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Hintertuxer Gletscher 2025/26

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Ich war am 09.08.26 oben und hatte echt Tränen in den Augen… Seht selbst…

Unfassbar, dass zur Jahrtausendwende der TFH-Hang noch fast vollständig vergletschert war bzw. was seither abgeschmolzen ist… Zudem bin ich geschockt, was auch oben (vor allem Richtung Bereich Lärmstange) abgeschmolzen ist.

Meiner 6-jährigen Tochter wollte ich den Gletscher unbedingt noch zeigen. Sie konnte sich schwer vorstellen, dass ich da kurz nach der Jahrtausendwende im Juli noch mit Ski ohne Probleme zum Fernerhaus runter bin…

Fernerhaus-Hang
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Fernerhaus-Hang im Panorama-Format
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Standard-Ausblick Gefrorene Wand
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Ausblick Gefrorene Wand Richtung Kaserer / Lärmstange
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Danke für die Bilder. Hast du von dem von der GW noch ein höher aufgelöstes, damit man weiter reinzoomen kann?
 
Habe eben noch 2 Bilder hinzugefügt - muss die halt leider auf 150 DPI verkleinern/reduzieren, da ich die sonst nicht mehr hochladen kann.

War wie gesagt echt geschockt. Wenn man ein paar Jahre im Sommer nicht mehr oben war (so wie ich), dann wirkt der Gletscherschwund sowas von brutal… :(

Der Gletscherbereich an der 3er-Sesselbahn ist nun ganz weg. Ich war auch wandern um dem Schlegeisstausee und wenn man von dort hinten hoch blickt ist nichts mehr vom „Ewigen Eis“ zu sehen…

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Wiede schrieb:
Habe eben noch 2 Bilder hinzugefügt - muss die halt leider auf 150 DPI verkleinern/reduzieren, da ich die sonst nicht mehr hochladen kann.
Bis 10 MB kannst du direkt im Forum hochladen. Die werden dann allerdings automatisch etwas verkleinert.

Vielen Dank auch von mir für die schockierenden Bilder.
 
@maba04
Lieben Dank für die Info :-)

@all: Im Sommer 2007 war ich auch Sommerskifahren in Tux. Knapp 20 Jahre her.
Ich habe anbei noch ein paar Bilder von Juli 2007 zum Vergleich zu heuer... - da bist dann echt sprachlos...

Der Fernerhaus-Hang ist mehr oder weniger größtenteils fast ganz abgeschmolzen seither.
Und auch beim Bereich "unter" der Lärmstange / dem Kaserer bzw. "unter" dem Ziehweg von dort zurück zu den Olperer-Pisten ist kaum mehr was da...

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DSC00450.JPG

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Ausführlicher Bericht / weitere Bilder von damals: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=22522

Liebe Grüße
Wiede
 
Lieben Dank für Deine Bilder!

Ja das ist richtig krass. Die ersten Felsen am TFH-Hang oben waren 2001 / 2002 erstmals zu sehen.

Im Sommer 2002 war ich auch oben. Da war es noch top. Hab damals sogar den Zillertaler Ski-Star Stephan Eberhardter beim Training getroffen, da war er frisch gebackener Ski-Olypiasieger in Salt Lake City und ich durfte eine Abfahrt und Sesselbahnfahrt mit ihm machen. Unvergessen - daher erinnere ich mich noch gut daran :-)

Das schlimme ist in welcher kurzer Zeit es sich so krass verändert. Und dass es sich -vermutlich- nicht mehr ändern/abschwächen lässt. Kann man lang drüber diskutieren.

Die Bildern sprechen halt einfach für sich…
 
Wiede schrieb:
Kann man lang drüber diskutieren.

Bei solchen Bildern erübrigen sich aus meiner Sicht jegliche Diskussionen. Unglaublich, dass immer noch viele Leute (auch in der Politik) Erderwärmung und Abschmelzen der Gletscher nicht wahrhaben wollen.

Danke für die traurigen Vergleichsbilder. Das müssen ja dick zweistellige Meterverluste in den zu sehenden Zeiträumen sein. :surprised:
 
Immerhin kann man jetzt KSBs bauen. :) Die L2 häts ohne Gletscherschwund nicht gegeben!
Schade ists um den "Sonnenhang", also die Piste zwischen Kaserer und Olperer. Dieser Gletscherhsng ist leider vollständig verschwunden.
 
Eigentlich Paradox, dass die Gletscherskigebiete vom Klimawandel wirtschaftlich am härtesten getroffen werden.

