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Höchste Gondelbahn der Welt

Einde dazugehörige Agentur Meldung der Vollständigkeit halber:

Höchste Seilbahn der Welt in Indisch-Kaschmir eröffnet


(sda/dpa) Im Skigebiet Gulmarg im indischen Teil Kaschmirs ist am Samstag die nach Betreiberangaben höchste Seilbahn der Welt eröffnet worden. Mit fünf Kilometern sei sie zugleich die längste Asiens, berichtete das Fernsehen in Neu Delhi.

Mit der «Gulmarg Gondola» können Skifahrer in 4390 Meter Höhe aufsteigen. Bislang kamen Wintersportler nur mit einem Helikopter zum Gipfel. Die Behörden hoffen, dass die neue Attraktion auch wieder Touristen anlocke - trotz der Unruhen in der Region.
 
Fiescher schrieb:
@ snowotz.

Stimmt, die PB auf den Meridas ist die höchste der Welt.
Aber dort oben gibts nur nen Gipfel und ne Aussichtsplattform und Restaurant. Also kein Skibetrieb, denn da ist nicht daran zu denken, ist alles felsiges Steiles Gelände.
Das nördlichste Ski-Gebiet in Südamerika, daß mit Liften erschlossen ist, liegt bei Huaraz in Zentral-Peru. Nördlicher gibts nur noch paar Bahnen, oder halt verschneite Vulkane wie den Cotopaxi in Ekuador.
Ich werde mal bei Gelegenheit paar Bilder posten, aber auch ohne Bilder kann ich jedem Südamerika empfehlen...
Im Südamerikanischen Winter und auch im Sommer gibt es Schnee ab 2500 Meter, nur hast Du dort Gletscher erst ab 3500 - 4000 Meter Höhe...
Die Skigebiet gehe auch teilweise runter bis 2000 Meter...

bisher wusste ich, dass das nördlichste Skigebiet in Bolivien liegt, nämlich Chacaltaya, höchste Punkt ist 5422 m !! aber in 2003 wurde der Skilift abgebaut
boliv02kcc22.gif
 
echt? der wurde abgebaut? schade ... das war noch n richtiges kultteil, mit vierer gehängen :(
 
In dieser Höhe? Uiuiuiuiuiu, scheint doch was dran zu sein an der Klimaerwärmung!
 
GMD schrieb:
In dieser Höhe? Uiuiuiuiuiu, scheint doch was dran zu sein an der Klimaerwärmung!

aber:

It operates only on weekends during the South American summer (November to March). At an elevation of over 17,000 feet, it is too cold to operate during the South American winter.

aber während dem Sommer apert schon der Gletscher so aus dass ein Skibetrieb nichts mehr möglich ist

Chacaltaya Gletscher in 2004 :
inside2-glacier-now.jpg


und in 1996:

chac1.jpg
 
"Gletscher" ist vielleicht übertrieben - das sieht mehr wie ein etwas größerer Schneehaufen aus :lol:
 
Man sollte hier die geographische Breite nicht außer Acht lassen. Auf dem Kilimandscharo gibt es auch ein paar Gletscher und trotzdem reicht es nicht für Skibetrieb.
In Chile gibt es sogar Berge wie den Ojos del Salado (?), 6880 m, der bis weit über 6500 m schnee- und eisfrei ist.
 
höpsle, da hab ich mich dann aber doch vertan :oops:
 
Die Nähe zum Wendekreis sorgt aber doch eher für Niederschlagsarmut und weniger für Wärme, oder? Stichwort Wendekreiswüsten :!: :?:
 
k2k schrieb:
Die Nähe zum Wendekreis sorgt aber doch eher für Niederschlagsarmut und weniger für Wärme, oder? Stichwort Wendekreiswüsten :!: :?:

beide,
Durchschnittliche Jahres Temp äquator: 25-28 Grad
Durchschnittliche Jahres Temp Wendekreis: bis zu über 30 Grad
heisseste Durchs. Jahres Temp auch hier in diesem Gebiet, nämlich in Lung Ferrandi (oder wie heißt es) mit 31,1 Grad
 
Blick:
NEU DELHI – Im Skigebiet Gulmarg im indischen Teil Kaschmirs ist heute die höchste Seilbahn der Welt eröffnet worden. Mit fünf Kilometern sei sie zugleich die längste Asiens, berichtete das Fernsehen in Neu Delhi. Mit der «Gulmarg Gondola» können Skifahrer in 4390 Meter Höhe aufsteigen. Bislang kamen Wintersportler nur mit einem Hubschrauber zum Gipfel. Die Behörden hoffen, dass die neue Attraktion auch wieder Touristen anlocke – trotz der Unruhen in der Region.

HBZ1EE1K_Pxgen_r_420xA.jpg


http://www.jktourism.org/cities/kashmir/gulmarg/
 
Skipisten im Himalaya

Indien will sein Skigebiet mit den am höchsten gelegenen Pisten im Himalaya-Gebirge privatisieren. Das bis in 4150 Meter Höhe reichende Gulmarg-Areal im indischen Teil von Kaschmir soll für 99 Jahre verpachtet werden. Der Staat erwartet sich aus der Privatisierung des sechs Quadratkilometer großen Areals Erlöse in Höhe von mindestens 200 Milliarden Rupien (3,7 Milliarden Euro). Deutsche und französische Investoren haben bereits Interesse bekundet. Das Gulmarg - zu deutsch "Tal der Blumen" - liegt südwestlich von Srinagar, nahe an der Grenze zu Pakistan.

