lanschi
Mount Everest (8850m)
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Tourismus konzeptlos 27.11.2006
Horrorszenario - Winter 2030 ohne Schnee
Klimatologen schlagen Alarm: In 20 Jahren wird die Klimaerwärmung im günstigsten Fall ein bis zwei Grad zulegen. Prognosen, die allerdings nur wenige Touristiker ernst nehmen, denn echte Konzepte für dieses Szenario gibt es nicht.
Niedergelegene Skigebiete gefährdet
Die Szenarien sind düster - Skigebiete unter 2.000 Metern werden in 30 bis 40 Jahren massive Probleme haben - laut Simon Gspan, Tourismusberater in Innsbruck, Prognosen, die viele im Tourismus gar nicht hören wollen bzw. ernst nehmen.
Trotzdem gibt es in praktsich allen Tourismusstudien den Punkt Klimaerwärmung. Und allen voran die Querdenker legen die Stirn in Sorgenfalten.
Gspan: "Man muss sich überlegen, ob man höher gelegene Skigebiete erschließt. Auch neue Technologien könnten Entspannung bringen."
Gletscherfolien gegen Schneeschmelze
Schon jetzt wird etwa am Stubaier Gletscher in Tirol im Sommer das Eis mit Folien vor der Sonne geschützt.
High-Tech möglich, aber teuer
Neben den Gletscherfolien gibt es bereits andere Innovationen. High-tech-Schneekanonen etwa bringen bei Plusgraden Kunstschnee auf gekühlte Pisten auf - klingt verrückt ist aber durchaus denkbar - allerdings noch sündhaft teuer. Es gibt allerdings auch billigere Vorschläge, um zumindest kurzfristig dem Schneemangel Herr zu werden.
Saison-Openings nach hinten verlegen
Es häufen sich unter den Touristikern die Stimmen, dass die Winteropenings ganz einfach um zwei bis drei Wochen nach hinten verlegt werden sollten. Im Gegenzug sollte das Saisonende über Ostern hinaus gehen.
Früher Saisonopenings oft ebenfalls sehr teuer
Schon Anfang Dezember zelebrieren zahlreiche Skigebiete in Österreich den Start in die neue Saison mit aufwendigen Openings.
Natürlich braucht es dazu Schnee. Lässt der Winter auf sich warten, so wie heuer, müssen die Schneekanonen rund um die Uhr produzieren.
Kunstschnee, der aber oft umsonst bzw. nur für das Opening produziert wird. Denn der große Gästestrom der setzt vielerorts erst zu Weihnachten ein. Deshalb häufen sich die Stimmen nach einem späteren Saisonstart.
Klimaerwärmung kein Faktum, nur Prognose
Klimawarner stoßen bei den Touristikern wie gesagt häufig auf taube Ohren. Ein Grund dafür ist wohl auch, dass die Realität gegen den Klimawandel spricht: Der letzte Winter war schneereich wie selten - ein Traumwinter. Warum sollte man sich da Sorgen machen?
Der Ansatz mit den Saisonopenings wäre ja durchaus vernünftig... aber ich denke, das wird sich nicht durchsetzen lassen. Wenn einige vorpreschen und aufsperren, dann werden die anderen Betreiber mitziehen müssen.
