Besten Dank Seilbahner für die Fotos. Kurz vor dem Nachtessen wollte ich mich bei Dir bedanken, hab leider aus versehen im Hydrauliköl Topic gepostet.
Wirklich Klasse, dass Du Dir die Zeit genommen hast, zudem noch als Sonntagsarbeit.

War kein Problem, wir haben das mit einem guten Mittagessen auf der Sonnenalm verbunden!
Siehe ich das richtig, dass die elektrisch angetriebene Pumpe einfach und nicht redundant ausgeführt ist? Gehe ich richtig davon aus, dass man die (oder der) Druckspeicher (und demzufolge die Bremshydraulikkreise) noch mittels Handpumpe laden kann? Ist möglicherweise sogar vorgeschrieben, kann mich allerdings nicht genau erinnern.
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Ja, das hast Du richtig erkannt, die Pumpe ist einfach.
Es ist ein Druckspeicher für das gesamte System.
Die Handpumpe ist natürlch vorgeschrieben, da ich die bremsen ja bei einem Stromausfall für den notantrieb manuell Lüften muss, da sie ja bei einem Stromausfall automatisch einfallen.
Beim leeren der Anlage durch Notantrieb ist erst mal der Ölmotor am Getriebe einzukuppeln, dann der Diesel zu Starten und Warmlaufen lassen.
Dann die Steuerung auf notantrieb umsachalten, Durchsage machen.
Dann ist die Betriebsbremse manuell zu öffnen und dann beim Wegfahren der Anlage die Sicherheitsbremse auf und los geht es.
Das hatte ich im Winter mal, da mir eine Baugruppe der S7 eingegangen ist.
Ist die Druckerzeugung für die BB1, BB2 und SI1 gemeinsam oder sind mehere Pumpen auf einer Welle? Verfügen die einzelnen Kreise der BB1, BB2 und SI1 über jeweils eigene unabhängige Druckspeicher und entsprechende Ventile (Du schreibst zwar "der" Druckspeicher, also Einzahl)? Bin leider nicht Hydraulikexperte obowhl ich mit Hydraulik im Rahmen von Steuerungen zu tun hatte.
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Ja, es ist eine gemeinsame Druckerzeugung für die Bremskreise zuständig, die über die oben angeordneten Magnetventile, die über den Instrumenten sitzen, angesteuert werden.
Handelt es sich bei der abgebildeten Bremssteureung um eine echte Bremsregelung, d.h. wird mittles Servoventil auf etwaige konstante und lastunabhängige Verzögerung geregelt (kann z.B. mittels digitale Regelung in der Sicherheitss-SPS-Software implementiert werden, allerdings typischerweise im Interrupt-Modus, da u.U. die normalen Sicherheits-SPS-Zyklen zu langsam wären)? Oder ist die Verzögerung vorgegeben jedoch ohne eigentliche Regelung.
^^
Bei dieser Anlage ist eine ganz Normale Bremsanlage ohne Regelbremse verbaut, da sie so eine extreme Eigenverzögerung durch ihre Flachheit hat( leere bahn 0,34m/s qu.).Bei auslösen einer Bremsung durch den Sicherheitskreis über die SPS werden die Ventile stromlos, der Druck wird abgelassen und die Bremse fällt ein. Ohne verzögerung. Die Bremsen haben einen Integrierten Federspeicher, der auf die jeweilige Bremsstärke eingestellt wird.
Werden die Bremsbacken in Eilgeschwindigkeit bis zur Berührung mit der Bremscheibe gefahren bevor die eigentliche Bremsung eintrifft? (Dies ist der Fahttp://www.alpinforum.com/forum/posting.php?mode=quote&f=39&p=435167#ll bei grossen Windenanlagen im Untertagbau, natürlich sind auch dort die Bremsen als Federdruckbremsen mit hydraulischer Lüftung ausgeführt).
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Nein, es ist ein Lüftspiel bei offener Bremse von ca.1,5mm vorhanden, und bei Auslösung der Bremse fällt die Bremse mit normaler Federvorspannung ein.
Die Geschwindigkeit ist völlig Ausreichend.
Interessant, dass eine Simatic S7-400 im Einsatz ist, oftmals werden bei Bahnen S7-200 eingesetzt. Da ich im Bereiche Maschinen- und Prozessanlagen tätig bin, kenn ich die S7-400 besser als die S7-200 und finde sie irgendwie auch sinnvoller sobald man etliche I/O's hat, zudem sind die thermischen Einschränkungen bei 32 Digital-Input Modulen nicht vorhanden.
^^
Wie schon richtig bemerkt wurde, ist die Steuerung eine Mischung aus S7-400, S5, und S7 200. Das ganze ist Redundant aufgebaut und komplett 2mal pro Station verbaut.
Weisst Du, ob die Visualisierung auf PCS7/WinCC basiert? Wird zur Visualisierung einen Industrie-PC eingesetzt od. ist/sind der (oder die) Leitrechner als SPS Modul ausgeführt bzw. im Displaypanel integriert?
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Ich glaube das Basiert auf WIN CC bin mir aber nicht sicher. An was ist das erkennbar oder woher kann ich das Rausfinden?
Kann die Sicherheitsbremse im Notfall auch direkt vorort von Hand gelüftet werden (Gewindestange usw.) oder nur hydraulisch?
^^
Die Sicherheitsbremse kann im Notfall über 2 Verschiedene Kugelhähne, die sich an verschiedenen Orten im Bahnbereich befinden manuell ausgelöst werden.
Die Kugelhäne sind zusätzlich mit einem Microschalter überwacht, die den Antrieb abschalten.
Bei meiner Anlage ist es nicht möglich, dass die BB und SB gleichzeitig einfallen.
Bei Betätigung des Handabzuges wird sofort und ohne Umweg das Hydrauliköl der SI Bremse abgelassen und die Bremse schließt umgehend.
Werden die Bremsbeläge auf Verschleiss mittles Enschalter überwacht?
Erfolgt die Bremslüftungkontrolle mechanisch (Endschalter) und/oder über Druckschalter?
^^
Beides wird mit mechanischen Endschaltern und Microschaltern überwacht.
Bremsbeläge abgenützt
Bremse offen
Bremse geschlossen
Wird im Dieselnotbetrieb die Bremshydraulik von einer Pumpe am Verteilergetriebe gespiesen oder konventionnell elektrisch (d.h. auch, treibt der Dieselmotor noch einen kleineren Synchrondrehstromgenerator an für die Hilfsbetriebe, wie es z.T. der Fall ist?).
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Wie oben schon erklärt, mache ich das vom Führerstand aus manuell mit der Handpumpe.
Es gibt natürlich auch die Luxusversionen wie Du es erwähnt hast.
Bitte entschuldige all diese Fragen. Während Besuche sieht man zwar viel, hat aber oftmals nicht die Zeit zu fragen.
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Mach ich doch gerne, ich lade Dich auch gerne auf die Anlage ein und mach Dir eine Führung.
Ich werde verschiedene Details noch mal besser Fotografieren.
Nochmals allerbesten Dank für die Fotos.