Die Schisaison 2010/11 steuert ja nun unausweichlich dem Ende zu. Zusammen mit Münchner machte ich mich am Samstag, dem 09.04.2011 noch einmal – wie so oft schon in den zurückliegenden Monaten – auf, um einen schönen, sonnigen, fotomotivreichen Tag in den Bergen zu verbringen.
Nun – dies sollte uns zum Finale dieser aufregenden, durch zahlreiche Ausflüge in vorher von uns nie besuchte Gebiete geprägten Saison dann auch noch einmal so richtig gelingen. Es herrschte bestes Wetter und die zwischenzeitlich durchziehenden Wolkenfelder nutzten wir, um die sich dadurch ergebenden Motive mit der Kamera einzufangen. Einziger meteologisch negativer Aspekt stellte der starke Wind an der gefroreren Wand oben dar, der eine Fahrt mit der oberen DSB verhinderte, die uns Oldtimer-Fundamentalisten durchaus interessiert hätte. (Dass auch die beiden Parallelschlepper nebenan nicht liefen konnten wir dabei noch getrost verschmerzen.) Ein weiterer Minuspunkt waren die vielen Leute, die sich ab dem späten Vormittag im Gebiet tummelten – doch irgendwie musste man trotzdem nicht nennenswert anstehen. Dies rührte vermutlich auch daher, dass ganze Kohorten von Sonnenhungrigen am Tuxer Fernerhaus (heißt doch so, oder?) verblieben und dort mit einem Weißbier bewaffnet das Kaiserwetter genossen. Den Stau an den Funitels umgingen wir durch Benutzung der EUBs, für die sich kaum einer der Massenmenschen interessierte. (Mich erinnerte das ans Fellhorn, wo die ganzen Leute sich immer an der 6KSB Mösern die Beine in den Bauch stehen, während man nebenan mit dem steilen Fellhornschlepper nahezu sofort den Berg hinauffahren kann.)
Auf jeden Fall hatte sich also wieder das überaus frühe Aufstehen (kurz vor 5 Uhr) gelohnt und ich hatte wieder mal ein vorher noch nie besuchtes Gebiet kennen gelernt. Darüber hinaus fuhr ich nun endlich einmal über den Achenpass nach Österreich, wo wir am Rückweg noch einen überaus interessanten LSAP-Abendspaziergang einlegten.
Doch nun erst einmal zurück zu den frühen Morgenstunden jenes ereignisreichen 09.04.2011, der mir wieder unendlich viele Bilder auf die Speicherkarte und meinen analogen Fotofilm „spülte“.
Ich vertrödelte die Zeit beim Kaffee, um dann erschrocken festzustellen, dass ich ja in einer guten halben Stunde in Wolfratshausen am Autobahnparkplatz zu sein hatte, wo ich mit Münchner wie so oft in den letzten Monaten verabredet war. Er hatte beim Telefonat am Vorabend auf 6 Uhr bestanden – verständlich, denn bei diesen Frühlingsbedingungen muss man früh am Berg sein, um den festen Schnee am Morgen noch genießen zu können.
Diesmal ging es dann nicht wie sonst auf der A95, sonder auf der B11 weiter. Nach Bad Tölz passierten wir – nun mehr auf der B13 - Lenggries, wo an der Talabfahrt vom Brauneck noch einige weiße Flecken an den vergangenen Winter erinnerten. Anschließend ging es weiter über den Achenpass. (Für mich zum ersten Mal wie gesagt.) In Achenkirch wurde getankt und ich spielte wie so oft unterwegs mit der Kamera herum...
Ein sonniger Apriltag brach an und die roten Sonnenstrahlen blendeten uns bei der Fahrt ins Inntal hinunter. Hier waren noch kaum andere Fahrzeuge unterwegs und auch auf der Zillertalbundesstrasse herrschte eher mäßiger Verkehr. Vor allem „hinter“ der Zillertalarena hatten sich die meisten bereits verabschiedet.
In der Früh war es am Parkplatz noch recht frisch und man war froh, die Schijacke mit eingepackt zu haben.
Auffahrt im Funitel – für mich war es eine Premiere. Aber ich mache mir aus solchen modernen Bahnen nichts. Außer – das muss ich zugeben – meine erste Begegnung mit einer 8KSB. Damals (so 2006) hatte ich gar nicht gewusst, dass es solche Dinger gab, kam ahnungslos nach Hopfgarten und staunte nicht schlecht über jenes Konstrukt.
An der gefroreren Wand oben war nichts mit Knipsen – der Wind blies äußerst unangenehm und wir machten uns flugs an die Talabfahrt, die wir noch in einigermaßen festem Zustand erleben wollten. Hier sieht man einen Windsack nahe der Talstation der 3.Sektion.
Hier kann man die Schneebeschaffenheit ganz gut erkennen. Dazu menschenleer und 1A-Bedingungen – es hatte sich gelohnt, „mitten in der Nacht“ aufzustehen. Später war hier schon einiges los und der Schnee weich wie die Marmelade zum Frühstück...
In der Früh stand die alte 4EUB noch – doch als sie später mal kurz angelassen wurde, nahmen wir sie für eine Fahrt nach oben. Später wurden die Kabinen dann so kurz nach Mittag wieder reingeholt.
Die 2. Funitel-Sektion mit der Lärmstange im Hintergrund. Woher wohl dieser kuriose Bergname stammt?
Alt und Neu in Alt
idyllischer Seitenblick aus der 6SB (meine erste Fahrt in einer solchen Anlage! Bisher nur kuppelbare 6er...)
Fahrt über die 6SB. Was stand denn hier vorher für eine Anlage?
Auf dem Weg ins Tal.
Zoom zur Piste des Tages – diesen Schlepper da oben sollten wir am häufigsten fahren, denn die Piste war auch nach 12 Uhr noch in einem 1A-Zustand.
Ohne Kunstschnee wäre da natürlich nix mehr gegangen!
Auch hier am Zielhang war die Piste nicht zu verfehlen.
Unterm Funitel noch eine alte Stütze – von der früheren 4-EUB. Bis 1981 fuhr die mit einem Wopfner-ESL zu ihrer Rechten, der dann einer DSB wich, die später in 2000 durch die mittlerweile schon irgendwie gebraucht wirkende 8EUB ersetzt wurde.
Unser nächstes „Opfer“ - der alte Gittermastenlift oberhalb der Bergstation der 1. Sektion. Hier hatte es sich zwischenzeitlich derart aufgeweicht, dass wir nach einer Abfahrt wieder nach oben fliehen mussten.
So müssen vor meiner Geburt in 1980 die Schlepplifte zumeist ausgesehen haben – mit roter, ganz bestimmt gesunder Rostschutzfarbe.
In der guten, alten 4EUB, wo NIEMAND anstand, während alle zum Funitel eilten. So konnten wir wenigstens die Füße ausstrecken, die Sachen ausbreiten und hin und wieder durch die geöffneten Fenster an der Kabinentüre fotografieren.
Weiterfahrt mit der 1. Sektion der gefrorenen Wand-DSBen. Die soll ja nun ersetzt werden, oder? Schade um den alten Lift! Hat der hier eigentlich noch eine alte Wopfner-Stütze des frühren ESL?
Weitere Bilder folgen am Wochenende...

) und aus dem Fenster den Blick genießen.