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Kamera Workshop

So, war heut mal im MM und hab mir die EOS 600D genauer angeschaut. Macht nen sehr guten Eindruck, werd sie aber nicht beim MM kaufen :naja:
 
Dachstein schrieb:
Also: 1:1,4 ist kleiner als 1:22
Kleiner? Oder doch größer? Die Öffnung und der Lichtdurchlass ist jedenfalls größer. (Mathematisch betrachtet ist 1/1,4 auch größer als 1/22 ...)

Ganz ehrlich - das ganze Blendendingens hab ich nie gecheckt, bis ich endlich mal ein analoges Objektiv in den Händen hatte und am Blendenring gedreht hab und die Auswirkungen gesehen hab!
 
Eine Abblendtaste kann da auch hilfreich sein.
 
starli schrieb:
Dachstein schrieb:
Also: 1:1,4 ist kleiner als 1:22
Kleiner? Oder doch größer? Die Öffnung und der Lichtdurchlass ist jedenfalls größer. (Mathematisch betrachtet ist 1/1,4 auch größer als 1/22 ...)
Größer natürlich. So ist es. Und es ist auch ganz einfach:
1/4 entspreicht beispielsweise einem Durchmesser Blendenöffnung von 1/4 der Brennweite.
Ein 100 1/2,0 hat 5cm Blendendurchmesser ebenso wie ein 50 1/1,0.

Ganz ehrlich - das ganze Blendendingens hab ich nie gecheckt, bis ich endlich mal ein analoges Objektiv in den Händen hatte und am Blendenring gedreht hab und die Auswirkungen gesehen hab!
Vorsicht, es gibt keine analogen Objektive.
Aber es sollten so einige mal ein manuelles Objektiv in die Hand nehmen. Es erspart enorm Zeit sich einmal kurz damit auseinanderzusetzen. Wenn man dann (wie Mic empfahl) mal die Blende zudreht während man mit gedrückter Abblendtaste durch den Sucher einer SLR schaut, hat man es augenblicklich begriffen. (Vorausgesetzt man hat einen vernünftigen Sucher und eine vernünftige Einstellscheibe)
Bei fast allen modernen Cams ist die Bedienung von der Technik komplett abgekoppellt, so dass man es kaum noch einfach verstehen kann.
 
Dachstein schrieb:
@ mic: wer bitte hat denn heute noch eine Abblendtaste außer die gehobeneren Modelle? An die EVILs will ich jetzt mal gar nicht denken...
MFG Dachstein
"Wenn Du aufs falsche Pferd setzt können wir nichts für":
http://kwerfeldein.de/index.php/2008/08/19/die-abblendtaste-nutzen/
http://www.wolfeye-foto.de/images/eos_550d_front.jpg
http://www.johannes-leckebusch.de/CanonEOS5DMKII/BildAbblendtaste.jpg
http://www.letsgodigital.org/html/review/canon/eos1000d/camera/canon-eos-1000d.jpg
 
...und genau wissen willst, welche Bereiche nun mit Deiner gewählten Blende scharf sind, dann benutze die Abblendtaste.
Ob man jeweils die exakte Schärfentiefe durch den Sucher sehen kann, hängt allerdings auch von der eingesetzten Scheibe ab.
Man sollte die Darstellung zunächst eher als Anhaltswert verstehen, der nicht automatisch auch genau ist und sie nochmal anhand des Bildergebnisses überprüfen.
 
albe schrieb:
Zumindest bei mir kann man den Effekt des Abblendens sehr gut im Sucher beurteilen wenn ich live-view verwende.
Gute Idee. Der Sucher der EOS 600D ist mir zu klein, um den Effekt des Abblendens zu sehen und ob wirklich alles entsprechend so scharf fokussiert ist, wie ich es möchte. Teilweise sehe ich das ja noch nicht mal auf dem Display.
Mit Live View, was ich eh nachts nutze, wenn ich zweimal vergrößert manuell fokussiere, wäre das eine Möglichkeit.
 
Interessante Sache - jetzt weiß ich mal, was ich mit diesem unscheinbaren Knöpfchen an der Seite alles anstellen kann. Vielen Dank @mic und 3303 für den Tip mit der Abblendtaste!
Dieses Topic ist ganz schön hilfreich :top: .
 
mic schrieb:
^^stimmt. In der Steinzeit war das so!
Wenn man keine Ahnung hat....
Messsuchercameras haben nach wie vor ihre Vorteile gegenüber SLRs und bleiben eine Alternative für den, der diese nutzen will.
 
mic schrieb:
Die Diskussion Messsucher v/s SLR ist uralt, wird auch hier nichts neues bringen und sie läuft auch immer gleich ab.
Es ist dabei immer wieder interessant zu beobachten, wie von Leuten, die sich wenig mit den Systemen auseinandersetzen stets nur Vorteile der SLR und Nachteile der Messucher gesehen werden.

Um mal einge Vorteile von Messuchercameras kurz anzureißen. Es gibt Leute, für die überwiegen diese Vorteile:

Weniger Bauteile

dadurch weniger Potential für Defekte

kompaktere Gehäuse möglich da kein Spiegelkasten

kompaktere und weniger anfällige Optiken da keine Springblende

durch geringeres Auflagemaß weniger bis kein Retrofocus im WW Bereich erforderlich, dadurch tendenziell weniger Abbildugsqalität-mindernde Faktoren und wiederrum kompaktere, kostengünstigere Bauweise der Optik. Deshab gerade im Superweitwinkelbereich vorteilhaft.

