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Häufigkeit von Unfällen

Lagorce schrieb:
Wozu dienen all diese Fragen?

Um gescheiter zu werden.


Lagorce, hast Du die PN schon gelesen?

Wozu dienen diese 5 Fragen von Catwalk 1982 ?
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=39&t=32093
(Revision eines Schlepplifts)

Oder diese von mike.rudolf ?
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=39&t=20974
(Alter von Pendelbahnen)

Oder gar diese von valdebagnes ?
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=39&t=35321
(Stromverbrauch von Seilbahnen)

...
 
Petz schrieb:
Ne grobe statistische Auflistung von Vorkommnissen (allerdings nicht bahntypspezifisch) ist für Südtirol auf Seite 43 hier mit angeführt:
http://www.provinz.bz.it/mobilitaet/service/publikationen.asp?&somepubl_action=300&somepubl_image_id=178906

daraus gelesen: Ein Unfall auf 4,3 Millionen beförderte Personen,
eine Verletzung auf 5,6 Millionen beförderte Personen,
inklusive oder vor allem Schlepp- und Sessellifte.


Schlechter als beim Fliegen
http://www.aviation-friends-hamburg-forum.de/showthread.php?tid=1555

oder als bei der Wuppertaler Schwebebahn.
http://www.wuppertaler-schwebebahn.info/deutsch/geschichte/schwebebahn19.html

Aber sicher besser als im Straßenverkehr.
 
abcde-institute.org schrieb:
Schlechter als beim Fliegen
Würde ich aber nur als bedingt vergleichbar einstufen denn Dummheiten des Faktors Passagier Mensch sind im Flugzeug praktisch ausgeschlossen, spielen aber gerade bei Schlepp - und Sesselliften sicher ne dominierende Verursacherrolle.
 
Wozu dienen all diese Fragen?
Um gescheiter zu werden.
Natürlich darf man hier im Forum Fragen stellen.
Jedoch wirken einige Fragen schon ein bisschen komisch, wenn man anhand deines Usernames davon ausgehen muss, dass Du selbst an der Studie zu den urbanen Seilbahnen beteiligt bist.
Einige Fragen (z.B Max. Kurvengeschwindigkeit) hätten schon vor dem Veröffentlichen der Studie geklärt werden müssen. Dass diese Fragen erst jetzt auftauchen ist nicht unbedingt förderlich für die Studie und den Gesamteindruck vom Forschungsinstitut.


Da kann ich das Desinteressen der Städte und Seilbahnhersteller sehr gut verstehen...

Obwohl damals alles neuartig war und der Bau mit Forschungssubventionen leichter möglich gewesen wäre.

1997 dachten die großen Seilbahnhersteller Doppelmayr-Garaventa (Wolfurt, Österreich) und Leitner-Poma (Sterzing, Italien) eher daran, die von ihnen gerade neu entwickelten "Cable-Liner" oder "People-Mover", kuppelbare Standseilbahn-Gondeln im Pendelverkehr, zu pushen, um die Entwicklungskosten hereinzubringen.
 
TPD schrieb:
Einige Fragen (z.B Max. Kurvengeschwindigkeit) hätten schon vor dem Veröffentlichen der Studie geklärt werden müssen. Dass diese Fragen erst jetzt auftauchen ist nicht unbedingt förderlich für die Studie und den Gesamteindruck vom Forschungsinstitut.

Da kann ich das Desinteressen der Städte und Seilbahnhersteller sehr gut verstehen...

Also 1997 gab es NULL Interesse bei den Selbahnherstellern, was den Einsatz von Hänge-Gondelbahnen im urbanen Bereich angeht. Ihre Standseilbahnen wollten sie verkaufen. Weil die aber zu teuer waren und sind und kein Kunde die erste Anlage ohne Referenz realisieren wollte, war der Verkauf sehr zäh.

