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Kalser Bergbahnen vor dem Aus ?

Gletscherfloh

Fichtelberg (1214,6m)
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heute in orf-on (tirol-teil):

Kalser Bergbahnen vor dem Aus?
In Kals finden derzeit hektische Verhandlungen rund um den Fortbestand der Kalser Bergbahnen statt. Zehn Angestellten wurden gekündigt. Obwohl bereits an einem Frequenzbringer gearbeitet wird, will man die Bergbahnen zusperren.
Dienstag, 21.12.04

Zu wenig Betten in Kals
Schon seit der Eröffnung vor acht Jahren fahren die Kalser Bergbahnen ein dickes Minus ein. Der Grund: Zu wenig Betten in Kals bringen zu wenig Skifahrer.

Hotel sollte im Frühjahr gebaut werden
Schon vor vier Jahren forderte der Mehrheitseigentümer, die Söldener Bergbahnen, ein großes Hotel, damit sich der Lift rechne. Im Frühjahr könnte Baubeginn für das Hotel sein, denn in der Van der Valk-Gruppe wurde ein Investor gefunden.



Hektische Verhandlungen
Und prompt kündigen die Söldener zehn Angestellte und wollen den Lift mit kommendem Frühjahr abdrehen. Auch der Geschäftsführer der Kalser Bergbahnen wurde bereits gekündigt. Er bleibt bis zur gesetzlichen Kündigungsfrist im April.

Zurzeit gibt es hektische Verhandlungen zwischen den Kalsern, den Söldnern und der Van der Valk-Gruppe. Der österreichische Geschäftsführer ist ebenso verunsichert und wartet auf eine Antwort der Söldener Betreiber, die eine Stellungnahme verweigert haben. Ruhige Weihnachten gibt es jedenfalls noch keine im Osttiroler Kals.
 
neuer Bericht (heute, 22. 12. 04 in orf-on/tirol) über Kals:

Liftstreit in Kals
Im Osttiroler Liftstreit in Kals gibt es nun Reaktionen von den Betreibern, den Söldener Bergbahnen.
Mittwoch, 22.12.04

Vorsichtsmaßnahme
Jakob Falkner, der Geschäftsführer, sagt gegenüber ORF Tirol, bei den ausgesprochenen Kündigungen in Kals handle es sich um Vorsichtsmaßnahmen, um im Notfall die Kalser Bergbahnen liquidieren zu können.

Die Söldner Bergbahnen haben seit Jahren den Bau eines Hotels gefordert, um die Auslastung der Kalser Lifte zu steigern. Man sei in Verhandlungen mit der Van der Valk-Gruppe, die im Frühjahr ein Hotel in Kals bauen will. Sollte der Bau allerdings in letzter Sekunde gestoppt werden, sei man gerüstet, so Jakob Falkner. Man habe immer das Wort gehalten, nur sei man jahrelang von den Kalsern vertröstet worden.
 
Van der Valk ist in Holland ein ziemlich grosse Hotelkette. In Kals wird in 2005 definitiv gebaut.
 
Meiner Meinung nach, ist das ganze doch nur ein Druckmittel um den Hotelbau durchzusetzen. Damit keine EInsprüche mehr dagegen kommen.
 
Jens schrieb:
Meiner Meinung nach, ist das ganze doch nur ein Druckmittel um den Hotelbau durchzusetzen. Damit keine EInsprüche mehr dagegen kommen.

Ja das hab ich auch gedacht. Liquidieren von Kalser Bergbahnen kostet auch viel Geld.
 
Die Kalser Bergbahnen werden wohl weiter existieren:

Aufatmen in Kals: Bergbahnen könnten erhalten bleiben

In Sölden trafen am Dienstag Vertreter des Immobilienfonds, der das Feriendorf in Kals errichten will, und die Eigentümer der Ötztaler Gletscherbahnen zusammen. Es ging um den Ausweg aus einem Dilemma: Der Immobilienfonds braucht die Sicherheit, dass die Bergbahnen erhalten bleiben. Sonst findet er keine Interessenten für das Feriendorf.

Die Ötztaler wiederum machen den Weiterbestand ihrer Kalser Lifte vom Bau des Feriendorfs abhängig.

