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Höchster Bahnhof der Welt

Das mit den Dieselloks kann schon zu Problemen führen, denn es kann sein, dass denen wörtlich die Luft ausgeht. Man hat in den Anden feststellen müssen, dass die alten Baldwin C - Kuppler aus der Jahrhundertwende ab einer bestimmten Höhe leistungsfähiger waren als moderne Genaral Electrics Diesellokomotiven! So verkehren dort teilweise noch die alten Dampfloks anstelle der modernen Diesellok.
Ich glaube aber, dass mit der Zeit die Technik auch besser wird/wurde und so auch Diesellokomotiven in solchen Höhen einsetzbar werden/wurden.

MFG Dachstein
 
Hab gerade auf Kabel1 in den Nachrichten einen kurzen Beitrag über die neue Bahn gesehen: Es ist schon auf der einen Seite fastzinierend, was die Chinesen dort gebaut haben ... die Teile der Strecke, die gezeigt wurden verlaufen komplett auf Pfeilern. Eine Lok haben Sie auch schon fahren lassen ... für die Medien natürlich.
Auf der anderen Seite zeigt dieses Projekt einmal mehr, wie die Chinesen die Natur bezwingen :?
 
Bei aller technischen Faszination sollte man den politischen Aspekt der Tibetbahn nicht vergessen. Mit ihrem Bau wird die völkerrechtlich illegale Besetzung Tibets wohl zementiert, denn sie erlaubt es den Chinesen Truppen und schwere Waffen, beispielsweise Panzer, noch schneller zu verschieben. Man kann damit aber auch schnell und einfach viele Tibeter deportieren und sie genau so schnell durch staatstreue Volksgenossen ersetzen.
 
@GMD: Folgende Stellungnahme der ICT Deutschland e.V. (ICT = International Campaign for Tibet) bestätigt Deine angesprochenen politischen Bedenken.
@Technikposts: Es wird von "hohen Ausfallquoten für Verbrennungsmotoren und Maschinenanlagen" gesprochen

Hier der Artikel, in dem sich der ICT Deutschland e.V. u.a. an die VR China, die USA und Deutschland gewendet hat.

ICT Deutschland e.V.: Tibet Politik
Grenzüberschreitung, Chinas Eisenbahnstrecke nach Lhasa, Tibet

Die 70seitige Studie "Crossing The Line: China´s Railway to Lhasa, Tibet" (September 2003) der International Campaign for Tibet (ICT) analysiert die wirtschaftlichen, militärischen, politischen und sozialen Auswirkungen des 1118 km langen Eisenbahnbaus von Gormo nach Lhasa. Erstmals veröffentlichte Satellitenbilder, Interviews mit Transportexperten des chinesischen Eisenbahnministeriums und Wirtschaftlichkeitsanalysen kommen zu dem Ergebnis, daß die Eisenbahn wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Sie wird aus militärischen und politischen Gründen gebaut, um die Kontrolle durch China in Tibet zu erhöhen.

Zusammenfassung

Die chinesische Regierung baut derzeit die erste Eisenbahnstrecke in Tibet, zwischen Gormo (Provinz Qinghai) und Lhasa (Autonome Region Tibet (TAR)). Um die westlichen Regionen zu entwickeln und sie in die nationalen Grenzen einzugliedern, hat sie für die chinesische Führung höchste Priorität. Nach ihrer Fertigstellung 2007 wird die „Qinghai-Tibet-Eisenbahn", wie sie von den Chinesen bezeichnet wird, Tibet erstmals mit Chinas ausgedehntem Schienennetz verbinden. Die Strecke führt durch eines der bedrohlichsten Höhenterrains der Welt und ist nicht nur für Beijings Bestreben von erheblicher Bedeutung, das Wirtschaftswachstum in dieser Region voranzutreiben, sondern besitzt für die Zentralregierung auch außerordentliche strategische und politische Signifikanz.

Geschichte

Im 20. Jahrhundert setzten die unterschiedlichen Herrschaftsregime Chinas die Eisenbahn gezielt ein, um die weitläufigen Territorien, die ihrer Kontrolle unterstanden, zu kolonisieren - dazu gehörten z.B. Ost-Turkistan (Xingjian) und die Innere Mongolei. Die Eisenbahn brachte einen Strom von Siedlern in die Regionen und bildete damit das Rückgrat für die politische und militärische Kontrolle. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts äußerte Sun Yat-sen, der Begründer der chinesichen Revolution, die Idee, Lhasa mit dem chinesischen Schienennetz zu verbinden. Der chinesischen Republik fehlte jedoch zu jener Zeit die Verfügungsgewalt über Tibet. Als Tibet 1949/50 von der Volksrepublik China (VRC) annektiert wurde, forderte die Führung der Kommunistischen Partei zunächst eine Eisenbahnlinie, um die Volksbefreiungsarmee und die chinesischen Siedler mit Vorräten zu versorgen. 1979 wurden Schienen von Xining nach Gormo in Ost-Tibet verlegt. Genau wie ihre kaiserlichen und republikanischen Vorgänger machte die Volksrepublik den Eisenbahnbau zum Schlüsselelement der territorialen Eingliederung.

