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Head: Elektronische Ski mit Chip

Sehr geehrte InteressentINNEN der HEAD Intelligence Technology,

die Intellifibers sind piezoelektrische Keramikfasern mit den entsprechenden Eigenschaften, bei Verformung wird Spannung frei. Durch die spezielle Anordnung von Elektroden geht es dabei um Spannungen bis zu 700V.
Die bei der Torsionsbewegung entstehende elektrische Energie wird in einer Spule akkumuliert und zum gewünschten Zeitpunkt, nach einigen Millisekunden, wieder an die Fasern abgegeben. Aus dem Verhältnis der kumulierten Energie zum Zeitpunkt des Freisetzens zur sonst vorliegenden ergibt sich die Aussage "siebenfach .."
Das Freisetzen nach einigen Millisekunden entspricht damit einer phasenversetzten Gegenschwingung die auf die Intellifibers aufgebracht werden, und somit die Torsionbewegung des Skis aktiv korrigiert. Ein rascheres Schalten hätte nicht den gewünschten Erfolg.

Wir hoffen, wir konnten Ihre Fragen damit ausreichend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

HEAD Sport AG
Team Marketing
www.head.com
 
Ich hatte die Fa. Head mal angemailt :D

Wie der MM so schön sagt: Man kann auch beim Hersteller nachfragen.
 
^^ Hmm, nicht ganz, aber schonmal ein guter Ansatz :D. Bemerkenswert, dass sich die Firma Head in diesen Thread einschaltet.
Was mir noch nicht ganz klar ist, ist wie man in einer Spule elektr. Energie akkumuliert. Wenn das jetzt ein Kondensator wäre, könnt ich mir das schon eher vorstellen. Gehts bei der ganzen Sache um Wechselspannung oder um Gleichspannung?
 
Das finde ich hervorragend, daß sich Head da mal einschaltet und mit dem Mist Schluß macht, den man sonst so hört.

@k2k: Natürlich kann man auch in einer Induktivität Energie speichern - was dachtest Du denn. Ein Kondensator ist ein kapazitiver Energiespeicher, eine Spule eben ein induktiver.
Bei der Spule gilt der Zusammenhang U=L*(dI/dt). Folglich lassen sich beim Zu- und Wegschalten von Strömen sehr hohe Spannungen erzeugen.
Läßt man eine Zeit lang einen Strom fließen, so baut die Spule als "Energiespeicher" ein Magnetfeld auf.

Ich will nur mit diesem "versiebenfachen" nochmal aufräumen. Energie kann man nicht versiebenfachen. Wenn man sie speichert (über einen längeren Zeitraum), dann kann man einen Puls abgeben, der die siebenfache "Höhe" des kontinuierlichen Wertes hat. Wenn man das mit hoher Spannung macht, dann entwickeln piezoelektrische Materialien auch eine recht hohe Kraft. Die wird dann zur Stabilisierung genutzt.
Auch die "Millisekunden" sind mir nun klar geworden. Schwingungen lassen sich nur mit einer entsprechenden Phasenverschiebung unterdrücken, deshalb der Zeitversatz (der ja nun offensichtlich gewollt ist).

So eine Stellungnahme hätte die ganze blödsinnige Diskussion vermeiden können. Mit Sätzen wie: "... wird die Enregie von einem Microprozessor siebenfach verstärkt und in die Fasern zurückgeschossen" kann man mich nicht überzeugen. Das ist schlicht Geschwätz von Werbeleuten, auf das ich gar nichts gebe. Ne anständige tech. Erläuterung sagt doch alles. Da brauchen wir gar nicht ellenlang über diesen Mist diskutieren.

Nochmal: Ich habe am Effekt nicht gezweifelt. Ich kenne genug gute Schifahrer, die mir das auch schon bestätigt haben. Allerdings war mir die Erklärung nach dem Wie und Warum zu dümm.
 
