• ⛷️ Alpinforum-Tippspiel: Skiweltcup 2026/2027 🏆

    Am Wochenende startet der Ski Weltcup in die neue Saison! Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder unser beliebtes Tippspiel unter Freunden – alles für einen guten Zweck.

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Italienische Seilbahn bremste nicht

...es ist wie ich sagte, das berwärtige zugseil fehlt.
Die fangbremse ist zwar ausgelöst, kann aber nicht wirklich gewirkt haben, denn das laufwerk ist entgleist.
Haben glück gehabt, dass das gewicht des gegenseils die kabine nicht über das horizontale stück richtung tal gezogen hat, über den totpunkt des letzten mastens hinweg...

Wobei dieser seilreiter da 10m vor der station....hmmm....der wird dort ursprünglich wohl nicht platziert gewesen sein...??
 
Aber wieso ist die Kabine so in die Station geschwungen?

Wenn das Zugseil weg ist, müsste die Kabine doch in die andere Richtung gerollt sein?

Wenn die Bremskurve in Ordnung war und kein Kopierwerksfehler da war, müsste die Bahn doch nicht mehr schnell gefahren sein odeR?
 
Extremer Aufprall!
Grund kannn m.E. nur die Überbrückung mehrerer Sicherheitskreise sein. Wie damals bei der Nebelhornbahn fuhr die Bahn trotzdem mit Fahrgästen, m.E. unverantwortlich. Etwas anderes ist es natürlich, wenn die Probleme erst während der Fahrt auftraten und die Kreise abgeschaltet wurden, um die Wagen in die Stationen zu fahren.
Beim Nebelhorn war natürlich NIEMAND dran schuld. Hier der Bericht von Heise-online zum damaligen Unglück:
Das Seilbahn-Unglück am Nebelhorn im Allgäu ist nach jüngsten Erkenntnissen auf einen Fehler in der Elektronik zurückzuführen. Menschliches Fehlverhalten liegt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kempten nicht vor. In einer heute c't zur Verfügung gestellten Erklärung der Kriminalinspektion Kempten heißt es, dass am vergangenem Donnerstag eine Spannungsschwankung in der Stromversorgung der Bahn aufgetreten war, die jedoch keine sicherheitsrelevante Bedeutung hatte. Sie führte nur dazu, dass die Gondeln für kurze Zeit stehen blieben. Um den Grund für die Spannungsschwankung festzustellen, wurde in der Kommandostation ein Messsystem installiert. Wider Erwarten hat der Messaufbau wichtige Informationen für die elektronischen Steuerung der Bahn verändert, wodurch ein falsches Geschwindigkeitsverhalten simuliert wurde, heißt es in dem Untersuchungsbericht.
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Nach Auskunft eines Sachverständigen sind Messungen auch während des Betriebs notwendig und Stand der Technik. Das Messgerät sei ordnungsgemäß und technisch korrekt installiert worden. Auch sei die Bahn vor dem Unglück in technisch einwandfreiem Zustand gewesen, alle Sicherheitseinrichtungen hätten funktioniert.

Das Unglück ereignete sich nach der Installation des Messgeräts am Donnerstagnachmittag letzter Woche an der Mittelstation in Seealpe in 1280 m Höhe. Drei Mitarbeiter der Bahn hatten unabhängig voneinander vor dem Aufprall noch den Nothalt betätigt. Dadurch wurde die Seilbahn von 36 km/h auf von 10 km/h abgebremst, wodurch Schlimmeres verhindert wurde. Die Gondel aus dem Tal und die andere von der Bergstation waren zeitgleich auf voneinander unabhängigen laufenden Seilbahnen in die Station eingefahren und gegen die Puffer geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls stießen sie anschließend an begrenzende Betonteile im Einfahrtsbereich. Bei dem Unglück wurden insgesamt 32 Menschen verletzt, von denen sich vier derzeit noch mit Knochenbrüchen noch im Krankenhaus befinden. Es war der erste Unfall in der 70-jährigen Geschichte der Nebelhornbahn.
Dresdner
 
Wenn die Fangbremse bei hoher Geschwindigkeit einfällt, dann kann es zu solchen Schwingungen kommen.
Besonderst weil das Gelände dort sehr flach ist, wird dort die Bremse sicherlich schneller als auf abschüssiger Strecke.
 
