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Gulmarg - Kaschmir

Wie schauts eigentlich aus mit dem Lawinenairbag-Transport mit Air India und Indigo?
Weiß jemand Bescheid, ob man den Scott Alpride 30 ohne Probleme mit transportieren kann? IATA-Bescheinigung haben wir...
 
... wir sind zurück aus Gulmarg - mit einem breitem Grinsen!!! Backcountry Skiing vom Feinsten, eine tolle internationale Freeridescene und Indien in vielen Facetten.

Wir haben uns zu keiner Zeit in Gulmarg unsicher gefühlt. Allerdings haben wir uns auch entschlossen durchgehend mit Guide zu fahren. Der hat sich prima gekümmert, kannte sich bestens aus und war auch in Bezug auf Lawinen bestens im Bilde. An die Omnipräsenz von Militär und Polizei darf man sich nicht stören.
Es ist Abenteuerurlaub und gehört sorgfältig vorbereitet (welches Wasser trinke ich, welche Medikamente nehme ich mit, Reisebedingungen, Visum und vieles mehr). Aber wenn wir das nicht wollten, wären wir in den Alpen geblieben.

Zum Thema Schneeleoparden ein Auszug aus Wikipedia:
Angriffe auf Menschen
Angriffe auf Menschen wurden bisher kaum bekannt. Die einzigen zwei in der Literatur angegebenen Fälle ereigneten sich in der Nähe von Almaty. Ein tollwütiges Tier griff hier am 12. Juli 1940 zwei Männer an und verletzte sie schwer, bevor es getötet wurde. Ein anderes, sehr altes Tier griff ebenfalls im Raum Almaty einen Menschen an, wurde aber mit einem Knüppel außer Gefecht gesetzt und getötet.

Wir haben tatsächlich einen getroffen, der einen Schneeleoparden gesehen hat - der Schneeleopard hatte offensichtlich mehr Angst als der Mensch. Schneeleoparden sind außerdem sehr selten und vom Aussterben bedroht. Die Gefahren in Gulmarg sind andere! Lawinen natürlich, der Autoverkehr in Indien und übliche Berggefahren in erster Linie. Auch mit den Hunden an einem der Militärposten ist nicht gut Kirschen essen - gut wenn man sich gedanklich schon einmal auf eine solche Begegnung eingestellt hat.

Liften und Liftpreise: Die Kaschmiri sind sehr bemüht ein Mindestmaß an Lawinensicherheit zu gewährleisten. Die Lifte werden nur geöffnet wenn die Lawinenkommission die Phase 2 freigegeben hat. Bei Wind und technischen Problemen steht der Lift ebenfalls. Und das Stromnetz in Indien ist sehr labil. Die Liftpreise betragen für Phase 1 350 Rupien (4,70 €) und für Phase 2 450 Rupien (6 €). Wenn man sich durchgehend im Bereich des Liftes aufhält sind 5 Liftfahrten realistisch. Wenn man jedoch am Gipfel traversiert ist es auch oft nur eine. Es gibt Tages- und Wochentickets, unser Guide hat uns jedoch den Kauf von Einzelfahrten empfohlen. Das alles geht vergleichsweise kaotisch ab - Kaschmir halt.

Und wenn man die lange Anreise auf sich genommen hat, empfiehlt sich dringend auch noch in einen Helitag zu investieren (1/2 Tag mit bis zu 5000 hm gibts für 50 000 Rupien (670 €)

Noch eine kritische Anmerkung zu einem Teil der Postings. Wenn man noch nicht einmal ein gesundes Halbwissen hat steht es sich gut an, sich mit klugen Ratschlägen zurück zu halten.
 
Der letzte Satz von dir ist endgeil! Hochdeutsch: Fresse halten, tief verbeugen und bloß nichts sagen. Wenn du nicht möchtest das jemand was sagt oder schreibst solltest du kein öffentliches Forum nehmen.
 
Olli_1973 schrieb:
Der letzte Satz von dir ist endgeil! Hochdeutsch: Fresse halten, tief verbeugen und bloß nichts sagen. Wenn du nicht möchtest das jemand was sagt oder schreibst solltest du kein öffentliches Forum nehmen.
Genau das habe ich mir beim Lesen auch gedacht :roll:.
 
