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Hintertux | 19.06.2013 | Hitzeflucht

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Die allermeisten Menschen freuten sich total über den lang ersehnten Sommereinbruch im Juni 2013, doch gegen Mitte des Monats klinkte ich mich da wieder aus und wünschte mir kältere Luft herbei.

Hatte ich den Montag noch in einem kühlen Besprechungszimmer in einem Münchner Vorort verbringen können, so musste am Dienstag wieder im eigenen, unklimatisierten, unisolierten Büro in einem alten Betonklotz schmachten. Drinnen im künstlichen Licht hinter heruntergelassenen Rollläden, umfächert von Ventilatorenluft und träge wie nach einer schlaflosen Nacht, reifte die Idee nach Sommerschi...

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Am Vormittag war ich mir sicher, den nächsten Tag frei zu nehmen. In der Pause vermiesten mir die Temperaturangaben auf Bergfex die Lust, irgendwo im Gebirge umherzuwandern und so kam mir Hintertux in den Sinn. Kurz schob sich die Konkurrenz aus dem Stubaital in meine Gedankenpläne, doch irgendwie sprach mich das Pisten- und Lifteangebot im Zillertal mehr an. So klopfte ich bei meinem Chef und verkündete, Schifahren zu gehen.

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Um 4:45 Uhr klingelte mitten in der Nacht der Wecker – beim Sommerschi muss man einfach möglich früh vor Ort sein, um den guten Schnee in der Früh mitzunehmen.
Ich war überrascht, wie hell es draußen um diese frühe Zeit schon ist und in München herrschte noch gähnende Leere auf den Strassen. Ich hatte das Fenster heruntergelassen, angenehme Morgenluft strömte herein und im T-Shirt lenkte ich den Wagen Richtung Sommerschi.

Auf der üblichen Route über Wolfratshausen, Bad Tölz und dem Achenpass war ich nahezu allein unterwegs und hinter Lenggries lud der malerische Tagesanbruch zu einem Fotostopp ein. Ein wenig war ich noch benommen, doch die frische Landluft und die Vorfreude auf Sommerschi hielten mich munter.
Den ersten Halt hatte ich bereits in Einöd vor Bad Tölz eingelegt, doch die Kapelle dort lag noch nicht im rechten Licht. Aber wenigstens meine quälende Befürchtung ab Geretsried, die Schistöcke vergessen zu haben, konnten dank jenes Spontanhalts vor einem Baurnhof schnell ausgeräumt werden.

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Zwar sind das auch irgendwie klischeehafte Bayern-Motive, aber mir gefallen sie immer wieder ganz gut. Ich nahm mir vor, bei der nächsten Wandertour uhrzeitmäßig etwas früher ins Oberland hinauszufahren. Am Morgen, wenn die Luft noch angenehm ist und die meisten Leute abwesend – das hat einfach was.
Wie ich da in der nach Sommer duftenden Stille stand, kam es mir recht abwegig vor, Schi fahren zu gehen. Ich musste wieder an das verdutzte Gesicht meines Chefs und das Stirnrunzeln meiner Büronachbarin denken, als ich meinen Plan am Tag zuvor verkündet hatte. Aber das ist wie mit den Suchen stillgelegter Schlepper oder weiten Autofahrten für irgendwelche alten Klapperlifte...

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Ich konnte es wieder mal nicht lassen – auch oben am Stausee noch ein letzter Halt, bevor es dann wirklich Richtung Sommerschi gehen sollte. Eine Wanderung bei Sonnenaufgang ist jedenfalls nun fest im Plan für diesen Sommer...

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Um 8:30 Uhr kam ich endlich an – unterwegs hatte es wegen diverser Baustellen einige Verzögerungen gegeben. Aber irgendwann müssen die Strassen ja auch in Stand gehalten werden und wenigstens schienen die anderen Leute auch recht entspannt den Bergen entgegen zu fahren. Am Parkplatz stiegen zumeist Jugendliche irgendwelcher Schiteams aus ihren Kleinbussen. Neben mir machten sich Ukrainer auf die Socken und auch einige Kroaten und Italiener waren angereist. Normale Freizeitschifahrer wie ich hingegen sah man kaum.

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Das Ziel....

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An der Kasse und der 1. Sektion war nichts los und so fuhr ich guter Dinge hinauf. Ich freute mich zu diesem Zeitpunkt noch ob der Tatsache, dass der Gletscherbus II wg. Revision außer Betrieb war und ich so eine Gelegenheit fand, wieder einmal mit der alten, 70er-Jahre 4EUB hinauf zu fahren.

