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Hoffnungsschimmer für die Schweizer Bergbahnen

Interessantes Thema
Keine Ahnung in wie weit die Transportunternehmen die Rabatte auf den mit öffentlichen Geldern mitfinanzierten Linien (z.B. Interlaken Ost - Grindelwald und Interlaken Ost - Lauterbrunnen - Wengen) bestimmen können?
Aber schlussendlich ist die Anerkennung der BahnCard 50 ein netter Marketinggag und führt zu keiner Diskriminierung der Inhaber eines Halbtaxabo oder GA.

Hingegen bei der Schilthornbahn war das Problem, dass die Leute mit dem STP gratis bis aufs Schilthorn fahren konnten, jedoch mit GA musste man für den Abschnitt Mürren - Schilthorn den halben Preis bezahlen.
Dies ist dann der Jungfraubahn und einigen Politiker ziemlich sauer aufgestossen.
Hätte man auch mit dem GA gratis fahren können, dann hätte es vermutlich keine Diskussionen gegeben.

Genau die selbe Diskussion würde es sicher geben wenn man mit der Bahncard100 gratis bis auf das Jungfraujoch fahren könnte.
 
An sich schon eine schlaue Aktion. Ist ja schlussendlich einfach eine selektive Preissenkung für den kostenbewussten, aktuell aber quantitativ bedeutsamen deutschen Feriengast, ohne dabei die anderen zu offensichtlich vor den Kopf zu stossen.

Etwas ähnliches ist ja die Anerkennung des Halbtax auf rein touristischen Strecken. Das ist schlussendlich auch nur ein versteckter (betriebswirtschaftlich absolut sinnvoller) Einheimischenrabatt.
 
Neandertaler schrieb:
Ist da wirklich keiner mehr und es müssen andere Gäste her?
So rein optisch von meinen häufigen Überflügen zu beurteilen, ist da zwar immer etwas los, aber es sind massiv weniger Leute zu sehen als sonst. Geschätzt vielleicht 1/4.
 
Ich habe nur nie verstanden weshalb das ein Problem war. Der STP ist halt nicht für einheimische, genauso wie Interrail. So gibt es halt für verschiedene Bedürfnisse Lösungen.
Die Jungfraubahnen werden schon überleben. Angeblich würde die JB ein ganzes Jahr überleben ohne einen Franken einzunehmen.
 
Pilatus schrieb:
An sich schon eine schlaue Aktion. Ist ja schlussendlich einfach eine selektive Preissenkung für den kostenbewussten, aktuell aber quantitativ bedeutsamen deutschen Feriengast, ohne dabei die anderen zu offensichtlich vor den Kopf zu stossen.
Etwas ähnliches ist ja die Anerkennung des Halbtax auf rein touristischen Strecken. Das ist schlussendlich auch nur ein versteckter (betriebswirtschaftlich absolut sinnvoller) Einheimischenrabatt.

Der Erwerb eines HTA oder GA ist nicht an die Nationalität oder Wohnsitz gebunden.
Die BahnCard der DB übrigens auch nicht ;)

Ich habe nur nie verstanden weshalb das ein Problem war. Der STP ist halt nicht für einheimische, genauso wie Interrail.

1. Der STP ist wie das HTA und GA auch ein Produkt des Tarifverbunds "Direkter Verkehr Schweiz". Und da können die beteiligten Transportunternehmen nicht einfach so nach Lust und Laune den Geltungsbereich der Tickets anpassen. Schlussendlich geht es hier auch um das Geld. Der Erlös von diesen Abos muss aufgrund eines Verteilschlüssels auf alle beteiligten Transportunternehmen verteilt werden.
Dieser Coup hätte den Schilthornbahnen sicher auf Kosten der anderen Mitgliedern Zusatzeinnahmen beschert.
Deswegen hat der Verband den Schilthornbahnen die Auflage gemacht, dass auch die Strecke von Mürren aufs Schilthorn im GA-Bereich aufgenommen werden muss, damit mit dem STP eine kostenlose Fahrt möglich ist.