Olli_1973 schrieb:
Der letzte Satz von dir ist endgeil! Hochdeutsch: Fresse halten, tief verbeugen und bloß nichts sagen. Wenn du nicht möchtest das jemand was sagt oder schreibst solltest du kein öffentliches Forum nehmen.

:roll: Es geht nicht um Fresse halten und schon lange nicht um tief verbeugen. Es streuben sich mir nur die Nackenhaare wenn aus eigener Unkenntnis herrührende Ängste diese auch bei anderen geschürt werden (Schneeleoparden, Sicherheitssituation in Kaschmir, Funktion des Militärs). Ich habe nichts gegen Vielfalt und freier Meinungsäußerung und freue mich besonders über informative Beiträge - die suche ich in öffentlichen Foren vor allem!
 
:) Hehe - ich unterstütze den letzten Satz vollkommen. Ich poste ja auch nichts im Sauerlandtopic. :wink:

Ich freu mich auf die detaillierten Berichte. Irgendwann komm ich dort auch hin!
 
Andreas-Toni schrieb:
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Noch eine kritische Anmerkung zu einem Teil der Postings. Wenn man noch nicht einmal ein gesundes Halbwissen hat steht es sich gut an, sich mit klugen Ratschlägen zurück zu halten.

:top: :top: :rofl:
Wie kannst Du es wagen? Hier sind fast (ich nehm mich mal aus) nur Experten unterwegs, Betriebsleiter, CEOs, Weltreisende, Skigebietsentwickler und Top-Politiker die unser Land retten. :lach:
 
Dein letzte Satz kam einfach sehr arrogant rüber. So nach dem Motto: Jetzt war ich halt mal da und deshalb bin ich der einzige Erleuchtete und alle anderen haben keine Ahnnung.
Dann sprichst du von gesundem Halbwissen der anderen Poster...
Andreas-Toni schrieb:
Wenn man noch nicht einmal ein gesundes Halbwissen hat steht es sich gut an, sich mit klugen Ratschlägen zurück zu halten.
und beziehst deine Aussagen z. T. selbst auf Wikipedia:
Andreas-Toni schrieb:
Zum Thema Schneeleoparden ein Auszug aus Wikipedia:
Angriffe auf Menschen
Angriffe auf Menschen wurden bisher kaum bekannt. Die einzigen zwei in der Literatur angegebenen Fälle ereigneten sich in der Nähe von Almaty. Ein tollwütiges Tier griff hier am 12. Juli 1940 zwei Männer an und verletzte sie schwer, bevor es getötet wurde. Ein anderes, sehr altes Tier griff ebenfalls im Raum Almaty einen Menschen an, wurde aber mit einem Knüppel außer Gefecht gesetzt und getötet.
Das passt auch nicht so ganz...

Aber seis drum, wir warten alle gespannt auf einen Beitrag von dir mit vielen Bildern.

Noch eine konkrete Frage: Wie lange braucht man vom nächstgelegenen Flughafen (welcher ist das?) nach Gulmarg. Ich werde Anfang März ein paar Tage in Ahmedabad sein und hätte Lust auch einen Skiabstecher nach Gulmarg zu machen. Da ich aber nur max 1,5 Tag dafür Zeit haben werde, wird das vermutlich eng werden.
 
@Mt. Cervinio: Nächster Flughafen ist Srinagar. Autofahrt bis Gulmarg 1,5-2 h. Auf der Rückfahrt unbedingt Zeit für die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen einplanen. Allein An- und Abreise nehmen einen erheblichen zeitlichen Umfang in Anspruch, insbesondere durch Wartezeiten in Dehli. Wir haben daher auf der Rückreise in Srinagar auf einem Hausboot übernachtet. Auch ein spezielles Erlebnis... Ein Zeitfenster von 1,5 Tage kommt mir sehr eng vor. Beachte auch die Gepäckbegrenzungen für Inlandsflüge in Indien. Das wird schnell teuer und die Kosten werden von Fall zu Fall anders festgelegt :? Für einen Kurztripp empfiehlt es sich wohl die Sachen in Gulmarg zu leihen. ABS-Rucksack und Powderski gibt es bei Kaschmirheliski in vernünftiger Qualität, viel besser als ich dachte.
 
