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Grüsch-Danusa 2018/19

ski-chrigel

Ski to the Max
Wenn ich richtig geschaut habe, stammt der letzte Bericht von Grüsch-Danusa aus dem Jahre 2012. Höchste Zeit also, wieder mal was zu schreiben. Der heutige Tag eignet sich für mich drum auch ideal: Auf der Heimreise von Flims in die Zentralschweiz habe ich nur noch wenig Zeit und der Wetterbericht verspricht schon am Vormittag einsetzender Niederschlag. Perfekt also, um so ein kleines Skigebiet mal zu erkunden. Eigentlich unglaublich, dass ich als in Chur und Flims aufgewachsener noch nie hier war. Aber es zeigt halt auch, wie wenig Interesse das Gebiet weckt. Kaum jemand in meinem Bekanntenkreis erzählte je von Grüsch-Danusa.

Obwohl offizieller Betriebsbeginn erst um 8.30 Uhr ist, fährt die Gondel bei meiner Ankunft um 8.15 Uhr schon:
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Was hat denn Leitner früher auch für Schrott gebaut... Fürchterlich diese Gondeln. Dicke Leute können hier gar nicht mitfahren und für 8 Personen gibt es 7 Skiköcher:
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Fast keine Fenster und fürchterlich verkratzte Scheiben:
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Mit 3.5km und fast 1200m Höhendifferenz und einer Mittelstation in 17min ganz schön lang.
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Die schwarze Piste No.2 ist ganz nett. Vor allem für jene, die unmodellierte Pisten und Tiefblicke mögen: stetiger Blick zur Chlus und ins Rheintal:
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Die blaue Piste 1 ist genau so wie der dazugehörige Lift
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Blick ins Prättigau:
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Die Pomakiste öffnet erst um 9 Uhr und der Liftler kennt kein Pardon:
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Weiter geht’s über die Piste No.3 mit Blick zum Calanda:
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...und zum Sassauna, wo ich früher oft mit dem Gleitschirm war:
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Der Fis-Hang (No.4) wurde nicht frisch präpariert. Geht gar nicht!
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Die No.5 runter macht Spass:
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Die Fortsetzung nach Vacca (No.7) ist teilweise recht braun und nur noch auf zwei Spuren präpariert. Es war zu warm. Blick nach Valzeina.
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Und zum Vilan:
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Es folgt eine längere Liftfahrt mit dem Vacca:
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Die Bergstation wird fernüberwacht:
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...und dem anschliessenden Schwendi-SL:
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Mit dem ultrakurzen Bündalift (225m lang, 23m Höhenfifferenz)...
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...geht es auf eine hübsche Hintenrumpiste nach Vacca:
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Heute Morgen waren auf dem Pistenplan noch beide Talabfahrt auf grün, im Pistenbericht die rote „offen/gut“ und die schwarze „offen/fahrbar“. Nun sind beide geschlossen, was mich natürlich nicht daran hindert, sie zu fahren, zumal die rote sogar frisch präpariert wurde! Unverständlich. Klar hat es einige braune Stellen, aber das könnte man ja auch so deklarieren:
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Die Schneeauflage entlang der Strasse ist noch dick:
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Blick nach Grüsch:
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Schon noch cool, dass man nach den vielen warmen Tagen noch bis auf 630m.ü.M (laut Pistenplan) resp. 597m.ü.M (laut bergbahnen.org) bis zum Auto auf reinem Naturschnee runterfahren kann.
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Dann kommt noch die letzte fehlende Piste dran, die je nach Pistenplan rote oder schwarze Talabfahrt No.10. Die Pfosten sind schwarz. Steil ist sie aber nur auf zwei kurzen Stücken, aber halt recht schmal. Sonst sind es öfters Ziehwege. Die 9 vom Vacca gefällt mir viel besser. Auf beiden kommt man noch ohne Abschnallen durch, wenn auch nur knapp:
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In 1 3/4 Stunden habe ich also sämtliche Pisten abgefahren. Obwohl es mittlerweile zu schneien und regnen begonnen hat, gehe ich nochmal hoch. Ich habe noch etwas Zeit und ganz so schlecht wie erwartet ist dieses Gebiet doch nicht. Abwechslungsreicher als ich dachte. Wenn es mal auf der Vorbeifahrt wieder mal passt und ich 2-3 Stunden Zeit habe, komme ich bei besseren Schneebedingungen vielleicht wieder mal. Andererseits habe ich die letzten 47 Jahre auch nicht wirklich was verpasst... Ist aber nett, es heute doch mal noch kennengelernt zu haben.

Edit 11.15 Uhr:
Eigentlich wollte ich kurz vor 11 Uhr nochmal mit der Gondel ab der Mittelstation hoch und dann die 8-7-9 nochmal fahren, doch mittlerweile steht die Lotterkiste seit über 1/2 Stunde und so bin ich halt die schwarze Talabfahrt nochmal gefahren und habe den Skitag beendet.
 
