snowflat
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Quelle: Tiroler Landeszeitung
Zwangs-Rotfärbung der Skipiste in Ischgl
Günther Aloys ist bekannt für seinen Aktionismus. Jetzt braucht Tirol rote Pisten, um neue Skifahrer zu locken, ist er überzeugt.
Es gibt keine noch so verwegene oder abwegige Idee, die nicht schon einmal durch den Kopf von Günther Aloys geschossen ist. Nach Rotfärbungen des Inn, einer Vision einer Steintreppe auf den Berg oder der generellen Überdachung des Paznaun liefert sein "Workshop Ischgl" die nächste Aktion: "Einen halben bis einen Kilometer lang soll eine Piste rot eingefärbt werden", sagt der Ischgler Hotelier.
Wobei sich der Visionär derzeit von den Zwangsfusionierungen der Tourismusverbände im freien Lauf der Ideenentwicklung etwas gehemmt sieht. "Es wird im ganzen Tal nur gestritten. Ischgl ist einfach etwas anders. Es ist laut, sexy und Entertainment." Jetzt einen neuen Namen wie "Paznaun" aufzubauen sei hart - "da muss man wieder bei null anfangen".
Doch die Zeit drängt, ist er überzeugt. Jährlich nehme die Anzahl der Skifahrer um drei Prozent ab. Einen Markt von 500 Millionen europäischen Nicht-Skifahrern gelte es zu beackern. "Berge haben die Chance, eine Art Herr-der-Ringe-Spiele-Mystik-Welt zu werden", lautet einer der Kernsätze seines Manifestes "Tourismus-Revolution".
In diesem Sinne schlägt er dem neuen Tourismusverband auch einen 100 Meter langen Eistunnel, einen Golfplatz durchs ganze Tal und einen "Wildwasserpark" vor.
Quelle: Tiroler Landeszeitung
