ZILLERTAL – MAYRHOFEN - PENKEN – HORBERG - TIROL
1995 PENKENBAHN
Letzte und schwerste moderne Zweiseilumlaufbahn Österreichs. Mit einer Tragseil-Ablenkung auf der Stütze 1 von 7 °, welche mit der vollen Fahrgeschwindigkeit von 5,5 m/s durchfahren wird.
Bauablauf:
Der Betrieb der bestehenden Penkenbahn wurde Mitte März 1995 eingestellt und unmittelbar danach mit dem Abbruch der Talstation und dem Bau der neuen Talstation, bzw. Anfang Mai mit dem Bau der Bergstation, begonnen. Trotz der riesigen Kubaturen wurde die Bahn plangemäß im Dezember 1995 dem öffentlichen Betrieb übergeben.
Die Talstation mit einer Grundfläche von 850 m², zwei Untergeschossen und dem Seilbahngeschoss weist einen umbauten Raum von 14.600 m³, die Bergstation mit einer Grundfläche von 1.020 m², einem Untergeschoss und dem Seilbahngeschoss, einen umbauten Raum von 14.500³ auf. Die Gesamtkosten der Bahn betrugen ca. 220 Mio. ATS (16 Mio ¤).
Technische Daten:
1. Anlageverhältnisse
Höhenunterschied 1137 m
Horizontale Länge 2709 m
Betriebslänge 2961 m
Stützenanzahl 3 Stück
Ablenkung an Stütze 1 6,8 Grad
Antrieb Bergstation
Tragseilverankerung Bergstation
Tragseil geklemmt an Stütze 1 und 2 Tragseil fix abgespannt in Talstation
Gerechnete Motorleistung
voll auf/leer ab in Betrieb 800 kW
Installierte Motorleistung 1360 kW
Betriebsarten:
einfacher, zweifacher, dreifacher Wagenabstand, Gruppenfahrten, Einzelfahrten
Maximale Fahrgeschwindigkeit 5,5 m/s
Förderleistung 2000 Pers./h
Fahrzeit 9 min
Anzahl der Fahrzeuge 48 Stück
Fassungsraum der Kabinen 15 Pers.
2. Antrieb (Bergstation)
- Hauptantrieb:
Antrieb in Sandwichbauweise mit 2 Einheiten zu je 1 Getriebe und 2 Motoren
Kegelstirnradgetriebe mit Schaltstufe, um auch mit einer Einheit mit vollem Drehmoment mit halber Geschwindigkeit fahren zu können
Bei Getriebe- oder Motorschaden kann mit jeder Einheit mit zweifachem Wagenabstand, d.h. mit halber Förderleistung Dauerbetrieb gefahren werden.
Geregelte Betriebsbremse
Doppelte Lagerung der Antriebsscheibe.
- Notantrieb:
Diesel hydraulisch, direkt auf den Zahnkranz der Antriebsscheibe Durchmesser 3,8 m.
3. Talstation
Hydraulische Spannvorrichtung mit
19 m Spannweg, durch Einscherung auf 9,5 m reduziert
7 Zugseilscheiben, Durchmesser 3,8 m, doppelte gelagert
Spannung des Zugseiles in 2 Stufen mit 106 kN und 126 kN, um die Durchhänge des leeren Seiles zu reduzieren, überwacht durch Messbolzen in der Bergstation nachspannbar, fix verankerte Tragseile, an Zwischenstützen geklemmt.
4. Stationseinrichtungen
Vollautomatische Bahnhöfe, Fahrzeuge zu je 50 % in Tal- und Bergstation, um die Zeit zum Füllen und Leeren zu minimieren, hydraulisch absenkbare Podeste zwischen Ein- und Aussteigstellen bzw. den Bahnhöfen.
Geräuschdämmende Gummilagerung zwischen Fahrbahn mit Kuppelstellen und Be-schleunigern und den sie tragenden Stahlbetonstehern.
5. Strecke
Verzinkte Stützen in offenen Stahlprofilen, durchwegs hohe Zugseilführung mit Wagenführung bei 20 % Auspendelung, bis dahin gesicherter Ablage des Zugseiles auf den breiten Rollen, doppelt isoliertes Zugseil zur Übertragung der Steuerbefehle
Verbindung Stütze-Fundament ohne nachträglichem Verguss.
Maximale Betriebswindgeschwindigkeit laut Angabe von Waagner Biro 90 km/h.
Maximale Bahnneigung 75 %.
6. Fahrzeuge
Die Vierradlaufwerke sind mit dreh- und schwenkbaren nadelgelagerten Einzelwiegen ausgestattet, sodass ein minimaler Kurvenradius von 2 m durchfahren werden kann. Die Futterung besteht aus Kunststoff, sodass rollende Reibung und Laufgeräusche gering sind.
CWA, Type Beta, 15-er Kabinen für stehende Beförderung, dreiseitiger Sitzwulst, mit integrierten ausklappbaren Sitzbänken.
Einsprecheinrichtung in die Kabinen
Seilklemme: Aus der Girak Nockenklemme entwickelte Einzelklemme.