• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Hitzeflucht aufs Stilfser Joch

Dem ein oder anderen hier dürfte der Bericht aus einem anderen Forum schon bekannt sein, den Rest will ich ihn aber natürlich auch nicht vorenthalten. :D

Wir schreiben die vorletzte Juli Woche 2008. Die Nächte waren in den letzten Tagen für mein Wohlbefinden deutlich zu warm, und ich spiele mal wieder mit dem Gedanken mir eine Klimaanlage für mein Schlafzimmer zuzulegen um zumindest dort für ein erträgliches Klima zu sorgen.

Einzig positives an diesen Tagen, ist die Woche Urlaub welche mir bevor steht.
Und für mich steht fest, dass ich der Hitzewelle vertikal entfliehen werde.

Inspiriert durch diverse Berichte in diesem und anderen einschlägigen Foren war klar, dass meine Hitzeflucht in diesem Jahr auch einen Stop am Passo Stelvio machen wird.

Und wenn ich dann schon mal dort bin, gönne ich mir auch das mir bisher unbekannte Vergnügen des Hochsommerlichen Schifahrens.

Aber zuerst steht übers Wochenende in meinem Heimatort noch unser heiß geliebtes Volksfest auf dem Programm, welches den Beginn meiner Hitzeflucht um ein paar Tage verschiebt.

Am Dienstag den 29. Juli ist es dann aber endlich soweit. Gegen 11:30 setze ich mich in mein Auto und nehme Kurs in Richtung Süden.

Die Fahrt führt mich zunächst über Ingolstadt, München, Garmisch und den Fernpaß nach Imst. Das Geld für die Vignette spare ich mir und fahre nicht auf die Autobahn Richtung Landeck.
Stattdessen geht es hinein ins Pitztal und über ein nettes Sträßchen via Arzl, Wenns, Piller, Kaunerberg nach Prutz im Oberinntal. Eine schöne Alternative zur Landstraße oder Autobahn mit toller Aussicht auf das Skigebiet von Serfaus-Fiss-Ladis.
Ab Prutz fahre ich dann immer den Inn entlang auf der Reschen-Bundestraße welche ich kurz nach Pfunds verlasse um ins Engadin abzubiegen. Weiter geht’s immer der Engadiner Bundesstraße folgend durch das Unterengadin bis Zernez.
Hier stehe ich vor der Wahl zwischen Ofenpass und Umbrail, oder der Strecke durch das Oberengadin und weiter über den Berninapass, der Forcola de Livigno und den Passo di Foscagno zum Stilfserjoch.

Erstere Strecke wäre landschaftlich natürlich auch sehr reizvoll, da ich aber unbedingt mal die vergletscherte Bernina-Gruppe sehen möchte entschließe ich mich für letzteres.

Gegen 16:30 erreiche ich Pontresina und nehme die Abzweigung Richtung Bernina Passstraße.

In Pontresina mache ich einen kurzen Stop für eine kleine Fotosession.

STELVIO_08_001.jpg

STELVIO_08_002.jpg


Ein erster Blick auf die Bernina-Gruppe

STELVIO_08_003.jpg


Dann geht es zu einem kurzen Abstecher ins Val Morteratsch, von wo aus man einen grandiosen Blick auf die Eiswelt der Bernina-Gruppe hat.

STELVIO_08_004.jpg

STELVIO_08_005.jpg


Nächster Halt ist an der Talstation der Pendelbahn zum Piz Lagalb, welche momentan im Sommerschlaf liegt.
Auch hier sind die Gletscher der Bernina allgegenwärtig.

STELVIO_08_006.jpg

STELVIO_08_007.jpg



Oben am Pass angekommen hat es angenehme 17 Grad. Fast schon zu kalt für ein Trägershirt und so hole ich mir meine Trainingsjacke aus dem Auto bevor ich zu einem kleinen Spaziergang starte.

STELVIO_08_008.jpg


Zoom zur Bergstation Lagalb

STELVIO_08_009.jpg


Lago Bianco

STELVIO_08_010.jpg


Weiter geht es den Berninan Pass hinunter Richtung Italien, bis zur Abzweigung zur Forcola di Livigno.

STELVIO_08_011.jpg


Kurz unterhalb der Passhöhe noch auf Schweizer Boden.

STELVIO_08_012.jpg


Und hier schon in Italien

STELVIO_08_013.jpg


In Livigno wird natürlich getankt, wobei mir das Malheur passiert dem Tankwart kein Trinkgeld zu geben. So einen Service ist man halt in Deutschland (leider) nicht gewohnt.

