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Sehr schöner Bericht, der weder besonders weit ins positive als ins negative gezogen ist. Wobei diese Bedingungen wahrscheinlich den meisten, die im hochsommer zum Skifahren gehen, bewusst sein wird. Das ist genauso, wie wenn man bei 10° - 15° im Frühjahr in Garmisch die Kandahar fahren will.
Was Wahnsinn ist, darf ja jeder für sich definieren. Ich habe in meinem Leben ganze zwei Tage Sommerski versucht, das war mal Anfang September, und es war so, wie im Bericht beschrieben. Wenn der Spätfrühjahrsschnee auf dem Gletscher aufgebraucht ist und der Herbstschnee noch nicht da, hat Skifahren unter Hilfsbedingungen für mich persönlich wenig Sinn. Natürlich kann es im Hochsommer Ausnahmetage geben, z.B. nach Durchzug eines Kaltlufttiefs mit viel Niederschlag und fast einem halben Meter Neuschnee auf dem Gletscher. Dann ist Sommerski sicherlich genial. Aber bei Standardbedingungen wie den im Artikel geschilderten würde ich einen halben Gletscherskitag im Sommer nur noch mitnehmen, wenn ich sowieso zum Wandern/Bergsteigen vor Ort bin.
Sensationslüstern wie man ist, musste man das natürlich am Ende einer der schlechtesten Sommersaisonen machen. Dass es in normalen Sommern die meiste Zeit des Sommers viel besser ist, wird dem normalen Leser nicht bewusst. Und ein Skifahren auf Depotschnee im Oktober in Kitzbühel ist mindestens genauso "wahnsinnig".
Stimmt so natürlich nicht. Der Gletscher bleibt ja sogar länger, wenn er Skibetrieb hat. Das Vermatten und Beschneien muss auch bezahlt werden - durch eben die Skifahrer.
Wobei in Bezug auf Sommerski der Hintertuxer natürlich "fürs Auge" die schlechteste Variante ist, weil es da keine großen, unberührten und unbenutzten Gletscher gibt, anders als bspw. in Z, Saas-Fee oder L2A.
Und dass es in 20 Jahren kein Sommerski mehr gibt... wenn das Eis auf Grönland schmilzt, dann könnte der Golfstrom versiegen und es wird in Europa sogar 5 Grad kälter durch die Klimaerwärmung.
Abgesehen von dem Satz mit "Umweltschädigungsarsch" finde ich die Darstellung eigentlich nicht großartig überzeichnet. Mag sein, dass es dieses Jahr besonders schlecht ausschaut; die beschriebene Tristesse würde ich aber prinzipiell bestätigen. Hab das Sommerschi-Thema für mich schon länger abgehakt und geh im Sommer lieber wandern...
ich war letztes jahr zwei mal im juli und zwei mal im august am mölltaler und es waren jedes mal super bedingungen! teilweise besser als so mancher wintertag, da man fast ein privat skigebiet hatte. natürlich muss man damit rechnen, dass ab 11 / halb 12 nix mehr ist mit dem skifahren, aber gut 2,5 stunden konnte man perfekt skifahren. außerdem geht sich so am nachmittag noch eine runde mit dem rennrad und ein kurzer sprung in den see aus, einen besseren skitag kann ich mir kaum vorstellen
heuer sah es leider etwas schlechter aus. war nur im juli einmal, wo es auch noch sehr gut zum skifahren ging. jedoch war der optische anblick doch etwas traurig... august war dann ja der skibetrieb überhaupt eingestellt
dass man im sommer keinen winterskitag erwarten kann und der tag dementsprechend mit der ersten gondel beginnen muss, sollte aber jedem besucher klar sein!