Ich hatte nun die Gelegenheit, im Dezember für einige Tage auf Hokkaido Skifahren zu gehen, und möchte meine Erfahrungen hier teilen.
Furano (16.-18. Dezember)
Furano war mein erster Stopp. Trotz einer beeindruckenden Schneehöhe von 200 cm waren leider nur wenige Pisten und Lifte geöffnet. Wie bereits von
@Butters erwähnt, sind viele Flächen aufgrund von hohem Gestrüpp nicht befahrbar, wenn nicht genügend Schnee vorhanden ist. Das beeinträchtigte das Erlebnis erheblich.
Ich war drei Tage dort unterwegs und stellte fest, dass der Andrang extrem hoch war. Besonders auffällig war die Überzahl chinesischer Touristen. Im gesamten Furano-Gebiet, das normalerweise 32 Pistenkilometer umfasst, war nur der Bereich geöffnet, in dem sich auch das Hotel befindet. Hier standen lediglich eine große Gondel und drei kleinere Lifte zur Verfügung. Die Wartezeiten waren entsprechend lang, zwischen 30 und 60 Minuten. Leider drängelten sich viele Gäste – vor allem chinesische Touristen – regelmäßig vor. Bedauerlicherweise griffen die japanischen Mitarbeiter nicht ein. In den Alpen oder allgemein in westlichen Ländern wäre solches Verhalten vermutlich strenger gehandhabt worden, eventuell sogar mit dem Entzug der Liftpässe.
Der Schnee selbst war allerdings hervorragend – typisch für Japow! Selten hatte ich so gute Bedingungen. Dennoch wurde es mit der Zeit etwas eintönig, da zu wenige Pisten geöffnet waren. Um etwas Abwechslung zu bekommen, bin ich dann auch abseits der Pisten gefahren.
Zum Skiverleih in Furano kann ich nur Positives sagen: Für lediglich 2000 Yen pro Tag bekam ich hochwertige Skier. Da ich meine eigenen Skischuhe dabei hatte, war das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich ausgezeichnet. Leider war der Skibus-Transport vor Ort eine Katastrophe – schlecht organisiert und chaotisch.
Sapporo Teine (20.-21. Dezember)
Nach meinem Aufenthalt in Furano war ich noch zwei Tage in Sapporo Teine. Hier war die Erfahrung deutlich angenehmer. Die Gäste waren überwiegend Japaner, und das Verhalten war entsprechend respektvoller und entspannter. Fast alle Lifte waren geöffnet, was das Skifahren viel abwechslungsreicher und spaßiger machte.
Der Schnee war auch hier von ausgezeichneter Qualität, und ich konnte endlich sportlicher unterwegs sein. Die zwei Tage in Sapporo Teine waren ein echtes Highlight, da ich die Pisten ohne ständige Unterbrechungen genießen konnte.
Der Skibus-Transport in Sapporo war im Vergleich zu Furano gut organisiert, was die gesamte Erfahrung nochmals verbesserte.