ittenburg bekommt den Pistenspaß
Neuer Anlauf für Europas größte Skihalle
Wittenburg (ddp) • Das Gelände des Snow-Fun-Parks vor den Stadttoren von Wittenburg versinkt derzeit noch unter einer weißen Schneedecke. Ein fast symbolisches Bild, denn das touristische Großprojekt liegt seit fünf Jahren auf Eis. Doch "Tauwetter" ist in Sicht, verspricht Bauherr Hans-Gerd Hanel, Geschäftsführer der Hamburger Hanel Holding GmbH. Im Frühling soll endlich mit dem Bau der größten Skihalle Europas begonnen werden. Ab Sommer 2006 lockt dann ganzjähriger Pistenspaß mit selbstproduziertem Echt-Kristall-Schnee nach firmeneigenem Patent.
"Zusammen mit dem österreichischen Technologie- und Servicekonzern VA Tech konnten wir jetzt die Gesamtfinanzierung sichern. Fast ein Jahr haben wir das Projekt zusammen weiterentwickelt", weist Hanel auf ein erweitertes Konzept hin. Mit dem neu geplanten Hotel werde der Snow-Fun-Park eine Kombination aus Tagungsort, Sportstätte, Erlebnisgastronomie und Freizeitpark.
Hauptattraktion ist eine 330 Meter lange und 80 Meter breite Skipiste. Geplant ist auch die nach Angaben von Hanel weltweit erste Indoor-Weltcup-Halfpipe nach FIS Norm. "Da-raus ergeben sich neben Trainingsmöglichkeiten für Nationalmannschaften im Sommer, auch internationale Wettbewerbe", freut sich der Geschäftsmann.
Neben Wintersport für Kinder und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene, die täglich bis Mitternacht die Pisten herunterrauschen können, locken die Investoren mit fast 1000 Plätzen in der Erlebnisgastronomie. 1100 Quadratmeter sind für Einkaufs- und Serviceflächen reserviert. Insbesondere Sport- und Freizeitartikel werden angeboten. Vom Board bis zur Bekleidung können zudem rund 4000 Artikel ausgeliehen werden. 75 Millionen Euro Gesamtkosten sind für den Komplex veranschlagt. Er soll mit EU-, Bundes- und Landesmitteln gefördert werden. Ein entsprechender Antrag liegt im Schweriner Landesförderinstitut. "Wenn der Bund die Mittel freigegeben hat, kann es mit der Zuwendung ganz schnell gehen", so Daniela Rekasch vom Landeswirtschaftsministerium.
Die Betreiber rechnen mit einer halben Million Besuchern im Jahr, insbesondere aus den Ballungszentren Hamburg und Berlin. Bei voller Auslastung würden dann 185 Vollzeit- und 120 Teilzeitarbeitsplätze realisiert. 20 Azubis sollen ausgebildet werden.