"Das Gespräch ist gut verlaufen, wir haben eine Annäherung erzielt", berichtet Karl Klement, der Entwickler des Feriendorfprojekts. "Jetzt sind noch Feinabstimmungen notwendig. Es ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Bergbahnen und Feriendorf vorgesehen."

Eine Möglichkeit, über die in Kals - und im Landhaus - geredet wird, ist die Beteiligung des Immobilienfonds an den Liften. Die Ötztaler haben in ihrem Gebiet keine Verwendung für die Kalser Anlagen. Sie zu verwerten dürfte weniger zielführend sein die Hereinnahme eines Partners.

Bürgermeister Klaus Unterweger fiel am Dienstag ein Stein vom Herzen, als er vom positiven Verlauf der Verhandlungen erfuhr. Ihm gegenüber hat Klaus Falkner von den Ötztaler Bergbahnen von einem "guten Gespräch", dem weitere folgen würden, gesprochen. "Ich sehe eine positive Entwicklung", sagte Unterweger. "Denn andernfalls wäre es heute schon zum Crash gekommen und ich wäre angerufen worden: Macht euch darauf gefasst, dass wir zusperren." Wie berichtet, haben die Ötztaler ihre Drohung, Kals aufzulassen, mit der Kündigung aller Bergbahnen-Mitarbeiter Nachdruck verschafft.

Einen gelinden Schock versetzt hat Projektentwickler Karl Klement eine Aussage von Landeshauptmann Herwig van Staa in Lienz. Die Landesregierung hat das Feriendorfprojekt mit einem zinsenlosen Darlehen von 150.000 Euro unterstützt. (Das Geld wurde für die vorgeschriebene Seriositätsprüfung der Immobilie Feriendorf verwendet.) In seinem Pressegespräch am 7. April bezeichnete der Landeshauptmann das 150.000-Euro-Darlehen nun als "hochgradiges Risikokapital".

Die laut geäußerten Zweifel am Projekt sind bei der Suche nach Interessenten für die Feriendorfhäuser nicht gerade hilfreich. Damit tragen sie auch nicht dazu bei, den Kapitalrückfluss ans Land abzusichern.
www.tirol.com
 
Tiroler tageszeitung:

Das Kalser Feriendorf kommt in Sichtweite
"Das Projekt scheint auf Schiene zu sein", teilt BM Unterweger von Kals mit. Er meint das Feriendorf, das den Weiterbestand der Lifte garantiert.


Die Ötztaler Betreiber der Kalser Bergbahnen drohten schon, die Lifte abzutragen. Nun scheint die Voraussetzung für den Weiterbestand der Kalser Wintersaison geschaffen. Die Rentmeister KG in Essen teilte Bürgermeister Klaus Unterweger mit, "dass wir in Kürze mit der Prospektierung beginnen können".

Geplant ist ein Feriendorf mit Zentralhotel und, in der ersten Baustufe, 300 Betten auf der "Liegstatt" (ca. 1500 m), direkt an der Skiabfahrt gelegen.

Die ursprünglichen Planungsunterlagen waren mangelhaft. So musste das Vorhaben noch einmal durchkalkuliert werden. "Vom Erfolg des Projekts sind wir nun überzeugt", erklärt die Rentmeister KG. Der Zeitplan (Eröffnung zum Winter 2005) ist allerdings nicht einzuhalten.

"Ich gehe davon aus, dass die Lifte im kommenden Winter in Betrieb sind", sagt der Bürgermeister. "Es gibt keinen Grund mehr, das Skigebiet stillzulegen."

Dies trifft umso mehr zu, als auch der Campingplatz in der Nähe der Talstation des Gschlöss-Liftes der Verwirklichung entgegengeht. Auf 2,2 Hektar Fläche entstehen 108 Stellplätze. Am 5. Juli hat die Bezirkshauptmannschaft die Bauverhandlung durchgeführt. Betreiben will den Ganzjahres-Campingplatz der Tristacher Franz Koller. Er teilt mit, dass die forstrechtliche Genehmigung schon vorliege, die Naturschutzverhandlung aber noch ausstehe.

Mit Feriendorf und Campingplatz sollte die Beherbergungskapazität im Glocknerdorf in einem Maß ansteigen, dass die ausreichende Auslastung der Bergbahnen gewährleistet ist.


