseren Auftrieb weit kleiner sein. so gesehen ist hier das Board bezüglich Widerstand eindeutig überlegen. (ausser man vergleicht es mit einem ausgesprochen breitenen Tiefschneeski wie z.B den K2 Set Pistol.)

Gruss Herbi
 
BigE schrieb:
aufs skifahren übertragen würde das heissen nach einem tag pflug und nach drei tagen pflugschwung - glaub nicht dass das jemand hinkriegt.
wobei, die meisten lernen skifahren als kleinkind, und da ist man motorisch noch nicht so auf der höhe...kann mal jmd berichten der im erwachsenenalter skifahren gelernt hat?
Naja, ganz erwachsen war ich nicht, als ich das Skifahren gelernt hab, aber immerhin schon 13 Jahre alt und kein Kleinkind mehr. Ich habe das dann in Form einer Klassenfahrt (7. Klasse) mit lauter Gleichaltrigen gelernt und da konnten die meisten (klar en paar untalentierte/unsportliche gibts immer) schon nach nem Tag Pflug, nach zwei oder drei Tagen Pflugschwung und nach ner Woche auch halbwegs Parallelschwung.
MfG Didi
 
Ich muss verrückt sein, dass ich mich auch auf dieses Thema einlasse ..


andyman1609 schrieb:
Also ich fasse mal zusammen:

Ski:
+ Stöcke zum anschieben
+ Schlittschuhschritt
Beim Snowboarden kann man skaten. Ich mache mir damit zwar regelmäßig meine Innenschuhe kaputt, aber es ist durchweg möglich überall, wo man noch mit Skistöcken anschieben kann mit einem Fuß in der Bindung anzuschieben.

andyman1609 schrieb:
+ kein An- und Abschnallen
Dank modernem In-tec Einstiegssystem un 0,5 sek erledigt, und geht sogar während der Fahrt.

andyman1609 schrieb:
+ auch auf Eis gut zu fahren
Sag mer's mal so: Auf Blankeis schaut auch der Skifahrer keine gute Figur, und den Rest kann man mit scharfen Kanten und dem entsprechendem Shape auch mit dem Board fahren.

andyman1609 schrieb:
+ angenehmer, da Beine nicht fixiert
rein subjektives Empfinden.

andyman1609 schrieb:
Board:
+ Tiefschneefeeling
Hmm. Ich würde behaupten, dass das auch mal zum einen subjektiv ist, zum anderen bestreiten wohl sicher alle ambitionierten Skifahrer, dass sie kein Tiefschneefeeling haben sollen.

andyman1609 schrieb:
+ leichter zu lernen?

Der erste Schwung ist mit dem Board sicherlich einfacher. Schon nach i.d.R. 3 Tagen ist man mit dem Board in der Lage einen einfachen Driftschwung in beide Richtungen zu fahren. Beim Skifahren dauert es etwas länger, bis sich das erste Gefühl von Sicherheit abseits des Pflugbogens breit macht.
Um aber beide Techniken auszureizen ist gleichviel an Übung angesagt.

Und jetzt noch ein paar Anmerkungen zum Thema Geschwindigkeit, nachdem ich ja hier schon als Geschwindigkeitssüchtling genannt werde. Ich selbst fahre wahnsinnig gerne in der Fallinie und liebe die Geschwindigkeit. Das ist technisch nicht einwandfrei, ich weiß, macht mir aber großen Spaß. Können hat auch beim Boarden nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, die man in der Lage ist zu fahren oder tatsächlich fährt. Ähniches gilt übrigens für die Skifahrer, die Carvingschwünge fahren. Carven und saubere Schwünge (auch langsamer) mache ich eigentlich dann wenn ich alleine unterwegs bin und ich dafür für mich perfekte Bedingungen sehe (und mich keiner sieht wie schlecht ich eigentlich fahre ;) )
Soll halt jeder das machen was ihm am meisten Spaß macht.
Den einzigen Nachteil, den ich im Moment mit dem Board sehe ist, dass ich mich in der Buckelpiste wie der letzte Depp anstelle, und wenn ich im Tiefschnee liege weil ich ganz verrückten Skifahrern nacheile schlecht wieder rauskomme.