Andere Gebiete in mittleren Höhen können steigende Sommerbuchungen verzeichnen und fahren durch starke Schneeanlagen fast genauso lang Ski.
 
basti.ethal schrieb:
Eigentlich Paradox, dass die Gletscherskigebiete vom Klimawandel wirtschaftlich am härtesten getroffen werden.

Andere Gebiete in mittleren Höhen können steigende Sommerbuchungen verzeichnen und fahren durch starke Schneeanlagen fast genauso lang Ski.

Ja, es gewinnt der auf den Klimawandel richtig reagiert.
Nicht der der glaubt man müsse den Klimawandel aufhalten oder verlangsamen.
Nicht der der glaubt es gibt keinen Klimawandel.
Nicht der der glaubt es müsse die Zeit 50 Jahre zurückgedreht werden.

Die Sieger der Zukunft investieren jetzt richtig.
z.B: in leistungsfähige Schneeanlagen......
Oder im Falle von Glescherski-Betriebe: Umbau vom Gletscher-Skigebiet in ein Winterskigebiet.
 
Ist das wirklich so? Also ich denke eher, dass Gletscherskigebiete eben weil sie die Option haben, auf Jahre hinaus robusten Winter Geschäft zu haben, deutlich mehr Umsatz machen können als tiefer gelegene Skigebiete, die vielleicht erst zu Weihnachten öffnen können, während die (ehem.) Gletscherskigebiet schon Ende Oktober sehr viel Umsatz erwirtschaften können. Ich hab mir auch mal die Zahlen von Sölden im Vergleich zu Ischgl angesehen. Da hat in Ischgl noch kein einiger Gast genächtigt, da hatte Sölden schon 100.000 plus.
Der Saisonbeginn spielt sich doch heute schon nur mehr in den Gletschergebieten ab und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die auch über Weihnachten den großen Umsatz machen, weil viele andere Skigebiete zu Weihnachten nicht mehr Schnee sicher sein werden.

Aber letztlich ist es natürlich so, dass der gewinnt, der sich am besten anpasst, egal in welcher Form. Gurgl hat das schon vor vielen Jahren vor gezeigt.
 
Das Problem von Hintertux und co. ist wohl eher das felsige und unter dem abschmelzenden Eis teils ungeeignete Gelände für Skipisten. Die Höhenlage ist natürlich nach wie vor ein Vorteil.
 
Das habe ich mir früher auch gedacht, aber wir sehen ja laufend, wie ehem. Gletscherflächen modelliert werden.
 
Tyrolens schrieb:
Also ich denke eher, dass Gletscherskigebiete eben weil sie die Option haben, auf Jahre hinaus robusten Winter Geschäft zu haben, deutlich mehr Umsatz machen können als tiefer gelegene Skigebiete, die vielleicht erst zu Weihnachten öffnen können, während die (ehem.) Gletscherskigebiet schon Ende Oktober sehr viel Umsatz erwirtschaften können. I

Das steht außer Frage. Die Frage ist halt eher, an welchem Punkt es wirtschaftlich noch tragbar ist, diese gewaltigen Pistenbaumaßnahmen im blanken Fels durchzuführen und an welchen Stellen es einfach nicht mehr lohnt.

Da haben es Gebiete wie der Kronplatz oder die 3 Zinnen wesentlich einfacher. Das Herbstgeschäft läuft dort mittlerweile bis Mitte Oktober noch ziemlich gut.
Dann ist einen Monat Pause zum Umrüsten und mit vergleichsweise wenig Aufwand gehts dann direkt in den Winter.
Dazu muss nicht jedes Jahr gesprengt und Schnee gefarmt werden.
 
Für Hotelerie und Gastronomie stimmt das sicherlich. Für die Bergbahnen aber nicht so sehr, oder?
Natürlich kann man jetzt auf zb Ischgl schauen mit den vielen Pisten auf über 2.500 m Seehöhe.
Aber ich denke, dass sich der massive Technikeinsatz für die Gletschergebiete immer lohnen wird.
Die rentabelste Tourismusregion Tirols ist das Achental. ;)
 
Zum einen ist es der Mehraufwand um den entstehenden Fels zu modellieren, aber für den Sommer ist eine Felslandschaft schwieriger zu vermarkten als ein mittelhoches Skigebiet mit Gras und Bäumen.
Ich gehe lieber im Kleinwalsertal im Sommer wandern als auf dem Stubaier Gletscher.
 
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