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Kalkulation von Pauschalangeboten

Foto-Irrer

Jungfrau (4161m)
da hab ich jetzt aber eine konkrete Frage, halbwegs OT. Ich hab ein Angebot aus dem Montafon, 7 Tage bleiben und nur 6 Tage zahlen, für Unterkunft und Skipass. Wer zahlt da was für den verlorenen Tag?

/edit: Mir geht es NICHT um das Draufschlagen von Preisen an anderer Stelle :!:
 
Die Gäste, die in der Hochsaison fahren (müssen) und für die gleiche Leistung (gleiches Hotel, gleiches Skigebiet) eine Summe x mehr zahlen. Mit dem Unterschied, dass man an den Liften anstehen muss und in der Nebensaison bei solchen Lockangeboten man die Pisten und Lifte im Vgl. für sich alleine hat.
 
So wie es überall der Fall ist zahlen das die anderen Gäste.
Außerdem ist jedes Schnäppchen ohnehin so kalkuliert, dass genau das selbe übrig bleibt wie vorher.
Da werden eben folglich die anderen Angebote nachteilhafter kalkuliert oder an eine anderen Stelle gespart.
Du musst dir um den Anbieter keine Sorgen machen - der verhungert schon nicht!
 
snowflat schrieb:
Die Gäste, die in der Hochsaison fahren (müssen) und für die gleiche Leistung (gleiches Hotel, gleiches Skigebiet) eine Summe x mehr zahlen. Mit dem Unterschied, dass man an den Liften anstehen muss und in der Nebensaison bei solchen Lockangeboten man die Pisten und Lifte im Vgl. für sich alleine hat.
Beantwortet leider nicht meine Frage. Ist natürlich klar, dass an anderer Stelle das Geld für Angebote reingeholt werden muss.
 
Hallo,
Foto-Irrer schrieb:
snowflat schrieb:
Die Gäste, die in der Hochsaison fahren (müssen) und für die gleiche Leistung (gleiches Hotel, gleiches Skigebiet) eine Summe x mehr zahlen. Mit dem Unterschied, dass man an den Liften anstehen muss und in der Nebensaison bei solchen Lockangeboten man die Pisten und Lifte im Vgl. für sich alleine hat.
Beantwortet leider nicht meine Frage. Ist natürlich klar, dass an anderer Stelle das Geld für Angebote reingeholt werden muss.

eigentlich wüßte ich auch keine andere Antwort auf Deine Frage
Foto-Irrer schrieb:
7 Tage bleiben und nur 6 Tage zahlen, für Unterkunft und Skipass. Wer zahlt da was für den verlorenen Tag?
- der in der Hochsaison kommt, zahlt halt mehhr und in der Summe gleicht sich das aus.

Vielleicht noch ein Zusatzaspekt: Für die meisten "Normalurlauber" sind 7 Übernachtungen die Norm. Anstatt daß man jetzt den Übernachtungspreis um ca. 15% in der Nebensaison senkt, sagt man 7 Tage bleiben und nur 6 Tage zahlen - was auf dasselbe hinauskommt, aber dem zu ködernden Kunden den Eindruck vermittelt, er bekomme etwas geschenkt. Und der Kurzuraluber zahlt drauf.
 
Foto-Irrer schrieb:
da hab ich jetzt aber eine konkrete Frage, halbwegs OT. Ich hab ein Angebot aus dem Montafon, 7 Tage bleiben und nur 6 Tage zahlen, für Unterkunft und Skipass. Wer zahlt da was für den verlorenen Tag?

Foto-Irrer schrieb:
snowflat schrieb:
Die Gäste, die in der Hochsaison fahren (müssen) und für die gleiche Leistung (gleiches Hotel, gleiches Skigebiet) eine Summe x mehr zahlen. Mit dem Unterschied, dass man an den Liften anstehen muss und in der Nebensaison bei solchen Lockangeboten man die Pisten und Lifte im Vgl. für sich alleine hat.
Beantwortet leider nicht meine Frage. Ist natürlich klar, dass an anderer Stelle das Geld für Angebote reingeholt werden muss.

Vielleicht direkt beim Vermieter nachfragen. Ansonsten würde ich schwer auf Quersubventionierung tippen.
 
Foto-Irrer schrieb:
da hab ich jetzt aber eine konkrete Frage, halbwegs OT. Ich hab ein Angebot aus dem Montafon, 7 Tage bleiben und nur 6 Tage zahlen, für Unterkunft und Skipass. Wer zahlt da was für den verlorenen Tag?