Wenn die Fangbremse bei hoher Geschwindigkeit einfällt, dann kann es zu solchen Schwingungen kommen.
Ja, sieht so aus, also ist die Bahn ungebremst in die Station gefahren und kurz vor dem Stationsbauwerk ist die Fangbremse eingefallen.
Das extreme Aufschaukeln wurde durch den abrupten Stop bei hoher Geschwindigkeit verursacht, das Laufwerk ist entgleist, die Kabine drehte zur Seite und wurde beim "Herunterfallen" auf den Betonpfeiler aufgesetzt.
Dresdner
 
Ich hatte auch im ersten Moment an Oberstdorf gedacht. Aber auf den Bildern sieht das eher so aus, als wenn das in Fahrtrichtung vordere Zugseil gerissen ist. Durch den Restseilzug des in Fahrtrichtung hinteren Zugseils und die Fangbremse in einem flachen Streckenabschnitt könnte sich aufgrund der extremem Bremsverzögerung so sein Schadenbild ergeben. Aber alles nur Spekulation!
Soweit ich weiss, werden Fangbremsen in Italien in solchen Fällen nicht abgestuft, wie in der Schweiz.
 
Hi!

Ich frage mich, wo dieser Seilreiter unmittelbar vor der Kabine herkommt. Denn in dem kurzen Spannfeld zwischen Station und Stütze wird wohl kaum ein Seilreiter sein, auf der anderen Seite ist ja auch keiner zu sehen. Und über die Stütze wird das Laufwerk ihn kaum mitgenommen haben.

mfg
mayrhofner

Edit: Es könnte sein, dass die Liftbediensteten den Seilreiter angebracht haben, um zu verhindern dass die Kabine komplett abstützt, also dass die Tragseile zusammengehalten werden. Aber das ist reine Spekulation.
 
Dresdner schrieb:
die Kabine drehte zur Seite und wurde beim "Herunterfallen" auf den Betonpfeiler aufgesetzt.
Dresdner

Die Kabine sitzt doch auf gar keinem Betonpfeiler? Das eine Bild bei bild.de ist eine optische Täuschung, wie man an den anderen Bildern sehen kann.
 
Ich denke, es gab tatsächlich, wie schon gesagt, einen Zugseilriss. Zwischen der Umlenkscheibe und dem Mantelrohr der Station ist kein Zugseil mehr zu sehen (siehe 1. Bild der Fotoserie), und das Gegenseil ist schlaff. Der Seilreiter dürfte von der eingefallenen Tragseilbremse teilweise mitgerissen worden sein, bis das Laufwerk entgleist ist.

Aber warum hängt die Kabine in der Lage fest? Am Bahnsteig kann die Kabine eigentlich nicht verkantet sein, die Bahn hat die Poma-typischen Klappbahnsteige. Oder steht sie so schräg?
 
Nein, sie hat sich oben in den Stahlträger gerammt.
 
Also ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass die Kabine sich oben in den Träger gebohrt hat. Da ist bei allen Bildern "noch Luft"; Kabine und Träger sind unbeschädigt.
Auf dem beigefügten Bild sieht es eher danach aus, als wenn sich die Verbindung Laufwerk - Gehänge gelöst hat und die Kabine mit der talwärtigen Seite schräg aufgeschlagen ist.
Ich gehe auch nicht von einem Zugseilriss aus.
Die Bilder einschl. des Standortes der Kabine ergeben folgendes Bild:
Kopierwerke, Sicherheitskreise waren i.O., die Bahn wurde jedoch von Hand gefahren. In diesem Betriebsregime ist die Einfahrtverzögerungssteuerung außer Betrieb. Erst als die Kabine direkt auf die Station zufuhr, griff die Einfahrtüberwachung und löste einen Nothalt-Betriebsbremse aus. Diese These wir durch den Standort der Kabine gestützt, denn in Punkt 662.4 der Pendelbahnverordnung steht geschrieben:
Die Fahrzeuge müssen nach dem Ansprechen einer Einfahrtüberwachung vor dem Anfang der Bahnsteige stillstehen. ...
Laufwerke, auch mit Fangbremsen, sind gegen Entgleisung zu sichern.
Aus meiner Sicht ist es unverständlich, dass gerade vor der Station die Gondel in eine solche Lage - wie auf dem Bild zu sehen - kommt (unabhängig davon, ob die Gondel nun oben klemmt oder unten aufsitzt).
Spielt hier neben menschlichem Versagen auch ein Konstruktionsfehler eine Rolle?
Dresdner
 