Das Vordringen der Eisenbahnlinie von Gormo nach Zentraltibet bedeutet nun die Vervollständigung eines 1.998 Kilometer langen Schienenkorridors, der sich bis nach Xining, der Provinzhauptstadt von Qinghai, erstreckt - eine Route, die den chinesischen Planern seit Jahrzehnten vorschwebt.

Tibets Wirtschaftspolitik

Die Eisenbahnlinie von Gormo nach Lhasa ist ein Hauptinfrastrukturprojekt in Chinas zehntem Fünfjahresplan für wirtschaftliche Entwicklung (2001-2005). Es ist zugleich ein prestigeträchtiges Element der Großen Entwicklungskampagne für den Westen, die 1999 vom ehemaligen chinesischen Ministerpräsident Jiang Zemin ins Leben gerufen wurde, um bestehende ökonomische Reformen zu beschleunigen. Die Kampagne steht in engem Zusammenhang mit den politischen Zielen der Regierung. Offizielle Stellungnahmen haben die Notwendigkeit betont, "den Westen" zu entwickeln, um "die Einheit voranzutreiben" und die "Stabilität" sicherzustellen. Die Umsetzung dieser Richtlinien, von denen die Parteipolitik in Tibet bestimmt wird, wendet sich gegen kulturelle und religiöse Vielfalt und schränkt die Ausübung politischer Freiheiten ein. Seitdem die tibetische Verwaltung von dem chinesischen Herrschaftssystem hinweggefegt wurde, hat Beijings Doktrin dem tibetischen Volk das Recht auf eine unabhängige Wirtschaftspolitik verwehrt. Die Tibeter wurden an den Rand gedrängt und vom wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozess ihres eigenen Landes und der eigenen Volkswirtschaft ausgeschlossen. Entsprechend haben sie weder die Planung der Eisenbahnlinie angeregt noch haben sie am Planungsprozess teilgenommen.

Bevölkerungszustrom

Die Tibeter sind besonders über den wachsenden Zustrom chinesischer Einwanderer besorgt, den die Eröffnung der Eisenbahnlinie mit sich bringen wird. Die Verbesserung des überregionalen Zugangs zum tibetischen Hochplateau in Kombination mit weiteren von der Regierung geschaffenen Anreizen wird die Ausdehnung bestehender Siedlergemeinden noch weiter begünstigen und die Errichtung neuer Siedlungen vorantreiben. Die verkürzte Reisezeit, niedrigere Reisekosten und der enge Kontakt zum wachsenden chinesischen kulturellen und wirtschaftlichen Netzwerk werden den Zustrom chinesischer Siedler anregen. Der Zuwanderungsstrom wird für das Wohlergehen und die Kultur des tibetischen Volkes, sowie für die Aussicht auf echte politische Autonomie eine wesentliche Bedrohung darstellen.

Die Verwendung von Satellitenbildern

Chinas Entwicklungsstrategie hat für Gormo und Lhasa bereits einen fundamentalen Wandel mit sich gebracht. Die Analyse von Satellitenbildern, den ersten dieser Art außerhalb der VRC, enthüllte die erhebliche Ausdehnung urbaner Flächen und wesentliche Veränderungen in der Umwelt, die während der letzten drei Jahrzehnte stattgefunden haben. Die Bilder spiegeln die Zuwanderung chinesischer Siedler in diesen Gebieten wider. Die Öffnung der Eisenbahnlinie von Xining für zivile Passagiere lies den Zuwanderungsstrom in Gormo ansteigen.

Auswirkungen auf die Umwelt

Die wirtschaftliche Entwicklung und der anhaltende Zustrom von Einwanderern hat bereits in vielen Regionen Tibets zu Waldrodung, Versteppung, Bodenerosion und zu einem Verlust an biologischer Vielfalt geführt. Es bestehen ernsthafte Befürchtungen über die zu erwartenden Auswirkungen des Eisenbahnbaus und der Aktivitäten, die er in diesem hochgelegenen Ökosystem nach sich ziehen wird. Für zehn der weltweit größten Fluss-Systeme, die durch große Teile Asiens fließen, dient dieses Hochplateau als Wassereinzugsgebiet. Leitende chinesische Ingenieure und Beamte aus Chinas Eisenbahnministerium (MOR) haben bereits zugegeben, dass der Bau der Eisenbahnstrecke schädlichen Einfluss auf Tibets empfindliche Umwelt haben wird. Die Überflutung des Yangtse im Jahre 1998 resultierte aus der Waldrodung in Tibet und machte führende Beamte in Beijing auf die Bedeutung des tibetischen Ökosystems für die chinesische Umwelt aufmerksam. Dennoch nimmt der Umweltschutz weiterhin eine nachrangige Position hinter den strategischen und wirtschaftlichen Interessen der Partei ein.

