• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Heute Show

Warum die heute-show wohl gerade eine 6-wöchige Winterpause hatte... :wink:

Ich empfinde den Beitrag als eine interessante Mischung aus berechtigter Kritik und oberflächlicher Übertreibung:

Dass Heliskiing oder das Wegsprengen eines Felsens für einen Ziehweg (nit 'mal a gscheide Abfahrt !! :biggrin: ) irrwitzige Undinge sind, davon bin ich überzeugt.

Zum Sauftourismus gehören auch immer die SäuferInnen selbst, da finde ich es auch gut dass da d'rüber gesprochen wird. :P

Übertrieben und scheinheilg finde allerdings vor allem das Getue mit den Schneekanonen: Wo fehlt da die Nachhaltigkeit? :rolleyes:
Für die technische Schneeerzeugung brauch ich drei Dinge: Wasser, Strom und die Schneekanone selbst. Die stammt meistens von einem Unternehmen aus dem Alpenraum bzw. dessen Ausläufern, sind also keine China-Importware wie wir das mittlerweile von den meisten konventionellen Geräten gewohnt sind, und schaffen so auch vereinzelt Industriearbeitsplätze in den Alpen. Wasser ist hier auch genug vorhanden, wenn es in Speicherseen gelagert werden muss und dieser Speichersee gut angelegt ist, ist ein solcher (zumindest im Sommer) kaum von einem natürlichen Bergsee zu unterscheiden. In Österreich liegt der Wasserkraftanteil bei 60-70%, in Tirol ist er schätzomativ höher, der Strom wird also genauso aus Wasser gewonnen. Dass der geschmolzene Schnee aus Wasser + Strom aus Wasser dann wieder in einen Kreislauf zurückfindet brauch ich nicht weiter zu erläutern.

Umso wichtiger ist die Schneeerzeugung bei den kleinen Skigebieten, nicht umsonst gibt es kaum "Naturskigebiete" mehr. Die, die es sich leisten konnten und bei denen es niemand behinderte eine Beschneiung bauen konnten (noch) überleben, für (fast) alle anderen hieß es Goodbye. :naja:


Wie würden es wohl in den Tiroler Tälern aussehen, wenn nie Schneekanonen aufgestellt oder Lifte gebaut worden wären?

Die "bessere" der beiden Alternativen wäre wohl die Ansiedlung von Industrie gewesen, allerdings infrastrukturell eher unwarscheinlich und ich will mir das garnicht weiter ausmalen.

Warscheinlicher wäre wohl ein kollektives "Aussterben" der Regionen gewesen, weil der vielzitierte sanfte Tourismus die Massen nicht anzieht und so nicht gewinnbringend ist. :rolleyes:

Eine ausgewogene Balance zwischen Natur und Mensch ist wichtig, keiner sollte vor dem anderen bedingungslos auf die Knie gehen.
 
wetterstein schrieb:
hegauner schrieb:
Ich fand den Bericht sehr amüsant und vieles richtig. Sonst hätte z.B. der Teilbereich "Infrastrukturelle Neuigkeiten in den Skigebieten" in diesem Forum nicht so viele Beiträge :ja:
Die Seilbahn-kritischen Beiträge sind dort wohl in der Minderzahl.

Das stimmt, ich meinte auch eher die Berichte über das Wettrüsten in den Skigebieten.
 
hegauner schrieb:
Tja, einige finden Satire nur super, solange sie sich über nichts lustig macht, was man(n) gut findet :roll:
Billige Unterstellung.
Wie ein großer Teil der Einheimischen bin ich zu 90% auf Tourenskiern unterwegs und benötige den Massentourismus nicht. Ein großer Teil meiner Landsleute lebt jedoch davon!
 
Bei all der Aufregung hätte ich das wichtigste bald übersehen.

