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"Im Sturm" - Cristallo Sommerschigebiet

Mensch trincerone, da ist Dir aber wieder ein großer Wurf gelungen. Deine Beschreibungen fesseln mich, obwohl ich das Gebiet nur mit "dem Finger im Skiatlas" kenne.
Schade, dass der Spannungsbogen so plötzlich abbrechen muss. Und vor allem, mit so einem negativen Ausgang. Hochachtung aber vor Deiner Entscheidung, bei den Verhältnissen nicht weiter zu gehen, obwohl der innere Zwang sicher groß gewesen sein muss.
Trotzdem ist die Frage "Was war das für ein Lift, der auf der anderen Seite des Cristallo eingezeichnet war" noch immer nicht geklärt. Hat man Dir dazu nichts sagen können?
 
Ja, was soll man dazu noch schreiben - interessant, aufschlußreich und teilweise spannender als ein Spionage-Thriller. Dazu die düstere Stimmung, die durch diese Bilder hervorgerufen wird, das ist schon sehr gut gemacht. Danke für diesen Bericht, und bitte sag mir Bescheid wenn das mal als Buch veröffentlicht wird! ;-)

Zur Sache selbst: Ich fürchte, wenn der Lift läuft wird es da oben zu überlaufen sein, um auf irgendwelchen Steigen die Steine loszutreten. Ich werde zwar noch nicht ganz schlau aus der Wegbeschreibung (andere Zustiegsmöglichkeiten zum Eisfeld etc.), aber wenn es mich mal in die Gegend verschlägt, werd ich auf jeden Fall auch mal vorbei schauen.
Wenn der Steig nicht allzu schwer ist - ich bin nicht unbedingt ein Fan von ausgesetzten Dolomiten-Klettersteigen - könnte ich mir schon vorstellen, den mal zu gehen. Aber durch den Gondellift werden da eh im August jede Menge Italiener in Sandalen herumhüpfen (Ich hatte da mal so ein Erlebnis im Rosengarten ;-)).
 
Ja für mich war das schon herb, dass ich mich tot gemacht hab, um da raufzukommen und dann dass. Ich würds da nächste mal machen, wenn der Lift läuft. Den Steig selbst würde ich nicht nochmal gehen, dass halte ich für relativ gefährlich und auch unnötig umständlich.

Der Gletscher liegt in einem großen halbrunden Tal, das nach Süden durch den Hauptkamm des Cristallosbegrenzt, der wiedrum selbst durch die beiden Scharten Forcella Staunies und Forcella Grande begrenzt wird. Diesem Grat folgt der Dibona Steig, der aber mit seinen Leitern, Brücken und Stegen sehr leicht zu begehen ist (wie alle sagen, habs selbst noch nicht gemacht). SO gelangt man also von der Forcella Staunier ind die Forcella Grande, wo man dann direkt in dem Geröllfeld steht, in dem auch der Gletscher liegt - bloß auf der anderen Seite, also westlich. Man kann dann völlig gefahrlos alles inspizieren.

Aber wie gesagt, ich habe niemanden getroffen, der etwas über einen solchen Lift gehört hatte (was nichts heißen muss), vor allem aber bin ich fast sicher, dass selbstin Top Zustand der Steig nicht mit Schiern und AUsrüstung zu begehen war, weil der Weg zwischen en Felsen nicht gut genug ausgebaut ist, als dass man ihn ihne vernünftige BErgschuhe laufen kann und selbst damit ist es nicht leicht.
 
Das ist wirklich ein toller Bericht, es ist, als würde man ein spannendes Buch lesen!
Wie 2k2 schon sagte, die Bilder geben noch eine gewisse Stimmung hinzu.
Man könnte denken, du machst sowas beruflich, damit meine ich, Berichte bzw. Reportagen schreiben! :D

Großes Lob nochmal...

Gruß
EFG-Hawk
 
chapeau trincerone!

Toller Bericht! Super Bilder. Es war im Bericht von Alpenkönig schon nachvolziehbar.
Und jetzt hats da doch einer Rauf geschaft.

Danke!

Grisu
 
Ach, Trincerone und seine Berichte - da muss man nur staunen 8O und bewundern :respekt: ! Gut das du es hinauf geschafft hast und den Aufstieg detailiert beschrieben hast, ich nehme doch lieber die Bahn falls ich im kommenden Sommer wieder in den Dolomiten unterwegs bin :wink: .