Die anhaltende Aufrüstung des tibetischen Hochplateaus

Die Eisenbahn wird auch die zunehmende Militarisierung des tibetischen Hochplateaus vereinfachen. Die Qinghai Daily beschrieb die Eisenbahnstrecke als "politische Frontlinie" bei der "Festigung der südwestlichen Grenze des Mutterlandes". Die Bildung von Zugangsrouten nach China und von weiteren Verästelungen neben der Hauptstrecke würde die Ausdehnung der Militärstützpunkte in der gesamten Region und eine schnellere Mobilisierung der Belegschaft ermöglichen. Entlang der indischen Grenzregionen könnten Anschlusslinien oder Zufahrtsstraßen die Armee- und Luftstützpunkte hunderte von Kilometern abseits der Hauptroute beliefern. Die Eisenbahnlinie wird auch den Transport von Nuklearraketen, die China bereits in den nördlichen Ausläufern der tibetischen Hochebene unterhält, ermöglichen. Es ist wahrscheinlich, dass Fortschritte in Chinas Feststoffraketentechnologie es erlauben, die kürzlich entwickelten Eisenbahn-Raketen-Zünder, ähnlich der in der Ukraine gebauten SS-24s, einzusetzen. Falls sie verwendet würden, könnten sie entlang der Xining-Lhasa-Route verschoben und in den Tunneln des gesamten Bergterrains versteckt werden, abseits der dicht besiedelten Gebiete im Osten.

Finanzielle Rentabilität

Die Herausforderungen des Baus der Bahnlinie zwischen Lhasa und Gormo sind beachtlich. Die Strecke wird durch abgelegene Hochebenen mit niedrigen Temperaturen, Höhendruck und heftigen Erdbeben führen - alles Faktoren, die zu hohen Ausfallquoten für Verbrennungsmotoren und Maschinenanlagen und zu Gefahren für die menschliche Gesundheit führen können. Frostschäden und Erdrutsche bei Tauwetter werden die Stabilität des Schienenbettes beeinträchtigen. Einige chinesische Experten haben zugegeben, dass die Konstruktionsmethoden auf den langen von Dauerfrost betroffenen Abschnitten, in denen die Schienen verlegt werden, weitgehend experimentell sind. Vom finanziellen Standpunkt gesehen ergibt die relativ geringe Bevölkerungszahl entlang der Strecke keinen gewinnbringenden Markt, der groß genug wäre, um die Kosten des Eisenbahnprojekts in Höhe von 26,2 Milliarden Yuan (2,9 Milliarden Euro) aufzuwiegen.

Die Unterstützung des Projekts durch führende Politiker wie beispielsweise Jiang Zemin und dem ehemaligen Premierminister Zhu Rongji verdeutlichen, dass nicht einmal hochrangige Politiker gewillt zu sein scheinen, die politischen Konsequenzen der wachsenden Zweifel an der technischen Durchführbarkeit und der finanziellen Rentabilität zu tragen.

Zusammenfasseng der Schlussfolgerungen

Die Entscheidung, die Eisenbahnlinie zwischen Gormo und Lhasa zu bauen und zu betreiben, basiert in erster Linie auf langfristigen politischen und sicherheitspolitischen Aspekten, nicht aber auf wirtschaftlichen Überlegungen.


Weder aus dem Blickwinkel der finanziellen Rentabilität noch der sozialen Verantwortlichkeit rechtfertigen die wirtschaftlichen Bedingungen und die geringe Bevölkerung Tibets die veranschlagten 2,9 Milliarden Euro Konstruktionskosten. Die Ausgaben übersteigen den gesamten Gesundheits- und Ausbildungsetat, den Beijing seit 1952 für die Autonome Region Tibet ausgegeben hat.


In Kombination mit zahlreichen von der Regierung geschaffenen Anreizen wird das von der Eisenbahn generierte Wirtschaftswachstum und der erweiterte Zugang zum tibetischen Hochplateau den wachsenden Zustrom chinesischer Siedler vereinfachen. Dies wird zu einem merklichen demographischen Wandel, zu Umweltschäden und zu einem wachsenden Druck auf Tibets einzigartige Identität führen.


Trotz der Aussicht auf Wirtschaftswachstum in Tibet und auf bessere Möglichkeiten für einzelne Tibeter wird sich die Wertschöpfung voraussichtlich in städtischen Gebieten und in Zentren der Ressourcenverabreitung konzentrieren. Von diesen Zentren profitieren jedoch in erster Linie Nicht-Tibeter.


