Also erstmal vielen Dank an Seilbahner für die fundierten Infos. Ich denke - auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass die Instandsetzung überhaupt möglich ist - dass mit entsprechend niedrig gesteckten Zielen etwas gehen könnte. Dazu gehört natürlich, dass man das Teil nie auf marktwirtschaftlicher Basis betreiben könnte - wenn dann in der Tat eher sowas wie ein Club.
Manche Sachen lassen sich vielleicht vereinfachen: einen Bully brauchts für den Anfang bei so einem kleinen Hang sicher nicht. Der Hang ist nach einem Tag allein durchs runterfahren gewalzt. Das kann man bei gängigen Skirouten auch heute noch überall in den Alpen beobachten.
Aus zwei Motoren lässt sich m.E. meist einer zusammenbauen ohne das es teure Ersatzteile braucht. Klar hat der dann nicht die Superkompression und man muss ein Auge drauf haben, aber laufen tut der erstmal auch mit Altteilen - gerade so ein alter Diesel.
Motorperipherie lässt sich oft auch improvisieren. Ich weiß jetzt nicht, wozu jetzt z.B. ein SL genau ne Lichtmaschine hat, aber vermutlich doch für Anlasser (viel Steuerungelektrik wird der ja nicht haben). Ohne es zu wissen, vermutlich ich mal, dass das auf 24V DC läuft, und dann käme man für den Anfang schon mal mit ner LKW Batterie weiter, die man abends in der Garage lädt. Sicher ist das gepfuscht, kostet aber auch (fast) nichts. Peripherieteile stammen meist von Drittanbietern, Anlasser sind z.B. häufig von Bosch. Die bekommt man, wenn man die Teilenummer kennt, zu einem 20. des Neupreises und weniger. Außer dem Hebel des Magnetschalters - der sich günstig instandsetzen lässt - geht auch selten was kautt. Nur mal als Beispiel.
Gehänge sind teuer, aber wieivel braucht man für den Anfang? Vielleicht reichen ja ein paar, um das Ding erstmal zum laufen zu bringen, soviel Leute gleichzeitig werden da sicher nicht auftauchen. Seilbahner kennt sich da sicher wesentlich besser aus als ich, aber eigentlich müsste doch diese Generation Gehänge in einer hunderttausender Auflage gebaut worden sein. Irgendwo in Italien wird man doch vielleicht mal 10 Stück billig herkriegen.. zur Not hol ich welche in Alagne vom Gletscher, die müssten noch bis 2003 gelaufen sein

(hm ist allerdings in 1984er Modell, vermutlich zu neu). Was ist eigentlich mit den Originalen?
Was den Rest angeht: klar, ich kenn mich da nicht so aus. Aber ich sag mal so: in der Schweiz gibt auch Lifte, wo das Seil nur noch über den Lagerbolzenläuft ohne Rolle, wenn ich Michis Bilder richtig in Erinnerung hab. Also, soweit muss man ja nicht gehen, aber es gibt jedenfalls einen Unterschied zwischen einer guten und dauerhaften (aber teuren) und einer improvisierten, temnporären Lösung. Also halbwegs sicher sollt das Teil schon sein, aber das kann man ja manchmal auch mit einfachen Mitteln erreichen.
Meines Erachtens steht und fällt das ganze primör mit dem Seil und den Stützen / Fundamenten. Keine Ahnung von Seilen. Wenn das tatsächlich neu muss (ich fürchte es fast), kann mans vermutlich vergessen. Wenn Stützen oder Fundamente so angegriffen sind, das man sie nicht mit einfachen Mitteln retten kann, dann auch. kommt halt drauf an, bisschen schief macht nicht so viel aus würd ich sagen - s. Gletscherlifte und was die z.T. für Seillagen haben. Doll schief ist dagegen Ende Gelände. Aber im Moment steht das Teil ja noch.
Mit dem Werkzeug was man für Lifte braucht kenn ich mich nicht aus. Ich dachte, das sind i.A. Standard Sechskant schrauben, die man mit den Handelsüblichen Drehmomentschlüsseln anziehen kann?
Also, ich kenn mich bei weitem nicht so aus wie Seilbahner und ich hab den Lift auch nur auf Bildern gesehen. Kann gut sein, dass Seilbahner völlig recht hat. Aber wenn ich mich mal so an meine Autoschrauberei erinnere und was ich in Italien so an Liften noch hab fahren sehen, dann möcht ich fast meinen, dass man vielleicht weiter kommt, als man so denkt...