In einer normalen Saison werden in den Alpen 70.000 Hektar beschneit

Das sind 700 Quadratkilometer. 700 klingt natürlich nicht so spektakulär wie 70.000. Die Fläche der Alpen wird mit 200.000 Quadratkilometern angegeben. Wenn ich nun überschlägig von beschneiter Fläche auf die gesamte Pistenfläche mit Faktor 4 rechne, dann komme ich auf 2.800 Quadratkilometer reine Pistenfläche oder 1,4%.

[Satire an]
Man kann an diesen Verhältnissen eindeutig erkennen, was der alpine Massentourismus da oben in den Bergen so anrichtet. Oder wie sagte unlängst ein Kollege, der den ganzen Tag durch den Ruhrpott auf Autobahnen durchquert hat? Mensch, datt Ruhrgebiet besteht nur aus Autobahnen! Ab und an nur mal ein Fleckchen grün neben die Asphalt.
[Satire aus]

Siehste, dass ist ein Beispiel für Satire. Die wahren Verhältnisse werden nicht verdreht, sondern überspitzt auf den Punkt gebracht.

Ach Olli, btw, selbst in Wintern mit viel Naturschnee werden die Pisten beschneit, um eine tragfähige Grundlage für die Saison zu bekommen. Ja, in den Skigebieten haben wir Massentourismus, da muss die Piste auch mal ohne Nachschub von oben für täglich tausende Skifahrer halten. Und kein wirtschaftlich denkender Betreiber lässt seine Schneekanonen länger laufen als es nötig ist. Und Wasser wird nicht verbraucht. Wasser kann man gar nicht verbrauchen. Wasser bleibt immer im Kreislauf erhalten.

Viele Leute fahren da nur noch zum feiern und saufen hin
Ja und? Sollen sie doch. Sie füllen die Kassen der Skihütten und jeder der in der Hütte feiert und säuft ist einer weniger auf der Piste. Nach Malle fahren auch viele Leute zum feiern und saufen hin. Und nach Bangkok...., ach, das kann sich jeder selbst denken. :wink:
 
mich wundert daran nur, dass dies Ski-Bashing so gehäuft auftritt. Wie in einem anderen Fred bereits erwähnt: Am gesamten Energieverbrauch pro Kopf gemessen, machen die Schnee Kanonen 4% aus. Der größte Anteil fällt auf die individuelle Anreise an. Da unterscheidet sich Skiurlaub also nicht von Wanderurlaub, wenn dort mit dem Auto angereist wird.

Wundert mich, dass den Satirikern mit solch einer Attitude nicht ähnliche Beiträge über Mallorca Urlauber machen, wo sämtliche Klimaanlagen und Swimmingpools für die Touris sicher mehr Energie verbrauchen als die Schneekanonen.

So ein Trubel wie in Ischgl wäre nichts für mich, aber warum soll es so was wie Ballermann nicht auch in den Alpen geben? Dürfen jetzt samtiliche Gegenden, wo so Fernsehfuzzis besonders romantisch-naive Vorstellungen haben keine moderne Entwicklung nehmen? Muss ich jetzt in Hamburg auch mit Fischermütze und Colani mit Schipperklavier besonnen an der Hafenkante stehen und darf keine Party mehr machen?
 
Künstliche Beschneiung ist sogar gut für die Umwelt. Ich will mir gar nicht vorstellen wie Pisten im Sommer aussehen würden wenn man in Kombination mit den heutigen Kapazitätsmonster-Liften nur Naturschnnee verwenden würde. Man muss beachten dass eine gute Schicht an künstlicher Beschneiung die Vegetation vor Skifahrern und Pistenraupen schützt. Gerade in tiefer gelegenen Skigebieten wie Kitzbühel und Saalbach wären die Bergwiesen im Sommer sonst nur noch zerpflückte Acker.

