Nauders - Woche, Tag 3. Nach Bergkastel am Sonntag standen heute die beiden südtiroler Skigebiete, die im Skipass Reschenpass enthalten sind, an der Reihe. Der 2 - Tagesskipass Reschenpass ist nämlich praktischerweise ein Wahlskipass, '2 in 3'. So 'mussten' wir nicht zwei Tage nicht hintereinander am Reschenpass skifahren, sondern dazwischen am Montag den Ausflug nach Scuol machen, und heute wieder quasi zu Hause fahren.
Die Anfahrt war denkbar kurz, bis nach St. Valentin brauchten wir keine 15 Minuten. Wenige Minuten vor neun konnten wir (gratis, versteht sich) an einem kleinen Parkplatz etwa 10 Meter von der Talstation parken, ich glaube vor uns waren 2 oder 3 Autos dort. Ich habe schon gedacht, ich mache was falsch, und habe geschaut ob es ein Parkplatz für Liftbedienstete ist, oder für Behinderte/schwangere/Eltern mit Kleinkindern etc. (ihr kennt das bestimmt von irgendwelchen Einkaufszentren: wenn man einen Parkplatz direkt vor dem Eingang bekommt, hat man bestimmt was falsch gemacht
). Aber es war schon alles richtig, es war eben noch so leer - obwohl die Bahn zu diesem Zeitpunkt schon seit ca. 20 Minuten in Betrieb war.
Vom Skigebiet wusste ich bisher nur dass es der Gesellschaft eher schlecht geht, dass die Anlagen oben relativ alt sind und dass alle Pisten mehr oder weniger ostseitig liegen - bei der momentanen wetterlage kein Vorteil. Na, mal sehen. Auffahrt mit der 6EUB, links zu sehen die volkommen leere Talabfahrt:
Fixe 3SB Haideralm, nette Anlage mit beachtlichem HU für die relativ kurze Trasse. Die Bahn ist übrigens in Betrieb, obwohl es am Bild nicht danach ausschaut
:
Bevor es in die 2. Etage geht, probieren wir es mit der Talabfahrt: sehr nett trassiert, ein wenig hat sie mich an die Talabfahrt vom Turnthaler in Sillian erinnert. Durch die Ostlage schon von der früh weg sulzig, jedoch sehr wenig befahren:
Jetzt aber wirklich mit der 3SB hinauf:
Rechts kommt die '3. Etage' des Skigebiets, der Tellerschlepper Seebodenlift in Sicht:
Schwarze Piste an der 3SB: genial, top gewalzt, leicht firnig, sonnig, steil:
Weiter zum Seebodenlift:
Sehr schön gelegener Schlepper, Starli wird sich wieder wundern
, aber auch der gefällt mir. Sehr sogar. Rechts vom Schlepper die schwarze Piste Nr. 12 in Topzustand:
Die rote Nr. 13 liegt in einer Mulde links vom Schlepper versteckt, hatte besten Schnee und dass sie leer war versteht sich:
Der zweite Tellerschlepper Panoramalift hat mir hingegen ganz und gar nicht gefallen, erstens gibt es kein Panorama da die Trasse im Wald liegt und zweitens war die Spur katastrophal gewalzt, da ist man einfach mit dem Bully rübergefahren ohne die Fräse zu benutzen
:
Wenigstens war die Piste gut, kurz vor Mittag noch frische raupenspuren und interessantes Pano zum Reschensee:
Nochmals Bergstation EUB + halbe Trasse der 3SB:
Nachdem wir jede der offenen Pisten zwei - bis dreimal wiederholt haben (selbst den Panoramaschlepper habe ich mir zweimal gegeben) und knapp 5000 HM gesammelt haben, machen wir uns auf und davon, also nochmals Talabfahrt:
Zu Mittag waren wir im Tal, wo es an der Talstation fast 20 Grad hatte
, und konnten bei einer kurzen Verschnaufpause ein Zwischenfazit ziehen: ein landschftlich schönes Skigebiet mit ein paar interessanten Pisten, jedoch sehr klein, einen ganzen Tag könnte ich es dort nur sehr schwer aushalten. Für Anfänger ist es wiederum ungeeignet, da die meisten Pisten zu steil sind (von Schleppern gar nicht zu reden). Und von ein paar Nostalgikern kann man leider schlecht leben. Ganz so leer wie es am Anfang ausgeschaut hat war es nicht, die Leute kamen erst gegen 10 hinauf und dann war manchmal sogar jeder zweite Sessel der 3SB gefüllt und am Schlepper habe ich einmal 10 Skifahrer hintereinander hinauffahren sehen. Von Wartezeiten an Liften waren wir aber noch weit entfernt.
