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Innenleben des ersten Funitels der Welt

k2k

Disteghil Sar (7885m)
User Fufu vom Forum auf http://www.remontees-mecaniques.net hat etwas um das ich ihn sehr beneide, nämlich Bilder vom Antrieb des Funitels de Péclet in Val Thorens, bekanntlich die welterste Anlage dieser Art und fast so etwas wie ein Prototyp.
Der Originalbeitrag (frz.) befindet sich hier.
 
Die Bremsen an der Seilscheibe - angeblich dient eine als Betriebs- und die andere als Sicherheitsbremse, ich bin mir da aber nicht ganz sicher ob das so stimmt.

Diese kleine Bremse soll die ganze Anlagen im Notfall zum Stillstand bringen können? Das will ich sehen.
 
Iwo sicher hält das. Dann setz dich nie mehr in irgend eine Seilbahn.

Scheint wirklich eine kombinierte Betriebs und Sicherheitsbremse zu sein. Am Differenzial befindet sich noch eine Bremse zur Regelung des gleichlaufs. Die Betriebsbremse befindet sich normal zwischen dem Schnelllaufenden Motor und dem Getriebe. Die Sicherheitsbremse muss zwingend auf die Antriebsscheibe wirken. Es gab Zeiten da war die Reibungsenergie zu gross für eine Bremse auf einer schnelllaufenden Welle. Daher hat mans so gelöst. Mist Technik Bahn lässt sich viel schlechter regeln.

Funitel muss ja ein Wartungstechnischer (Alb) Traum sein.
 
Na bei den Neuen haben sie ja einiges vereinfacht. Das dürfte die Wartung erleichtern.
Weis eigentlich einer wiso zur Ablenkung des Seils zum Antrieb keine Rollenbaterien mehr verbaut werden?
 
Sehr intressant diese Bilder!
Kann mir mal jemand bitte erklären wie die Zwei Seile umgelenkt werden, ohne dass sie ungleich laufen? -So ein Funitel ist schon eine Meisterleistung im Seilbahnbau!

Gruß´-=[Tribal]=-
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Weis eigentlich einer wiso zur Ablenkung des Seils zum Antrieb keine Rollenbaterien mehr verbaut werden?
Ab diesen Seilscheiben wird irgend etwas angetrieben. Ob's die Förderer, Beschleuniger, Verzögerer oder irgend was anderes sind konnte ich noch nicht endgültig rausfinden.
 
Super, dass Du diese hochexklusiven Aufnahmen und Informationen aufgetrieben hast! Wenn ich etwas von der Technik verstünde... beeindruckend ist es aber so oder so!
 
k2k schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Weis eigentlich einer wiso zur Ablenkung des Seils zum Antrieb keine Rollenbaterien mehr verbaut werden?
Ab diesen Seilscheiben wird irgend etwas angetrieben. Ob's die Förderer, Beschleuniger, Verzögerer oder irgend was anderes sind konnte ich noch nicht endgültig rausfinden.
Kann nicht sein, das wird doch heute alles mit Elektromotoren angetrieben.
 
hm.... wenn das alles mit E-Motoren angetrieben wird, wieso hängt dann an einer der Ablenk-Seilscheiben am Gletscherjet 1 in Kaprun der Antrieb der Beschleuniger/Verzögerer über entsprechende Keilriemen dran? Bild ich mir zumindest ein da eine solche Konstruktion gesehen zu haben... Fotos hab ich grad keine zur Hand, kann aber welche machen, bin eh die nächsten Wochen mal dort...
 
Hi,

ich habe bisher nur die Funitles in HTux live erlebt.

Wie funktioniert das denn mit dauerhaft angetriebene Förderen (Die seit 2000)?

Da ist doch die Geschwindigkeit bei der ersten Klemme schon viel höher als die an der hinteren Klemme. Oder täusche ich mich da?

Jojo
 
Die Reifenförderer in Hintertux bei beiden Funitels werden über eigene Drehstrommotoren mit Frequenzumrichtern betrieben.

Die Reifenförderer laufen dort mit Seilgeschwindigkeit. Sobald die Gondel in die Station fährt wird die Motordrehzahl gedrosselt bis auf Einstiegsgeschwindigkeit. Danach wird die Drehzahl wieder erhöht für die nächste Gondel.


In Kaprun beim Gletscherjet 1 hat man sich wieder zur alten Methode entschieden.
Dort wird durch die Übersetzung, wie bei Gondelbahnen die Geschwindigkeit verringert.