Das völlige Fehlen einer ernsthaften Beteiligung der tibetischen Bevölkerung am Entscheidungsprozess über den Bau der Eisenbahnlinie, eine Atmosphäre der Angst bezüglich abweichender Auffassungen, der vorwiegend militärische Gebrauch der Haupttransportadern und die Notwendigkeit, eine wachsende Zahl chinesischer Siedler zu versorgen, untersteichen, wie sehr der Eisenbahnbau den Interessen des tibetischen Volkes widerspricht.


Nach Ansicht der International Campaign for Tibet (ICT) geschieht der Bau dieser Eisenbahnlinie voreilig. Im Rahmen der derzeitigen Regierungspolitik ist anzunehmen, dass die negativen Auswirkungen auf die gesamte tibetische Bevölkerung die positiven Aspekte bei weitem übersteigen.
Zusammenfassung der Empfehlungen

FÜR DIE REGIERUNG DER VOLKSREPUBLIK CHINA:

Die folgenden Empfehlungen sollten von der chinesischen Regierung befolgt werden, um sicherzustellen, dass die Eisenbahnlinie zwischen Gormo und Lhasa dem tibetischen Volk einen Vorteil bringt, der nicht durch die voraussichtlichen negativen Folgen der Konstruktion der Eisenbahnlinie aufgewogen wird.

Es sollten wesentliche Schritte unternommen werden, um den Zustrom von Nicht-Tibetern nach Tibet einzudämmen. Beispielsweise sollten Restriktionen für die Grenzüberschreitung nach Tibet eingeführt, die Regulierung der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung verschärft, die finanziellen Anreize zurückgenommen und die Handels- und Eigentumsrechte reformiert werden.


Die Wirtschaftspolitik muss dahingehend verändert werden, dass ihre Struktur langfristige Nettogewinne für das tibetische Volk erlaubt und die Tibeter wirtschaftlich unabhängig werden können. Reformen sollten unter anderem Veränderungen in der Subventions-, Besteuerungs- Finanzpolitik umfassen. Die Fiskalpolitik sollte mehr Raum für die Unterstützung von tibetischen Ausbildungs- und Trainingsprogrammen schaffen und die Gewinne aus dem Abbau natürlicher Ressourcen, der durch die Eisenbahnlinie ermöglicht wird, zum größten Teil für das Gemeinwohl in den Abbaugebieten verwenden.


Die Menschenrechtslage muss wesentlich verbessert und ein größeres Maß an Transparenz sichergestellt werden, um den Tibetern Meinungsfreiheit und die uneingeschränkte Teilnahme an politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungsprozessen sowohl auf individueller Ebene als auch auf Gemeindeebene zu garantieren. Die chinesische Regierung sollte alle Informationen zum Eisenbahnbau öffentlich zugänglich machen, zum Einbringen von Vorschlägen ermutigen und das tibetische Volk dazu ermächtigen, den Bau und Betrieb der Eisenbahnlinie entweder zu unterbinden oder aber zu regulieren.


Ökologische Auswirkungen sowohl des Eisenbahnbaus als auch des dadurch induzierten Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Wirtschaftsaktivität wie beispielsweise des Rohstoffabbaus, müssen vollständig analysiert und in ihren Konsequenzen bewertet werden.


Die Eisenbahnlinie darf nicht dazu genutzt werden, das tibetische Hochplateau weiter aufzurüsten - weder konventionell noch nuklear. Dies würde zu weiterer Unterdrückung und Demütigung des tibetischen Volkes führen und die Spannungen mit den Nachbarstaaten verstärken.
FÜR ALLE ÜBRIGEN REGIERUNGEN:

Bis die Regierung der Volksrepublik China Schritte unternimmt, um die oben genannten Empfehlungen wirkungsvoll umzusetzen, sollten die Regierungen von jeglicher Beteiligung am Bau und Betrieb der Eisenbahnstrecke zwischen Gormo und Lhasa abraten und auch selbst davon absehen. Entsprechend sollten sie technische Unterstützung unterbinden, hierfür notwendige Exportlizenzen verweigern und Richtlinien aufstellen, die sicherstellen, dass ihre Unterstützung für ökonomische Aktivitäten in Tibet sozial-ökonomisch verträglich und ethisch verantwortlich sind.

FÜR DIE REGIERUNG DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA:

Zusätzlich zu den allgemeinen Hinweisen an alle Regierungen sollte die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika den Prinzipien des Tibetan Policy Acts 2002 für eine verantwortungsvolle Entwicklung nachkommen, wie sie im Abschnitt 616 des US Public Law 107-228 festgehalten sind. Dies bezieht sich sowohl auf die Handels- und Entwicklungsbehörde und die Export-Import-Bank, als auch auf die US-amerikanische Teilnahme an internationalen Finanzinstitutionen.

