Ich habe schnell noch den Umbaubericht der Tiroler Zugspitzbahn von 1960 herausgesucht und erlaube mir folgendes noch zu ergänzen:
Es gab ursprünglich zwei Umbauvarianten, beide mit dem gleichen Ergebnis, einer angestrebten Förderleistung zwischen 200 und 300 P/h.
1.) zwei Wagen a 40 P Fassungsvermögen unter dem weitgehenden Umbau der Streckenbauwerke und v.a. der Stationen bedurft hätte
2.) Teilung entweder in zwei unabhängige Sektionen oder wie ausgeführt zwei abhängige Sektionen (vgl. Patscherkofelbahn). mit je 30 P fassenden Wagen.
Folgende Umbauten wurden getätigt:
Lieferung neuer Leichtmetallwagen zu je 30 P
Errichtung einer Zwischenhaltestelle zum Umsteigen in die beiden Sektionen (Gesamthöhe Stütze 37 m, Gesamthöhe Station 40,5 m, 58 t Gewicht) Konstruktionsprinzip: auf zwei Pendelstützen ruhender Stützenunterteil wurde in Brückenform (diese Brücke selbst ruhte bergseitig auf zwei weiteren Betonfundamenten) ausgebildet. Darauf wurde der Stützenkopf witterungsbedingt eingedeckt.
Umbau Stütze 1 von einer Hammer - Portalstütze zu einer reinen Hammerstütze in gleicher Höhe (32 m)
Vergrösserung der Spurweiten an den Stützen ( 1= 5000 mm, 2 - 5 = 6500 mm, 6 (= Portalstütze) = 3090 mm
Erhöhung der Krümmungsradien der Stützen von 14 m auf 20 m
Neue grössere Zugseilrollen
Erhöhung der Spanngewichte und Abteufung Spanngewichtsschacht
Erneuerung des elektrischen Antriebs (möglich 7 m/s, gefahren 6 m/s)
Ersatz durch stärkeren Trafo
neue Signal- und Fernsprechanlage
Kosten Umbau: 5,6 Mio ATS (endgültig)
Dauer: Herbst 1959 bis Sommer 1960 (neuer elektrischer Antrieb erst Spätherbst 1960)
P.S.: die erste Zugstiegsstelle bei der Stütze 4 für die Gamskarabfahrt (Höhenunterschied 800 m) erfreute sich zwar grösster Beliebtheit, konnte aber erst mit dem Umbau und der Neuerrichtung der Mittelstation an anderer Stelle vollends ausgenutzt werden...
Damit hoffe ich ergänzend noch ein paar Daten zum Umbau geliefert zu haben...
beteiligte Firmen:
SGP, Pohlig Wien, Elin -Union (Arbeitsgemeinschaft SGP - Pohlig)