Doch als ich dann das Gedränge vorm Eingang der alten 2. Sektion bemerkte, verflog meine Vorliebe für alte Lifte innerhalb von Sekunden. Es sollte eine grausame halbe Stunde dauern. Es war genau die Zeit, als alle Rennteams nach oben wollten und so schoben sich zahllose Nachwuchs-Schifahrer hin und her. Ich verstand nicht, warum jeder von den Kleinen noch einen Rucksack tragen musste, der größer als sie selbst war. So gingen in jede Kabine nur zwei Leute und eben zwei dieser Riesenrucksäcke hinein. Aber lieber noch da oben an der Bahn anstehen, als im Büro über den Akten schwitzen, dachte ich mir...

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Zusammen mit drei anderen Tagesausflüglern ergatterte ich schließlich eine Kabine und wir freuten uns alle, dass es endlich weiter ging. Das perfekte Wetter trug natürlich dazu bei, keine schlechte Laune aufkommen zu lassen. Für die anderen sollte es sogar die Sommerschipremiere sein. Ein freundlicher Rheinländer erzählte mir, im Juni vor ein paar Jahren schon einmal oben gewesen zu sein, doch plötzlich einbrechender Nebel machte das Abfahren unmöglich. Ich hatte das dafür einmal mit einer unerbittlichen Regenfront am Stilfser Joch...

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Sommer am Sommerberg – Zoom durchs offene Seitenfenster.

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An der dritten Sektion musste man wieder überhaupt nicht anstehen und zu viert saßen wir im Gletscherbus. Oben blies ein starker Wind und lies die große Kabine ordentlich hin- und her schaukeln. Beim Anflug auf die Bergstation hat man einen wirklich guten Ausblick, aber leider keinen guten Durchblick ob der verkratzten und verschmierten Kabinenfenster.

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In der Nacht hatte es anscheinend nicht gefroren, so dass der Schnee schon in der Früh recht weich war. Aber dafür hielt er sich den Tag über ganz gut. Dazu trug auch bei, dass sich am Vormittag mal für anderthalb Stunden eine Wolkendecke vor die Sonne schob. Dazu blies ein kräftiger Wind, der aber am Nachmittag abflaute. Kam man in einen Bereich, wo Windstille herrschte, merkte man gleich, wie kräftig die Sonne einheizte.

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Sommerschischnappschuss...

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Zoom zum Gegenhang, wo in der Früh noch trainiert wurde. Aber recht bald war dort die Piste wieder frei.

In den steilen Stücken ging es recht gut zu fahren, aber in den flachen Bereichen bremste es schon stark ab. Irgendwie wäre ein Zwischeneinstieg á la Stilfserjoch bei diesen Schleppern gut gewesen. So musste man halt trotz Schwung oft die letzten Meter Langlauf absolvieren. Aber das war nur ein ganz kleiner Negativpunkt in jenen wunderbaren Stunden da oben. Es kam ja auch nicht darauf an, möglichst oft die Piste hinterzuhetzen. Ich hatte die Münchner Stadthitze hinter mir gelassen und genoss die schönen Ausblicke an der frischen Luft, dazu ein bisserl Sport, Zufriedenheit...

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Typische Vormittagsstimmung an jenem 19. Juni 2013 – unaufhörlich fegten Wolkenfelder übers Schigebiet und erst am Nachmittag sollte die Sonne vollends triumphieren.

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Zwischendrin brannten die Waden und so waren ausgedehnte Fotostopps ganz willkommen.

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Die DSB benutzte ich in der Früh nur einmal und war bei jener Auffahrt unendlich froh um meinen Kamerarucksack, der mich ein wenig vor dem böigen Wind schützte. Zunächst ärgerte ich mich, den dicken Pullover extra im Auto gelassen zu haben, so fror ich. Aber nach ein paar Fahrten durch den weichen Schnee war mir warm genug und es war doch richtig, nur eine dünne Sportjacke überm Schihemd zu tragen.
Da die Schlepper nur bis 13:30 Uhr liefen, sollte ich die DSB später noch oft genug benutzen. Bei abflauendem Wind war es dann eh jedes Mal ein Erlebnis, denn die Auffahrten an der steilen Bergflanke entlang mit der tollen Aussicht finde ich immer wieder grandios. Für mich der schönste Lift da oben.