Ist relativ einfach.
Ich berechne die Kosten, die für 7 Tage anfallen, einfach auf 6 Tage um.
Dann erzähle ich den staunenden Gästen, dass der 7. Tag gratis ist. Tadaaa !
Und wenn wir Deutschen irgendwas mögen, dann ist es Rabatt und Schnäppchen.
Psychologie, Belohnungszentrum im Gehirn schüttet Glückshormone aus, für Viele besser als S*e*x.
(das Wort S*e*x wird hier zensiert :lach: )

Wir hier in Nordostdeutschland sind für derartige Psychotricks noch zu blöd.

Läuft bei Möbelhäusern ähnlich.
Ein Sessel kostet 100 €, ich schlage 50 € drauf und biete dir 30 % Rabatt.
Du bist glücklich und ich hab nen 5er mehr :D
 
darum ging es mir nicht!
(der Post wurde aus einem anderen Thread herausgeholt, wo ein ähnliches Beispiel besprochen wurde und die Bergbahnen eher daran verdienen, als bei so einem Angebot draufzahlen)

Es ging darum, ob z.B. bei einer Aktion "Skipass gratis bei Buchung von 7 Tagen" der TVB den Skipass bezahlt oder ob der Vermieter den Skipass bezahlt oder wie auch immer.

Oder im Ötztal oder in Val d´Isere, wenn der Eintritt für das Hallenbad mit drin ist. Wer zahlt das?
 
Bei uns im Tourismusverbund bezahlt die teilnehmende Gemeinde mit der eingenommenen Kurtaxe diese Leistungen (Hallenbad, Skilift usw. inkl.)solange die Gemeinde auch Betreiber der Einrichtung ist. Privatleute die solche Anlagen betreiben, die "kostenlos" für den Urlauber nutzbar sind, bekommen eine Pauschale ausbezahlt, ob die jetzt von der gemeinde oder vom Tourismusverbund kommt weis ich nicht. Und bei uns ist es so, das diese Pauschale wenn überhaupt gerade so die Kosten deckt.
 
Foto-Irrer schrieb:
darum ging es mir nicht!
(der Post wurde aus einem anderen Thread herausgeholt, wo ein ähnliches Beispiel besprochen wurde und die Bergbahnen eher daran verdienen, als bei so einem Angebot draufzahlen)

Es ging darum, ob z.B. bei einer Aktion "Skipass gratis bei Buchung von 7 Tagen" der TVB den Skipass bezahlt oder ob der Vermieter den Skipass bezahlt oder wie auch immer.

Oder im Ötztal oder in Val d´Isere, wenn der Eintritt für das Hallenbad mit drin ist. Wer zahlt das?
Das kommt immer auf das Modell an.
Es gibt zB ein Modell, bei dem der FeWo Besitzer an der Aktion teilnehmen kann, in der der Gast einen deutlich rabattierten Skipass dazu erwerben kann.
Im Gegenzug muss der Vermieter einen Anteil seiner Mieteinnahmen an die BB abführen.
Je nach Gästestruktur und Vermietungszeiträumen kann das für die BB im Endeffekt sogar eine zusätzliche Einnahme bedeuten.

Wer zahlt?
Je nachdem, wieviel der Eigentümer über Mieterhöhung kompensieren kann, entweder der Gast mehr oder eben der Vermieter mehr.
Richtig lohnen für alle tut sich sowas für den Vermieter wohl nur dann, wenn er deswegen massiv mehr vermieten kann. Das ist aber oft die Ausnahme.
Die BB würden tendenziell eher Gewinneinbußen hinnehmen müssen, wenn der Vermieter ständig voll an Alpinskifahrer vermietet, die alle das Angebot nutzen und auch alle ständig mit diesem Skipass Skifahren gehen.
 
Man sollte aber auch sehen, dass diese Angebote häufig in einer Nachfragearmen Zeit zu finden sind. Da macht es schon einen unterschied ob man nun weniger einnimmt oder eben garnichts. Es könnte also auch der Fall sein, dass sich Bergbahnen und Unterkunftsbetreiber den "Verlust" teilen.
 
Ich hatte wie gesagt ein Beispiel gebracht.
Bei dem ist es so, wie beschrieben. Und dabei hat der Vermieter nicht die Wahl, sich bestimmte "nachfragearme" Saisonzeiten auszusuchen. Ebenfalls findet kein Ausgleich über einen theoretischen Verlust statt.

Aber es kann natürlich auch andere Beispiele geben, nur kenne ich die nicht.
 