Quelle: HH Abendblatt

Wäre ja mal interessant zu wissen, welche Investoren da Interesse haben.
 
3,7 Milliarden Euro? 8O das ist wahnsinnig viel für ein Skigebiet,für Gulmarg..
 
Ich vermute mal, dass da drei Nullen zuviel im Spiel sind und wir hier von 3,7 Millionen Euro ausgehen...Alles andere wäre einfach viel zu übertrieben.

Jakob
 
Ein Kollege hat mir dazu soeben einen interessanten Artikel in der Schweizer "WochenZeitung" (WoZ) geschickt, erschienen am 15. Juni 2006; Link zum Artikel hier.

Auszüge:

Einer, der es wissen muss, ist der örtliche Tourismusverantwortliche, G.M. Dar. Mister Dars Büro befindet sich mitten auf der in Sommermonaten fotogenen, aber jetzt noch sumpfigen Wiese, in einem typischen Gulmarghaus: grünes Giebeldach auf grüner Holzfassade und weisse Fensterrahmen. «Das sind Gerüchte», sagt er ohne Umschweife. «Die Regierung hat zwar angekündigt, dass sie Gulmarg privatisieren wolle. Aber sie versteht das im Sinne von Entwicklungshilfe.» Über die Zukunft des Skiresorts will er nichts weiter sagen. Viel lieber erzählt er von den vielen Einzigartigkeiten Gulmargs: Die gelben Gondeln, von der französischen Firma Pomagalski gebaut, tragen die Passagiere in zwei Etappen bis auf den 4390 Meter hohen Afarwatgipfel. Der untere Teil der Seilbahn wurde 1998 eröffnet, der obere im Mai 2005.

Die Demarkationslinie zwischen Pakistan und Indien liegt nur wenige Kilometer von Gulmarg entfernt, irgendwo windet sie sich zwischen den hohen Gipfeln durch. Dass man an diesem Ort nicht viel davon spürt und trotzdem permanent daran erinnert wird, dafür sorgt das Militär. Es ist freundlich, aber allgegenwärtig. Den indischen TouristInnen ists trotzdem wohl. In der Gondel zeigt eine Frau mit ausgestreckter Hand hinüber zum Bergmassiv auf der andern Seite des Kaschmirtals und sagt: «So schön! So wunderschön ist nicht einmal die Schweiz! Und dann ist das hier erst noch alles echt!»

(...)

Gulmarg ist tatsächlich nicht vergleichbar mit unseren Skiorten, auch wenn die Prospekte etwas anderes versprechen. Es gibt keine bewohnten Chalets, auch keine Ansässigen. Die einzigen Matratzen befinden sich in Polizei- und Armeecamps. Und in den siebzehn Hotels. 700 Betten hat es heute, über 4000 sollen es bis in drei Jahren sein. Es hat keine Cafés und keine Läden, dafür einfache Snack- und Teeshops. Ausserdem gibt es einen Golfplatz, den Rani-Tempel, die St.-Mary’s-Kirche, einen kleinen See und Pisten, von denen Skibegeisterte in aller Welt schwärmen - in Snowboardmagazinen und in Internetforen.

Wer Gulmargs traumhafte Abfahrten beschwört, der ist mindestens ebenso angetan von zwei Männern hier: Jasin Khan und Hamid Dar. Ihnen gehört der einzige Ski- und Snowboardverleih mit modernen Ausrüstungen, der Kashmir Alpine Ski Shop. Sie sind die beiden Instanzen, wenn es um Touren, Expeditionen und sonstige Abenteuer in diesem Gebirge geht. Und sie sind diejenigen, die mit Ido Neiger aus Israel zusammengespannt haben, um im Rahmen des Projekts «Mission Gulmarg 2006» die Qualität auf den Pisten zu verbessern - von erster Hilfe für TouristInnen bis zu Lawinenüberwachung und Gondelevakuationen. Den Laden eröffneten die beiden 1985. Fünf Jahre lief es gut, doch «ab 1990 kamen fast keine ausländischen Touristen mehr. Seit letztem Jahr läuft es nun wieder besser», sagt Jasin Khan. InderInnen habe es immer gehabt, doch die sind für sein Geschäft weniger interessant: «Sie fahren zwar auch Ski, aber maximal eine Stunde.»

Und sicher nicht im Tiefschnee. Dass es diesen auf einem ganzen, rund fünf Quadratkilometer grossen Berghang hat, ist auch der Grund, weshalb Ido, der sonst im kanadischen Winterskiort Whistler lebt, hierher kommt. «Es ist das beste Skigebiet, das ich kenne», sagt er auf einem Plastikstuhl vor dem Kashmir Alpine Ski Shop sitzend. Er lacht, als ich von ihm wissen will, ob er tatsächlich daran glaubt, dass künftig hordenweise junge, pulververrückte WestlerInnen nach Kaschmir fliegen werden - an einen Ort, in dem es gerade mal einen einzigen wackeligen Internetanschluss gibt. Und weder Bar noch Alkohol. Auch kaum brauchbare Ausrüstung - ausser bei Jasir und Hamid natürlich.
 
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