Wie man das beim ersten Funitel gemacht hat weiß ich nicht.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Kann nicht sein, das wird doch heute alles mit Elektromotoren angetrieben.
Wenn du's nicht glaubst dann geh hin und sieh nach. Spar dir dann aber nächstes mal bitte die Fragerei, wenn du die Antwort eh nicht glaubst. Meine Antworten beziehen sich im allgemeinen auf Beobachtungen, ich behaupte nicht einfach irgendwas so ins Blaue rein.
 
Hi,

ja aber wenn jetzt sagen wir mal jeder Reifen um 0,25m/s schneller läuft als der Vorgänger, dann ist ja von der vorderen Klemme zur hinteren ein Unterschied von sagen wir mal 4 Reifen = 1m/s da.

Wenn man nun aber alle gleichzeitg beschleunigt, wie in Hintertux, hat man das Problem ja nicht.

Wie funktioniert das z.b. in Kaprun?

Jojo
 
wie soll es denn bitte möglich sein, dass die hinteren klemmen langsamer sind als die vorderen? wird die kabine dabei in die länge gezogen und beim entkuppeln wieder gestaucht? es wird die kabine als ganzes beschleunigt, so dass alle klemmen immer gleich schnell sind und damit sind die klemmen an der kuppelstelle immer genau so schnell wie das seil.
 
Die Klemmen werden ja auch nicht einzeln beschleunigt, sondern die Kabine als ganzes wird beschleunigt. der "Angriffspunkt" der Beschleunigung (sorry, weiss nicht wie dieses Blech da oben am Gehänge heisst, das den Kontakt zu den Beschleunigern hat) sitzt beim Funitel zwischen den beiden Klemmen und nicht wie bei z.B. EUBs oder KSBs direkt an der Klemme. Klar, gibt ja auch nicht nur eine Klemme :)

Sieht man auf Fotos bestimmt auch, such einfach mal in den entsprechenden Berichten aus z.B. Kaprun.
 
Hi,

achso die haben nur einen "Angriffspunkt" in der mitte, ich hatte im Kopf die haben vorne und hinten einen.

Das war die Info die mir fehlte.

Jojo
 
k2k schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Kann nicht sein, das wird doch heute alles mit Elektromotoren angetrieben.
Wenn du's nicht glaubst dann geh hin und sieh nach. Spar dir dann aber nächstes mal bitte die Fragerei, wenn du die Antwort eh nicht glaubst. Meine Antworten beziehen sich im allgemeinen auf Beobachtungen, ich behaupte nicht einfach irgendwas so ins Blaue rein.

Du hast Recht, ich hab mit das grad auf Bildern angeschaut. Bin bis jetzt nur mit der Silvrettabahn gefahren, und da war das natürlich nicht so. Ich konnte mir halt nicht vorstellen, warum man zu der alten Technik zurückkehrt (wurde ja bei alten EUBs schon so ähnlich gemacht), aber warscheinlich gilt hier mal wieder einfach ist besser.

Der Angriffspunkt für die Beschleuniger ist bei Funitels länger, da die Kabinen ja schwerer sind als bei EUBs. Vermutlich dachte man deswegen bei den ersten Funitels (zumindest bei DM), dass man dynamische Beschleuniger braucht.
 
hebi schrieb:
hm.... wenn das alles mit E-Motoren angetrieben wird, wieso hängt dann an einer der Ablenk-Seilscheiben am Gletscherjet 1 in Kaprun der Antrieb der Beschleuniger/Verzögerer über entsprechende Keilriemen dran? Bild ich mir zumindest ein da eine solche Konstruktion gesehen zu haben... Fotos hab ich grad keine zur Hand, kann aber welche machen, bin eh die nächsten Wochen mal dort...

So, nu war ich am Wochenende dort und muss feststellen, dass ich mich ein wenig geirrt habe: Nicht nur von einer der Seilscheiben gehen Keilriemen nach oben, sondern von allen Vier. Jede Seilscheibe treibt also die Beschleuniger/Verzögerer auf ihrer Seite an.

Hier ein Bild von einer der Konstruktionen in der Bergstation. Bitte entschuldigt die schlechte Qualität, meine kleine Cam macht das nicht so doll, vor allem, wenn man in Eile is und nicht die Zeit hat die richtige Einstellung zu suchen...

seilscheibenantrieb.jpg
 
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