Auf dem einen Bild sieht man noch die alte Bergstation der Vorgänger-DSB der 2012 erbauten EUB. 2011 noch gefahren - sie war ähnlich der Gefroreren Wand-DSB, aber hatte mehr so Portalstützen. Verlief auch weiter rechts.

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Nochmal...

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Nach einer Stunde wechselte ich wieder nach drüben.

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3SB außer Betrieb...

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Noch übten hier die Rennteams, aber es war nur ein Teil der Piste von ihnen in Beschlag genommen und für mich überraschend früh zogen sie wieder ab. Bis 13:30 Uhr unternahm ich hier etliche Abfahrten und vergaß zwischenzeitlich, dass die Schisaison ja eigentlich bereits zu Ende ist und zur gleichen Zeit im Flachland die Leute baden gingen...

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Trotz sommerlicher Bedingungen hielten die Pisten ganz gut.

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Wie schon gesagt – außer den Rennteams waren kaum Schifahrer unterwegs.

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Als die Teams wieder einpackten, war vollkommen freie Fahrt angesagt. Aber Rasen kam für mich eh nicht in Betracht. Zwischendrin hatte es einige Haufen oder Wellen, so dass ich lieber gemütlich abfuhr und mich immer wieder freute, in den Bergen Tirols anstatt den Aktenbergen im Büro zu sein.

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Bei den DSB-Fahrten ließ ich die Kamera lieber im Rucksack, denn immer wieder gab es starke Böen und man schaukelte hin und her...

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Eine einzelne Kabine der 10EUB hing am Seil...

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Einmal fuhr ich zur Abwechslung zur Talstation der dritten Sektion.

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Warum liefen drüben eigentlich die beiden Schlepper nicht? Schnee wäre vmtl. genug da gewesen. Aber wahrscheinlich lohnt es sich nicht, denn es trieben sich ja nur wenige „Verrückte“ da oben herum.

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Erst als die Schlepper nicht mir liefen, unternahm ich dann noch weitere Abfahrten nach unten. In einem Flachstück wurde es recht weich, aber im folgenden steileren Hang konnte man gut weiterfahren.

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Zoom in den Sommer hinunter...

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An der Bergstation der 2. Sektion und später auch der dritten ganz oben kamen im Laufe des Tages immer mehr Sommerfrischler an – die meisten im T-Shirt und einige auch in kurzen Hosen.

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Zoom eine Sektion weiter runter – dorthin hätte man beim besten Willen nicht mehr abfahren können.

Bei den Schleppern war nun schon Feierabend angesagt. Ich fuhr indes noch einige Male zur DSB oder auch zum Gletscherbus III hinunter. In der DSB war außer mir, glaube ich, kein Fahrgast mehr zu sehen. Der Liftler grinste schon immer, wenn wieder der Spinner mit der Kamera auftauchte...

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Wie eine Fata Morgana schimmerte da hinten das Wasser zwischen all dem Schnee...

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Wir Schifahrer gerieten nun immer mehr in die Minderheit, denn etliche Sommerfrischler kreisten umher und schauten teilweise belustigt zu, wenn man sich die Schi anschnallte und wieder runterpflügte.

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Manchmal kam es mir vor, als hätte ich keine Hose mehr an – dabei fuhr ich doch nur Schi im Juni (und das immerhin in Jeans)

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Kleine Pause auf der Aussichtsplattform.

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Die Bergwelt im Sommer...

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Jedes Mal bin ich wieder fasziniert, wie sie die Bahn da oben verankert haben. Für mich als Techniklaien ein absolutes Wunder....

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Seitenblick...

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Wie zwei Leichen lagen die beiden da oben in der Sonne und berührten sich während meines Aufenthaltes kein bisschen.

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Wieder mal auf dem Weg in Richtung Baustelle...

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Die DSB Lärmstange fahre ich immer recht gerne und dort sah es noch nach recht viel Schnee aus. Allein schon der Blick auf das Felsmassiv neben der Trasse hat was.

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Ein für mich noch unbekanntes Areal da drüben...

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Wie eine Kriegsruine ragten die Reste des Tuxer Fernerhauses hervor.

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Gegen 15:30 Uhr hatte ich bzw. meine Beine genug vom Sommerschi. Das Fahren im weichen Schnee kostete doch viel Kraft und so machte ich mich ein wenig wehmütig auf den Heimweg. Es ist immer das Gleiche – man kann nicht fassen, dass die Zeit so schnell vergangen ist und gerade jene Sommerschistunden haben recht viel Spaß gemacht.