Gottfried Rainer
11.07.2005 19:30
 
Und was stimmt daran nicht, wenn ich fragen darf?
 
das ist mitlerweile die zigste Aussage.wer bitte so der neuerliche Investor sein.Diesen wird es niemals geben.Genauso wenig wie der Fond nunmehr kam. Die Fa. Klement, ein verschachteltes System von 5 Einmannfirmen hat finanziell nichts außer haltloser Worte und meherer Konkursen hinter sich...
 
Schon seit der Eröffnung vor acht Jahren fahren die Kalser Bergbahnen ein dickes Minus ein. Der Grund: Zu wenig Betten in Kals bringen zu wenig Skifahrer.

Habe ich das richtig verstanden, dass dieses Gebiet erst vor 8 Jahren erschlossen wurde ?
 
TPD schrieb:
Schon seit der Eröffnung vor acht Jahren fahren die Kalser Bergbahnen ein dickes Minus ein. Der Grund: Zu wenig Betten in Kals bringen zu wenig Skifahrer.

Habe ich das richtig verstanden, dass dieses Gebiet erst vor 8 Jahren erschlossen wurde ?

Die drei Sesselbahnen gibts erst seit 8 Jahren. Früher ging da eine ESB bis zum Restaurant Glocknerblick hoch und da gab es noch einen Schlepper (wegen defektem Antrieb seit 4 Jahren ausser Betrieb). Kann es später mal im Pistenplan zeichnen bei Bedarf.
 
^^
Nein, ein Plan ist nicht unbedingt notwendig. Ausser es macht Dir Spass ein Plan zu zeichnen.

Aber was haben sich die Verantwortlichen gedacht, als sie die "neuen" Lifte geplant haben ?
Es galt wohl das Motto:" Hurrah, jetzt bauen wir ein paar neue Lifte und dann kriegen wir ein x-faches an neuen Gäste. "

Aber dass man mit dem Aufstellen von neuen Lifte nicht mehr Gäste kriegt, wenn die andere Infrastruktur nicht ausgebaut wird, wurde wohl übersehen...
 
TPD schrieb:
^^
Nein, ein Plan ist nicht unbedingt notwendig. Ausser es macht Dir Spass ein Plan zu zeichnen.

Aber was haben sich die Verantwortlichen gedacht, als sie die "neuen" Lifte geplant haben ?
Es galt wohl das Motto:" Hurrah, jetzt bauen wir ein paar neue Lifte und dann kriegen wir ein x-faches an neuen Gäste. "

Aber dass man mit dem Aufstellen von neuen Lifte nicht mehr Gäste kriegt, wenn die andere Infrastruktur nicht ausgebaut wird, wurde wohl übersehen...

Seit 9 oder 10 Jahren besitzt Sölden 80% von der Kalser Bergbahnen. Die haben da einfach die neue Bahnen gebaut und finanziert mit der höffnung das es aufwärts geht mit der Kalser Bergbahnen. Damals würde schon gesagt das die Anzahl der Nächtigungen steigen muss auf, ich glaub, fast das doppelte von damals. Da es heute nicht passiert ist, und Sölden letztes Jahr (ende 2004 glaub ich) gedroht hat die Bahnen abzubauen mussen die Kalser einwohner neue Hotels oder Pensions bauen. Im sommer 2006 wird schon der Campingplatz fertig gestellt. Das Hoteldorf sollte einen 2. Schritt sein. Mit dieser beide erweiterungen ist es möglich für Kals um auf der gute Anzahl der nächtigungen im Winter zu gelangen.
 
STB17 schrieb:
Kann es später mal im Pistenplan zeichnen bei Bedarf.
Och doch, mich würds schon interessieren :)
:lol:

Blau: abgebauten ESB
Grün: stillgelegt weil antrieb kaput (wurde mir gesagt von eine angestellten)
Gelb: Neue SL
Rot: verlängerung alte SL
Und die neue 4er SBen sind klar ;)

SL am glocknerblick (grün)
Trasse%20Gamslift.JPG

Bergstation ESB:
Bergstation%20alte%20ESL%20GLocknerblick.JPG
 

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