@ baeckerbursch: war übrigens am 23.03.06 nicht 05
 
Bin noch nie Snowboard gefahren. Deshalb Frage: hat man beim Lernen einen kleinen Vorteil, wenn man ein bisschen Skateboard gefahren ist?

p.s.: Nach meiner Erfahrung hat man euch einen grossen Vorteil beim Skifahren, wenn man Inline-Skater ist. Gilt allesdings nur, wenn man mit sehr kurzen Skis beginnt.
 
Chasseral schrieb:
Bin noch nie Snowboard gefahren. Deshalb Frage: hat man beim Lernen einen kleinen Vorteil, wenn man ein bisschen Skateboard gefahren ist?

Glaube ich nicht ich habe gute Skater gesehen die sich auf dem Snowboard schwer taten, genauso tue ich mich auf nem Skateboard schwer. Wakeboarden ist in etwa von der Bewegung mit Snowboarden zu vergleichen.
 
scheint ja wirklich ein Sommerloch zu geben. Naja, bei dem Wetter.
War jetzt selbst (als Skifahrer) das erste Mal zusammen mit Snowboadern (einer war Snowboardlehrer) unterwegs.
Muss sagen, hat gut funktioniert, insbesondere weil unser Snowboardlehrer sich selbst über mache Verhaltensweise anderer Snowboarder (insbesondere das Hinsetzten hinter unübersichliche Kuppen, auch wenn man sich dann so schön gegen den Hang legen kann) aufgeregt hat.
Probleme gibt es eher, wenn das Können innerhalb der Gruppe zu unterschiedlich ist und weniger wegen des Sportgeräts.

Aber auch als überzeugter Skifahrer (es macht mir Spaß und mir ist die Zeit zu kostbar um nochmal anzufangen, würde ich näher an den Alpen wohnen wäre das sicher anders) muss ich neidvoll gestehen:

Die Snowboarder haben die hübscheren Mädels und für den Apresski die bequemeren Schuhe :D
 
scheint ja wirklich ein Sommerloch zu geben. Naja, bei dem Wetter.
War jetzt selbst (als Skifahrer) das erste Mal zusammen mit Snowboadern (einer war Snowboardlehrer) unterwegs.
Muss sagen, hat gut funktioniert, insbesondere weil unser Snowboardlehrer sich selbst über mache Verhaltensweise anderer Snowboarder (insbesondere das Hinsetzten hinter unübersichliche Kuppen, auch wenn man sich dann so schön gegen den Hang legen kann) aufgeregt hat.
Probleme gibt es eher, wenn das Können innerhalb der Gruppe zu unterschiedlich ist und weniger wegen des Sportgeräts.

Aber auch als überzeugter Skifahrer (es macht mir Spaß und mir ist die Zeit zu kostbar um nochmal anzufangen, würde ich näher an den Alpen wohnen wäre das sicher anders) muss ich neidvoll gestehen:

Die Snowboarder haben die hübscheren Mädels und für den Apresski die bequemeren Schuhe :D
 
Allen anfänglichen Bedenken zum Trotz muss man doch feststellen, dass die Unterhaltung hier recht manierlich geführt wird, und dass es ein recht nettes Thema für das Sommerloch ist.
 
Ok - dann auch von meiner Seite (Skifahrer) ein kommentar, der dazu beitragen soll, die Harmonie hier aufrecht zu erhalten.

Auch unser traditionelles Alpinforum Saisonopening am Hintertuxer findet stets unter reger Beteiligung von Bordern und Skifahren statt. Mir persönlich gefällt es immer sehr gut und es gibt überhaupt keine Probleme im miteinander auf und insbesondere neben der Piste ;-)
 
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