Stimmt, natürlich. PhysikLK ist halt schon ne Weile her... :D
 
Ihr zerbrecht euch viel zu sehr den Kopf über die Technik. Das Wichtigste ist doch wie sich der Ski im Endeffekt fährt und das tut sich der Head Worldcup i. SL (Modell 2003) wirklich extrem gut. Ich hab zum Vergleich den Völkl P50 Slalom Race Carver und den Atomic 9.12 getestet von denen ich nicht so überzeugt war.
Der Head fährt auf der Kante wie ein Zug, der Kantengriff ist top, agressives carven und Kurzschwung haben bei keinem Ski mehr Spass gemacht!!! Den neuen Head Worldcup i. SL (Modell 2004) werd ich mir sofort zum testen holen. :twisted:
 
Basti schrieb:
Ihr zerbrecht euch viel zu sehr den Kopf über die Technik.

Das ist einer der Pluspunkte dieses Forums, dass man auch einigermassen vernünftig über die Technik diskutieren kann und nicht nur wo man sich am besten einen reinleert...
 
Da stimme ich zu. Zwar sind wir nicht immer einer Meinung (wo ist das der Fall ...), aber dazu ist das Forum schließlich da.
Außerdem war ich der Meinung, daß das Thema geklärt sei, oder?
Im Gegensatz zum "coole Fotos"-Topic.
 
Ich denke, jede Firma braucht eine Technologie um ihren Skiverkaufen zu können(ß Atomic, Frequency Tuning Fischer, Head mit dem Piezo Effektzeugs). Meine Meinung ist: Um Die Energie die beim Flattern eines Skis entsteht entgegenzuwirken, braucht man eine Spule die in keinem Ski unterzubringen wäre(und dann noch von einem IC gesteuert).
Die ß-Technologie bringt auch einen großen Nachteil mit:
Der Ski verzieht sich innerhalb kürzester Zeit, da diese Carbon-Röhren nur an ihren Stellen wirken(Kann man beim Wachsen feststellen, wenn das Bügeleisen nur noch über die Kanten rutscht.
Die ganzen Technologien bringen realtiv wenig.
Einen guten hochwertigen Ski erkennt man an der Sandwichbauweise.
Viele Ski, vorallem im Einsteigerbereich sind in Cap-Bauweise und geschäumt, wodurch sie relativ schnell ihre Vorspannung verlieren.
Ski in Sandwichbauweise sind z.B. Elan SLX, Fischer Race Modelle und die neuen Kneissl Rennmodelle.
Atomic und Salomon sind Verfechter der Kunststofffüllung. (Ist an sich nicht schlecht, aber die Ski sind ziemlich bald Schrott, da sie ihre Vorspannung relativ schnell verlieren)
 
@ q8: ob es daran liegen mag, dass mein uralter rc4 gs super (1990 oder 1991) noch ziemlich viel spannung hat? :gruebel: bin leider chef-laie, was skibau angeht...
 
Zu den von dir angesprochenenen Verformungen der Röhren-Technologie: Das hab ich bei den Kästle - 3-Röhren-System (die letzte Kästle-Generation) auch schon gehört - und das ist ja doch schon einige Jahre her.
Da es Atomic immer noch einsetzt und im Weltcup recht erfolgreich ist, scheint es da aber doch nicht so extrem zu sein?!?

Im Gegensatz zu den superleichten Kästle sind die Atomic ja auch sauschwer - da muß also schon 'n bissl was anders sein ....
 
Schon mal einen echten Weltcup Ski gesehen:
Der Atomic Ski ist auch in Sandwichbauweise und nur die Oberfläche sieht so aus wie das Ladenmodell.
Der Slolomcarver SL11:12 wäre mit seiner Tailierung im Weltcup gar nicht zugelassen!
Bei Fischer ist genauso: Der Worldcup SC (super Ski) gibt es ebenfalls als Ladenmodell und für den Rennlauf mit geringer Tailierung
 
jop, gute skier haben nur sandwich bauweise :)
vor allem: wc skier müssen max 2 rennen durchhalten, dann gibts eh neue :)
 
^^
so extrem ist auch wieder nicht!
Aber bei Abfahrtsskiern wird der Belag beim Fahren so heiß, dass er komplett ausgeschnitten wird und ein neuer eingelegt(schon verrückt)!
Was auch ganz interessant ist: Manchmal sieht man im Fernsehen(teilweise schon im Zeilraum, spätestens bei der Siegererhung),dass sie das normale Ladenmodell haben. Der Rennski wird schleunigst gegen das Ladenmodell ausgestauscht(ich denke mal das die Rennski vermessen werden) Irgendein Österreicher war bei der Siegererhung schon mit einem Atomic Supercross!
 
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