Beim Thema Beschneiung geht es aber nicht um logische Argumente für die Ökos sondern ums Prinzip. Die Logik ist bei allen neuen Technologien ist bei denen immer die Gleiche:

Menschen Gemacht/ der Natur ein bisschen nachgeholfen = Immer schlecht
"Natürlicher" Ursprung = Immer gut
 
Vielleicht sollte man eine Sendung, die, wie ich gerade gelesen habe, von Florian Silbereisen anmoderiert wurde, nicht so überbewerten 8) :wink:
Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten :ja:
 
Es ist schon richtig, dass man nicht Lügen einfach mit dem Verweis auf "Satire" wegwischen kann. Vor allem muss man ja bedenken, dass politische Satiresendungen selten "politisch gleichmäßig" die Dinge durch den Kakao ziehen, sondern gerade bei der Heute-Show (aber auch bei der Anstalt) gibts da eine klare Stoßrichtung - denn Satire kann ja entweder dafür oder dagegen sein und überzeichnet das dann.

Beispiel: Es soll eine Stromtrasse gebaut werden. Jetzt man entweder sagen, dass das so schlimme Umweltverschandelung ist mit Interviews mit Anwohnern die ihr Leid klagen, und dann noch schöne Bilder davon wie Landschaften zerschnitten werden. Oder man kann sagen, ohne die Stromtrasse gibts in Bayern halt keinen Windstrom von der Küste und es bleibt dunkel, oder man muss Kohlekraftwerke nutzen was der Umwelt noch mehr schadet als ne Stromtrasse.

Bei der Heute-Show waren konkret mehrere bewusste Lügen dabei:
-der Grat am Pitztaler wurde nicht weggesprengt
-Murmeltiere halten im Winter Winterschlaf und kriegen da eh nichts mit, und in den Höhen wo Heliskiing ist halten sie sich im Winter nicht auf
-Schneekanonen sind nicht umweltschädlich, sondern sie sind nachhaltig und Erhalten Gletscher sogar

Und die Dinge die nur völlig einseitig beleuchtet wurden hab ich dabei auch ausgelassen, bspw. wenn man nach Mallorca fliegt dann ist das umweltschädlicher als in den Alpen ski zu fahren, denn so ein Flieger erzeugt sehr viel CO2.

Allerdings sind die Skigebiete in Deutschland eh mittelfristig tot, weil hier den Umweltschützern viel zu viele Zugeständnisse gemacht werden, selbst Söder hat ja das demokratische Votum zum Riedberger Horn auf Druck der Umweltschützer einfach missachtet. Und Beschneiung auf dem Zugspitzplatt ist immer noch verboten. Die Ausbauten am Sudelfeld erfolgten nur nachdem die Umweltschützer jahrzehntelang Terz gemacht haben für Änderungen die man wenige Kilometer weiter in der Skiwelt in nem normalen Sommer macht und niemand danach kräht (und das wohlgemerkt obwohl in Tirol die Grünen mitregieren und in Bayern die CSU alleine bzw. mit auch wirtschaftsfreundlichen Parteien wie FDP und FW). Es gibt ja in Deutschland auch keine Skigebiete, die mit den Großen in Ö auch nur annäherungsweise mithalten könnten und der Trend dass kleine Gebiete eher schließen ist generell vorhanden.

Aber so ist das halt, in D hält die Politik ihre schützende Hand über die Autoindustrie gegen die übliche Hetze der Umweltschützer, in Ö über die Tourismusbranche. Sogar der Grüne Kretschmann in BaWü ändert zügig seine Meinung, wenn Daimler-Chef Zetsche ihn anruft. Denn wenn die Leute entlassen werden weil man die Auto- bzw. Tourismusbranche kaputt gemacht hat, dann folgt die Abwahl auf dem Fuße.
 
Wooly schrieb:
Hier sind aber auch alle Aluhutträger dieses Forums am Start ... interessant, wir dünnhäutig manche Leute auf harmloseste Satire reagieren ...
Wie bereits gesagt, gegen gut gemachte Satire habe ich nichts einzuwenden, auch wenn ich anderer Meinung bin. Aber gegen Verdrehung von Fakten und einseitige Hetze. Vor allem, wenn sie aus den Reihen der Medien kommt, wo man ein gewisses Maß an Professionalität erwarten dürfte. Gerade der Welke hat sich da in der Vergangenheit schon einige Klopse geleistet, etwa in Bezug auf die Abschaffung des Bargelds oder die Occupy-Bewegung.