Weiter geht es über den Passo die Foscagno Richtung Bormio. Sollte es zumindest, denn ich verfahre mich erstmal und befinde mich auf dem Weg Richtung Munt la Schera Tunnel, bemerke dies aber bald und drehe um.

Auf dem Weg zum Passo die Foscagno.

STELVIO_08_014.jpg

STELVIO_08_015.jpg


Gegen 19:30 befinde ich mich am Fuß der Südrampe des Stilfserjoch und beginne mit der Auffahrt zu selbigem.
Und erstmals werde ich auch mit dem vielzitierten Italo-Trash konfrontiert.

STELVIO_08_016.jpg

STELVIO_08_017.jpg


Die Strecke schlängelt sich Anfänglich am Berg entlang durch einige Lawinengalerien, bevor man dann mittels einiger Kehren rasch an höhe gewinnt.

STELVIO_08_018.jpg

STELVIO_08_019.jpg

STELVIO_08_021.jpg

STELVIO_08_022.jpg


Gegen 20:30 komme ich dann an der Passhöhe an, parke mein Auto und starte einen kleinen Rundgang.

STELVIO_08_023.jpg

STELVIO_08_024.jpg

STELVIO_08_025.jpg

STELVIO_08_028.jpg

STELVIO_08_029.jpg


Ziemlich coole Abendstimmung hier oben.

STELVIO_08_026.jpg

STELVIO_08_030.jpg


Und auch die italienische Skinationalmannschaft scheint hier zu sein.

STELVIO_08_027.jpg



Anschließend wird noch kurz etwas zu Abend gegessen, bevor ich mein Nachtquartier einrichte.

Geschlafen wird natürlich Starli-like im Auto.
Allerdings hab ich anstatt aufblasbarem Bett und Schlafsack nur eine Iso-Matte und ein Wolldecke dabei, was mir in Verbindung mit dem zu kurzen Kofferraum meines Zafiras eine unruhige und leicht frostige Nacht beschert.
Dies hat aber den netten Nebeneffekt, dass ich rechtzeitig für mein erstes Vorhaben des darauffolgenden Tages wach bin.


Eher durch Zufall bin ich bei meinen Recherchen im Vorfeld meines Urlaubs über die Internetseite des Tourismusverbandes Sulden gestolpert.
Dort wird wöchentlich eine Sonnenaufgangstour auf die Rötelspitze angeboten.
Ein leichter Dreitausender, mit ca. 1,5 Stunden Aufstieg vom Stilfser Joch aus.

Meine letzte sommerliche Bergtour lag nun auch schon bestimmt 15 Jahre zurück, und einen Dreitausender hatte ich bis jetzt auch nur mit Hilfe von Seilbahnanlagen bezwungen.
Deswegen bin ich auch die ganze Nacht etwas aufgeregt und nervös, was mir dieses kleine Abenteuer bescheren wird.


Um ca. 4:00 wache ich (nicht das erste mal) wieder auf.
Noch nicht wirklich ausgeschlafen, aber mit der Gewissheit, dass jetzt sowieso bald der Wecker klingelt ziehe ich mich an und treffe die notwendigen Vorbereitungen für meine kleine Bergtour.

Geplant war um 4:30 zu starten um dann gegen 6:00 Uhr auf dem Gipfel zu stehen.

Gegen 4:30 bin ich auch mit meinen Vorbereitungen fertig, doch plötzlich finde ich meinen Autoschlüssel nicht mehr.

Nach dreiviertelstündiger, nervenaufreibender Suche, wobei ich mitten in der Nacht den kompletten Kofferraum ausgeräumt und die variablen Rücksitze meines Zafiras in alle erdenkliche Position gebracht hatte, fand sich der Schlüssel schließlich doch wieder, und ich konnte mich gegen 5:15 auf den Weg machen.

STELVIO_08_031.jpg

STELVIO_08_032.jpg


Im Hotel Stelvio brennt noch/schon Licht

STELVIO_08_033.jpg


Der Weg führt zuerst kurz hinauf zur Dreisprachenspitze, von wo aus man einen guten Blick auf die Passhöhe hat.

STELVIO_08_034.jpg


Ein kurzer Blick auf die Passstraße...

STELVIO_08_035.jpg


... und die umliegende Berg- und Gletscherlandschaft.

STELVIO_08_036.jpg

STELVIO_08_037.jpg

STELVIO_08_038.jpg


Der Weg zweigt kurz unterhalb der Dreisprachenspitze nach rechts ab und führt dann immer in nördliche Richtung an vielen Relikten des 1. Weltkrieges vorbei direkt auf die Rötelspitze zu.