OK, weiter gehts. Nach 10 Minuten Autofahrt konnte ich an der Talstation Schöneben wieder sehr gut parken, da die ersten Vormittagsfahrer das Skigbiet bereits verlassen haben. Von diesem Skigebiet wusste ich dass die Lifte dort grossteils modern sind, die Pisten nordseitig liegen (wodurch ich mir auch am Nachmittag halbwegs guten Schnee versprochen habe) und das es manche relativ langweilig finden. Mal sehen. Zubringer - EUB und Talstation 6KSB Jochbahn:
OMG, was für superbreite Carvingpisten unter der Jochbahn
. Das erinnert stark an das Gipfelplateau vom Kronplatz. Und das wichtigste: Schnee vom besten, keine Spur sulzig und das um halb eins:
Dito, rechts zu sehen die anderen beiden KSBs Fraiten + Rojen:
Talabfahrt um eins - bei diesen Temperaturen? War das eine gute Idee? Ja, das war sie: dank der Nordlage und Beschattung durch den Wald konnte man hier wesentlich besser fahren als z. B. an der Talabfahrt von der Haideralm eine halbe Stunde früher oder gestern in Scuol um zehn:
6KSB Fraiten, ebenfalls mit einer superbreiten Carvingautobahn und perfektem Schnee:
4KSB Rojensee, oben ebenfalls superbreite Pistenautobahn, unten dann doch etwas steiler, nett:
Dann haben wir ein paar Fahrten mit der 3SB Zwölferkopf gemacht, die Piste ist zurecht schwarz, war selbst nach 14 Uhr in gutem Zustand und sogar halbwegs gut besucht:
Nach dem guten und günstigen Essen im SB neben der Bergstation hatte ich dann noch eine halbe Stunde Zeit um sich oben am Plateau auszutoben - bei solchen Pistenverhältnissen (kurz vor Vier) ein Hochgenuss:
Fazit Teil 2: wenn ich auf der Haideralm in etwa das gefunden habe was ich erwartet habe, war Schöneben für mich eine sehr positive Überrachung: OK, die breiten und flachen Pisten oben an den beiden 6KSBs sind vielleicht wirklich nicht die interessantesten Pisten im Alpenraum
, es war vor allem der Schneezustand der meinen Tag geretet hat. Nach ein paar Tagen wo die letzten Stunden bis Betriebsschluss eher eine Sulzschlacht waren, konnte man hier wirklich bis 16 Uhr durchcarven. Der Bereich Rojen bietet hingegen zweieinhalb interessante steile Pisten und die Talabfahrt ist sehr nett trassiert und im Wald verseckt, deshalb war sie selbst nach vier noch gut zu fahren. Dass Schöneben wesentlich besser besucht war als die Haideralm ist keine Überraschung, aber anstehen mussten wir auch hier nicht, ausser einmal eine Minute bei der Jochbahn.
Wunsch: dass die Haideralm überlebt und eines Tages irgendwie mit Schöneben verbunden wird.
Zum Abschluss noch ein sonniges Foto aus unserer FeWo in Nauders, aufgenommen nach dem Skitag. Das liebe ich so am Frühjahrsskifahren: obwohl wir bis Betriebsschluss skifahren, bleibt bis zum Sonnenuntergang noch genug Zeit um ein wenig am Balkon zu sitzen und die Landschaft zu geniessen ... ach, ist die Welt doch schön
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Die Anfahrt war denkbar kurz, bis nach St. Valentin brauchten wir keine 15 Minuten. Wenige Minuten vor neun konnten wir (gratis, versteht sich) an einem kleinen Parkplatz etwa 10 Meter von der Talstation parken, ich glaube vor uns waren 2 oder 3 Autos dort. Ich habe schon gedacht, ich mache was falsch, und habe geschaut ob es ein Parkplatz für Liftbedienstete ist, oder für Behinderte/schwangere/Eltern mit Kleinkindern etc. (ihr kennt das bestimmt von irgendwelchen Einkaufszentren: wenn man einen Parkplatz direkt vor dem Eingang bekommt, hat man bestimmt was falsch gemacht
). Aber es war schon alles richtig, es war eben noch so leer - obwohl die Bahn zu diesem Zeitpunkt schon seit ca. 20 Minuten in Betrieb war. Vom Skigebiet wusste ich bisher nur dass es der Gesellschaft eher schlecht geht, dass die Anlagen oben relativ alt sind und dass alle Pisten mehr oder weniger ostseitig liegen - bei der momentanen wetterlage kein Vorteil. Na, mal sehen. Auffahrt mit der 6EUB, links zu sehen die volkommen leere Talabfahrt:
