Frankenski schrieb:
Wie nennt man diese Stadionen in Frankreich mit ihren Bettenbunkern
Ganz klar, auch das sehe zumindest ich als Industrieski, aber ehrlicher Industrieski! Die Bauten versuchen gar nicht erst, regional verwurzeltes Baustile zu imitieren. Die Bauten sind auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet, basta, mehr nicht. Das missfällt mir persönlich besonders oft in Österreich, ich empfinde viele Bauten als schlechte Imitation einer heilen klischeehaften Bergwelt, die gerade in und um die Industrieskigebiete längst nicht mehr existiert oder nie existiert hat.
Wie gesagt, zehnstöckige Betonbettenbunker im franz. Hochgebirge sind auch nicht schön, gaukeln mir aber nicht erfolglos vor, Bestandteil der "Baukultur" zu sein. Französische Skigebiete werden von Ihren Kunden dafür aber definitiv nicht mit Abwesenheit bestraft. Sie sind was Sie sind, zumeist ehrliche sportliche und kompromisslose Retortenorte mit einer auf den Schneesport ausgerichteten Infrastruktur ohne den Anspruch, seine Besucher glauben zu lassen, Sie befänden sich an einem Ort, "wo die Welt noch in Ordnung ist."
Wenn ich bspw. in einem Skigebiet im SB Restaurant mit sagen wir mal tiroler Baustil und dennoch 500+ Sitzplätzen sitze und mir meinen Kaiserschmarn oder gar ein Schnitzel aus der Friteuse an der SB Theke hole, dann springt mir der Industrieski quasi ins Gesicht weil Anspruch und Wirklichkeit keine Schnittmengen mehr haben. Vielleicht habe ich da eine sehr eigene Auffassung der Dinge, frage mich aber gleichzeitig ob es den vielen anderen Touris auch auffällt oder ob es halt genau Ihren Erwartungen entspricht?
Wenn kleine "Nichtindustrieskigebiete" durch "Indutrieskigebiete" potentielle Finanzprobleme bekommen, dann sagt das zum einen etwas über den Anspruch der Schneesporttouris aus und ist gleichzeitig ein Beleg für die Verdrängung verglw. authetischer Strukturen durch Industrieski. Das gleiche kann man an bspw. an zahllosen Badestränden/Badeorten rund um die Welt beobachten.
Grüße