Eigentlich kann die Kabine nur an diesem Stahlträger hängen. Leider lässt sich nur schwer der Innenraum erkennen und ob das Dach tatsächlich durchdrungen worden ist.
Wenn wir schon am Ursachen raten sind:
Könnte nicht zuerst das Zugseil gerissen sein (würde erklären warum die Kabine nicht abgebremst wurde), daraufhin fielen die Fangbremsen ein. Nun schaukelt die Kabine heftig auf, verhakt sich am Stahlträger und schließlich, durch das Aufsitzen der Kabine und die dadurch plötzliche Entlastung des Laufwerks, springt dieses aus den Seilen.
 

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Es ist aus meiner Sicht falsch, zu sagen, die Kabine wurde nicht gebremst. Sie wurde gebremst, und zwar heftig. Sonst wäre sie nicht in dieser schrägen Position und gegen den Stationssattel geprallt, sondern gegen das Bahnsteiggeländer.
Es gab bei der Einfahrt in die Station einen Zugseilriss des in Fahrtrichtung vorderen Zugseils und dann passiert genau das, was auf den Bildern zu sehen ist. Seht euch mal das Video von den Bremsversuchen an der alten Gaislachkogelbahn in Sölden an. Genau das gleiche Schadensbild! Die Kabine prallt gegen den Sattel, weil der Restseilzug des hinteren Seils + Fangbremse diese gewaltige Bremsverzögerung erzeugen.
 
edit: Der Link von funivie.org funktioniert nur wenn man Mitglied ist.

Dafür habe ich noch ein Bild gefunden, der Zugseilträger gehört da tatsächlich hin.

funivia_g.jpg

Bildquelle: Provinz Turin
 
Bei funivie.org. gibt es eine rege Diskussion zu diesem Problem.
Soeben erhielt ich folgende Information:
Die Kabine hängt mit der bergseitigen Ecke am Querträger (der unter dem Tragschuh). Das Zugseil ist ganz sicher gerissen und zwar ziemlich genau auf dem Führungsschuh am Laufwerk. In dem Moment als das Zugseil gerissen ist und die Fangbremse das Tragseil verfehlt hat ist das Laufwerk wie eine Gewehrkugel ins Tal geschossen. Die Kabine hat nach oben ausgependelt und hat mit der bergseitigen Ecke den Träger erwischt (zum Glück).
Dresdner
 
Danke für die Informationen.
Das ist genau das Problem bei Pendelbahnen: Wenn die Zugseilschleife durch Seilriss unterbrochen wird, entstehen große Beschleunigungskräfte durch den Restseilzug auf das Laufwerk. Daher muss die Tragseilbremse nach italienischen Vorschriften in 0,2 Sekunden wirksam werden. Ob die Tragseilbremse planmäßig funktioniert hat, bleibt zu klären.
 
Ist denn überhaupt sicher, dass die Bahn Fangbremsen hat? Auf den Photos könnte ich das nicht mit Sicherheit sagen. Wenn, dann könnte vielleicht diese hell glänzende kleine rechteckige Platte zwischen den beiden Wippen des vorderen Laufwerks-Teils die Fangbremse sein. Hat der zu sehende Bügel/Hebel direkt oben drüber damit was zu tun (Federspeicher o. ä.)? Weiß da jemand mehr?

Auch kann ich nicht erkennen, ob diese Kabine zum Schutz vorm Abheben beweglich aufgehängt ist (gibts dafür einen Fachausdruck?). Einen von Roll'schen Bremswagen hat sie ja definitiv nicht.
 