Das Gebiet sieht ja ganz nett aus.
Aber diese Gondeln.... Unglaublicher Schrott, sowas
Da weiss man ja gar nicht, welche Smilies man dafür verwenden soll:
Etwa so :nein: :naja: :rolleyes: :roll: 8O oder aber sowas :lol: :lol: :lol:
 
Die Gondeln können doch nur ein gescheiterter Pilotversuch gewesen sein, da ist bei Betrieb das Chaos doch vorprogrammiert :roll:

Was mir bei Schweiz-Berichten (vor allem bei kleineren Gebieten) jetzt schon öfters aufgefallen ist, sind Bilder von Talabfahrten, an denen diese quasi am Seitenstreifen einer mehr oder weniger geräumten Fahrstraße entlangführen. Ist das wirklich so, oder sind das "Spezialrouten" :?:
 
Die Gondelbahn hat in der Zwischenzeit auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Es muss Anfang der 90er gewesen sein als diese Bahn den Betrieb aufgenommen hat. Laut Homepage war dies ja anscheinend die erste Ihrer Art in der Schweiz:
https://www.gruesch-danusa.ch/berg/liftanlagen

Vorher fuhr da eine Doppelsesselbahn aus der Kategorie "Gruselbahnen und Grusellifte de Luxe". Das war morgens immer schon Stress pur hier beim einsteigen. Wir haben da eine Zeit lang unseren Sommer- und Winterurlaub verbracht.

Eine Schiffschaukel auf dem Jahrmarkt war angenehm dagegen. Zudem war die Bahn sehr laut und sehr lang und auch langsam. Eine Zwischenstation gab es damals aber auch schon.

Ich war damals erfreut als wir das Skigebiet gewechselt haben. Irgendwann sind wir dann wieder als Betriebsausfahrt hin und ich war froh das da dann eine Gondelbahn stand. War aber sicherlich auch schon seit zwanzig Jahren nicht mehr da.
 
Laut bergbahnen.org wurde die EUB 1992 gebaut. Andere Gondelbahnen mit diesem Jahrgang hatten wesentlich bessere Kabinen, CWA als Beispiel. Selbst die klassischen Habegger EUBs von 1978 mit CWA-Kabinen sind viel komfortabler. Diese hier war ja eine Fehlkonstruktion sondergleichen. Ich vermute von Poma oder Carvatech, konnte es aber nirgends lesen.

Der Defekt wurde übrigens gegen 12 Uhr behoben. Die Leute waren also über eine Stunde da drin gefangen. Ich bin heilfroh, bin ich da grad noch rechtzeitig ausgestiegen...
 
Gibt es überhaupt eine tiefer liegende Talstation in CH wo man auf markierten Pisten wirklich auch runter fahren kann? Aufgrund der Höhenlage dort glaubte ich immer die Talabfahrten dort seine Fake oder ein Relikt aus vergangenen Zeiten.
Das Gebiet ist insgesamt noch grösser als ich es gedacht hatte.
Die Gondeln sind von einem damaligen Zulieferer von Leitner, jedoch nicht Sigma denn das ist Poma. Cervinia und Col Raiser hatten auch solche, am Rosskopf sind sie noch in Betrieb.
 
Wangs am Pizol ist mit 544m.ü.M.laut bergbahnen.org resp. 509m.ü.M. laut Pistenplan noch etwas tiefer und die bin ich auch schon gefahren. Ebenfalls markiert und präpariert. Schwarz ist sie aber eher nicht wirklich. Genau sowenig wie in Grüsch.

Wieso haben Pistenpläne und bergbahnen.org immer so stark abweichende Höhenangaben?

Die frühere Gondel in Cervinia kam mir auch sofort in den Sinn, war aber nicht die gleiche. Auch die in den 3V (Courchevel) ist ähnlich aber nicht gleich.
 
ski-chrigel schrieb:
Wangs am Pizol ist mit 544m.ü.M.laut bergbahnen.org resp. 509m.ü.M. laut Pistenplan noch etwas tiefer und die bin ich auch schon gefahren.
Wieso haben Pistenpläne und bergbahnen.org immer so stark abweichende Höhenangaben?
Vielleicht weil Pistenpläne das eine oder andere aus marketingtechnischen Gründen beschönigen wollen, sei es durch eine höhere Bergstation (da wird ja oft sehr großzügig aufgerundet) oder wie in diesem Fall eine niedrigere Talstation (gibt dann mehr Höhendifferenz...)
Bergbahnen.org ist da sicher die verlässlichere Quelle, ich würde auch auf diese Angaben zurückgreifen. Die Angaben dort habe ich schon oft über topografische Karte und/oder Höhenmesser verglichen und sie stimmen.
 
Deine Erklärung macht aber keinen Sinn, wenn Du nochmal drüber nachdenkst... Die Talstation in Wangs ist laut Pistenplan tiefer, diejenige in Grüsch höher.
Den Cassons in Flims mit 2700m hatten wir früher immer belächelt. Dort begreife ich das Aufrunden schon, aber in diesen beiden Fällen nicht wirklich.
 
Hmmm, wenn das so ist, dann wird wohl eher gewürfelt... :wink:
Aber wenn ich darüber nachdenke, bei der Angabe der Talhöhe kann man da wohl echt nicht pauschalisieren. Angenommen, ein Ort liegt im Tal auf 980m Höhe, dann wird dort bestimmt auf 1000m im Pistenplan aufgerundet, weil es sich viel besser anhört.
 
Die unterschiedlichen Höhen in Wangs sind mir noch gar nicht aufgefallen. Aber die 509 m.ü.M. dürfte die Höhe vom Dorf Wangs sein, wenn man swisstopo Glauben schenkt. Die Talstation wäre dann gemäss Karte auf 536 m.ü.M., bleibt noch eine Differenz von 8 Metern.
 
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