Sucherbild unabhängig der Lichtstärke der Optik immer gleich hell

Manuelle Focussierung unabhängig von der Lichtstärke der Optik auch bei wenig Licht immer gleich gut möglich

Weniger Verwacklungsunschärfe da kein Spiegelschlag, besonders bei grenzwertigen Zeiten

Natürlich sind die Cams für Sportphotographie ungeeignet und auch für Motivprogrammbenutzer nicht zu empfehlen.
Fakt ist aber, dass es nach wie vor einen Markt für Messsucherkameras gibt, auch wenn die modernen Metallschlitzverschlüsse durch ihre Lautstärke dieser Bauart einen Vorteil weggenommen haben.
 
Hallo Welt. Danke für die Aufklärung des Unwissenden!
Steht dem Fotomarkt ja einiges an Veränderungen an bis jeder so ein Teil hat. :idea:
 
Ganz schwach Mic - ganz schwach....
 
Was für eine Diskussion....

Generell ist anzumerken, dass ich bereits zwei eher negative Erfahrungen mit Messsucherkameras gemacht habe - einerseits betreffen die den vielfach hoch gelobten Sucher - der ja eine gewisse Messbasis besitzt - diese ist entweder ausgelegt für WW, für Normalbereich oder für den Telebereich, wenn ich mich jetzt recht erinnere. Für WW ist dann die Messbasis für den Telebereich ziemlich bescheiden, andererseits braucht man, wenn man den Normal oder Telemessbereich wählt einen Aufstecksucher - viel zu aufwändig und unpraktisch. Nur FED und Kiev bieten meines Wissens immer noch den Revolversucher an, mit dem man das umgehen kann
Anderreseits stört mich die Paralaxe, daran muss man sich gewöhnen, dann geht das schon - dennoch, Kontrolle über die Tiefenschärfe hat man wiederum nur über die Skala, und das ist nun auch bei der Portraitfotografie ungenügend, schließlich will ich jetzt nicht mit dem Maßband zwischen Modell und Kamera herumhantieren. ;)
Und dann kommt wiederum die Sucherabschattung ins Spiel. So schön ein 50er, 1:1 ist, aber man sieht es im Sucher - und das ist lästig.
Und das zweite, für die moderne Fotografie absolutes no go ist das Fehlen von Zooms, die technisch kaum umsetzbar sind (ja, es gab ein schwieneteures, lichtschwaches Contax 35-70 und die komischen Bi- und Trifocus Lösungen - die nicht wirklich zu befriedigen wissen). Von schönen Teleobjektiven - 300, 2,8 will ich jetzt mal gar nicht reden - da gab's ja von Canon, Nikon, Contax und Leica Spiegelkästen - aber auch das ist ziemlich umständlich und dann fallen alle Vorteile mit den wenigen Bauteilen weg...

Schlussfolgerung - wer mit den Nachteilen einer Messucherkamera leben kann und die Fotografie mit ihr liebt, wird mit den Bessas und M Leicas seine Freude haben - für jemanden, dessen Fotografie aber von der Sponatinität lebt und mit ständig wechselnden Bildwinken arbeitet, der wird mit einer Messucherkamera sicher nicht warm werden. Die Spiegelreflex ist nicht umsonst der Standard in der Fotografie geworden, weil ihre konstruktiven und optischen Nachteile von ihren Vorteilen aufgewogen werden.

Zus Kostengünstigkeit sei auch noch eines angemerkt: Leica ist nicht kostengünstig, nur Voigtländer (Cosina) konnte da kostengünstig produzieren - jedoch waren die Preise teilweise doch den FBs mancher renomierter Hersteller ähnlich - bei den Objektiven sah ich keinen Vorteil. Auch muss man sich für den Bereich 28 - 70 4 Objektive kaufen, um ihn halbwegs abzudecken - bei der SLR geht mit einem Objektiv, sodass das hier der der Kostenvorteil ganz klar zur SLR gewandert ist.

MFG Dachstein
 
3303 schrieb:
Wenn man keine Ahnung hat....
ganz schwach 3303- ganz schwach.
Weniger Bauteile, weniger Potential für defekte. Der war echt gut.

Liebhaberei macht die Kameras auch nicht sinniger!!
 
Dachstein schrieb:
Generell ist anzumerken, dass ich bereits zwei eher negative Erfahrungen mit Messsucherkameras gemacht habe - ....
Ich sehe das grundsätzlich ähnlich wie du. Für mich überwiegen die Nachteile auch bei Weitem. Deswegen photographiere ich auch seit jeher mit einer SLR. Selbst die M7 hat mich nicht überzeugt (wenn auch das 50/2.0 ein wunderbares Bokeh hat)
Nur lege ich meinen Maßstab eben nicht für jeden als einzig richtigen an, sondern nur für mich.

@Mic: Es weiß jetzt jeder, dass du keine anderen Beurteilungen als deine akzeptierst. Lass gut sein.
Übrigens hatte ich mal einen Defekt an der Springblende. Sovel zu Defektpotential.
 
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