Beim Kritikpunkt 'schlechte Pistenbegrünung' muss ich aber die Liftler aus den Dolomiten etwas in Schutz nehmen: die Geologie der Dolomiten ist für Begrünungsmassnahmen ausgesprochen schwierig, nicht vergleichbar z. B. mit den Zentralalpen irgenwo in Salzburg. Damit will ich aber nich sagen das man einiges trotzdem nicht besser machen könnte ...
 
Sicher ist das Gelände teilweise schwieriger als anderswo, dennoch muss man sagen, dass speziell die Cortineser z.B. hinter den Grödnern bei ihren optischen Bemühungen doch zurückbleiben (um ein vergleichbares Beispiel zu nehmen).

Ich kann jedem nur raten die Bahn zu nehmen, das ist einer der Fälle, wo der Berg ganz bestimmt nicht dadruch schöner wird, dass man ihn aus eigener Kraft erstiegen hat!

Ich freue mich, dass Euch der Bericht gefällt und stelle noch dies hier ins Netz:

(sorry für die sch... Farben, aber der Weißabgleich der A60 taugt bei der Videofunktion nicht viel! Daher alles so blau!)

http://www.trincerone.com/archive/cristallo/cristallo.wmf

Ein Überblick über die Reste des Gletschers, die Forcella Grande und meine Abstiegsroute.
 
Habe noch mal die Bilderreihenfolge korrigiert: jetzt passen die Untertitel auch zum dem, was auf dem Bild ist! ;)
 
Fesselnder Bericht!
Habe mit jeder Textzeile vom Aufstieg mitgelitten. Kann man sich nur vorstellen, wenn man selbst einmal die Scharte hochgegangen ist bzw. es teilweise versucht hat. Vielleicht interessiert dich ja die Auswertung von meiner Pulsuhr vom damaligen Aufstieg von der Talstation der Gondelbahn bis zur Abbruchsstelle.

Cristallo%20Polar.jpg


Hatte es damals bis auf nicht ganz 2700m geschafft. Interessantes Detail bei der Angabe über die aufsteigenden Meter: Lt. Auswertung 705m, obwohl es nicht mehr als 500 hätten sein dürfen. Der Grund dafür ist einfach erklärt.
trincerone schrieb:
Jeder Schritt verlangt einem drei Versuche ab, bis man Halt findet, meist rutsch man auch dann zwei Drittel seiner Schrittlänge zurück und muss achtgeben sich nicht zu verletzen
Wenn ich die Bilder sehe, reizt es mich trotzdem schon wieder, dort noch einmal hoch zu gehen. Obwohl ich mir damals geschworen habe, es nie wieder zu riskieren.
 
Klar, der Film gibt die Umgebung noch besser wieder als die Bilder, wieder mal ein Bericht der Extraklasse :top:
 
@alpenkönig: Interessant! Du warst ja ganz schön auf 180... ;) Aber cih werd glaub ich nur noch mit der Bahn rauffahren... ;)
 
Wieder einmal ein 1A-Bericht von Trincerone! Man sitzt geradezu gefesselt vor dem Bildschirm. Man leidet mit, als wäre man dabei gewesen. Ich kann es nur wiederholen; Klasse gemacht!

Eine Frage habe ich noch: Wenn das Gelände so schwierig zu begehen ist, wie in Teufels Namen haben die dort die Stützen hochgebracht und montiert? Hubschrauber waren ja damals noch nicht so leistungsfähig.
 
zu dem bericht braucht man wohl nicht mehr viel zu sagen! genuss pur :surprised:

der kerl scheint nicht nur eine wahnsinns ausdauer beim berichte schreiben zu haben, sondern kann sich auch im berg "festbeissen"! :irre:

so muss das sein trinc..... :top:
 
@gmd: Die Frage habe ich mir auch gestellt. In der Zeit üblich waren ja Transporte mit Materialseilbahnen für schwieriges Gelände, auch zum Betontransport für Bergstationen etc. Von einer solchen gibt es aber keine Spuren. Früher gab es in der Scharte wohl auch einen befestigten Steig - nicht dass der beim Bau geholfen hätte, aber das bewandern der Scharte war dadurch viel leichter. Vielleicht sind sie die Scharte mit Maschinen raufgefahren? Immerhin mussten ja Tonnen von Geröll bewegt werden, um die Fundamente auf Felsgründen zu können vermute ich. Aber gerade bei den Stützen die mitten auf den Felsvorsprüngen stehen verstehe ich nicht, wie die dort hinkamen.
 
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