Foto-Irrer schrieb:
Ist natürlich klar, dass an anderer Stelle das Geld für Angebote reingeholt werden muss.
Das Geld "muss nicht woanders reingeholt werden"! Österreich ist keine Planwirtschaft, in der die Margen von oben definiert werden würden. :wink:

Solche "Lockangebote" haben neben dem Werbeeffekt vor allem den Sinn, die Anlagen auszulasten (Stichwort Umlegung der Fixkosten), auch wenn dabei ein geringerer Gewinn als in der Hauptsaison (oder sogar ein Verlust) rauskommt hat es am Schluss trotzdem einen positiven Einfluss auf Cash Flow, Bilanz und Co.
 
thun schrieb:
[Das Geld "muss nicht woanders reingeholt werden"!
Manchmal durchaus schon wenn die Lockangebote unter den eigenen Kosten liegen; macht aber wie Du beschrieben hast unter dem Punkt
Verlustminimierung durchaus Sinn. Wenn man ein Unternehmen (Bergbahnen, Hotels etc.) ohnehin offenhalten und daher auch das Personal vorhalten und bezahlen muß sind nicht kostendeckende Einnahmen immer noch besser als gar keine...:ja:
Dafür holt man dann in der Hochsaison wo ohnehin Vollauslastung besteht, diese ertragsbezogene Quersubvention über höhere Margen wieder rein.
 
Solche Angebote gibt es doch überall und es ist einfach eine Quersubventionierung oder Umkalkulation.
Der ganze SSV ist genau so ein Witz. Zuvor werden die Preise hoch getrieben um dann 50 % Rabatt drauf zu schreiben und immer noch 50% Gewinn zu machen.
Denkst du dir wird da wirklich was geschenkt?
Das ist ganz einfache Psychologie und die klappt auch immer wieder super!
Aber ist ja letztendlich auch egal. Solange du weniger bezahlst hast du einen Vorteil und wie und wo das Umgeschlagen wird kann dir egal sein. Wenn das Angebot immer noch günstiger ist als bei der Konkurrenz ist es Wurscht warum es günstig ist.
 
Zur Frage von ganz zuerst: Den verlorenen Tag zahlt niemand. Die Unterkunft könnte den siebten Tag wahrscheinlich eh nicht vermieten weil er ungünstig liegt, hat man HP kommen bei der Unterkunft ja eh nur die Selbstkosten für die Mahlzeiten dazu was nicht grad die Welt ist, hat man nur Frühstück muss man ein zusätzliches mal im Ort essen gehen was Kohle bringt, etc.
Im Endeffekt hat man wohl lieber wenn man manchen Gästen etwas schenkt und die dafür dann auch kommen al dass man alles voll verlangt und dafür einige leere Zimmer hat.
 
Theo schrieb:
...
Im Endeffekt hat man wohl lieber wenn man manchen Gästen etwas schenkt und die dafür dann auch kommen al dass man alles voll verlangt und dafür einige leere Zimmer hat.
Das wäre dann aber nicht ein Geschenk an den Gast, sondern ein Angebot zum Marktpreis.
 
^^
Kommt aufs selbe raus. :wink:

MelChi schrieb:
Denkst du dir wird da wirklich was geschenkt?
"Geschenkt" ist sowieso das falsche Wort.
Und ja, im SSV werden durchaus Waren unter den Kosten verkauft - früher war es sogar gesetzlich geregelt die einzige Zeit, in der das erlaubt war. Grund: lieber wird ein Verlust in Kauf genommen, um Platz für dann umsatzstärkere Ware zu schaffen. Im Handel, wo die Umschlaggeschwindigkeit der Haupthebel für Umsatz und Ertrag ist, ist das sogar von höchster Bedeutung für den finanziellen Erfolg.

Das ist ganz einfache Psychologie und die klappt auch immer wieder super!
Praktiker hat dieses "Modell" zum Geschäftsprinzip erklärt und ist mit Vollgas gegen die Wand gefahren.
 
Das hat bei Praktiker aber auch andere Gründe!

Außerdem weiß ich aus erster Hand das oft genug wirklich noch einmal neue Preisschilder gedruckt werden um anschließend ein 30% Schild drauf zu heften. Das ist echt so (wenn auch nicht immer).
Was die Klamotten betrifft meinst du nicht es es sei unter dem Wert und ein Verlustgeschäft, oder?
Auch das ist kalkuliert. Der Gewinn schmälert sich, aber dadurch können Abschreibungen zum Lagerbestand geltend gemacht werden, was sich wiederum gut auf die Bilanz auswirkt.
 
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