Dresdner
Nebelhorn (2224m)
Wie bekannt, wurden die beiden Dresdner Bergbahnen in den Anfangsjahren mit einem Dampfantrieb betrieben. Aus diesem Grund wurde in der Bergstation der 1895 in Betrieb gegangenen Standseilbahn Loschwitz - Weißer Hirsch ein komplettes Kraftwerk installiert. Die Maschinenanlage wurde durch die zur "Kette - Deutsche Elbschifffahrt-AG" gehörende Schiffswerft Dresden-Übigau hergestellt, die auch bei'm Bau der ersten deutschen Dampflokomotive, der SAXONIA, einen maßgeblichen Anteil hatte. Die Fördermaschine der Standseilbahn entsprach in ihrer Ausführung den Antriebsmaschinen der Kettenschleppdampfer, die in der damaligen Zeit in großer Stückzahl gebaut wurden. Zunächst wurde die Dampfmaschine nur für die Standseilbahn genutzt, 1899 erhielt diese jedoch durch den Bau der Straßenbahnlinie hinauf auf den Weißen Hirsch ungeliebte Konkurrenz. Alle Proteste halfen nichts, so musste man über zusätrzliche Einnahmequellen nachdenken. So wurde an das Maschinenhaus ein Elektrizitätswerk angebaut, in welchem 2 Generatoren, die durch zwei zusätzliche Dampfmaschinen angetrieben wurden, 2 x 120 V Gleichspannung für Beleuchtungszwecke in Loschwitz und auf dem Weißen Hirsch erzeugt. Jedoch konnten auch dadurch die Einnahmeausfälle nicht ausgeglichen werden - die Fahrpreise (20 Pf. für die Bergfahrt, 10 Pf. für die Talfahrt) waren vorgegeben. Schaffner, Heizer und Machinisten mussten damals bis zu 17 Stunden am Tag arbeiten und hatten pro Monat nur einen Tag frei. Der Wochenlohn für Maschinisten betrug 18,02 RM, wovon noch Kranken- und Bekleidungsgeld abgezogen wurden. 1901 bekam die SSB durch die neu eröffnete Schwebebahn noch mehr Konkurrenz. Man versuchte, noch mehr Energieabnehmer zu gewinnen, die Dampfmaschinen wurden durch Dieselmotoren ersetzt. Nach der Übernahme der Bahn durch die Elektra wurde 1909 die Fördermaschine auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1911 gingen beide Bahnen in das Eigentum der Stadt über - ebenso das E-Werk. Auch die beiden Dampfmaschinen der BSB lieferte die Übigauer Firma. Wie auch bei der SSB, wurde 1909 die Fördermaschine auf elektrischen Betrieb umgestellt - den Strom lieferte das E-Werk der SSB. Von der BS der SSB aus führte eine unterirdische Leitung hinab zur Grundstraße und von dort eine Freileitung zur BS der BSB.
Noch heute kann das historische E-Werk nach Anmeldung besichtigt werden - bis in die 70-er Jahre war es noch am Netz.
Die untenstehenden Fotos wurden anlässlich eines Besuchs des Hauptgesellschafters und des Chefingenieurs der Predigtstuhlbahn bei den Dresdner BB im Mai 2007 aufgenommen.
Fotos: E. Schurr
Dresdner
Noch heute kann das historische E-Werk nach Anmeldung besichtigt werden - bis in die 70-er Jahre war es noch am Netz.
Die untenstehenden Fotos wurden anlässlich eines Besuchs des Hauptgesellschafters und des Chefingenieurs der Predigtstuhlbahn bei den Dresdner BB im Mai 2007 aufgenommen.
Fotos: E. Schurr
Dresdner