FÜR INTERNATIONALE FINANZINSTITUTIONEN UND ENTWICKLUNGSBEHÖRDEN:

Es sollte keine finanzielle oder technische Unterstützung bereitgestellt werden, die zum Bau oder zum Betrieb der Eisenbahnstrecke oder für damit in engem Zusammenhang stehende kommerzielle Aktivitäten verwendet werden.

FÜR UNTERNEHMEN:

Mit Unternehmen und Regierungsinstitutionen, die mit dem Eisenbahnbau beschäftigt sind, sollte weder eine Partnerschaft eingegangen noch ein Joint Venture eingegangen werden. Finanzierungsinstitutionen sollten Darlehen für Unternehmen oder Regierungsinstitutionen verweigern, solange nicht sichergestellt ist, dass diese Mittel nicht dem Bau oder Betrieb der Eisenbahnstrecke zufließen.

Quelle: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=43 vom 02. September 2003
 
Auf www.china-guide.de gefunden:

Höchstgelegener Bahnhof der Welt fertiggestellt

Das Hauptgebäude des Bahnhofs von Tanggula auf der neuen Eisenbahnlinie zwischen der Provinz Qinghai und dem Autonomen Gebiet Tibet ist fertig gestellt worden. Der Bahnhof von Tanggula liegt auf einer Höhe von 5068 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit der höchstgelegenste Bahnhof der Welt. Der gesamte Bahnhof soll bis zur ersten Probefahrt auf der neuen Eisenbahnlinie im Juli fertig gestellt sein.

Wegen der großen Höhe wird auf dem Bahnhof von Tanggula kein Personal arbeiten. Stattdessen wird der Bahnhof mithilfe von Satellitentechnik ferngesteuert.
 
snowflat schrieb:
Auf www.china-guide.de gefunden:

Wegen der großen Höhe wird auf dem Bahnhof von Tanggula kein Personal arbeiten. Stattdessen wird der Bahnhof mithilfe von Satellitentechnik ferngesteuert.

also in den Anden gibt's solche Bergwerke, die in einer ähnlichen Höhe liegen und dort ist die Arbeit wesentlich harter als auf einem Bahnhof... deshalb verstehe ich es nicht so ganz, na ja, aber wer Satellitentechnik hat 8)
 
Das versteh ich nicht. Wiso können dort keine Menschen arbeiten? Es leben ja auch Menschen dort oben.
 
Aus der FAZ:

Höchste Eisenbahnstrecke: Maos Traum geht in Erfüllung


Von Petra Kolonko, Peking

30. Juni 2006 Wenn die höchste Bahnstrecke der Welt von Peking bis ins tibetische Lhasa eröffnet wird, erfüllt sich, was Mao Tse-tung erträumte: der endgültige Anschluß Tibets an das chinesische Kernland ist vollzogen. Wenn von jetzt an mehrmals wöchentlich Züge aus fünf chinesischen Städten bis nach Lhasa fahren können, gehört die Abgeschiedenheit auf dem Dach der Welt der Geschichte an.

Das offizielle China jubelt. Stolz ist man auf die technische Leistung, eine Eisenbahn auf Dauerfrostboden gebaut zu haben. Und laut werden die positiven Auswirkungen der Eisenbahn gepriesen. Sie werde die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Der Transport von Waren und Menschen werde leichter und preiswerter, es würden mehr Touristen und Geld nach Tibet kommen und schließlich werde die Modernisierung Fortschritte machen.

China herrscht mit harter Hand
Die ungeheuren Kosten der Bahn, insgesamt 3,3 Milliarden Euro, rechtfertigen sich nicht aus direkten Gewinnaussichten. Die Anbindung Tibets hat strategische Bedeutung. Sie soll die wirtschaftliche Integration im Rahmen der Entwicklung Westchinas beschleunigen, die Erschließung tibetischer Ressourcen erleichtern und Tibet einen Modernisierungsschub bringen, der, so das Pekinger Kalkül, den Einfluß des Dalai Lama und seiner Anhänger endlich brechen wird.

China herrscht in der Autonomen Region Tibet noch immer mit harter Hand. Zwar sind die Zeiten der gewaltsamen Unterdrückung der Religion vorbei, doch versucht die Regierung jetzt durch Erziehungskampagnen und „patriotische Ausbildung” in Klöstern und Tempeln sicherzustellen, daß alle tibetischen Mönche und Gläubige nicht loyal zu ihrem religiösen Oberhaupt, dem Dalai Lama stehen, sondern vor allem den Anweisungen der Regierung folgen.

Kampf gegen den Dalai Lama
Daß der Dalai Lama in Tibet noch lange nicht vergessen ist, daran erinnerte kurz vor der Eisenbahn-Eröffnung der neue Parteichef von Tibet, Zhang Qingli. Er sprach von einem „Kampf auf Leben und Tod” gegen den Dalai Lama und seine Unterstützer. Bei einer Sitzung der Provinzführung im Juni sagte der Parteichef, der Dalai Lama versuche immer noch, die Politik in Tibet zu untergraben und seine Herrschaft über Tibet wieder herzustellen.