OliK schrieb:
Andreas-Toni schrieb:
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Noch eine kritische Anmerkung zu einem Teil der Postings. Wenn man noch nicht einmal ein gesundes Halbwissen hat steht es sich gut an, sich mit klugen Ratschlägen zurück zu halten.

:top: :top: :rofl:
Wie kannst Du es wagen? Hier sind fast (ich nehm mich mal aus) nur Experten unterwegs, Betriebsleiter, CEOs, Weltreisende, Skigebietsentwickler und Top-Politiker die unser Land retten. :lach:
Das ist das Alpinforum. Hier erfasst jeder selbst komplizierteste Sachverhalte sofort, erkennt alle Zusammenhänge direkt und hat auch gleich die passenden Maßnahmen parat.

Wir könnten sämtliche Probleme aller Politiker und Manager in ein paar Stunden lösen. Sogar den Weltfrieden bekämen wir hin - aber den will hier ja keiner :D.
 
... und der Bericht aus der Süddeutschen dazu:

Das Video beginnt mit zwei Skifahrern, die durch eine verschneite Landschaft im indischen Gulmarg fahren. Dann stoppt einer der Männer in einer gelben Jacke, deutet auf eine Bewegung im Schnee. Der zweite, der die Skitour mit einer Go-Pro-Kamera filmt, stoppt ebenfalls.

In wenigen Metern Entfernung duckt sich ein Schneeleopard in die Schneemassen, er fixiert die Skifahrer etwa eine Minute und verschwindet dann zwischen den Bäumen. "Ein unglaubliche Erfahrung", schreibt einer der Skifahrer, Own Lansbury, auf Facebook. Lansbury ist mit vier Freunden aus Australien im Norden Indiens unterwegs.

Gulmarg (bedeutet "Blumenwiese") ist ein weites Tal im Distrikt Baramulla im Bundesstaat Jammu und Kashmir in Indien. Die kargen Hochgebirge Asiens sind der natürliche Lebensraum der Schneeleoparden, die zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde gehören und wegen ihrer extremen Scheu auch "Geister der Berge" genannt werden.
 
Nachdem der Leopard zuerst sehr lange praktisch unbeweglich daliegt hätt ich sogar den Verdacht das die Großkatze dort gepennt hat und erst geweckt wurde... :lach:
 
Unabhänging von Andreas-Toni war ich auch mit meinem Kumpel in Kashmir in der Zeit vom 5.2. bis 13.2.

Bericht folgt selbstverständlich in gewohnter Qualität. Aber aktuell muss ich auch mal zwischendurch etwas arbeiten und muss den Bericht noch etwas verschieben. Bei den Japanberichten wurde es leider April, vielleicht schaffe ich es dieses Mal früher.

Änlich wie der Kollege, den ich in der Gulmarg-Gondel getroffen habe, :mrgreen: habe ich die Situation auch erfahren. Teilweise sind meine Erlebnisse aber auch etwas anders.

Generell kann ichs nur bestätigen. Eine tolle Erfahrung mit weniger Problemen / Ärger als gedacht.

Aber - natürlich ist es Kashmir (das sich total abgrenzt von Indien und Pakistan, da es beide Mächte als Besetzer wahrnimmt, so zumindest mehrere Kashmiris unabhängig voneinenader) und hier läuft nicht alles perfekt.


Im Gegensatz zum Kollegen aus dem Alpinforum buchten wir nur die ersten zwei Tage einen Guide. Unseres Erachtens völlig ausreichend. Unser Guide zeigte uns das (komplett ungesicherte) Gebiet und Tag 3 bis 6 fuhren wir ohne "Betreuung". Die Lawinengefahr war nach den letzten Schneefällen 8-10 Tage zuvor stark zurück gegangen vor unserer Anreise, so dass ein Lawinen 2er über der Baumgrenze >3200m angegeben wurde. Darunter ein 1er. Durch tageszeitliche Erwärmung und nächtliche Abkühlung verfestigte sich der Schnee fast optimal. Abgegangen ist nirgendwo etwas, obwohl das Gelände sehr steil und nicht ungefährlich ist.