Ich vermute mal, dass die "urbanen Seilbahnen" mehrmals erfunden wurden. Und zwar in den Städten, die ein bergiges Stadtgebiet haben, wo man mangels Stadtplanung und wilden Hüttenbaus nicht so einfach Straßen hinklotzen kann. In Algerien und in Medellin. Die hatten ein Problem und fanden es in einer Seilbahn und daraus wurde dann die Stadtseilbahn, mit der heutzutage so eifrig geworben wird, weil ein Riesenmarkt da ist.

Die genaue Geschichte weiß vielleicht jemand von POMA.

Aber eine Seilbahn "für die Ebene" ? Sowas depperts! Des hamma no nie so gmacht. Hat des scho wer realisiert?
Da war die ungelöste Kurvenführung wirklich noch das kleinste Problem.

Die neuen Stadtseilbahnen (in Taipeh oder Rio de Janeiro) haben Teilstrecken. Kommen also (ohne dass ich sie oder Pläne real gesehen habe) vermutlich ohne Kurven aus.
Mein Ansatz der Kurvenführung resultiert aus der Theorie einer Gondelbahn mit 15 Haltestellen über ein Stadtgebiet verlaufend. Da sind rein schnurgerade Trassen (in Europa) nicht realisierbar. Die Gondel-Kurvenfahrt samt Passagiere gibts noch nicht. Detto gibt's keine Erfahrungswerte und wenn, dann nur von Spezialisten (danke für die PNs !), die hier im Forum mitlesen. Ich geb's zu, auf meiner Website vermischt sich derzeit zuviel die Realität mit der Fiktion. Ich arbeite daran, teile die Themen in Teilgebiete und versuche zu erklären, was Sache ist und was Zukunftsmusik, die Website ist in Bearbeitung und die Website-Schreiberei und die Gondelbahnen nur ein Nebenthema.

Die maximale mögliche Kurvengeschwindigkeit konnte 1997 nicht geklärt werden und 2010 ist man noch nicht viel weiter. Sie ist genauso relativ wie die maximale Fahrgeschwindigkeit von Eisenbahnen. Als die Eisenbahn erfunden wurde, glaubte man, eine Geschwindigkeit größer 30 km/h würde die Leute töten und jetzt braust man in China mit 380 km/h durch die Gegend resp. Tunnels. Achterbahnen verursachten in ihrer Frühzeit Genickstarreprobleme für die Benutzer bis die Herzkurve gefunden wurde.

Die Bewältigung von Kurven lässt Doppelmayr gerade erforschen ("City Cable Car" ):
http://www.ffg.at/verkehr/projekte.php?id=694&lang=de&browse=programm



TPD schrieb:
Da kann ich das Desinteressen der Seilbahnhersteller sehr gut verstehen...
Was für Desinteresse? Das gab's 1997.

POMA/Leitner bauen eine urbane Seilbahn nach der anderen, bei Doppelmayr ist es ein Top-Thema und beim Internationalen Seilbahnkongress der O.I.T.A.F. (Organizzazione Internazionale Trasporti A Fune) Oktober 2011 in Rio de Janeiro wird der Eröffnungsvortrag „Seilbahnen im urbanen Bereich“ sein ( Erfahrungen im Bau von urbanen Seilbahnanlagen, Der Betrieb urbaner Seilbahnanlagen, Wirtschaftliche Erwartungen und soziale Aspekte, Technische Lösungen – Heute – Morgen), um meine Website bzw. die der OITAF zu zitieren.

TPD schrieb:
Dass diese Fragen erst jetzt auftauchen ist nicht unbedingt förderlich für die Studie und den Gesamteindruck vom Forschungsinstitut.