Die Provinzführung fürchtet auch Anschläge auf die neue Eisenbahn. Illegale Aktivitäten entlang der Bahn müßten bekämpft und die soziale Stabilität gewahrt, das heißt in chinesischer Politsprache, Unruhen müßten verhindert werden. Nach Informationen der „Kampagne für Tibet” sind in den vergangenen Tagen Militärpatrouillen und Wachtposten entlang der Strecke verstärkt werden.

Die Eisenbahn schafft Fakten
Tibets neuer Parteichef, der zur Seilschaft von Parteichef Hu Jintao gehört, hat Erfahrung im Umgang mit potentiell rebellischen Minderheiten. Er war zuvor in der von Muslimen bewohnten Autonomen Region Xinjiang für die Aufbaukorps der chinesischen Armee zuständig. Dort machte er sich einen Namen als einer, der die Direktiven aus Peking hart durchsetzt. Mit der Ernennung von Zhang Qingli zum Parteiführer in Tibet erhielten Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen dem Dalai Lama und der Regierung einen Dämpfer. Der Dalai Lama hat der Regierung ein Angebot einer gesichtswahrenden Lösung für einen Besuch in China gemacht. Er wolle eine „Pilgerreise” nach Tibet machen und hoffe, daß die chinesische Regierung ihm dies erlauben werde.

Während der Dalai Lama noch auf eine Antwort auf seine Zugeständnisse wartet, werden mit der Eisenbahn Fakten geschaffen. Exil-Tibeter fürchten, daß die Eisenbahn den Zustrom von Chinesen aus anderen Landesteilen fördern wird. Die Bahnfahrkarten werden viel günstiger als Flugzeugtickets sein und die Fahrt im Zug bequemer als die Fahrt im Bus auf dem beschwerlichen Landweg. Es werden nicht nur Touristen sein, sondern auch Chinesen aus anderen Landesteilen, die auf der Suche nach Arbeit und Abenteuer nach Tibet fahren.

Nachschub für das Militär
Die Exil-Tibeter fürchten auch, daß die Eisenbahn zur Belieferung der Militärbasen in Tibet benutzt werden wird und damit die chinesische Militärpräsenz auf dem Dach der Welt zementieren wird. Viele Sorgen gibt es über die Zerstörung des ökologischen Gleichgewichtes durch die Bahnstrecke. Auch die Zunahme des Tourismus kann negative Folgen haben, wenn Tibets Tempel und heilige Stätten von chinesischen Touristen überlaufen werden, die tibetische Pilger verdrängen.

Von all diesen Bedenken erfährt die chinesische Öffentlichkeit nichts, doch sind die chinesischen Medien jetzt offensichtlich dabei, sie zu widerlegen. Der Bürgermeister von Lhasa ließ sich zitieren, daß der Bau der Eisenbahn keineswegs einen Angriff auf die tibetische Kultur bedeute. Chinesische Zeitungen berichten von Tibetern, die durch den Eisenbahnbau zu Geld kamen und anderen, für die sich neue Erwerbsmöglichkeiten jetzt auftun und die es kaum erwarten können, daß der neue Zug durch die unwirtliche Hochebene braust. Einen Vorwurf der Exil-Tibeter hat die chinesische Regierung nie zurückgewiesen, daß nämlich die Eisenbahn auch der Ausbeutung der Ressourcen auf dem Dach der Welt dient. Die Schätze Tibets, so chinesische Zeitungen, könnten jetzt im großen Stil erschlossen werden.

Bilder:

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^^ Fahrt entlang des Co Nak Sees in Nord Tibet

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^^ Sitzt der Bolzen fest

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^^ Das eindrucksvolle Bahnhofsgebäude in Lhasa

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^^ Noch ist der Bahnhof in Lhasa leer. Der erste Zug aus China fährt am 1. Juli ein

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^^ Tibetische Gebetsflaggen an der Strecke

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^^ Große Begeisterung über die neue Spielstrecke

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^^ Ausländer Studierende protestieren in Peking gegen die neue Bahnstrecke. Sie fürchten, daß der massive Zuzug der Chinesen die Kultur der Tibeter zerstören werde

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^^ Chinesische Polizisten rollen die Transparente ein und nehmen die jungen Leute in Gewahrsam

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^^ Eine Herde Yaks scheint unbeeindruckt von der Eisenbahnbrücke nahe Dangxiong

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^^ Stolz auf ihr Werk: Arbeiter an der höchsten Eisenbahnstrecke der Welt

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^^ Testfahrt auf der Strecke Golmud-Lhasa

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^^ Jahrelanger beschwerlicher Bau, in dünner Luft und auf Permafrostboden

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^^ Wegen der enormen Höhe mußten die Arbeiter in Sauerstoffkabinen versorgt werden

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^^ Höchster Punkt der freien Strecke: auf 4767 Metern am Kunlun Pass
 
Und aus der Süddeutschen:

Tibet-Express: Leiden im Wunder-Zug

Nicht bewegen, Sauerstoff-Leitung in die Nase, an was Schönes denken - eine Fahrt auf der höchsten Strecke der Welt bringt Fahrgäste an ihre Grenzen.