In Deutschland und Italien sind Tragseilbremsen noch zwingend vorgeschrieben. In den anderen europäischen Ländern, darunter auch in der Schweiz, kann unter bestimmten Vorraussetzungen darauf verzichtet werden.
Die Tragseilbremse scheint hier aber offenbar versagt zu haben. Es sieht fast so aus, als ob die verkantete Kabine verhindert hat, das diese in Richtung Tal geschleudert wird. Das erklärt auch das verbogene Gehänge.
Die angesprochenen Sicherheitseinrichtungen, welche in der Vergangenheit in der Schweiz üblich waren (nichtdruckübertragendes Gehänge bei Garaventa bzw. Bremswagen bei VonRoll und Habegger) spielten hier aber vermutlich keine Rolle, da kein großer Drehwinkel auf dem Sattel vorhanden ist. Es deutet sich aber immer mehr an, dass die Tragseilbremse nicht plangemäß funktionierte. Der Unfall wird sicher die Tragseilbremsdiskussion (Sinn dieser Einrichtung) wieder neu anheizen. Ein durchgehend gespleistes Förderseil hätte ev. den Riss verhindert. Hier stellt sich die Frage, ob die Zugseilbefestigung am Laufwerk versagt hat.
 
Bei funivie.org gibt es die folgenden drei Beiträge zur Interpretation des Kontrollmonitors.
Leider bin ich des Italienischen nicht mächtig und die Übersetzungsprogramme kann man auch vergessen. Falls hier jemand die Beiträge übersetzen kann, das wäre sehr hilfreich.

Patrick schrieb:
Il registratore di eventi (chiamato anche scatola nera o data logger) rileva i dati di corrente motore, coppia, velocità impianto, regolazione freni, distanza vetture e tutti i stati dei micro (on/off) di continuo durante tutta la corsa. Nel caso che una protezione comandi un arresto i 15 secondi antecedenti e dal momento dell' arresto in poi ogni 0,2 secondi i dati vengono salvati su floppy o oggi più comunemente su hdd. Si possono poi vedere la causa dell' arresto, le curve di decelerazione, l' intervento dei freni e la loro regolazione della forza frenante (modulazione), gli stati dei micro (p.es. freno chiuso) e di tutte le protezioni (p.es. la mancata decelerazione), il tempo e lo spazio di arresto con la decelerazione media calcolata (di norma circa 0,6 m/s2) ecc.
Devono per legge rimanere accessibili per almeno 6 mesi.

Sarebbe interessante sapere quale è stata causa dell' arresto (se c'è stato!)

Matteo schrieb:

Nell'incidente secondo me deve essere per forza essere successo qualcosa di molto ma molto strano(conoscendo gli alti livelli di sicurezza degli impianti) infatti da quello che ho potuto leggere e sentire sembra che le cabine siano arrivate in stazione a velocità elevate e mi chiedo come questo sia potuto accadere, supponendo anche che la funivia non abbia seguito la sua rampa di decellerazione dove erano finiti i signori dazio continuo sui canali A e B e il dazio a punti sul canale C? Se fossero intervenuti ma il F.S. sull'albero veloce non funzionava?A questo punto dovrebbero intervenire le mancate decellerazioni e far cadere il F.E. sulla puleggia motrice o anche questo era fuori gioco?Penso che se sull'impianto ci fosse stato un macchinista (invece che funzionare in automatico) che avrebbe visto la vettura non rallentare e l'impianto non fermarsi avrebbe potuto abbasare la velocità dai potenziometri facendolo tenere dai motori elettrici.
Non ci resta che attendere la lettura della scatola nera e i risultati del sopralluogo da parte dei tecnici.

Silvano schrieb:
Supponiamo.....dico supponiamo..dazi escl. penalizzazioni aumentate.
Vettura entra in stazione a velocità, inpostata da potenziometro.
Sbatte contro respingente e stazione,si chiudono i freni sulle portanti a quel punto la traente esce dalla puleggia di deviazione, i freni servizio emergenza
sono chiusi motori disalimentati.
La vettura sbalza all'indietro (sicuramente oscillando paurosamente)
strappa la traente,deraglia dalle portanti si mette a 45 gradi.
Ripeto solo una mia ipotesi

Dresdner
 
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