Problem
1. Ohne lokale Simkarte gibts kein Handyservice (Netz), obwohl die Abdeckung dort hervorragend ist. Lokale Guides / Kashmiris besorgen aber eine Simkarte, so dass man im Notfall Hilfe rufen kann. Offiziell kann man keine Karte kaufen, da dies erst vom Militär authorisiert werden muss.
2. Stürzt man bzw. hat man ein Problem (z. B. innere Verletzungen, verstauchte Gliedmaßen, Brüche usw.) so kann man kaum auf Hilfe hoffen, je nachdem wo man am Berg ist. Es gibt zwar eine Skipetrol und einen Helikopter, aber auch wenn einen der Heli holen sollte für 5150 Dollar pro Stunde (Rettungsservice), so möchte ich doch nicht in ein Krankenhaus dort. Reines Gefühl natürlich, auch wenn ich keins gesehen habe :mrgreen:

Wir kauften übrigens fast immer ein Tagesticket (Daypass) für 1800 Rupien (23,50 Euro), der sich super lohnte. Wir machten bis zu 6 Fahrten pro Tag (Differenz 1300 Höhenmeter plus kurze Aufstiege (200 Höhenmeter) bis auf 4200m).

Fährt man aber in die weiter unten liegenden Täler ab oder macht Skitouren, so lohnen sich tatsächlich Einzelfahrten.

Ein Guide lohnt sich meines Erachtens insbesondere für die ersten zwei Tage. Schneit es durchgehend, so braucht es keinen Guide. Dann ist Phase 2 zu (über 3100-3200m) und es lassen sich nur flache Hänge oder der Monkey Hill fahren. Hier laufen / fahren aber sehr viele Leute im Wald, so dass man die Routen nicht verfehlen kann. Sonst müsste man in Saalbach am Panorama-Sessel auch mit Guide fahren bei Schneemassen :mrgreen:

Soweit vorab die ersten Infos... alles weitere später
 
Moin Beatle,

Zum Guiding: Wir waren auch schon eine Woche früher da, direkt nach Neuschnee :D . Wie du richtig schreibst, ist das Gelände nicht ganz "ohne" und es gibt viele Hänge, die stark windbeeinflusst sind. Da sieht die Situation schon ein wenig anders aus. Außerdem haben wir von der Bergstation aus Tagestouren (far far Side, Drung) unternommen, bei denen wir gern auf die Ortskenntnisse unseres Guides vertraut haben. Da wir in der 2. Woche zu sechst waren, war es dann auch nicht so teuer... Ein gutes Gefühl hatten wir, da unser Guide mit Kashmirheliski zusammen gearbeitet hat und in Funkkontakt mit denen stand.

Bergrettung: Im Fall der Fälle organisiert Kashmirheliski schon eine Bergrettung. Es empfiehlt sich zuvor Kontakt mit denen gehabt zu haben. Eine Versicherung, die Bergungskosten am Berg abdeckt sollte man m.E. allerdings (sowieso) haben. Natürlich muss man in der Lage sein Hilfe zu rufen und wissen wo man gerade ist (rescue map) - oder man ist halt in der Lage sich selbst zu helfen. In Gulmarg gibt es ein kleines Hospital, die dort beschäftigten Ärzte sollen durchaus kompetent sein. Wenn es schlimmer ist, gehts nach Srinagar. Aber wer will schon ins Hospital...
 
Bericht wird gerade erarbeitet :mrgreen:

Wir sind auch mit Guide nach Drung. Beim zweiten Mal aber einfach zu finden. Führt alles ins Loch runter :biggrin:
Ich gehe halt gerne auf eigene Faust in die Berge - eigenes Tempo, Pausen wo man sie möchte... mit Guide ist es meiner Erfahrung nach immer etwas unentspannter. Ich hatte zum zweiten Mal im Leben (nach dem obligatorischen Guiding in Silverton Mountain, Colorado, USA) einen Guide (frühere Skischule als Jugendlicher und Kind ausgenommen) und war mit dem sehr zufrieden, brauche aber sonst niemanden der mir sagt - "hier gehts jetzt links oder hier gehts rechts oder hier musst du warten bis ich geschaut habe..."

Zur Bergrettung, klar wollen die Geld machen (Service 5150 Dollar pro Stunde), aber eine Versicherung sollte man insbesondere dort auf jeden Fall haben! :!:
 
Der Bericht ist fertig gestellt, dieses Mal früher als bei den letzten Berichten.
Viel Spaß und ich bin natürlich wie immer auf Kommentare und Fragen gespannt.
Gulmarg Bericht
 
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