Nach zwei Tagen und 1142 Kilometern ist der erste Zug aus China in Tibet eingetroffen. Viele der rund 900 Passagiere hatten die Fahrt auf der höchstgelegenen Eisenbahnstrecke der Welt allerdings nur schlecht überstanden, wie sich bei ihrer Ankunft in der tibetischen Hauptstadt Lhasa zeigte.

Obwohl der Zug extra mit Sauerstoffmasken und einer Druckregulierung ausgestattet war, litten viele Reisende unter Symptomen der Höhenkrankenheit. Die Strecke führt über den 5072 Meter hoch gelegenen Tanggula Pass. In Durchsagen wurden die Fahrgäste aufgefordert, plötzliche Bewegungen zu vermeiden, um sich trotz des Druckausgleichs in den Kabinen vor Übelkeit zu schützen.

Ältere Passagiere legten sich hin, Kinder schrien, und einige Menschen übergaben sich auf den Toiletten. „Jetzt, wo wir den Gipfel erreicht haben, ist mir übel und ich habe Kopfschmerzen“, sagte ein 32 Jahre alter chinesischer Tourist. Andere Reisende verschliefen die Ankunft im 3650 Meter hoch gelegenen Lhasa.

Das Bahnprojekt ist höchst umstritten: Der chinesische Präsident Hu Jintao bezeichnete die neue Eisenbahnlinie bei der Einweihung als „Wunder“. In Tibet wird sie hingegen als Symbol einer Besatzermacht aufgefasst.

Chinas kommunistische Truppen waren 1950 in die Himalayaregion mit der Begründung einmarschiert, sie vom buddhistischen Glauben befreien zu wollen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, hatte im Vorfeld erklärt, er sei nicht grundsätzlich gegen das Projekt, solange damit keine politischen Ziele verfolgt würden.

Gerade das aber befürchten viele. Hu hatte Tibet von 1988 bis 1992 verwaltet, eine Zeit, die wegen der Unterdrückung von Unabhängigkeitsbestrebungen in Erinnerung geblieben ist.

Tibet ist mit einer Durchschnittshöhe von 4500 Metern die höchste Region der Erde. Die bisher höchst gelegene Bahnstrecke ist die Verbindung zwischen Lima und Huancayo in Peru. Bislang konnten Reisende von China aus nur auf beschwerlichen Bustouren oder teuren Flügen nach Tibet gelangen. Eine Fahrt mit der neuen Zuglinie kostet dagegen weniger als 50 US-Dollar.

Bilder:

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^^ Abfahrt in Peking: In etwa 48 Stunden soll der Zug in Tibets Hauptstadt Lhasa eintreffen. (Foto: Reuters)

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^^ Weite Streckenabschnitte liegen über 4000 Meter über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt befindet sich auf über 5000 Metern. (Foto: AP)

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^^ Für Kinder ist so eine lange Zugfahrt ja immer ein eher zweifelhaftes Vergügen... (Foto: AFP)

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^^ ...selbst wenn die Aussicht spektakulär ist. (Foto: AP)

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^^ Wenn die Luft dünner wird, werden die Augen schwer: Fahrgäste nutzten jeden freien Platz zum Schlafen. (Foto: Reuters)

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^^ Ein Schaffner erklärt das Anlegen der Sauerstoffmaske. (Foto: AP)

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^^ Auch Kopfschmerzen sind eine Folge des Sauerstoffmangels. Selbstmassage kann helfen. (Foto: Reuters)

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^^ Probebetrieb: Bereits Monate vor der Jungfernfahrt befuhren Testwaggons die höchste Bahnstrecke der Welt zwischen China und Tibet. (Foto: AP)

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^^ Hier geht's los: Im chinesischen Xining beginnt mit Kilometer 0 die Eisenbahnstrecke nach Tibet. Die Reise von Peking nach Lhasa soll im Normalfall 48 Stunden Stunden dauern. (Foto: dpa)

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^^ Gleisarbeiten in der Provinz Qinghai. Unter Mao hatte das ehrgeizige Zugprojekt bereits seinen Anfang genommen, war dann aber jahrzehntelang auf Eis gelegt worden. (Foto: dpa)

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^^ Kaffepause: Die Wartehalle im neuen Bahnhof in Lhasa kurz vor der Fertigstellung. (Foto: Reuters)

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^^ Ein Großteil der Bahnstrecke liegt auf über 4000 Metern Höhe. Vor der Zugverbindung war Tibet nur mit dem Bus oder dem Flugzeug erreichbar. (Foto: AFP)
 
Zum Glück haben Flugzeuge wohl eine besser funktionierende Druckregulierung ... (?!)