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Stau in der Station...

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Aber eine nette 4EUB-Fahrt lag ja noch vor mir und so streckte ich in der Kabine die Beine aus, hob ein paar mal die Kamera und genoss die Ausblicke, die mir zurück im Flachland immer so fehlen.

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Ja, natürlich denkt man als Oldtimerfan hier darüber nach, wie geil das doch mit dem alten Wopfner-ESL nebenan gewesen sein muss....

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Sommerberg scheint zum Greifen nah...

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6SB im Sommerschlaf...

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Obwohl ich in den Schischuhen nun ordentlich schwitzte, lief ich noch ein bisserl an der sommerlich warmen Luft herum.

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Ein einzelner Sessel schwebte da hinauf. Für eine Schiabfahrt hätte es hier aber nicht mehr so ganz gereicht. Aber oben hätte man bestimmt noch einige Meter rutschen können.

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Dort wäre es aber sicherlich noch gegangen. Aber wg. den wenigen Leuten sicherlich kaum rentabel fürs Schigebiet.

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Vermutlich verlief hier früher der Schlepplift-Vorgänger, oder?

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Ganz allein in der großen Kabine ging es dann wieder hinunter.

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Am Parkplatz war ich unendlich froh, als ich endlich die Schischuhe ausgezogen hatte, denn es herrschten so 29 Grad. Ich ruhte mich noch ein wenig aus, ehe es wieder auf den weiten Weg zurück nach München ging.

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An der Kanzelkehre oder wie immer der Aussichtspunkt hoch über Wiesing auch heißt, machte ich noch eine Pause, bestellte bei der mürrischen Bedienung eine große Cola und knipste ein bisserl in der Landschaft herum. Hier der Zoom in Richtung Wopfner-ESL, der noch zu stehen scheint...

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Vmtl. die neue Bahn im Gebiet Wildschönau?

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Ganz weit unten im Tal trainierten ein paar Fußballer trotz afrikanischer Wüstenhitze...

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Die Tennisspieler waren da gescheiter.

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Bei Bad Tölz legte ich einen kleinen Abstecher ein und lief in der noch immer sehr heißen Abendluft umher – der Landwirt fuhr später an meinem geparkten Auto vorbei und wird sich über die querliegenden Schi sicherlich gewundert haben ;)

Mir kam es indes wie ein Traum vor, vom Schifahren heimzukehren. Von einem Kamelrennen oder einer Wüstensafari hätte sich weniger exotisch angefühlt.
Die Sonne neigte sich dem Horizont zu, die Hitze wollte nicht weichen und ich war schon nahe dran, noch eine Schwimmrunde im nächsten Weiher einzulegen. Die Badehose und die Schi hatte ich bis dato auch noch nie gleichzeitig im Auto dabei gehabt. Doch zu müde fühlte sich der Körper insgesamt an und zu sehr brannten meine Waden, so dass ich lieber auf ein kühles Bad verzichtete und statt dessen die Voralpenlandaussichten genoss.

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Sehr schöner Bericht. Leider wohne ich für solche Tage zu weit weg von den Bergen!!!
 
Herrlich, auch wenn bei uns hier oben eine Hitzeflucht weder möglich noch nötig ist ;-).
Irgendwie kommt bei deiner Motivauswahl das tolle Tuxer Panorama nicht so wirklich zur Geltung, sind trotzdem ein paar schöne Aufnahmen dabei.
 
Das sind echt schöne Bilder!
Da haben wir uns um einen Tag verpasst.
Was mich immer so begeistert, ist die Ruhe und Leere Nachmittags am Gletscher. Da sind wirklich nur noch eine handvoll Menschen im Schigebiet. Echt wahnsinn!

Grüße aus Jena
 
Sehr schön diese Aktion! Leider wohne aber auch ich für solche Ausflüge zu weit weg :( ich will aber aufjedenfall mal SOmmerschi fahren :D
 
Netter Bericht, der einem die ANDERE Perspektive des SKifahrens - nämlich die im Sommer - näher bringt.

Ich bin überrascht, wie viel Schnee am kleinen Kaserer noch liegt. Mal sehen, wie sich der Sommer weiter entwickelt!
 
vovo schrieb:
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Vermutlich verlief hier früher der Schlepplift-Vorgänger, oder?
Der Vorgänger der 6SB Sommerberg war die durch den GB II ersetzte SB (oder ESL) zwischen Sommerbergalm und TFH. Da gab es unten im Talgrund einen Zwischeneinstieg für die Rückkehrer.
 