STELVIO_08_039.jpg

STELVIO_08_040.jpg


Von Minute zu Minute werden die Lichtverhältnisse besser, und ich werde immer euphorischer in Erwartung des bevorstehenden Aufstiegs.

STELVIO_08_041.jpg

STELVIO_08_042.jpg

STELVIO_08_043.jpg

STELVIO_08_044.jpg


Auch die Bernina-Gruppe ist schon zu sehen.

STELVIO_08_045.jpg


Sommerskigebiet und Ortler.

STELVIO_08_046.jpg

STELVIO_08_047.jpg


Blick Richtung Schweiz

STELVIO_08_048.jpg

STELVIO_08_049.jpg


Das Gipfelziel - die Rötelspitze. Gut zu erkennen woher sie wohl ihren Namen hat.

STELVIO_08_050.jpg


Der Weg ist gut ausgetreten und auch gut markiert. Genau das richtige also für eine Wiedereinstiegstour.

STELVIO_08_051.jpg

STELVIO_08_053.jpg


Hab den Gipfelanstieg mal eingezeichnet. Die letzten Höhenmeter führen auf der Rückseite auf den Gipfel.

STELVIO_08_052.jpg


Blick zurück, auch hier ist der Weg gut zu erkennen.

STELVIO_08_054.jpg


So langsam kommen die ersten Sonnenstrahlen am Horizont zum Vorschein und zaubern eine grandiose Stimmung auf die Umliegenden Berglandschaft.

STELVIO_08_056.jpg

STELVIO_08_057.jpg

STELVIO_08_058.jpg

STELVIO_08_059.jpg


Noch nicht ganz am Gipfel angekommen beginnt dann das wahre Spektakel.

STELVIO_08_060.jpg

STELVIO_08_061.jpg

STELVIO_08_062.jpg

STELVIO_08_063.jpg

STELVIO_08_064.jpg

STELVIO_08_065.jpg

STELVIO_08_066.jpg

STELVIO_08_067.jpg

STELVIO_08_068.jpg


Überwältigt und voller Adrenalin mache ich mich dann an die letzten 50 Höhenmeter.

STELVIO_08_069.jpg


Oben angekommen hat man eine einmalige Aussicht. - Gipfelimpressionen

STELVIO_08_069.jpg

STELVIO_08_070.jpg

STELVIO_08_071.jpg

STELVIO_08_072.jpg

STELVIO_08_073.jpg

STELVIO_08_074.jpg

STELVIO_08_075.jpg

STELVIO_08_076.jpg

STELVIO_08_077.jpg

STELVIO_08_078.jpg

STELVIO_08_079.jpg

STELVIO_08_080.jpg

STELVIO_08_081.jpg

STELVIO_08_082.jpg

STELVIO_08_083.jpg

STELVIO_08_084.jpg

STELVIO_08_085.jpg

STELVIO_08_086.jpg

STELVIO_08_087.jpg


Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer ausgeprägten Fotosession mache ich mich euphorisiert wieder auf den Rückweg, denn es steht ja noch ein weiteres Highlight auf den Programm.

Einzige etwas "heikler" Stelle kurz unterhalb des Gipfels.

STELVIO_08_088.jpg

STELVIO_08_089.jpg


Rückweg zur Passhöhe...

STELVIO_08_090.jpg

STELVIO_08_091.jpg

STELVIO_08_092.jpg

STELVIO_08_093.jpg


... führt vorbei an vielen Ruinen der Ortlerfront des 1. Weltkriegs.

STELVIO_08_094.jpg

STELVIO_08_095.jpg

STELVIO_08_096.jpg


Die Garibaldi-Hütte auf der Dreisprachenspitze kommt wieder näher.

STELVIO_08_097.jpg

STELVIO_08_098.jpg


Natürlich darf etwas Altmetall am Wegesrand nicht fehlen.

STELVIO_08_100.jpg


Gegen 7:30 bin ich dann wieder zurück auf der Dreisprachenspitze und beobachte die erste Funifor-Fahrt des Tages.

STELVIO_08_101.jpg


Auf der Passhöhe ist auch schon etwas Leben eingekehrt.

STELVIO_08_102.jpg


Ich steige hinab und mache mich fertig für das zweite Highlight des Tages.


Auf der Passhöhe angekommen ein erster kleinerer Schock. Eine Warteschlange vor der Seilbahnstation!
OK, es ist zwar Ferienzeit, aber etwas überrascht bin ich schon über den Andrang.