Und die Mechanismen zu hinterfragen, die dazu führen, dass manche Themen in den Medien in regelmässigen Abständen wie die berühmte Sau durchs Dorf getrieben werden hat auch nichts mit Aluhüten zu tun. Sondern mit der Fähigkeit, Fehlentwicklungen kritisch zu hinterfragen anstatt sie schönzureden. Weil nur dann hat man eine Chance, etwas zu verbessern. Auch, wenn unabhängig vom Thema erst mal 10 Leute reflexartig Kontra geben, weil es ihnen in den Genen steckt oder sie dazu erzogen wurden, erst einmal abzuwiegeln.

BTW, danke für Den Beitrag, mit dem Du ein wunderbares Beispiel für die im Spiegel kritisierte Argumentationstechnik lieferst. Immer getreu dem Motto, wozu sachlich bleiben, wenn man auch persönlich werden kann. :lol: :lol:
 
Ich würde mir mal einen Song wünschen und zwar von NeusserGletscher featuring wetterstein - j-d-s remix :lol: :lol: :lol:
 
^^ Nicht jedem ist es gegeben, Ironie zu erkennen :(

Ich bin gespannt, ob noch jemand was zu der Diskrepanz zwischen der kolportierten Behauptung, die Alpen "würden auf links gezogen" und den tatsächlichen Verhältnissen zu sagen hat.

NeusserGletscher schrieb:
Bei all der Aufregung hätte ich das wichtigste bald übersehen.
In einer normalen Saison werden in den Alpen 70.000 Hektar beschneit

Das sind 700 Quadratkilometer. 700 klingt natürlich nicht so spektakulär wie 70.000. Die Fläche der Alpen wird mit 200.000 Quadratkilometern angegeben. Wenn ich nun überschlägig von beschneiter Fläche auf die gesamte Pistenfläche mit Faktor 4 rechne, dann komme ich auf 2.800 Quadratkilometer reine Pistenfläche oder 1,4%.
 
NeusserGletscher schrieb:
^^ Nicht jedem ist es gegeben, Ironie zu erkennen :(
Ist schon ziemlich schwierig wenn gefühlt (mindestens) 100% der Beiträge aus Ironie bestehen.
Aber hey, genauso wie es vielen am Verständnis von Ironie mangelt fehlt eben anderen die Möglichkeit sie zu nutzen...

tafaas schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Immer getreu dem Motto, wozu sachlich bleiben, wenn man auch persönlich werden kann. :lol: :lol:

NeusserGletscher schrieb:
War ja klar, dass auch der hochsportliche durchtrainierte Welke (BMI < 20) auf den Ski-Bashing Zug im ÖR aufspringen muss.
Wie war das noch mit Wasser predigen und Wein trinken
 
^^ Es hätte mich auch gewundert, wenn ausgerechnet von Dir ein sachlicher Einwand zum Thema gekommen wäre.

Mal schauen, wie oft ich die Frage wiederholen darf, bis jemand dazu Stellung nimmt:

NeusserGletscher schrieb:
Ich bin gespannt, ob noch jemand was zu der Diskrepanz zwischen der kolportierten Behauptung, die Alpen "würden auf links gezogen" und den tatsächlichen Verhältnissen zu sagen hat.

NeusserGletscher schrieb:
Bei all der Aufregung hätte ich das wichtigste bald übersehen.
In einer normalen Saison werden in den Alpen 70.000 Hektar beschneit

Das sind 700 Quadratkilometer. 700 klingt natürlich nicht so spektakulär wie 70.000. Die Fläche der Alpen wird mit 200.000 Quadratkilometern angegeben. Wenn ich nun überschlägig von beschneiter Fläche auf die gesamte Pistenfläche mit Faktor 4 rechne, dann komme ich auf 2.800 Quadratkilometer reine Pistenfläche oder 1,4%.
 
Zurück
Oben