Wenn ich einen Bericht von dir in der Forenübersicht sehe, öffne ich ihn immer erst dann, wenn ich mir gemütlich eine halbe Stunde Zeit nehmen kann, denn man weiß ja, was da an Bildmaterial auf einen zu kommt. Da hast du aber einen der richtigen guten Tage zu dieser Zeit abgepasst. Und die Reaktion deines Chefs auf deine Ankündigung bist du uns schuldig geblieben - aber vermutlich kennt der dich halt schon zu lange... :-)
Danke für den Bericht und das wie immer hochqualitative Bildmaterial!

vovo schrieb:
Zoom eine Sektion weiter runter – dorthin hätte man beim besten Willen nicht mehr abfahren können.
[...]
Die DSB Lärmstange fahre ich immer recht gerne und dort sah es noch nach recht viel Schnee aus.
[...]
Ein einzelner Sessel schwebte da hinauf. Für eine Schiabfahrt hätte es hier aber nicht mehr so ganz gereicht. Aber oben hätte man bestimmt noch einige Meter rutschen können.

Ich bin genau das alles eine Hand voll Tage vor dir noch gefahren nach jeweiligem Aufstieg zu Fuß: Die Abfahrt unter Kaserer und Lärmstange sowie die Abfahrt an der 4KSB vom Tuxer Joch zur Sommerbergalm:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=47541
oder in komfortabler Kurzzusammenfassung:





;-)
 
bergfuxx schrieb:
Der Vorgänger der 6SB Sommerberg war die durch den GB II ersetzte SB (oder ESL) zwischen Sommerbergalm und TFH. Da gab es unten im Talgrund einen Zwischeneinstieg für die Rückkehrer
Echt? Ich hätte immer gedacht, da wäre ein Schlepper verlaufen - vor allem weil das Gelände wirklich höchst verdächtig danach aussieht. Aber wenn ALLE Skifahrer dann mit dem ESL zum Sommerberg mussten, hat es da bestimmt gigantische Staus gegeben.

bastian-m schrieb:
Wenn ich einen Bericht von dir in der Forenübersicht sehe, öffne ich ihn immer erst dann, wenn ich mir gemütlich eine halbe Stunde Zeit nehmen kann, denn man weiß ja, was da an Bildmaterial auf einen zu kommt. Da hast du aber einen der richtigen guten Tage zu dieser Zeit abgepasst. Und die Reaktion deines Chefs auf deine Ankündigung bist du uns schuldig geblieben - aber vermutlich kennt der dich halt schon zu lange...
Danke für den Bericht und das wie immer hochqualitative Bildmaterial!

Danke. Ich hoffe, ich habe es nicht zu gut gemeint mit der Bilderanzahl. Aber bevor man stundenlang herumüberlegt, was man noch kürzen könnte....
Mein Chef hat nur gelacht - bei meinen zahlreichen Einzelurlaubstagen zwischen Dezember und April kommt bei ihm eh immer der Standardsatz "Gehst Schi fahren?" und nun weiß er halt, dass er jene Frage das ganze Jahr über stellen kann.

Vor Ort habe ich beim Zoomen nach Sommerberg oder zur Lärmstangen-DSB noch an den Bericht von Dir gedacht - aber ich war mir sicher, nicht mit den Skiern hinabzufahren und dann weiterzulaufen. Vor allem wollte ich ja talwärts noch eine Fahrt in der alten 4EUB mitnehmen.
 
vovo schrieb:
bergfuxx schrieb:
Der Vorgänger der 6SB Sommerberg war die durch den GB II ersetzte SB (oder ESL) zwischen Sommerbergalm und TFH. Da gab es unten im Talgrund einen Zwischeneinstieg für die Rückkehrer
Echt? Ich hätte immer gedacht, da wäre ein Schlepper verlaufen - vor allem weil das Gelände wirklich höchst verdächtig danach aussieht. Aber wenn ALLE Skifahrer dann mit dem ESL zum Sommerberg mussten, hat es da bestimmt gigantische Staus gegeben.

Beides richtig: Es gab im Tal eine Zwischenstation des Einer-Sessellifts (Bin mir nicht ganz sicher, aber Einstieg wohl in beide Richtungen) und einen Ankerschlepplift zur Sommerbergalm.
 
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