2. Der STP soll es den ausländischen Touristen ermöglichen "kostengünstig" in der Schweiz herum zu reisen. Jedoch ist es eigentlich kein Freizeitticket, das die kostenlose Nutzung der touristischen Angebote ermöglichen soll. Deswegen ist der Geltungsbereich des STP auch nicht ganz deckungsgleich zum GA-Bereich.
Für die kostengünstige Nutzung der touristischen Angebote gibt es Regionalpässe oder die Gästekarte.

Übrigens die selbe Diskussion gab es auch beim Stanserhorn und Brunni.
Wobei die Bahnen im Engelbergertal jetzt auch das GA akzeptieren :)

https://www.berneroberlaender.ch/region/oberland/schilthornbahn-kein-touristenga/story/22718904
 
TPD schrieb:
Pilatus schrieb:
An sich schon eine schlaue Aktion. Ist ja schlussendlich einfach eine selektive Preissenkung für den kostenbewussten, aktuell aber quantitativ bedeutsamen deutschen Feriengast, ohne dabei die anderen zu offensichtlich vor den Kopf zu stossen.
Etwas ähnliches ist ja die Anerkennung des Halbtax auf rein touristischen Strecken. Das ist schlussendlich auch nur ein versteckter (betriebswirtschaftlich absolut sinnvoller) Einheimischenrabatt.

Der Erwerb eines HTA oder GA ist nicht an die Nationalität oder Wohnsitz gebunden.
Die BahnCard der DB übrigens auch nicht ;)

Hab ich ja auch nicht geschrieben. Ein solches Abo besitzen tun aber vor allem Leute die in einem entsprechenden Gültigkeitsbereich leben.
 
Der Sommer verlief für die Oberwalliser Bergbahnen bis jetzt sehr zufriedenstellend.
Im folgenden Artikel werden die Zahlen für Juni/Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat genannt:

:arrow: https://new.rro.ch/story/corona-sorgt-fr-besucherandrang-bei-den-bergbahnen/6993

Corona sorgt für Besucherandrang bei den Bergbahnen
Am 6. Juni 2020 konnten die Bergbahnen nach einer fast dreimonatigen Corona-Zwangspause ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ein Überblick für die Monate Juni und Juli zeigt: Die Frequenzen im Oberwallis sind hoch.

Der Juni begann zumeist mit negativen Vergleichswerten zum Vorjahresmonat, dies ist auf die zumeist spätere Öffnung der Bergbahnen zurückzuführen. Da die Absolutzahlen der Frequenzen im Juni jedoch niedriger als im Juli sind, ist die Gesamtbilanz dennoch positiv.

Da der Artikel nur mit vorheriger Registrierung zu lesen ist, hier einige Beispielwerte für den Juli 2020 im Vergleich zu Juli 2019:

Torrent-Bahnen Leukerbad-Albinen: +64%
Aletsch Bahnen: +30%
Bergbahnen Hohsaas; +20,8%
Saastal Bergbahnen: +15%
Touristische Unternehmung Grächen: +50% (Juni u. Juli)
Belalp Bahnen: +33% (Juni u. Juli)

Ausnahme sind die Zermatt Bergbahnen: -10%
Der Rückgang ist hier auf das Ausbleiben der sonst vielen internationalen Gäste zurückzuführen.

Ich bin aber gespannt, wie sich die Zahlen dann im frequenzschwächeren Monat September und dann auch im Herbst entwickeln werden.
Gerade im September werden dann ja in der Nachferienzeit die Schweizer Gäste fehlen.
 
Nicht unbedingt. Es gibt auch sehr viele Schweizer wo noch nicht oder nicht mehr an die Schulferien gebunden sind und dem Trubel in der Hauptsaison auch in anderen Jahren schon aus dem Weg gegangen sind.
 
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