(Hätte man den hohen Paß nicht untertunneln können? Oder wär das zu lang gewesen?)
 
Bei einem Zug ist eine Druckkabine schwerer zu realisieren als bei einem Flugzeug. Bei Flugzeugen wird in den Triebwerken ein Teil der dort komprimierten Luft abgeleitet (die sogenannte Zapfluft) und zum Druckausgleich in die Kabine und bei Bedarf (falls Tiere an Bord sind) in die Frachträume geleitet. Bei einem Zug muss diese Luft auf mechanischem Weg verdichtet werden. Solche Systeme brauchen Platz, der erst einmal gefunden werden muss. Man darf dabei nicht vergessen, dass die maximale Ausmasse eines Schienenfahrzeuges, das sogenannte Lichtmassprofil, bei jeder Bahn genau vorgeschrieben ist und nicht überschritten werden darf.
 
Blöde Frage: Was ist eigentlich problematischer - der geringe Sauerstoffgehalt oder der geringe Luftdruck?

Oder umgekehrt: Was ist nötiger: der Druckausgleich oder eine höhere Sauerstoffzufuhr? Oder könnte man eines mit dem andern irgendwie "kompensieren" - z.B. würde eine Erhöhung der Sauerstoffzufuhr über die Belüftung einen niedrigen Luftdruck angenehmer machen?
 
Beides ist miteinander verknüpft, denn komprimierte Luft enthält automatisch mehr Sauerstoff.
 
GMD schrieb:
Bei einem Zug ist eine Druckkabine schwerer zu realisieren als bei einem Flugzeug. Bei Flugzeugen wird in den Triebwerken ein Teil der dort komprimierten Luft abgeleitet (die sogenannte Zapfluft) und zum Druckausgleich in die Kabine und bei Bedarf (falls Tiere an Bord sind) in die Frachträume geleitet. Bei einem Zug muss diese Luft auf mechanischem Weg verdichtet werden. Solche Systeme brauchen Platz, der erst einmal noch gefunden werden kann. Man darf dabei nicht vergessen, dass die maximale Ausmasse eines Schienenfahrzeuges, das sogenannte Lichtmassprofil, bei jeder Bahn genau vorgeschrieben ist und nicht überschritten werden darf.

Stimmt nur bedingt. Bisher war das zwar so, aber Boeing hat für seinen Dreamliner ein neues System entwickelt, da das Abzapfen der Druckluft sehr viel Sprit frisst. Was ich damit sagen will ist, dass die schon ein externes System zum Druckaufbau entwickelt haben. Das könnte man vielleicht auch im Zug einbauen. Das Problem ist aber, dass man ja nicht nur durch, sondern in die Höhe reist.
 
Auch in Asien taut der Permafrostboden:

Tibet-Bahn hat bereits erste Mängel

Gerade einmal einen Monat ist es her, dass sie mit großem Brimborium eingeweiht wurde. Doch schon jetzt sind bei der höchsten Eisenbahnlinie der Welt in Tibet beträchtliche Mängel aufgetreten. Die chinesischen Betreiber haben noch keine Lösung für die Probleme.

Peking - Das Dauer-Eis unter den Bahnlinien sinke ab und zeige erste Risse, zitierte die Zeitung "Beijing News" heute einen Sprecher des chinesischen Eisenbahnministeriums. Diese Veränderung des Untergrunds destabilisiert demnach die Bahn an manchen Stellen. Auch der Beton einiger Stützkonstruktionen, etwa bei Brücken, zeigt Risse. Weitere Gefahren gehen laut dem Sprecher von Wanderdünen und Yak-Herden aus. Die Ingenieure hätten noch keine Lösung für die Hochland-Rinder gefunden, die sich gerne auf den Gleisen sammelten.

Die Anfang Juli eingeweihte, 1142 Kilometer lange Bahnstrecke ist höchst umstritten. Chinas Präsident Hu Jintao bezeichnete sie als "Wunder". In Tibet wird sie dagegen als Symbol einer Besatzungsmacht aufgefasst.

ar/afp
 
In der ARD kommt heute um 22.45 eine Doku-Sendung über diese Zugverbindung: "Im Zug auf das Dach der Welt", Dauer: 30min.
 
Danke für den Tip, werde mir die Sendung anschauen.

Obwohl ich Züge mag, teile ich bei dieser Bahn die Bedenken der Tibeter, die in ihr ein Kolonisierungsmittel der Besatzungsmacht China sieht.
 
Unter anderen Umständen hätte die Bahn zur Völkerverständigung beitragen können, aber nur dann wenn Tibet unabhängig wäre.
 
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