STELVIO_08_103.jpg

STELVIO_08_104.jpg

STELVIO_08_105.jpg


Kurz blicke ich nochmal auf das Ziel meiner morgendlichen Unternehmung zurück und wechsle dann von den Wander- in die Skiklamotten.

STELVIO_08_106.jpg

STELVIO_08_107.jpg

STELVIO_08_108.jpg


Ohne Stress und Hektik bereite ich mein Material vor und schlendere die paar Meter zur PB-Station.
Mittlerweile ist auch die Warteschlange verschwunden und nach dem Kauf eines Tagesskipasses für stolze 34,- (Vormittagskarte gibt es leider nicht) geht es die beiden Sektionen hinauf ins noch geöffnete Sommerskigebiet.
Dort lasse ich erstmal den anderen sommerskifahrenden Kollegen aus meiner Gondel den Vortritt und entscheide mich zuerst für eine kurze Fotosession auf der Terasse der Funifor-Bergstation.

Standardblick zu den Geister-SL

STELVIO_08_109.jpg

STELVIO_08_110.jpg

STELVIO_08_123.jpg


Ehemalige Stationen des Campo Scuola SL im ausapernden Gletscher. (Das könnte ja schon fast als Kunstwerk durchgehen so trashig ist das.)

STELVIO_08_111.jpg

STELVIO_08_112.jpg


Blick zurück auf Trincerone und auf die erste PB-Sektion.

STELVIO_08_113.jpg

STELVIO_08_114.jpg


Bergstation (ehemaliger) SL Nagler und Teile seiner Stützen im Gletschereis.

STELVIO_08_115.jpg

STELVIO_08_116.jpg

STELVIO_08_120.jpg


Bergstationen der beiden nicht mehr im Betrieb befindlichen SL's auf einen Blick

STELVIO_08_121.jpg


Langlaufloipe im unteren Bereich des Geister-SL.

STELVIO_08_122.jpg


Blicke auf die umliegende Bergwelt. Ich bin sprachlos.

STELVIO_08_117.jpg

STELVIO_08_118.jpg

STELVIO_08_119.jpg

STELVIO_08_126.jpg



Nachdem nun auch die Passagiere der nächsten Gondel bereits von der Funifor-Bergstation verschwunden sind, mache ich mich auch auf dem Weg Richtung Talstation Geister SL und schnalle die Ski an.
Im unteren Bereich der SL's ist der Gletscher wohl nicht mehr sehr dick, und auf der Liftspur (wie auch auf den Pisten links und rechts daneben, welche man i.d.R. aber nur zur Rückkehr zum Livrio benötigt)) ist teilweise Slalom fahren angesagt um ausaperndem Geröll auszuweichen.

STELVIO_08_124.jpg

STELVIO_08_125.jpg


Ab Sommereinstieg sind die Pisten allerdings in einem traumhaften Zustand.

STELVIO_08_127.jpg

STELVIO_08_128.jpg


Auch der Gipfel des Ortlers zeigt sich für kurze Zeit mal wolkenfrei.

STELVIO_08_129.jpg


Nach ein paar exzellenten Speedcarving-Abfahrten links und rechts der Geister-SL beschließe ich den Rest des Skigebiets zu erkunden und mache mich auf Richtung Talstation Christallo-SL
Das Publikum besteht heute zu 95% aus Kader-Rennläufern diverser Skinationen (oder solcher, die es gerne werden wollen).
Dementsprechend sind auch die Pisten mit Rennstrecken belegt. Besonders ärgerlich ist, dass der einzige rote Hang am Payer komplett mit Stangen zugepflastert ist.
Einzig am Christallo ist nichts für die Rennläufer abgesperrt...

STELVIO_08_130.jpg

STELVIO_08_131.jpg


... und so beschließe ich die nächste Zeit erst mal dort zu verbringen, was kein Fehler ist, da die Sonne den Schnee hier mittlerweile in traumhaften Firn verwandelt hat.
Eine Abfahrt nach der anderen ziehe ich völlig euphorisiert auf der idealen Carving-Piste meine Spuren in den Schnee.

STELVIO_08_132.jpg

STELVIO_08_133.jpg

STELVIO_08_134.jpg

STELVIO_08_135.jpg


Zwischendurch steige ich auch mal die restlichen paar Meter Richtung Bergstation auf, von wo aus man einen grandiosen Ausblick auf das vergletscherte Adamellomassiv hat.

STELVIO_08_137.jpg

STELVIO_08_138.jpg

STELVIO_08_144.jpg


Unten im Tal müsste der Gavia-Pass verlaufen.

STELVIO_08_136.jpg

STELVIO_08_139.jpg


Auch die umliegenden Winterskigebiete von Bormio und Umgebung sind in Reichweite.