Zitat: " UNSER FORSCHUNGSPROJEKT: Auf unserer Website soll der Stand der Technik dazu, Entwicklungstendenzen und Vorausgedachtes laufend publiziert und allgemein über innerstädtische Seilbahnen informiert werden." Nicht mehr und nicht weniger.
Wir werden sicherlich nicht die "Kurvengängigkeit von Seilbahngondeln" oder die "Materialprüfung von Drahtseilen bei 30 km/h" erforschen und dabei Know-How vom Alpinforum absaugen müssen. Und wenn jemand anderer die Zwei-Liter-Waschmaschine vorher entwickelt, wird das von allen bei uns begrüßt.
 
abcde-institute.org schrieb:
Die Gondel-Kurvenfahrt samt Passagiere gibts noch nicht.
Die maximale mögliche Kurvengeschwindigkeit konnte 1997 nicht geklärt werden und 2010 ist man noch nicht viel weiter.
Paar Erfahrungen damit konnte man bei Kurvensesselliften machen wobei dort aufgrund des relativ kleinen Umlenkscheibendurchmessers (Bachmannseilscheibe) die Maximalgeschwindigkeit meines Wissens nach auf 1,5 m/sec beschränkt ist. Mit dem Schrägrollenprinzip kann man Kurven mit nur kleinem Seilablenkwinkel auch mit Regelgeschwindigkeit durchfahren.
Weitere diesbezügliche passagierbezogene Erfahrungsparameter wären eventuell von Straßenbahnherstellern zu bekommen die auch das Problem haben, daß bei relativ engen Kurvenradien ihre Mitfahrer nicht gerade von den Sitzen fliegen sollten.

Allerdings glaube ich im urbanen Bereich nicht an die Notwendigkeit, Kurven unbedingt gekuppelt passieren zu müssen denn eine Bahn lässt sich mit den dort sowieso nötigen Zwischenstationen so planen, daß man letztere eben an Kurvenpunkte setzt wo die Kabinen dann sowieso entkuppelt werden.
 
abcde-institute.org schrieb:
Die Gondel-Kurvenfahrt samt Passagiere gibts noch nicht. Detto gibt's keine Erfahrungswerte und wenn, dann nur von Spezialisten (danke für die PNs !), die hier im Forum mitlesen.
:roll:
Weis ja nicht wo Du dich informierst.

kurve8.jpg
 
Aber eine Seilbahn "für die Ebene" ? Sowas depperts! Des hamma no nie so gmacht. Hat des scho wer realisiert?
Solche Bahnen gibt es schon seit den 50er Jahren ! (Oder die berühmte Hafen-Pendelbahn in Barcelona ist ja sogar noch ein "bisschen" älter ;))
Jedoch ist es unbestritten dass diese Anlagen eher für touristische Zwecke gebaut worden sind.

Die maximale mögliche Kurvengeschwindigkeit konnte 1997 nicht geklärt werden und 2010 ist man noch nicht viel weiter. Sie ist genauso relativ wie die maximale Fahrgeschwindigkeit von Eisenbahnen.
Einverstanden, wir wissen nicht, welchen technsichen Fortschritt es in den nächsten 10 Jahre geben wird. Jedoch für Heute existieren durchaus Maximalwerte.
Und wir müssen nun mal mit der Technik arbeiten, die Heute verfügbar ist.
 
Warum die "Häufigkeit von Unfällen bei gekuppelten Gondelbahnen" von "Seilbahnen" zu "Unterhaltung | Entertainment" verschoben wurde versteh ich jetzt überhaupt nicht.
 
also ich kann von einem Skigebiet reden - 2 Gondelbahnen, viele Sessel- und Schlepplifte...
Wirklichen Unfall hats im letzten Jahr keinen einzigen gegeben, Bergung nur eine Übung. Allerdings steht bei uns, wenn viel Betrieb ist, immer ein 2. beim Einstieg und kontrolliert. Mir ist dabei letztes Jahr so einiges untergekommen - vom Jacke aussen auf die Skier hängen (ist zwar nur Verlust der Jacke, aber auch das nervt) bis hin zu bis zu 12 Personen in einer 8er Kabine...

mfg
 
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