Fixe 3SB Haideralm, nette Anlage mit beachtlichem HU für die relativ kurze Trasse. Die Bahn ist übrigens in Betrieb, obwohl es am Bild nicht danach ausschaut
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Bevor es in die 2. Etage geht, probieren wir es mit der Talabfahrt: sehr nett trassiert, ein wenig hat sie mich an die Talabfahrt vom Turnthaler in Sillian erinnert. Durch die Ostlage schon von der früh weg sulzig, jedoch sehr wenig befahren:
Jetzt aber wirklich mit der 3SB hinauf:
Rechts kommt die '3. Etage' des Skigebiets, der Tellerschlepper Seebodenlift in Sicht:
Schwarze Piste an der 3SB: genial, top gewalzt, leicht firnig, sonnig, steil:
Weiter zum Seebodenlift:
Sehr schön gelegener Schlepper, Starli wird sich wieder wundern
Die rote Nr. 13 liegt in einer Mulde links vom Schlepper versteckt, hatte besten Schnee und dass sie leer war versteht sich:
Der zweite Tellerschlepper Panoramalift hat mir hingegen ganz und gar nicht gefallen, erstens gibt es kein Panorama da die Trasse im Wald liegt und zweitens war die Spur katastrophal gewalzt, da ist man einfach mit dem Bully rübergefahren ohne die Fräse zu benutzen
Wenigstens war die Piste gut, kurz vor Mittag noch frische raupenspuren und interessantes Pano zum Reschensee:
Nochmals Bergstation EUB + halbe Trasse der 3SB:
Nachdem wir jede der offenen Pisten zwei - bis dreimal wiederholt haben (selbst den Panoramaschlepper habe ich mir zweimal gegeben) und knapp 5000 HM gesammelt haben, machen wir uns auf und davon, also nochmals Talabfahrt:
Zu Mittag waren wir im Tal, wo es an der Talstation fast 20 Grad hatte
OK, weiter gehts. Nach 10 Minuten Autofahrt konnte ich an der Talstation Schöneben wieder sehr gut parken, da die ersten Vormittagsfahrer das Skigbiet bereits verlassen haben. Von diesem Skigebiet wusste ich dass die Lifte dort grossteils modern sind, die Pisten nordseitig liegen (wodurch ich mir auch am Nachmittag halbwegs guten Schnee versprochen habe) und das es manche relativ langweilig finden. Mal sehen. Zubringer - EUB und Talstation 6KSB Jochbahn:
OMG, was für superbreite Carvingpisten unter der Jochbahn
Dito, rechts zu sehen die anderen beiden KSBs Fraiten + Rojen:
Talabfahrt um eins - bei diesen Temperaturen? War das eine gute Idee? Ja, das war sie: dank der Nordlage und Beschattung durch den Wald konnte man hier wesentlich besser fahren als z. B. an der Talabfahrt von der Haideralm eine halbe Stunde früher oder gestern in Scuol um zehn:
6KSB Fraiten, ebenfalls mit einer superbreiten Carvingautobahn und perfektem Schnee:
4KSB Rojensee, oben ebenfalls superbreite Pistenautobahn, unten dann doch etwas steiler, nett:
Dann haben wir ein paar Fahrten mit der 3SB Zwölferkopf gemacht, die Piste ist zurecht schwarz, war selbst nach 14 Uhr in gutem Zustand und sogar halbwegs gut besucht:
Nach dem guten und günstigen Essen im SB neben der Bergstation hatte ich dann noch eine halbe Stunde Zeit um sich oben am Plateau auszutoben - bei solchen Pistenverhältnissen (kurz vor Vier) ein Hochgenuss:
Fazit Teil 2: wenn ich auf der Haideralm in etwa das gefunden habe was ich erwartet habe, war Schöneben für mich eine sehr positive Überrachung: OK, die breiten und flachen Pisten oben an den beiden 6KSBs sind vielleicht wirklich nicht die interessantesten Pisten im Alpenraum
Wunsch: dass die Haideralm überlebt und eines Tages irgendwie mit Schöneben verbunden wird.
Zum Abschluss noch ein sonniges Foto aus unserer FeWo in Nauders, aufgenommen nach dem Skitag. Das liebe ich so am Frühjahrsskifahren: obwohl wir bis Betriebsschluss skifahren, bleibt bis zum Sonnenuntergang noch genug Zeit um ein wenig am Balkon zu sitzen und die Landschaft zu geniessen ... ach, ist die Welt doch schön