STELVIO_08_140.jpg

STELVIO_08_141.jpg

STELVIO_08_142.jpg

STELVIO_08_143.jpg


Und auch mein Ziel von heute morgen ist gut zu sehen.

STELVIO_08_145.jpg


Nach ein paar weiteren Fahrten an Christallo und Payer beschließe ich den Vormittag am Geister ausklingen zu lassen.

STELVIO_08_146.jpg

STELVIO_08_147.jpg


Da die Schneequalität aufgrund der hohen Temperaturn auch immer mehr zu wünschen übrig lässt, und auch die morgendliche Unternehmung spuren in meinen Oberschenkeln hinterlassen haben steht fest, dass ich mein Sommerskiabenteuer mit der Mittagspause beenden werde.
Ich kehre gegen 12:00 Uhr zum Livrio zurück, relaxe noch ein viertel Stündchen auf dessen Terasse und schieße dabei noch ein paar Fotos.

STELVIO_08_148.jpg

STELVIO_08_149.jpg

STELVIO_08_150.jpg

STELVIO_08_151.jpg

STELVIO_08_152.jpg


Gegen 13:00 Uhr bin ich dann wieder zurück auf der Passhöhe, ziehe mich um und mache mich auf den Weg die Nord-Ost-Rampe des Stilfser Joch hinunter ins Vinschgau.
An der Franzeshöhe halte ich nochmal kurz an und werfe einen letzten Blick auf die kühn in den Berg gemeißelte Straße und den Ortler.

STELVIO_08_153.jpg

STELVIO_08_154.jpg

STELVIO_08_155.jpg


Die Reise ging dann weiter über Meran, Bozen, den Karrerpass und dem Sellajoch ins Grödnertal, wo ich mich noch für 2 weitere Nächte in St. Christina einquartiert und am nächsten Tag noch den Lagazuoi bestieg.

Fazit:
Coole Location, grandiose Kulisse, fantastischer Firnschnee (zumindest für 2 Stunden) - endlich konnte ich mir ein Bild machen von diesem ganz besonderen Ort an der Grenze zwischen Südtirol, Lombardei und der Schweiz.

Es wird sicher nicht mein letzter Besuch an diesem Ort gewesen sein, wenn auch wohl derjenige welcher mir am eindrucksvollsten in Erinnerung bleiben wird.
 
kleine Korrektur: der Nagler wird zur Zeit wieder aufgebaut. das was du dort siehst sind also "neue Teile" die auf den Einbau oder den ersten Schnee (nächstes Frühjahr heißt es dann: suchet so werdet ihr finden...) warten.

Ich war am 26. August 2008 oben. Schnee war nicht viel schlechter, Bericht folgt :)
 
fantastische Bilder, vor allem vom Aufstieg morgens!
Sag mal, da ist doch diese 10 km breite gigantische Steinmauer von Bormio Richtung Stilfser Joch-Skigebiet gesehen. Hattest Du also von Deinem Fotopoint nach dem kurzen Aufstieg einen ordentlichen Tiefblick oder ist diese Steinwand woanders?

Und wo lag der Schlüssel? :D
 
Wow...super Bericht... Das Stilfser Joch ist auf jeden Fall ne Reise wert.

Wo der Schlüssel lag, hätte mich auch noch intressiert;)

Bin mal gespannt, wie es in einigen Jahren sein wird, wenn die Geisterschlepplifte durch den Gletscherrückgang immer weiter nach hinten rücken. Irgendwann werden sie ja von der Bergstation der Gondelbahn nicht mehr so leicht erreicht werden können. Außer man schiebt außerordentlich viel Schnee zusammen, um sie eben als Zubringer noch Nutzen zu können.
 
Arlberg-Irrer schrieb:
Sag mal, da ist doch diese 10 km breite gigantische Steinmauer von Bormio Richtung Stilfser Joch-Skigebiet gesehen. Hattest Du also von Deinem Fotopoint nach dem kurzen Aufstieg einen ordentlichen Tiefblick oder ist diese Steinwand woanders?

An der Bergstation des Christallo-Schleppers hat man durchaus einen ordentlichen Tiefblick, allerdings nicht direkt Richtung Bormio (sieht man zwar auch teilweise, bzw dessen Ausläufer) sondern ins Tal in dem die Gavia-Passstraße verläuft

Arlberg-Irrer schrieb:
Und wo lag der Schlüssel? :D

Der Schlüssel lag letztendlich unter dem Beifahrersitz. Weiß der Teufel wie der da hingekommen ist. :mrgreen:
 
Zurück
Oben