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Höhenangst sessellift

Oh ja, da hab ich auch einiges beizutragen.

In meiner Kindheit hatte ich keine Probleme mit höhen. Das hat sich erst so ab dem 10. Lebensjahr entwickelt. Mit Seilbahnen hatte ich nie groß Probleme.

Mittlerweile denke ich, ist es bei mri auch eher das Problem "kontrollverlust".

Ich versuche dem Entgegenzuwirken, indem ich mich in gewisse Situationen zwinge. Beispielsweise habe ich dieses Jahr meine ersten Klettersteigerfahrungen gemacht. Und wie sicherlich jeder weis ... gibts da auch heftige Höhen :mrgreen:

Ich merke jedenfalls, das es durch positive Erfahrungen an der Kletterwand und im Klettersteig deutlich einfacher geht. Einfach klein anfangen, sich langsam Steigern. Manchmal reicht auch schon ein wenig Wandern im Gebirge, langsam an den Grat rantrauen ... und vor allem (und das ist das Wichtigste): Vertrauen in die Technik gewinnen. Dann klappt das bestimmt besser.
 
Die Galzigbahn in St. Anton ist auch nicht ganz ohne. Nämlich bei dem letzten Stück vor der Bergstation, dem Jungbrunntobel fährt die Gondel ganz weit über dem Boden. Im Winter mcht es mir nichts mehr aus. Aber wenn ich im Sommer mit der Galzigbahn fahre, dann bekomme ich ein mulmiges Gefühl im Bauch.
 
Das Problem hab ich auch, ich fahre aber trotzdem alle Lifte. Was immer hilft ist Ablenkung. Also reden zb oder wenn ich schon etwas erschöpft bin vom der letzten Abfahrt, scherrt mich das nicht mehr groß.
Die Haube runter sodass man weniger sieht ist auch ein gutes Mittel. Um so mehr man in die Tiefe schaut umso mehr kommt das Gefühl.
 
Hallo, ich kämpfe jetzt seit vier Jahren mit der Höhenangst bei Sesselliften und anfangs auch bei Seilbahnen nach einen Tablettenentzug.
Ich habe mir deshalb einen Therapeuten gesucht und bin mit Ihm zusammen das Problem angegangen. Die ersten drei Jahre gab es
immer wieder kleine Fortschritte. Wir haben jedes Jahr die Skigebiete gewechselt und die Ansprüche nach oben geschraubt.
Seit diesem Winter gibt es große Fortschritte und ich kann schon wieder viele Lifte fahren. Du musst Dir unbedingt Zeit und Geduld geben.
Würde Dir auf jeden Fall professionelle Hilfe empfehlen, den Problem ist nicht ohne und sehr vielschichtig. Das ganze habe ich privat gezahlt
und bin froh das es immer besser wurde, das hat mir Lebensqualität und Wohlbefinden zurück gebracht. Vor dem Tablettenentzug hatte ich
keine Probleme damit. Gerne mehr in mit einer persönlichen Nachricht.
 
Ich fahre wegen meiner Höhenangst keine Sessellifte, habe aber mit Gondelbahnen keine Probleme. Da ich im Raum Bodensee auf der Österreich-Seite (Vorarlberg) ein Skigebiet mit Gondelbahn aufsuchen möchte, mich dort aber nicht auskenne bitte ich um eine Empfehlung.
 
Wenn man nach Skigebieten in Vorarlberg sucht, in denen man gut zum Fahren kommt komplett ohne Sessellifte zu benützen, würde mir an erster Stelle das Bödele einfallen. Gondelbahnen gibt es dort zwar keine, trotzdem ist es recht groß und bietet meiner Meinung nach mehr als genug Abwechslung für einen Tag. Nicht all zu teure Kartenpreise, eine wunderschöne Aussicht und unter der Woche nicht überfüllte Pisten sind dort nette Nebeneffekte :)
 
Der Sessellift mit der größten Neigung, der jemals gebaut wurde? CLF und CLD? Der 2-CLF Albona 2 (1985-2016) muss rekordverdächtig gewesen sein. Laut Liftworld wies die Bahn in ihrem steilsten Stück eine Steigung von 45,9 ° auf, was 103,2 % entspricht und normalerweise über die Grenzwerte hinausgeht. Übetraf sogar die Schindlergratbahn :gruebel:
https://seilbahntechnik.net/de/lifts/3126/datas.htm
 
tobi27 schrieb:
Gamsleiten 2 kommt auch nahe hin, zwar "nur" 96% im steilsten Stück dafür aber eine mittlere Neigung von 42%, erst flach dann Aufzug:
https://www.lift-world.info/de/lifts/2232/datas.htm

Noch krasser dass da vorher ein Schlepplift stand.

An den Schlepplift Gamsleiten II kann ich mich noch gut erinnern.
Da war die Auffahrt gefährlicher als die Abfahrt - ich war regelmäßig ziemlich unentspannt.
Im steilen Abschnitt gab es neben der Liftspur Verbauten, die gestürzte Schifahrer auffangen sollten.
Umgekehrt konnte man dadurch nicht ausweichen, wenn ein Hindernis in der Liftspur war.
Ich erinnern, dass einmal zum Glück hinter mir ein Liftfahrer stürzte und den ganzen Steilhang hinunter rodelte. Der hat etwa 10 Paare vom Lift mitgenommen - unten war dann ein riesiger Haufen von Menschen und Material und der Lift stand zirka 1/4 Stunde, bis sich der Haufen entwirrt hatte.
Wenn ich mich recht erinnere gab es dort - so wie übrigens auch am Nassfeld - einen oder mehrere Tote am Lift, worauf dort der DSL errichtet wurde.
 
Ich hatte früher nie Probleme mit hohen Sesselliften. Mit den Kindern im Lift habe ich dann eine gewisse Phobie entwickelt. Da ging in meinem Kopf immer Bilder rum und Lifte mit hohem Luftstand zunehmend gemieden. Genau das falsche natürlich. Zum Schluss war das dann eine ausgewachsene Höhenangst.

Durch konsequente Benutzung der Sesselbahnen habe ich das in den Griff bekommen. Ich treffe mir ein, das eine gewisse Grundfitness mir ein besseres Körpergefühl gibt. Finde es zwar immer noch nicht so geil, z.B. in der Angertalbahn (Gastein) in gefühlt 200 Meter Höhe über den Bach fliegen zu müssen, aber mit frühzeitigem Schließen des Bügels komme ich damit klar, auch wenn mein Sitznachbar dann schon mal den Bügel auf den Helm kriegt :oops:
 
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